Annweiler am Trifels
Das Überraschende
Annweiler war im 18. Jahrhundert die kleinste aller Reichsstädte.
Die große Zahl
Seit 1176 gehörte Annweiler am Trifels zu 5 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 20 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Pfalz-Baiern
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0022953
Auch bekannt alsAnnweiler, Annweiler am Trifels (Germany), Sarnstall, Anweiler, Анвейлер, Анвайлер-на-Трифельсе
Heute: Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Annweiler am Trifels (Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Burgunder und Franken. Dort leben rund 7.233 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt im rheinland-pfälzischen Landkreis Südliche Weinstraße und ist als Mittelzentrum und staatlich anerkannter Luftkurort ausgewiesen. Die Reichsburg Trifels prägte seine Geschichte als Aufbewahrungsort der Reichskleinodien und macht den Ort überregional bekannt. Heute ist der Tourismus ein erheblicher Wirtschaftsfaktor für deinen Ort.
Lage
Lage: Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels, Deutschland · 49,203° N, 7,967° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
4Beleg anzeigen
- 4 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 4 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 13 v. Chr. – 455RömerungefährSeit etwa 13 v. Chr. stand das linke Rheinufer wahrscheinlich unter römischer Kontrolle; nach etwa 455 folgten Alamannen und Franken.
5Beleg anzeigen
- 5 „Mit den augusteischen Feldzügen ab 13/12 v. Chr. gelangten die linksrheinischen Gebiete unter römische Kontrolle.“ – Wikipedia: Germania superior
- 5 „Nach etwa 455 traten dann Alamannen und schließlich die merowingischen Franken die Nachfolge der römischen Herrschaft am Rhein an: Als Chlodwig I. um 482 seinem Vater als rex nachfolgte, wurde er formal zugleich administrator der Provinz Germania Prima, die sich dann schrittweise in fränkisches Kronland verwandeln sollte.“ – Wikipedia: Germania superior
- ca. 413 – 436BurgunderungefährUm 413 wurden burgundische Krieger wahrscheinlich am Rhein angesiedelt; 436 scheiterte ihr Reich am Rhein.
6Beleg anzeigen
- 6 „Ergänzt werden die spärlichen literarischen Hinweise auf ein Burgundenreich am Rhein ansonsten nur durch die Notiz des Chronisten Prosper Tiro von Aquitanien zum Jahr 413 über die Ansiedlung von burgundischen Kriegern am Rhein.“ – Wikipedia: Burgunden
- 6 „Zuvor war der Versuch, ein burgundisches regnum am Rhein zu etablieren, im Jahr 436 gescheitert.“ – Wikipedia: Burgunden
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
7Beleg anzeigen
- 7 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 7 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ungefährOrtsname (germanisch)wahrscheinlichDer Ortsname ist wahrscheinlich germanischen Ursprungs. Annweiler wurde vermutlich nach einem Franken namens Anno oder Arno benannt.
8Beleg anzeigen
- 8 „Benannt wurde Annweiler vermutlich nach einem Franken namens Anno oder Arno.“ – Wikipedia: Annweiler am Trifels
Grenz-Zeitleiste
- 1176 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1176 bis 1806 gehörte Annweiler am Trifels zum Heiligen Römischen Reich.
9Beleg anzeigen
- 9 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 9 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1176EreignisEreignis
Annweiler am Trifels wird 1176 erstmals erwähnt.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Der Ort, der mutmaßlich bereits während des frühen Mittelalters entstand, wurde erstmals 1176 urkundlich erwähnt und bekam 1219 die Stadtrechte verliehen.“ – Wikipedia: Annweiler am Trifels
- 1807 – 1817keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1816EreignisEreignis
Annweiler wechselte vom Königreich Bayern in das Königreich Bayern.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Im selben Jahr wurde der Ort Österreich zugeschlagen und wechselte 1816 in das Königreich Bayern.“ – Wikipedia: Annweiler am Trifels
- 1818 – 1870Pfalz-BaiernPfalz-Baiern
Von 1818 bis 1870 gehörte Annweiler am Trifels zu Pfalz-Baiern.
Quelle: GOV - 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Annweiler am Trifels zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Annweiler am Trifels lag in der Französischen Besatzungszone.
12Beleg anzeigen
- 12 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 12 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1946 – 1949Französische BesatzungszoneFranzösische Besatzungszone
Von 1946 bis 1949 gehörte Annweiler am Trifels zur Französischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Annweiler am Trifels zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
13Beleg anzeigen
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 13 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1972EreignisEreignis
Queichhambach wurde eingemeindet und Annweiler Sitz der Verbandsgemeinde.
14Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 14 „Der Nachbarort Queichhambach wurde am 22. April 1972 eingemeindet. Im selben Jahr wurde die Stadt Sitz der neu geschaffenen gleichnamigen Verbandsgemeinde.“ – Wikipedia: Annweiler am Trifels
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Annweiler am Trifels liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Annweiler am Trifels (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Annweiler am Trifels (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Annweiler am Trifels (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
236 Objekte zu „Annweiler am Trifels“ laut DDB, die ersten 5:
- Annweiler am Trifels (öffnet in neuem Tab) · Ansichtspostkarte · Badisches Landesmuseum Karlsruhe
- Annweiler am Trifels. Blick zur Reichsburg Trifels (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Stadt, Annweiler am Trifels (öffnet in neuem Tab) · Stadt · Deutsche Fotothek
- Annweiler am Trifels. Reichsburg Trifels (Ruine) (vor 1081) (öffnet in neuem Tab) · Burg · Deutsche Fotothek
- Annweiler am Trifels. Bauernhäuser. Blick zur Reichsburg Trifels (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
Ortsname
Annweiler wurde vermutlich nach einem Franken namens Anno oder Arno benannt.
15Beleg anzeigen
- 15 „Benannt wurde Annweiler vermutlich nach einem Franken namens Anno oder Arno.“ – Wikipedia: Annweiler am Trifels
Siedlung
- 7. oder 8. JahrhundertWahrscheinlich
Siedlung mit -weiler
16Beleg anzeigen
- 16 „Die Gründung erfolgte, wie bei anderen Siedlungen mit der Endung -weiler, wohl im 7. oder im 8. Jahrhundert.“ – Wikipedia: Annweiler am Trifels
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1176 erwähnt.
17Beleg anzeigen
- 17 „Der Ort, der mutmaßlich bereits während des frühen Mittelalters entstand, wurde erstmals 1176 urkundlich erwähnt und bekam 1219 die Stadtrechte verliehen.“ – Wikipedia: Annweiler am Trifels
Das nächste runde Jubiläum: 2076 (900 Jahre).
Quellen dieser Akte (20 Quellen aus 5 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
20 Quellen aus 5 Einrichtungen
Für Annweiler am Trifels ausgewertet: 20 Quellen · Ersterwähnung (1176) belegt in Wikipedia: Annweiler am Trifels.
Bibliotheken
- 572. Landau i.d. Rheinpf.; [Ausg. D] (1918) (1918, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Annweiler am Trifels“: 6 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- 572. Landau i.d. Pfalz; [Ausg. D] (1928) (1928, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 572. Landau i.d. Pfalz; [Ausg. D] (1935) (1935, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 572. Landau i.d. Pfalz; [Ausg. F] (1940) (1940, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 6713. Annweiler (1954) (1954, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
Normdaten
- Wikidata Q22953: Annweiler am Trifels (CC0)
- GND 4002133-6: Annweiler am Trifels (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Annweiler a. Trifels, Annweiler (Trifels), Annweiler, Anweiler (Annweiler am Trifels)“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Annweiler am Trifels (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Annweiler am Trifels und 11 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Annweiler_am_Trifels (CC BY-SA 4.0).
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