Breitungen
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken.
Die große Zahl
Seit 962 gehörte Breitungen zu 5 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 22 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): (nicht belegt)
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Ortsakte · Nr. GA-0698850
Auch bekannt alsБрайтунген
Heute: Südharz, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Breitungen (Südharz). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken. Dort leben rund 513 Menschen (Stand 2012). Dein Ort liegt im Harz und wurde 961 erstmals urkundlich erwähnt. Die Breitunger Käserei produzierte über ein Jahrhundert lang Harzer Käse.
Lage
Lage: Südharz, Deutschland · 51,50° N, 11,05° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 100 v. Chr. – 300Hermunduren (Elbgermanen)VermutungUm die Zeitenwende lebten in Thüringen vermutlich Hermunduren, ein elbgermanischer Stamm, der am Oberlauf der Elbe siedelte.
4Beleg anzeigen
- 4 „Die Hermunduren waren ein germanischer Volksstamm, der zur Gruppe der Elbgermanen (Herminonen) zählt und am Oberlauf der Elbe siedelte.“ – Wikipedia: Hermunduren
- 4 „In Thüringen wurden archäologische Funde elbgermanischer Provenienz, wie die von Fibeln, eisernen Waffen, Terrinen, Schalenurnen und rädchenverzierten Keramikteilen bislang zumeist als hermundurisch gedeutet.“ – Wikipedia: Hermunduren
- ca. 400 – 531ThüringerungefährVon etwa 400 bis um 531 lag die Gegend wahrscheinlich im Thüringerreich, das die Franken dann eroberten.
5Beleg anzeigen
- 5 „Die Thüringer werden erstmals als Toringi um 400 im Werk Mulomedicina („Maultier-Heilkunde“) des spätantiken Autors Flavius Vegetius Renatus erwähnt, der die Kriegstauglichkeit ihrer Pferde rühmt.“ – Wikipedia: Thüringer
- 5 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- ca. 531 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährUm 531 eroberten die Franken das Thüringerreich; danach gehörte der Raum wahrscheinlich zu ihrem Reich.
6Beleg anzeigen
- 6 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- 6 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ungefährOrtsname (germanisch)ungefährDer Ortsname ist nach einer Deutung germanischen Ursprungs. Der Name wird als "Breitungen" mit der älteren Form "Breydinge" überliefert.
7Beleg anzeigen
- 7 „Breitungen wird erstmals am 29. Juli 961 als Breydinge urkundlich erwähnt, als König Otto II. diesen Ort dem Moritzkloster Magdeburg schenkte.“ – Wikipedia: Breitungen (Südharz)
Grenz-Zeitleiste
- 961EreignisEreignis
König Otto II. schenkte Breitungen dem Moritzkloster Magdeburg.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „Breitungen wird erstmals am 29. Juli 961 als Breydinge urkundlich erwähnt, als König Otto II. diesen Ort dem Moritzkloster Magdeburg schenkte.“ – Wikipedia: Breitungen (Südharz)
- 961EreignisEreignis
Breitungen wird 961 erstmals erwähnt.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Breitungen wird erstmals am 29. Juli 961 als Breydinge urkundlich erwähnt, als König Otto II. diesen Ort dem Moritzkloster Magdeburg schenkte.“ – Wikipedia: Breitungen (Südharz)
- 962 – 1089Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 962 bis 1089 gehörte Breitungen zum Heiligen Römischen Reich.
10Beleg anzeigen
- 10 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 10 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 962EreignisEreignis
Otto I. ließ sich am 2. Februar 962 in Rom zum Kaiser krönen. Das Reich erlosch am 6. August 1806, als Kaiser Franz II. die Reichskrone niederlegte.
11Beleg anzeigen
- 11 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 11 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1089 – 1423Markgrafschaft MeißenMarkgrafschaft Meißen
Von 1089 bis 1423 gehörte Breitungen zur Markgrafschaft Meißen.
12Beleg anzeigen
- 12 „Die Mark wurde im 10. Jahrhundert gegründet, stand ab 1089 unter der wettinischen Herrschaft, und ging 1423 (durch kaiserliche Belehnung Friedrichs des Streitbaren für seinen Einsatz gegen die Hussiten) im Kurfürstentum Sachsen auf.“ – Wikipedia: Markgrafschaft Meißen
- 1089EreignisEreignis
Ab 1089 regierten die Wettiner die Markgrafschaft Meißen. 1423 ging die Markgrafschaft Meißen im Kurfürstentum Sachsen auf.
13Beleg anzeigen
- 13 „Die Mark wurde im 10. Jahrhundert gegründet, stand ab 1089 unter der wettinischen Herrschaft, und ging 1423 (durch kaiserliche Belehnung Friedrichs des Streitbaren für seinen Einsatz gegen die Hussiten) im Kurfürstentum Sachsen auf.“ – Wikipedia: Markgrafschaft Meißen
- 1423 – 1806SachsenSachsen
Von 1423 bis 1806 gehörte Breitungen zu Sachsen.
14Beleg anzeigen
- 14 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 14 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 1423EreignisEreignis
1423 verlieh König Sigismund den Wettiner Markgrafen von Meißen das Kurfürstentum Sachsen. Die Albertiner blieben bis zur Auflösung des Reiches 1806 Kurfürsten.
15Beleg anzeigen
- 15 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 15 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 1807 – 1815keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1816 – 1870PreußenPreußen
Von 1816 bis 1870 gehörte Breitungen zu Preußen.
Quelle: GOV - 1871 – 1928Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1928 gehörte Breitungen zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1929 – heutekeine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 2010EreignisEreignis
Breitungen schloss sich mit zwölf weiteren Gemeinden zur Gemeinde Südharz zusammen.
16Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 16 „Am 1. Januar 2010 schlossen sich die Gemeinden Breitungen, Bennungen, Breitenstein, Dietersdorf, Drebsdorf, Hainrode, Hayn (Harz), Kleinleinungen, Questenberg, Roßla, Rottleberode, Schwenda und Uftrungen zur neuen Gemeinde Südharz zusammen.“ – Wikipedia: Breitungen (Südharz)
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Breitungen liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Breitungen (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Breitungen (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Breitungen (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
742 Objekte zu „Breitungen“ laut DDB, die ersten 5:
- Breitungen (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie
- Breitungen (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie
- Breitungen, Dorfplatz (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie
- Breitungen, Dorfplatz (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie
- Schloss Breitungen (öffnet in neuem Tab) · Bilddokument · Deutsche Fotothek
Ortsname
Der Name wird als "Breitungen" mit der älteren Form "Breydinge" überliefert.
17Beleg anzeigen
- 17 „Breitungen wird erstmals am 29. Juli 961 als Breydinge urkundlich erwähnt, als König Otto II. diesen Ort dem Moritzkloster Magdeburg schenkte.“ – Wikipedia: Breitungen (Südharz)
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 961 erwähnt.
18Beleg anzeigen
- 18 „Breitungen wird erstmals am 29. Juli 961 als Breydinge urkundlich erwähnt, als König Otto II. diesen Ort dem Moritzkloster Magdeburg schenkte.“ – Wikipedia: Breitungen (Südharz)
Das nächste runde Jubiläum: 2061 (1.100 Jahre).
Quellen dieser Akte (22 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
22 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Breitungen ausgewertet: 22 Quellen · Ersterwähnung (961) belegt in Wikipedia: Breitungen (Südharz).
Bibliotheken
- 436. Eisenach; [Ausg. D] (1920) (1920, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Breitungen“: 9 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- 436. Eisenach; [Ausg. D] (1927) (1927, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5227] = 3054. Immelborn (1927) (1927, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [4432] = 2527. Schwenda (1929) (1929, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 436. Eisenach; [Ausg. D] (1930) (1930, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 3.891 Treffer bis 1950, älteste 1758 in „Staats-Relation der neuesten europäischen Nachrichten und Begebenheiten“ (1758, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Staats-Relation der neuesten europäischen Nachrichten und Begebenheiten“, 1758-12-20 (Bayerische Staatsbibliothek) (1758, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
- Die letzte Kindes-Pflicht wolte Bey dem Grabe Seiner Hertzliebsten Eltern, Tit. Herrn Hans Melchiors von Heringen, auf Ottenhausen und Breitungen, Hoch-Fürstl. (1701) (1701, Gotha Research Library, gemeinfrei)
- Das weinende Ottenhausen Bey denen Gräbern Des Wohlgebohrnen Herrn, Herrn Hans Melchiors von Heringen, auf Ottenhausen und Breitungen etc. Hoch-Fürstl. Sachs. H (1701) (1701, Gotha Research Library, gemeinfrei)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Breitungen (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Breitungen (Südharz) und 10 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Breitungen_(Südharz) (CC BY-SA 4.0).
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