Biebesheim
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Alamannen und Franken.
Die große Zahl
Seit 1783 gehörte Biebesheim zu 5 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 23 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Hessen-Darmstadt gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Hessen-Darmstadt
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
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Ortsakte · Nr. GA-31912329
Heute: Biebesheim am Rhein, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Biebesheim (Biebesheim am Rhein). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Alamannen und Franken. Dort leben rund 6.007 Menschen (Stand 1987).
Lage
Lage: Biebesheim am Rhein, Deutschland · 49,781° N, 8,467° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
4Beleg anzeigen
- 4 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 4 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 100 – 260Römer (Obergermanisch-Raetischer Limes)ungefährIm 2. Jahrhundert lag die Gegend wahrscheinlich im römischen Dekumatland hinter dem Obergermanisch-Raetischen Limes; um 260 räumten die Römer das Land (Limesfall).
5Beleg anzeigen
- 5 „The Upper German-Raetian Limes covers a length of 550 km and runs between Rheinbrohl on the Rhine and Eining on the Danube, built in stages during the 2nd century.“ – UNESCO-Welterbezentrum: Frontiers of the Roman Empire
- 5 „Vor allem im 2. Jahrhundert kam es durch rechtsrheinische Gebietserweiterungen und ein Vorschieben des Limes zu bedeutenden Vergrößerungen der Provinz (Dekumatland), die mit einer Fläche von insgesamt 93.500 km² zu den mittelgroßen Provinzen des römischen Imperiums gehörte.“ – Wikipedia: Germania superior
- 5 „Zwischen 260 und 280 wurde das Dekumatland von den römischen Truppen geräumt (Limesfall) und die militärische Grenze an Rhenus (Rhein) und Danubius (Donau) zurückverlegt.“ – Wikipedia: Germania superior
- ca. 260 – 500AlamannenungefährNach dem Limesfall um 260 siedelten hier wahrscheinlich Alamannen; seit 297 heißt der Raum Alamannia. Um 500 begann die fränkische Herrschaft.
6Beleg anzeigen
- 6 „Zwischen 260 und 280 wurde das Dekumatland von den römischen Truppen geräumt (Limesfall) und die militärische Grenze an Rhenus (Rhein) und Danubius (Donau) zurückverlegt.“ – Wikipedia: Germania superior
- 6 „Der geographische Begriff Alamannia kommt zum ersten Mal in einem lateinischen Panegyricus auf Constantius Chlorus aus dem Jahre 297 vor.“ – Wikipedia: Alamannen
- 6 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
7Beleg anzeigen
- 7 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 7 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
Grenz-Zeitleiste
- 1783 – 1803Heiliges Römisches Reich deutscher NationHeiliges Römisches Reich deutscher Nation
Von 1783 bis 1803 gehörte Biebesheim zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.
Quelle: GOV - 1804 – 1821Hessen-DarmstadtHessen-Darmstadt
Von 1804 bis 1821 gehörte Biebesheim zu Hessen-Darmstadt.
Quelle: GOV - 1806EreignisEreignis
Auf Initiative Napoleons entstand 1806 der Rheinbund, eine Konföderation deutscher Staaten. Diese Staaten traten aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches aus. Der Rheinbund brach 1813 nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig zusammen.
8Beleg anzeigen
- 8 „war eine auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon 1806 in Paris gebildete Konföderation deutscher Staaten, die mit der Gründung dieses Bündnisses aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches austraten.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 8 „Er brach nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zusammen.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 1814EreignisEreignis
Der Wiener Kongress dauerte vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815. Er ordnete nach der Niederlage Napoleons Europa neu und legte zahlreiche Grenzen neu fest.
9Beleg anzeigen
- 9 „Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 9 „legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 1822 – 1831keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1832 – 1870Hessen-DarmstadtHessen-Darmstadt
Von 1832 bis 1870 gehörte Biebesheim zu Hessen-Darmstadt.
Quelle: GOV - 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Biebesheim zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1898EreignisEreignis
Archivale zu Biebesheim: „Aufnahme des neu gewählten Distriktsrabbiners Dr. Gustav Wachenheimer aus Biebesheim (Kreis Groß-Gerau) in den Bayerischen Staatsverband“.
10Beleg (Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg) anzeigen
- 10 „Aufnahme des neu gewählten Distriktsrabbiners Dr. Gustav Wachenheimer aus Biebesheim (Kreis Groß-Gerau) in den Bayerischen Staatsverband (Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg), Laufzeit ab 1898“ – DDB: Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg
- 1945 – 1949US-BesatzungszoneUS-Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Biebesheim zur US-Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Biebesheim lag in der US-Besatzungszone.
11Beleg anzeigen
- 11 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 11 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Biebesheim zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
12Beleg anzeigen
- 12 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 12 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Biebesheim liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Biebesheim (öffnet in neuem Tab)
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- Deutsches Zeitungsportal: Biebesheim (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
343 Objekte zu „Biebesheim“ laut DDB, die ersten 5:
- Biebesheim: (öffnet in neuem Tab) · Urkunde · Hessisches Staatsarchiv Darmstadt
- Biebesheim: (öffnet in neuem Tab) · Urkunde · Hessisches Staatsarchiv Darmstadt
- Biebesheim (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie
- Biebesheim: Register .... über den Ertrag des Zehnten zu Biebesheim (öffnet in neuem Tab) · Urkunde · Hessisches Staatsarchiv Darmstadt
- Biebesheim, Grenzstein (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie
Quellen dieser Akte (23 Quellen aus 9 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
23 Quellen aus 9 Einrichtungen
Für Biebesheim ausgewertet: 23 Quellen · 1 Archivfund · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
Archive
- Aufnahme des neu gewählten Distriktsrabbiners Dr. Gustav Wachenheimer aus Biebesheim (Kreis Groß-Gerau) in den Bayerischen Staatsverband (1898, Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg, CC0)
Bibliotheken
- [6216] = [Pr. No. 3487] = Hess. No. 63. Gernsheim (1901) (1901, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Biebesheim“: 2 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [6216] = [Pr. No. 3487] = Hess. No. 63. Gernsheim (1928) (1928, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 1.599 Treffer bis 1950, älteste 1738 in „Wochentliche Ordinari Post-Zeitungen“ (1738, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Wochentliche Ordinari Post-Zeitungen“, 1738-07-12 (Bayerische Staatsbibliothek) (1738, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
- [Map of the Rhine loop at the Geyer (Stockstadt) with legend about the flooding of Lusthausen, Biebesheim and Stockstadt. By Johann Jakob Hill.] o.O.u.J. [befor (1772) (1772, University and State Library Darmstadt, CC0)
- [Map of the planned Rhine crossing; early Dammbrüche and cultural changes along the Rhine; main town: Rhein-Dürkheim, Gernsheim, Biebesheim, Stockstadt, Erfelde (1800) (1800, University and State Library Darmstadt, CC0)
Normdaten
- Wikidata Q31912329: Biebesheim (CC0)
- GND 4088284-6: Biebesheim am Rhein (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Biebesheim, Rhein, Biebesheim“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Biebesheim (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- UNESCO-Welterbezentrum: Frontiers of the Roman Empire (Quelle)
- Wikipedia: Rheinbund (Pflicht-Ereignis) und 11 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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