Baindt
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Alamannen und Franken.
Die große Zahl
Seit 1240 gehörte Baindt zu 2 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 17 Quellen aus Archiven, Normdaten und Ortsverzeichnissen
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Ortsakte · Nr. GA-0527565
Auch bekannt alsБайндт
Heute: Landkreis Ravensburg, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Baindt (Landkreis Ravensburg). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Alamannen und Franken. Dort leben rund 5.271 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt im oberschwäbischen Landkreis Ravensburg und gehört zum Gemeindeverwaltungsverband Mittleres Schussental. Sein Name erinnert an althochdeutsches Ackerland, das sich hinter einem Zaun windet.
Lage
Lage: Landkreis Ravensburg, Deutschland · 47,841° N, 9,662° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
4Beleg anzeigen
- 4 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 4 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 15 v. Chr. – 470Römer (Provinz Raetien)ungefährSeit 15 v. Chr. gehörte der Raum südlich der Donau wahrscheinlich zur römischen Provinz Raetien; um 470 räumten die Römer die letzten Lager.
5Beleg anzeigen
- 5 „Der römische Feldherr Drusus (Stiefsohn des Augustus) zog 15 v. Chr. mit einem Heer über den Brennerpass sowie flankierend über den Reschenpass in das Gebiet nördlich der Alpen.“ – Wikipedia: Raetia
- 5 „Ihr zufolge wurden zuletzt gegen 470 die noch römisch geprägten Militärlager Quintanis (Künzing) und Batavis (Castra Batava, Passau) der Raetia secunda geräumt, in der Tat unter dem Eindruck ständiger Überfälle durch plündernde Alamannen; archäologisch wird dies mit Abstrichen bestätigt.“ – Wikipedia: Raetia
- ca. 260 – 500AlamannenungefährNach dem Limesfall um 260 siedelten hier wahrscheinlich Alamannen; seit 297 heißt der Raum Alamannia. Um 500 begann die fränkische Herrschaft.
6Beleg anzeigen
- 6 „Zwischen 260 und 280 wurde das Dekumatland von den römischen Truppen geräumt (Limesfall) und die militärische Grenze an Rhenus (Rhein) und Danubius (Donau) zurückverlegt.“ – Wikipedia: Germania superior
- 6 „Der geographische Begriff Alamannia kommt zum ersten Mal in einem lateinischen Panegyricus auf Constantius Chlorus aus dem Jahre 297 vor.“ – Wikipedia: Alamannen
- 6 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
7Beleg anzeigen
- 7 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 7 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ungefährOrtsname (germanisch)belegtDer Ortsname ist germanischen Ursprungs. Der Name leitet sich von biunta, ahd.
8Beleg anzeigen
- 8 „Der Name leitet sich von biunta, ahd. „um was sich der Zaun herum windet“ (= geschlossenes Ackerland oder Garten) her.“ – Wikipedia: Baindt
Grenz-Zeitleiste
- 1240 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1240 bis 1806 gehörte Baindt zum Heiligen Römischen Reich.
9Beleg anzeigen
- 9 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 9 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1240EreignisEreignis
Konrad von Winterstetten stiftete 1240 das Zisterzienserinnen-Kloster in Baindt.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Erstmals urkundlich erwähnt wurde Baindt im Jahr 1240 im Zusammenhang mit der Stiftung des örtlichen Zisterzienserinnen-Klosters durch Konrad von Winterstetten.“ – Wikipedia: Baindt
- 1240EreignisEreignis
Baindt wird 1240 erstmals erwähnt.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Erstmals urkundlich erwähnt wurde Baindt im Jahr 1240 im Zusammenhang mit der Stiftung des örtlichen Zisterzienserinnen-Klosters durch Konrad von Winterstetten.“ – Wikipedia: Baindt
- 1546EreignisEreignis
Archivale zu Baindt: „4. Kloster Baindt, August 1546“.
12Beleg (Landesarchiv Baden-Württemberg) anzeigen
- 12 „4. Kloster Baindt, August 1546 (Landesarchiv Baden-Württemberg), Laufzeit ab 1546“ – DDB: Landesarchiv Baden-Württemberg
- 1613EreignisEreignis
Archivale zu Baindt: „Die Äbtissin Maria Scholastika und der Konvent zu Baindt beurkunden, dass der ihnen 1613 vom Kloster“.
13Beleg (Landesarchiv Baden-Württemberg) anzeigen
- 13 „Die Äbtissin Maria Scholastika und der Konvent zu Baindt beurkunden, dass der ihnen 1613 vom Kloster (Landesarchiv Baden-Württemberg), Laufzeit ab 1613“ – DDB: Landesarchiv Baden-Württemberg
- 1725EreignisEreignis
Archivale zu Baindt: „Kloster Sießen gegen Kloster Baindt wegen eines Ackers, den das Kloster Baindt namens des Heiligen zu“.
14Beleg (Landesarchiv Baden-Württemberg) anzeigen
- 14 „Kloster Sießen gegen Kloster Baindt wegen eines Ackers, den das Kloster Baindt namens des Heiligen zu (Landesarchiv Baden-Württemberg), Laufzeit ab 1725“ – DDB: Landesarchiv Baden-Württemberg
- 1807 – 1972keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1876EreignisEreignis
Baindt erhielt am 1. Januar 1876 ein kommunales Standesamt.
15Beleg (GenWiki) anzeigen
- 15 „Kommunales Standesamt ab 1. Januar 1876 / Gemeindearchiv – Standesamt Baindt“ – GenWiki: Baindt
- 1973 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1973 gehört Baindt zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1973EreignisEreignis
Bei der Gemeindereform 1973 blieb Baindt selbständige Gemeinde im Landkreis Ravensburg.
16Beleg (GenWiki) anzeigen
- 16 „Bei der Gemeindereform 1973 blieb Baindt bei diesem Landkreis als selbständige Gemeinde.“ – GenWiki: Baindt
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Baindt liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Baindt (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Baindt (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Baindt (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
1.944 Objekte zu „Baindt“ laut DDB, die ersten 5:
- Baindt (öffnet in neuem Tab) · Kapitel · Eberhard Karls Universität Tübingen. Universitätsbibliothek
- Baindt (öffnet in neuem Tab) · Kapitel · Eberhard Karls Universität Tübingen. Universitätsbibliothek
- Baindt, Petrus (öffnet in neuem Tab) · Personenakte · Kreisarchiv Viersen
- Baindt, Gertrudis (öffnet in neuem Tab) · Personenakte · Kreisarchiv Viersen
- Baindt, Petrus (öffnet in neuem Tab) · Personenakte · Kreisarchiv Viersen
Ortsname
Der Name leitet sich von biunta, ahd. „um was sich der Zaun herum windet“ (= geschlossenes Ackerland oder Garten) her.
17Beleg anzeigen
- 17 „Der Name leitet sich von biunta, ahd. „um was sich der Zaun herum windet“ (= geschlossenes Ackerland oder Garten) her.“ – Wikipedia: Baindt
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1240 erwähnt.
18Beleg anzeigen
- 18 „Erstmals urkundlich erwähnt wurde Baindt im Jahr 1240 im Zusammenhang mit der Stiftung des örtlichen Zisterzienserinnen-Klosters durch Konrad von Winterstetten.“ – Wikipedia: Baindt
Das nächste runde Jubiläum: 2040 (800 Jahre).
Quellen dieser Akte (17 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
17 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Baindt ausgewertet: 17 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung (1240) belegt in Wikipedia: Baindt.
Archive
- 4. Kloster Baindt, August 1546 (1546, Landesarchiv Baden-Württemberg, CC0)
- Die Äbtissin Maria Scholastika und der Konvent zu Baindt beurkunden, dass der ihnen 1613 vom Kloster (1613, Landesarchiv Baden-Württemberg, CC0)
- Kloster Sießen gegen Kloster Baindt wegen eines Ackers, den das Kloster Baindt namens des Heiligen zu (1725, Landesarchiv Baden-Württemberg, CC0)
Normdaten
- Wikidata Q527565: Baindt (CC0)
- GND 4122872-8: Baindt (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Baindt (Württemberg), Gemeinde Baindt“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Baindt (CC BY-SA 4.0)
- GenWiki: Baindt (CC BY-NC-SA)„Kommunales Standesamt ab 1. Januar 1876 / Gemeindearchiv – Standesamt Baindt“
Lexika
- Wikipedia: Baindt und 9 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Baindt (CC BY-SA 4.0).
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