Au am Rhein
Das Überraschende
Au am Rhein war 1631 so wohlhabend, dass es 10.000 Gulden für den Lohwald aufbringen konnte.
Die große Zahl
Seit 962 gehörte Au am Rhein zu 2 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 20 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
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Ortsakte · Nr. GA-0545371
Auch bekannt alsAu nad Renem, Ау-на-Рейне
Heute: Landkreis Rastatt, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Au am Rhein (Landkreis Rastatt). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Alamannen und Franken. Dort leben rund 3.389 Menschen (Stand 2025). Dein Ort lag schon in römischer Zeit an einer wichtigen Rheinstraße. Dein Ort war im Mittelalter ein begehrter Besitz großer Klöster und Grafen. Dein Ort erwarb 1631 den markgräflichen Lohwald.
Lage
Lage: Landkreis Rastatt, Deutschland · 48,951° N, 8,236° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
4Beleg anzeigen
- 4 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 4 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 50 v. Chr. – 500RömerbelegtRömische Spuren belegen einen Rheinübergang und eine Siedlung bei Au.
5Beleg anzeigen
- 5 „Bei Au am Rhein gab es bereits in römischer Zeit einen Rheinübergang, wie ein römischer Meilenstein beweist, der bis 1811 im Turm der Pfarrkirche eingemauert war (seitdem im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe).“ – Wikipedia: Au am Rhein
- 5 „Spuren einer der römischen Siedlung wurden 1898 im Gewann "Grubenäcker" gefunden.“ – Wikipedia: Au am Rhein
- 5 „The Upper German-Raetian Limes covers a length of 550 km and runs between Rheinbrohl on the Rhine and Eining on the Danube, built in stages during the 2nd century.“ – UNESCO-Welterbezentrum: Frontiers of the Roman Empire
- 5 „Vor allem im 2. Jahrhundert kam es durch rechtsrheinische Gebietserweiterungen und ein Vorschieben des Limes zu bedeutenden Vergrößerungen der Provinz (Dekumatland), die mit einer Fläche von insgesamt 93.500 km² zu den mittelgroßen Provinzen des römischen Imperiums gehörte.“ – Wikipedia: Germania superior
- 5 „Zwischen 260 und 280 wurde das Dekumatland von den römischen Truppen geräumt (Limesfall) und die militärische Grenze an Rhenus (Rhein) und Danubius (Donau) zurückverlegt.“ – Wikipedia: Germania superior
- ca. 260 – 500AlamannenungefährNach dem Limesfall um 260 siedelten hier wahrscheinlich Alamannen; seit 297 heißt der Raum Alamannia. Um 500 begann die fränkische Herrschaft.
6Beleg anzeigen
- 6 „Zwischen 260 und 280 wurde das Dekumatland von den römischen Truppen geräumt (Limesfall) und die militärische Grenze an Rhenus (Rhein) und Danubius (Donau) zurückverlegt.“ – Wikipedia: Germania superior
- 6 „Der geographische Begriff Alamannia kommt zum ersten Mal in einem lateinischen Panegyricus auf Constantius Chlorus aus dem Jahre 297 vor.“ – Wikipedia: Alamannen
- 6 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
7Beleg anzeigen
- 7 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 7 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ungefährOrtsname (germanisch)wahrscheinlichDer Ortsname ist wahrscheinlich germanischen Ursprungs. Der Name leitet sich von mittelhochdeutsch "Augia" ab, was möglicherweise auf ein Auge im Wappen anspielte.
8Beleg anzeigen
- 8 „Ein Gerichtssiegel ist 1520 nachgewiesen; es zeigte ein Auge (möglicherweise als "sprechendes" Wappen zum mittelhochdeutschen "Augia") und war bis mindestens 1659 in Gebrauch.“ – Wikipedia: Au am Rhein
Grenz-Zeitleiste
- 830 – 961keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 830EreignisEreignis
Au am Rhein wird 830 erstmals erwähnt.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Im Jahr 830 erscheint der Ort erstmals als "Augia".“ – Wikipedia: Au am Rhein
- 962 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 962 bis 1806 gehörte Au am Rhein zum Heiligen Römischen Reich.
10Beleg anzeigen
- 10 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 10 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 962EreignisEreignis
Otto I. ließ sich am 2. Februar 962 in Rom zum Kaiser krönen. Das Reich erlosch am 6. August 1806, als Kaiser Franz II. die Reichskrone niederlegte.
11Beleg anzeigen
- 11 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 11 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1807 – 1972keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1973 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1973 gehört Au am Rhein zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Au am Rhein liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Au am Rhein (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Au am Rhein (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Au am Rhein (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
856 Objekte zu „Au am Rhein“ laut DDB, die ersten 5:
- Au am Rhein: Rheinaue im Südwesten von Au am Rhein (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Landesarchiv Baden-Württemberg
- Au am Rhein: Rheinaue im Süden von Au am Rhein (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Landesarchiv Baden-Württemberg
- Au am Rhein: Rheinaue im Südwesten von Au am Rhein (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Landesarchiv Baden-Württemberg
- Au am Rhein: Rheinaue im Südosten von Au am Rhein (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Landesarchiv Baden-Württemberg
- Au am Rhein: Rheinaue zwischen Au am Rhein und Würmersheim (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Landesarchiv Baden-Württemberg
Ortsname
Der Name leitet sich von mittelhochdeutsch "Augia" ab, was möglicherweise auf ein Auge im Wappen anspielte.
12Beleg anzeigen
- 12 „Ein Gerichtssiegel ist 1520 nachgewiesen; es zeigte ein Auge (möglicherweise als "sprechendes" Wappen zum mittelhochdeutschen "Augia") und war bis mindestens 1659 in Gebrauch.“ – Wikipedia: Au am Rhein
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 830 erwähnt.
13Beleg anzeigen
- 13 „Im Jahr 830 erscheint der Ort erstmals als "Augia".“ – Wikipedia: Au am Rhein
Das nächste runde Jubiläum: 2030 (1.200 Jahre).
Quellen dieser Akte (20 Quellen aus 8 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
20 Quellen aus 8 Einrichtungen
Für Au am Rhein ausgewertet: 20 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung (830) belegt in Wikipedia: Au am Rhein.
Archive
- Au am Rhein, katholische Gemeinde: Geburtenbuch 1809-1839 (1809, Landesarchiv Baden-Württemberg, CC0)
- Au am Rhein, katholische Gemeinde: Sterbebuch 1809-1869 (1809, Landesarchiv Baden-Württemberg, CC0)
- Au am Rhein, katholische Gemeinde: Heiratsbuch 1809-1870 (1809, Landesarchiv Baden-Württemberg, CC0)
Bibliotheken
- Geschichtliche Entwicklung, Besitz- und Betriebsverhältnisse der Landgemeinden Au am Rhein, Elchesheim und Illigen im Amtsbezirk Rastatt / Alfred Bauer (1934) (1934, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Au am Rhein“: 2 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Gemeinde-Anzeiger Au am Rhein (1951) (1951, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 1.685 Treffer bis 1950, älteste 1782 in „Grossherzoglich Badisches Anzeige-Blatt für den Kinzig-, Murg- und Pfinz-Kreis, Allgemeines Intelligenz-oder Wochenblatt für sämtliche Hochfürstliche Badische Lande“ (1782, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Grossherzoglich Badisches Anzeige-Blatt für den Kinzig-, Murg- und Pfinz-Kreis, Allgemeines Intelligenz-oder Wochenblatt für sämtliche Hochfürstliche Badische Lande“, 1782-03-28 (Badische Landesbibliothek) (1782, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q545371: Au am Rhein (CC0)
- GND 4600155-4: Au am Rhein (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Au, Rhein“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Au am Rhein (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- UNESCO-Welterbezentrum: Frontiers of the Roman Empire (Quelle)
- Wikipedia: Au am Rhein und 8 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Au_am_Rhein (CC BY-SA 4.0).
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