Boršov
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Markomannen und Slawen.
Die große Zahl
Seit 1850 gehörte Boršov zu 3 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 12 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Cisleithanien
- Dein Urgroßvater (1890): Untertan von Cisleithanien
- Dein Großvater (1930): Untertan von Tschecho-Slowakische Republik
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Ortsakte · Nr. GA-0600252
Auch bekannt alsBorschau, Боршов
Heute: Okres Jihlava, Tschechien
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Boršov (Okres Jihlava). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Markomannen und Slawen. Dort leben rund 176 Menschen (Stand 2025). Dein Ort entstand im 13. Jahrhundert während der Kolonisation der böhmischen Grenzgebiete zu Mähren. Dein Ort gehörte einst zur Herrschaft Rychnov und später zur königlichen Kammer.
Lage
Lage: Okres Jihlava, Tschechien · 49,404° N, 15,434° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ab ca. 400 v. Chr.Boier (Kelten)ungefährEtwa im 4. Jahrhundert v. Chr. kamen keltische Boier nach Böhmen (Boiohaemum), das nach ihnen heißt.
3Beleg anzeigen
- 3 „Während der Abwanderung aus diesem Gebiet in der Latènezeit A im 4. Jahrhundert v. Chr. teilte sich der Stamm in zwei Gruppen, von denen eine nach Norditalien zog und die andere Gruppe nach Böhmen (Boiohaemum).“ – Wikipedia: Boier
- 3 „Der Name leitet sich von dem keltischen Stamm der Boier (Boiohaemum = Heim der Boier, spätlat.: Bohemia) ab.“ – Wikipedia: Böhmen
- ca. 9 v. Chr. – 180MarkomannenungefährZur Zeitenwende verdrängten oder assimilierten Markomannen die nördlichen Boier; Marbod weitete ab 3 v. Chr. seine Herrschaft aus, die Markomannenkriege endeten 180.
4Beleg anzeigen
- 4 „Die italischen Boier wurden nach 200 v. Chr. romanisiert und die nördlichen Boier zur Zeitenwende durch die Markomannen germanisiert.“ – Wikipedia: Boier
- 4 „Ab 3 v. Chr. weitete Marbod seine Herrschaft über benachbarte germanische Stämme wie die Hermunduren und Quaden, 5 n. Chr. die Semnonen und später auch die Langobarden aus, die er in einem Stammesbund zusammenführte.“ – Wikipedia: Markomannen
- 4 „Die Abhängigkeit von Rom, die nur durch Aufstände in den Jahren 89 und 92 n. Chr. unterbrochen wurde, hielt bis zu den Markomannenkriegen an, die mit Unterbrechungen von 166 bis 180 n. Chr. dauerten.“ – Wikipedia: Markomannen
- ab ca. 700SlawenungefährSlawen siedelten in Mähren wahrscheinlich schon im 8. Jahrhundert; schriftliche Zeugnisse beginnen erst 822.
5Beleg anzeigen
- 5 „Schriftliche Zeugnisse über die Slawen nördlich der Donau, in der historischen Region Mähren und der Slowakei, beginnen erst im Jahr 822, allerdings lässt sich deren Geschichte schon im 8. Jahrhundert anhand bedeutender archäologischer Quellen zurückverfolgen.“ – Wikipedia: Großmährisches Reich
- ungefährOrtsname (slawisch)belegtDer Ortsname ist slawischen Ursprungs. Der Ort ist nach einem Bořislav benannt.
6Beleg anzeigen
- 6 „Benannt ist der Ort nach einem Bořislav.“ – Wikipedia: Boršov
Grenz-Zeitleiste
- 1379 – 1849keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1379EreignisEreignis
Boršov wird 1379 erstmals erwähnt.
Quelle: Wikidata P1249 - 1850 – 1918CisleithanienCisleithanien
Von 1850 bis 1918 gehörte Boršov zu Cisleithanien.
Quelle: GOV - 1850EreignisEreignis
Boršov bildete nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften einen Ortsteil der Gemeinde Hojkov.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Boršov ab 1850 einen Ortsteil der Gemeinde Hojkov im Bezirk Pelhřimov.“ – Wikipedia: Boršov
- 1918 – 1992Tschecho-Slowakische RepublikTschecho-Slowakische Republik
Von 1918 bis 1992 gehörte Boršov zu Tschecho-Slowakische Republik.
Quelle: GOV - 1993 – heuteTschechienTschechien
Seit 1993 gehört Boršov zu Tschechien.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Boršov liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Boršov (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Boršov (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Boršov (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
3 Objekte zu „Boršov“ laut DDB:
- Der Kommjugendverbandim Kampfe gegen den Analphabetismus (öffnet in neuem Tab) · Deutsche Nationalbibliothek
- Mechano-elastische Eigenschaften von allogene und xenogenen Gefässprothesen (öffnet in neuem Tab) · Hochschulschrift · Deutsche Nationalbibliothek
- Tensile fracturing in rocks : tectonofractographic and electromagnetic radiation methods (öffnet in neuem Tab) · Deutsche Nationalbibliothek
Ortsname
Der Ort ist nach einem Bořislav benannt.
8Beleg anzeigen
- 8 „Benannt ist der Ort nach einem Bořislav.“ – Wikipedia: Boršov
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1379 erwähnt.
Das nächste runde Jubiläum: 2029 (650 Jahre).
Quellen dieser Akte (12 Quellen aus 5 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
12 Quellen aus 5 Einrichtungen
Für Boršov ausgewertet: 12 Quellen · Ersterwähnung (1379) belegt in Wikidata.
Bibliotheken
- Der Kommjugendverbandim Kampfe gegen den Analphabetismus / L. Borsow (1930) (1930, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Boršov“: 1 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 4 Treffer bis 1950, älteste 1899 in „Durlacher Wochenblatt : Tageblatt“ (1899, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Durlacher Wochenblatt : Tageblatt“, 1899-12-07 (Badische Landesbibliothek) (1899, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q600252: Boršov (CC0)
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Boršov (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Boršov und 6 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Boršov (CC BY-SA 4.0).
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