Bielawa
Das Überraschende
Langenbielau bemühte sich seit 1874 um Stadtrechte und erhielt sie erst 1924, also nach 50 Jahren.
Die große Zahl
Bielawa gehörte zu 7 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 16 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 68 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Preuße gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0857331
Auch bekannt alsLangenbielau, Bielau, Лангенбилау, Билау, Белява, Beliava, Lang Bielau
Heute: Powiat Dzierżoniowski, Polen
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Bielawa (Powiat Dzierżoniowski). Dort leben rund 28.896 Menschen (Stand 2021). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Silinger, später Slawen. Dein Ort entstand in einem Gebietsstreifen am Ostrand des Eulengebirges, der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts besiedelt wurde. Dein Ort war seit dem 16. Jahrhundert ein Zentrum der Weberei und beherbergte später das größte Textilunternehmen in Schlesien. Dein Ort erhielt erst 1924 die Stadtrechte, nachdem es sich seit 1874 dafür bemüht hatte.
Lage
Lage: Powiat Dzierżoniowski, Polen · 50,691° N, 16,623° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- bis ca. 500SilingerungefährBis zum Abzug oder Untergang der Silinger im 5. Jahrhundert lebten in Schlesien wahrscheinlich Silinger.
1Beleg anzeigen
- 1 „Nach dem Abzug oder Untergang der Silinger im Zuge der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert besiedelten nach 500 westslawische Stämme aus dem Osten Schlesien erneut, von denen die Namen der Golensizen, Opolanen, Slensanen, Dedosizen, Trebowanen und Boboranen überliefert sind.“ – Wikipedia: Schlesien
- ab ca. 500Westslawische Stämme (Slensanen, Opolanen u. a.)ungefährNach 500 besiedelten wahrscheinlich westslawische Stämme Schlesien erneut, von denen die Slensanen und Opolanen bekannt sind.
2Beleg anzeigen
- 2 „Nach dem Abzug oder Untergang der Silinger im Zuge der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert besiedelten nach 500 westslawische Stämme aus dem Osten Schlesien erneut, von denen die Namen der Golensizen, Opolanen, Slensanen, Dedosizen, Trebowanen und Boboranen überliefert sind.“ – Wikipedia: Schlesien
- ca. 880 – 906Mährerreich und PřemyslidenungefährUm 880 wurde Schlesien wahrscheinlich dem Mährerreich angeschlossen; nach 906 dehnten die Přemysliden ihre Macht aus.
3Beleg anzeigen
- 3 „Im Jahr 880 (nach manchen Quellen auch vor 879) wurde ganz Schlesien von Svatopluk I. dem Mährerreich angeschlossen, was unter anderem von Gerard Labuda und Idzi Panic bestritten wurde.“ – Wikipedia: Schlesien
- 3 „Mit dem Zerfall dieses Reiches nach 906 dehnten die Přemysliden ihre Macht auch über Schlesien aus.“ – Wikipedia: Schlesien
Grenz-Zeitleiste
- 0 – 1277SchweidnitzSchweidnitz
Bis 1277 gehörte Bielawa zu Schweidnitz.
Quelle: GOV - 1278 – 1740Schweidnitz-JauerSchweidnitz-Jauer
Von 1278 bis 1740 gehörte Bielawa zu Schweidnitz-Jauer.
Quelle: GOV - 1392 – 1740Heiliges Römisches Reich deutscher NationHeiliges Römisches Reich deutscher Nation
Von 1392 bis 1740 gehörte Bielawa zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.
Quelle: GOV - 1740 – 1742Königreich BöhmenKönigreich Böhmen
Von 1740 bis 1742 gehörte Bielawa zum Königreich Böhmen.
Quelle: Wikidata - 1742 – 1870PreußenPreußen
Von 1742 bis 1870 gehörte Bielawa zu Preußen.
Quelle: GOV + Wikidata - 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Bielawa zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV + Wikidata - 1877EreignisEreignis
Archivale zu Bielawa: „Bielawa, Paul, geboren 1877 in Studnitz“.
4Beleg (Landesarchiv Baden-Württemberg) anzeigen
- 4 „Bielawa, Paul, geboren 1877 in Studnitz (Landesarchiv Baden-Württemberg), Laufzeit ab 1877“ – DDB: Landesarchiv Baden-Württemberg
- 1945 – heutePolenPolen
Seit 1945 gehört Bielawa zu Polen.
Quelle: GOV + Wikidata - 1945EreignisEreignis
Das Deutsche Reich hatte 1939 den Zweiten Weltkrieg begonnen. Die Siegermächte legten 1945 auf der Potsdamer Konferenz die Gebietsverluste des Deutschen Reiches im Osten fest. Es folgten Flucht und Vertreibung von rund 12 bis 14 Millionen Deutschen bis 1950. Bielawa liegt seitdem in Polen.
5Beleg anzeigen
- 5 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 5 „Sie war eine Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Kriegsverbrechen in Ostmitteleuropa und Südosteuropa während der Zeit des Nationalsozialismus und der Gebietsverluste des Deutschen Reiches, die die Siegermächte (USA, Sowjetunion, Großbritannien) auf der Potsdamer Konferenz 1945 festlegten.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 5 „Sie betraf rund 12 bis 14 Millionen Deutsche in den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 5 „in den Jahren 1945 bis 1950 umfasste große Teile der dort ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 1990EreignisEreignis
Am 14. November 1990 bestätigten Deutschland und Polen im Grenzvertrag die gemeinsame Grenze.
6Beleg anzeigen
- 6 „am 14. November 1990 zwischen Deutschland und Polen geschlossener völkerrechtlicher Vertrag, der die Unverletzlichkeit der Staatsgrenze garantiert“ – Wikipedia: Deutsch-polnischer Grenzvertrag
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Bielawa liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Bielawa (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Bielawa (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Bielawa (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
48 Objekte zu „Bielawa“ laut DDB, die ersten 5:
- Entnazifizierung Elisabeth Bielawa , geb. 23.07.1925 (Schaffnerin) (öffnet in neuem Tab) · Sachakte · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Bielawa, Paul, geboren 1877 in Studnitz (öffnet in neuem Tab) · Personenakten · Landesarchiv Baden-Württemberg
- Bielawa Klemens Joseph 03.09.1910 Sullenschin Kreis Karthaus (öffnet in neuem Tab) · Verzeichnungseinheit · Landesarchiv Schleswig-Holstein
- Hornig, Norbert (1935) Maler, Grafiker Geburtsort: Langenbielau [Bielawa/Polen] (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Akademie der Künste, Archiv
- Krug, Christa (1936 - 2001) Bühnenbildnerin Geburtsort: Langenbielau [Bielawa/Polen] (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Akademie der Künste, Archiv
Siedlung
- erste Hälfte des 13. JahrhundertsGesichert
deutschrechtliche Siedler
7Beleg anzeigen
- 7 „Bielau entstand in einem Gebietsstreifen am Ostrand des Eulengebirges, der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts im Bereich der ehemaligen Preseka besiedelt wurde. Es waren von Anfang an deutschrechtliche Waldhufendörfer, deren Mittelpunkt Reichenbach war.“ – Wikipedia: Bielawa
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1288 erwähnt.
8Beleg anzeigen
- 8 „Erstmals erwähnt wurde es 1288, als der Breslauer Herzog Heinrich IV. unter anderem 48 Zinshufen in "Bela" dem Breslauer Kreuzstift stiftete.“ – Wikipedia: Bielawa
Das nächste runde Jubiläum: 2038 (750 Jahre).
Quellen dieser Akte (16 Quellen aus 7 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
16 Quellen aus 7 Einrichtungen
Für Bielawa ausgewertet: 16 Quellen · 1 Archivfund · Ersterwähnung (1288) belegt in Wikipedia: Bielawa.
Archive
- Bielawa, Paul, geboren 1877 in Studnitz (1877, Landesarchiv Baden-Württemberg, CC0)
Bibliotheken
- 3757. Schönau bei Bhm. Braunau / Geripp: Assist. Richter ; Terrain: R. Bloschitz (1901) (1901, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Bielawa“: 10 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [3134] : Lfg. 115. Langenbielau / geognostisch bearb. durch E. Dathe (1902) (1902, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erl.; Langenbielau : Lfg. 115 = No. 20 (1904) (1904, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5365] = 3134. Langenbielau (1914) (1914, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 474. Frankenstein; [Ausg. D] (1918) (1918, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 122 Treffer bis 1950, älteste 1790 in „Kaiserlich privilegirte Hamburgische neue Zeitung“ (1790, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Kaiserlich privilegirte Hamburgische neue Zeitung“, 1790-09-01 (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky) (1790, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
- Chronik von Langenbielau nebst den wichtigsten Begebenheiten aus seiner Umgebung (1887) (1887, The National Library of Poland, gemeinfrei)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Bielawa (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Bielawa und 4 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
Hinweis: Der Wortlaut der Belegsätze wird nur intern gespeichert.
Die Auswertung läuft automatisiert mit KI und wird mechanisch geprüft. Ein Mensch hat diese Akte noch nicht gelesen. So arbeiten wir
Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Bielawa (CC BY-SA 4.0).
Diese Akte wurde automatisch erstellt und mechanisch auf Jahreszahlen und Formulierungen geprüft. Ein Mensch hat sie noch nicht gelesen. Fehler melden wir gern: Kontakt. So entsteht eine Akte: Methodik.