Bernburg
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Franken.
Die große Zahl
Seit 962 gehörte Bernburg zu 5 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 21 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): (nicht belegt)
- Dein Urgroßvater (1890): (nicht belegt)
- Dein Großvater (1930): Deutscher
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Ortsakte · Nr. GA-0014938
Auch bekannt alsBernburg/Saale, Bernburg an der Saale, Bernburg a. d. Saale, Bernburg (Saale), Bernbourg, Бернбург, Bernburgas
Heute: Salzlandkreis, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Bernburg (Salzlandkreis). Dort leben rund 30.572 Menschen (Stand 2025). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Franken. Dein Ort liegt an der Saale und war Residenzstadt der askanischen Nebenlinie Anhalt-Bernburg. Dein Ort ist namengebender Fundort für Siedlungsbelege der Bernburger Kultur, einer Untergruppe der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur.
Lage
Lage: Salzlandkreis, Deutschland · 51,80° N, 11,733° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 600 v. Chr. – 0Jastorf-Kultur (Vorläufer der Elbgermanen)ungefährVon etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Gebiet der Jastorf-Kultur, der Vorgängerin der Elbgermanen.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Jastorf-Kultur ist eine nordmitteleuropäische archäologische Kulturgruppe aus der Zeit von etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende (vorrömische Eisenzeit), die als Vorgängerkultur der Elbgermanen angesehen wird.“ – Wikipedia: Jastorf-Kultur
- ca. 500 – 599ElbsorbenbelegtWahrscheinlich wanderten ab dem Ende des 6. Jahrhunderts Stämme der Elbsorben in den Bernburger Raum ein.
2Beleg anzeigen
- 2 „Ab dem Ende des 6. Jahrhunderts wanderten Stämme der Surbi (Elbsorben) in den Bernburger Raum ein und überschritten stellenweise auch die Saale.“ – Wikipedia: Bernburg (Saale)
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
3Beleg anzeigen
- 3 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 3 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
Grenz-Zeitleiste
- 962 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 962 bis 1806 gehörte Bernburg zum Heiligen Römischen Reich.
4Beleg anzeigen
- 4 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 4 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 962EreignisEreignis
Otto I. ließ sich am 2. Februar 962 in Rom zum Kaiser krönen. Das Reich erlosch am 6. August 1806, als Kaiser Franz II. die Reichskrone niederlegte.
5Beleg anzeigen
- 5 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 5 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1252EreignisEreignis
Nach Heinrichs I. Tod teilten seine Söhne das Land, und Bernhard I. begründete Anhalt-Bernburg.
6Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 6 „Nach dem Tode Heinrich I. im Jahre 1252 wurde dessen Land unter seinen drei Söhnen aufgeteilt, so dass neben Anhalt-Bernburg unter dem damals 34-jährigen Bernhard I. von Anhalt-Bernburg auch noch Anhalt-Aschersleben unter Heinrich dem Fetten und Anhalt-Köthen unter Siegfried I. entstehen.“ – Wikipedia: Bernburg (Saale)
- 1278EreignisEreignis
Bernhard I. von Anhalt-Bernburg verlieh Altstadt und Neustadt das Stadtrecht.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „1278 erhielten Altstadt und Neustadt durch Bernhard I. von Anhalt-Bernburg das Stadtrecht.“ – Wikipedia: Bernburg (Saale)
- 1526EreignisEreignis
Wolfgang führte die Reformation in Anhalt-Bernburg als viertem Land der Welt ein.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „Mit Luthers Hilfe führte er die Reformation schon 1525 in Anhalt-Köthen und 1526 in Anhalt-Bernburg ein, als drittem und viertem Land der Welt nach dem Kurfürstentum Sachsen und Herzogtum Preußen (1525 säkularisiert, vormals Deutschordensstaat).“ – Wikipedia: Bernburg (Saale)
- 1603EreignisEreignis
Bernburg wurde Residenz- und Garnisonstadt des Fürstentums Anhalt-Bernburg.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „1603 wurde Bernburg Residenz- und Garnisonstadt des Fürstentums Anhalt-Bernburg.“ – Wikipedia: Bernburg (Saale)
- 1630EreignisEreignis
Heinrich von Holk eroberte und plünderte im Dreißigjährigen Krieg die Stadt.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Im Dreißigjährigen Krieg eroberten und plünderte im Jahre 1630 Heinrich von Holk mit seinen „Holk'schen Reitern“ die Stadt.“ – Wikipedia: Bernburg (Saale)
- 1807 – 1917keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1863EreignisEreignis
Die Linien in Köthen und Bernburg erloschen, und Anhalt vereinigte sich.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Nach dem Erlöschen der Linien in Köthen (1847) und Bernburg (1863) kam es zum Zusammenschluss der drei Herzogtümer zu einem vereinigten Herzogtum Anhalt mit Dessau als Hauptstadt.“ – Wikipedia: Bernburg (Saale)
- 1918 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1918 bis 1945 gehörte Bernburg zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Bernburg zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt in Deutschland. Sie teilten Deutschland in Besatzungszonen. Bernburg lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
12Beleg anzeigen
- 12 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 12 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1990DDRDDR
Von 1949 bis 1990 gehörte Bernburg zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
13Beleg anzeigen
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 13 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1990 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1990 gehört Bernburg zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Bernburg liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Bernburg (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Bernburg (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Bernburg (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
76.016 Objekte zu „Bernburg“ laut DDB, die ersten 5:
- Bernburg, Schloss Bernburg (öffnet in neuem Tab) · Dia · Mediathek des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin
- Bernburg, Schloss Bernburg (öffnet in neuem Tab) · Dia · Mediathek des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin
- Bernburg, Schloss Bernburg, Bergfried (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Bernburg (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie
- Bernburg (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie
Siedlung
- 3100 v. Chr. bis 2700 v. Chr.Gesichert
Trichterbecherkultur (Bernburger Kultur)
14Beleg anzeigen
- 14 „Bernburg ist namengebender Fundort für Siedlungsbelege der Bernburger Kultur (3100 v. Chr. bis 2700 v. Chr.), einer Untergruppe der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur.“ – Wikipedia: Bernburg (Saale)
- 4000 v. Chr. bis 3150 v. Chr.Gesichert
Trichterbecherkultur (Baalberger Kultur)
15Beleg anzeigen
- 15 „Das 2010 zu Bernburg eingemeindete Baalberge ist namengebender Fundort für Siedlungsbelege der Baalberger Kultur (4000 v. Chr. bis 3150 v. Chr.), einer weiteren Untergruppe der Trichterbecherkultur, deren fundreichste Erscheinung sie in Deutschland ist.“ – Wikipedia: Bernburg (Saale)
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 961 erwähnt.
16Beleg anzeigen
- 16 „Am 29. Juli 961 erscheint in einer Zehnt-Schenkungsurkunde des rex Francorum (Königs der [ Ost-]Franken) Otto I. (Römisch-deutscher Kaiser ab 962) an das Mauritiuskloster Magdeburg eine „civitas Brandanburg“ im Gau Nudzici.“ – Wikipedia: Bernburg (Saale)
Das nächste runde Jubiläum: 2061 (1.100 Jahre).
Quellen dieser Akte (21 Quellen aus 7 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
21 Quellen aus 7 Einrichtungen
Für Bernburg ausgewertet: 21 Quellen · 2 Archivfunde · Ersterwähnung (961) belegt in Wikipedia: Bernburg (Saale).
Archive
- Schreiben von Johann Truckenrodt aus Bernburg am 16. Aug. 1564 an Fürst Joachim Ernst über seine (1564, Landesarchiv Sachsen-Anhalt, CC0)
- Monita der Oberrechnungskammer zu Bernburg wider die klösterlichen Prokuratur-Holzrechnungen der Jahre 1773 bis 1782, deren Beantwortung (1773, Landesarchiv Sachsen-Anhalt, CC0)
Bibliotheken
- Verkauf der Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung an Rob. Schilling. N. F.: Rob. Schilling (vormals L. Reiter). Fortführung der Buch- und Steindruckerei und des Verlages. / L. Reiter (1868) (1868, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Bernburg“: 55 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Verkauf des Verlages am 26. Oktober 1883 an Ed. Freyhoff's Verlag in Oranienburg. / Ed. Freyhoff's Verlag (1884) (1884, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Pädagogischer Verlag etc. etc. (1885) (1885, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Kataloge und Prospekte / Emil Behrend (1886-1912) (1886, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 101. Dessau (1909) (1909, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 218.686 Treffer bis 1950, älteste 1641 in „Ordentliche wochentliche Post-Zeitungen : dises ... Jahrs“ (1641, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Ordentliche wochentliche Post-Zeitungen : dises ... Jahrs“, 1641-05-06 (Bayerische Staatsbibliothek) (1641, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
- Albuminscriptie / van Bernhardus princeps Anhaltinus [=Bernhard von Anhalt-Bernburg], voor Bernardus Paludanus (1550-1633) (1594) (1594, KB, National Library of the Netherlands, gemeinfrei)
- Albuminscriptie / van Christianus princeps Anhaltinus [=Christian I von Anhalt-Bernburg (1568-1630)], voor Bernardus Paludanus (1550-1633) (1600) (1600, KB, National Library of the Netherlands, gemeinfrei)
- Albuminscriptie van / Christian von Anhalt[-Bernburg] (1599-1656), voor Cornelis de Glarges (1599-1683), diplomaat (1634) (1634, KB, National Library of the Netherlands, gemeinfrei)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Bernburg (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Bernburg (Saale) und 6 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Bernburg_(Saale) (CC BY-SA 4.0).
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