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GrenzArchiv
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Artern

Das Überraschende

Artern war 1952 bis 1994 Kreisstadt, verlor diesen Status aber 1994 und erhielt dafür die zentrale Bußgeldstelle Thüringens.

Die große Zahl

Seit 1252 gehörte Artern zu 7 verschiedenen Herrschaften.

Belegt mit 28 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen

Mehr als 70 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.

Zeitreise

Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).

  • Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
  • Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
  • Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen

Ortsakte · Nr. GA-0163346

Auch bekannt alsArtern/Unstrut, Артерн

Heute: Kyffhäuserkreis, Deutschland

Die Kurzfassung

Dein Ort ist Artern (Kyffhäuserkreis). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken. Dort leben rund 6.340 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt an der Unstrut im äußersten Nordosten Thüringens an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Dein Ort wurde schon zu Beginn des 9. Jahrhunderts als „Aratora“ urkundlich erwähnt. Dein Ort war jahrhundertelang für seine Saline bekannt, die der Dichter Novalis als Inspektor leitete.

Lage

Lage: Kyffhäuserkreis, Deutschland · 51,367° N, 11,30° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)

Vor der ersten Erwähnung – ungefähr

  1. ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
    1Beleg anzeigen
  2. ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
    2Beleg anzeigen
    • 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
    • 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
  3. ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
    3Beleg anzeigen
    • 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
    • 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
  4. ca. 100 v. Chr. – 300Hermunduren (Elbgermanen)VermutungUm die Zeitenwende lebten in Thüringen vermutlich Hermunduren, ein elbgermanischer Stamm, der am Oberlauf der Elbe siedelte.
    4Beleg anzeigen
    • 4 „Die Hermunduren waren ein germanischer Volksstamm, der zur Gruppe der Elbgermanen (Herminonen) zählt und am Oberlauf der Elbe siedelte.“ – Wikipedia: Hermunduren
    • 4 „In Thüringen wurden archäologische Funde elbgermanischer Provenienz, wie die von Fibeln, eisernen Waffen, Terrinen, Schalenurnen und rädchenverzierten Keramikteilen bislang zumeist als hermundurisch gedeutet.“ – Wikipedia: Hermunduren
  5. ca. 400 – 531ThüringerungefährVon etwa 400 bis um 531 lag die Gegend wahrscheinlich im Thüringerreich, das die Franken dann eroberten.
    5Beleg anzeigen
    • 5 „Die Thüringer werden erstmals als Toringi um 400 im Werk Mulomedicina („Maultier-Heilkunde“) des spätantiken Autors Flavius Vegetius Renatus erwähnt, der die Kriegstauglichkeit ihrer Pferde rühmt.“ – Wikipedia: Thüringer
    • 5 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
  6. ca. 531 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährUm 531 eroberten die Franken das Thüringerreich; danach gehörte der Raum wahrscheinlich zu ihrem Reich.
    6Beleg anzeigen
    • 6 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
    • 6 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)

Grenz-Zeitleiste

  1. 1252 – 1423
    Markgrafschaft Meißen

    Von 1252 bis 1423 gehörte Artern zur Markgrafschaft Meißen.

    7Beleg anzeigen
    • 7 „Die Mark wurde im 10. Jahrhundert gegründet, stand ab 1089 unter der wettinischen Herrschaft, und ging 1423 (durch kaiserliche Belehnung Friedrichs des Streitbaren für seinen Einsatz gegen die Hussiten) im Kurfürstentum Sachsen auf.“ – Wikipedia: Markgrafschaft Meißen
  2. 1252
    Ereignis

    Ein „Ulrich von Artern“ wurde genannt, der mit der Wasserburg verbunden war.

    8Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 8 „1252 wurde ein „Ulrich von Artern“ genannt, der sicher mit der Wasserburg verbunden war.“ – Wikipedia: Artern
  3. 1423 – 1806
    Sachsen

    Von 1423 bis 1806 gehörte Artern zu Sachsen.

    9Beleg anzeigen
    • 9 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 9 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
  4. 1423
    Ereignis

    1423 verlieh König Sigismund den Wettiner Markgrafen von Meißen das Kurfürstentum Sachsen. Die Albertiner blieben bis zur Auflösung des Reiches 1806 Kurfürsten.

    10Beleg anzeigen
    • 10 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 10 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
  5. 1463
    Ereignis

    Artern erhielt eine eigene Gerichtsbarkeit.

    11Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 11 „Artern erhielt 1463 eine eigene Gerichtsbarkeit.“ – Wikipedia: Artern
  6. 1579
    Ereignis

    Artern gehörte nach einem Gebietstausch zum Kurfürstentum Sachsen.

    12Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 12 „Die Stadt Artern gehörte nach einem Gebietstausch im Jahre 1579 zum Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Artern
  7. 1683
    Ereignis

    Die Stadt wurde vollständig durch ein Feuer zerstört.

    13Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 13 „Die Stadt wurde 1683 vollständig, das Dorf teilweise durch ein Feuer zerstört.“ – Wikipedia: Artern
  8. 1807 – 1815

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  9. 1815
    Ereignis

    Preußen nahm Artern in die Provinz Sachsen ein.

    14Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 14 „Artern kam 1815 unter preußische Herrschaft und wurde in die Provinz Sachsen eingegliedert.“ – Wikipedia: Artern
  10. 1816 – 1870
    Preußen

    Von 1816 bis 1870 gehörte Artern zu Preußen.

    Quelle: GOV
  11. 1832
    Ereignis

    Stadt und Dorf von Artern wurden vereint.

    15Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 15 „Stadt und Dorf von Artern wurden 1832 vereint.“ – Wikipedia: Artern
  12. 1871 – 1944
    Deutsches Reich

    Von 1871 bis 1944 gehörte Artern zum Deutschen Reich.

    Quelle: GOV
  13. 1945 – 1949
    Sowjetische Besatzungszone

    Von 1945 bis 1949 gehörte Artern zur Sowjetischen Besatzungszone.

    Quelle: GOV
  14. 1945
    Ereignis

    Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Artern lag in der Sowjetischen Besatzungszone.

    16Beleg anzeigen
    • 16 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
    • 16 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
  15. 1949 – 1990
    DDR

    Von 1949 bis 1990 gehörte Artern zu DDR.

    Quelle: GOV
  16. 1949
    Ereignis

    Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.

    17Beleg anzeigen
    • 17 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
    • 17 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
  17. 1990 – 2018
    Bundesrepublik Deutschland

    Von 1990 bis 2018 gehörte Artern zur Bundesrepublik Deutschland.

    Quelle: GOV
  18. 2019 – heute

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

Findbuch · Verweise

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7.346 Objekte zu „Artern“ laut DDB, die ersten 5:

Historische Ansichten

Quellen dieser Akte (28 Quellen aus 9 Einrichtungen)

Aktenvermerk

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Der Stadtplan von Artern mit Gebäuden, Straßen und Gewässern aus echten OpenStreetMap-Daten. Darunter stehen Ortsname, Koordinaten und die Herrschaften aus der Ortsakte. Nichts davon ist KI-gezeichnet.

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