Durmersheim
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Alamannen und Franken.
Die große Zahl
Seit 985 gehörte Durmersheim zu 5 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 22 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Badener
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0081858
Auch bekannt alsДурмерсхайм
Heute: Landkreis Rastatt, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Durmersheim (Landkreis Rastatt). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Alamannen und Franken. Dort leben rund 11.747 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt am Rand des Hochgestades und wuchs seit dem 18. Jahrhundert nach Norden. Dein Ort verdankt seine heutige Größe dem Wachstum nach dem Zweiten Weltkrieg durch Vertriebene.
Lage
Lage: Landkreis Rastatt, Deutschland · 48,938° N, 8,277° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 2000 v. Chr.JungsteinzeitbelegtEin durchbohrter Steinanhänger aus der Jungsteinzeit belegt die früheste Besiedlung.
1Beleg anzeigen
- 1 „Der älteste archäologische Hinweis auf eine Besiedlung in oder bei Durmersheim ist ein 8 cm langer durchbohrter Steinanhänger, der aus der Jungsteinzeit (ca. 2000 v. Chr.) stammt.“ – Wikipedia: Durmersheim
- ca. 1300 – 750 v. Chr.UrnenfelderkulturbelegtMehrere Reste einer Siedlung aus der späteren Bronzezeit wurden im Gewann „Im Eck“ entdeckt.
2Beleg anzeigen
- 2 „Im Gewann „Im Eck“ entdeckten 1940 Archäologen mehrere Reste einer Siedlung aus der Zeit der späteren Bronzezeit, der sog. Urnenfelderkultur (ca. 1300–750 v. Chr.)“ – Wikipedia: Durmersheim
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 500 v. Chr. – 0LatènezeitbelegtSiedlungsreste aus der Latènezeit folgten auf die bronzezeitliche Besiedlung.
3Beleg anzeigen
- 3 „und nachfolgend aus der sog. Latènezeit (ca. 500 v. Chr. bis zur Zeit Christi Geburt).“ – Wikipedia: Durmersheim
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
4Beleg anzeigen
- 4 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 4 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 14 – 337RömerbelegtRömische Münzfunde von Tiberius bis Konstantin dem Großen belegen eine durchgehende Besiedlung von Mitte des 1. bis Mitte des 3. Jahrhunderts.
5Beleg anzeigen
- 5 „Die Münzfunde auf der Durmersheimer Gemarkung reichen von Tiberius (14–37 n. Chr.) und Konstantin dem Großen (306–337). Insgesamt scheint die römische Besiedlung durchgehend von Mitte des 1. Jahrhunderts bis zum Limesfall Mitte des 3. Jahrhunderts bestanden und danach sogar noch zur römischen Einflusssphäre gezählt zu haben.“ – Wikipedia: Durmersheim
- 5 „The Upper German-Raetian Limes covers a length of 550 km and runs between Rheinbrohl on the Rhine and Eining on the Danube, built in stages during the 2nd century.“ – UNESCO-Welterbezentrum: Frontiers of the Roman Empire
- 5 „Vor allem im 2. Jahrhundert kam es durch rechtsrheinische Gebietserweiterungen und ein Vorschieben des Limes zu bedeutenden Vergrößerungen der Provinz (Dekumatland), die mit einer Fläche von insgesamt 93.500 km² zu den mittelgroßen Provinzen des römischen Imperiums gehörte.“ – Wikipedia: Germania superior
- 5 „Zwischen 260 und 280 wurde das Dekumatland von den römischen Truppen geräumt (Limesfall) und die militärische Grenze an Rhenus (Rhein) und Danubius (Donau) zurückverlegt.“ – Wikipedia: Germania superior
- ca. 260 – 500AlamannenungefährNach dem Limesfall um 260 siedelten hier wahrscheinlich Alamannen; seit 297 heißt der Raum Alamannia. Um 500 begann die fränkische Herrschaft.
6Beleg anzeigen
- 6 „Zwischen 260 und 280 wurde das Dekumatland von den römischen Truppen geräumt (Limesfall) und die militärische Grenze an Rhenus (Rhein) und Danubius (Donau) zurückverlegt.“ – Wikipedia: Germania superior
- 6 „Der geographische Begriff Alamannia kommt zum ersten Mal in einem lateinischen Panegyricus auf Constantius Chlorus aus dem Jahre 297 vor.“ – Wikipedia: Alamannen
- 6 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
7Beleg anzeigen
- 7 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 7 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ungefährOrtsname (germanisch)belegtDer Ortsname ist germanischen Ursprungs. Der Name mit der Endung -heim verweist auf die fränkische Ortsendung und damit auf eine Gründung in alemannisch-fränkischer Zeit.
8Beleg anzeigen
- 8 „Auf jene Zeit verweist auch der Ortsname mit der Endung -heim (fränkische Ortsendung).“ – Wikipedia: Durmersheim
Grenz-Zeitleiste
- 985 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 985 bis 1806 gehörte Durmersheim zum Heiligen Römischen Reich.
9Beleg anzeigen
- 9 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 9 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 985EreignisEreignis
Herzog Otto I. aus dem Geschlecht der Salier eignete sich den Weißenburger Besitz in Durmersheim an.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Im Jahr 985 eignete sich Herzog Otto I. aus dem Geschlecht der Salier den Weißenburger Besitz in Durmersheim und 67 weiteren Orten an („Salischer Kirchenraub“).“ – Wikipedia: Durmersheim
- 1770EreignisEreignis
Die badischen Markgrafen ließen die Rohrburg abreißen, nachdem sie im 18. Jahrhundert verfallen war.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Die badischen Markgrafen besaßen bei Durmersheim auch ein kleines Schloss, die Rohrburg, die im 18. Jahrhundert verfiel und um 1770 abgerissen wurde.“ – Wikipedia: Durmersheim
- 1807 – 1831keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1832 – 1870BadenBaden
Von 1832 bis 1870 gehörte Durmersheim zu Baden.
Quelle: GOV - 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Durmersheim zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949Französische BesatzungszoneFranzösische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Durmersheim zur Französischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Durmersheim lag in der Französischen Besatzungszone.
12Beleg anzeigen
- 12 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 12 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Durmersheim zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
13Beleg anzeigen
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 13 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1974EreignisEreignis
Würmersheim wurde am 1. Januar 1974 nach Durmersheim eingemeindet.
14Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 14 „Im Zuge der Verwaltungsreform wurde Würmersheim am 1. Januar 1974 nach Durmersheim eingemeindet.“ – Wikipedia: Durmersheim
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Durmersheim liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Durmersheim (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Durmersheim (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Durmersheim (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
1.413 Objekte zu „Durmersheim“ laut DDB, die ersten 5:
- Münzfund von Durmersheim (öffnet in neuem Tab) · Fundmünze · Badisches Landesmuseum Karlsruhe
- Erinnerungen aus Durmersheim (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Kreisarchiv des Landkreises Rastatt
- Einwohnerbuch Durmersheim 1964 (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Kreisarchiv des Landkreises Rastatt
- Realschule Durmersheim (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Landesarchiv Baden-Württemberg
- Realschule Durmersheim (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Landesarchiv Baden-Württemberg
Ortsname
Der Name mit der Endung -heim verweist auf die fränkische Ortsendung und damit auf eine Gründung in alemannisch-fränkischer Zeit.
15Beleg anzeigen
- 15 „Auf jene Zeit verweist auch der Ortsname mit der Endung -heim (fränkische Ortsendung).“ – Wikipedia: Durmersheim
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 985 erwähnt.
16Beleg anzeigen
- 16 „Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes als Turmaresheim stammt aus dem Jahr 985.“ – Wikipedia: Durmersheim
Das nächste runde Jubiläum: 2035 (1.050 Jahre).
Historische Ansichten
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Münzfund von Durmersheim · Badisches Landesmuseum Karlsruhe · gemeinfrei
Quellen dieser Akte (22 Quellen aus 9 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
22 Quellen aus 9 Einrichtungen
Für Durmersheim ausgewertet: 22 Quellen · 3 Archivfunde · 1 historische Ansicht · Ersterwähnung (985) belegt in Wikipedia: Durmersheim.
Archive
- Durmersheim Katholische Pfarrkirche Grabstein Ursula Dorothea Truchseß von Höfingen (gestorben 1620) (1620, Landesarchiv Baden-Württemberg, CC0)
- Erblehensbrief des Bischofs Franz Christoph von Speyer an den Schultheißen Joh. Wilh. Trapp zu Durmersheim über (1752, Landesarchiv Baden-Württemberg, CC0)
- Durmersheim, katholische Gemeinde: Heiratsbuch 1810-1869 (1810, Landesarchiv Baden-Württemberg, CC0)
Bibliotheken
- [7015] = Bl. 56 = Gradabtlg. 49/26.X.6. Durmersheim / Ausgearbeitet v. H. Thomas u. K. Rigorth (1925) (1925, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Durmersheim“: 2 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [7015] = Bl. 56 = Gradabtlg. 49/26.X.6. Durmersheim (1929) (1929, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 29.902 Treffer bis 1950, älteste 1780 in „Grossherzoglich Badisches Anzeige-Blatt für den Kinzig-, Murg- und Pfinz-Kreis, Allgemeines Intelligenz-oder Wochenblatt für sämtliche Hochfürstliche Badische Lande“ (1780, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Grossherzoglich Badisches Anzeige-Blatt für den Kinzig-, Murg- und Pfinz-Kreis, Allgemeines Intelligenz-oder Wochenblatt für sämtliche Hochfürstliche Badische Lande“, 1780-02-03 (Badische Landesbibliothek) (1780, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q81858: Durmersheim (CC0)
- GND 4354039-9: Durmersheim (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Durmersheim (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- UNESCO-Welterbezentrum: Frontiers of the Roman Empire (Quelle)
- Wikipedia: Durmersheim und 9 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
Historische Ansichten
- Münzfund von Durmersheim (europeana.eu, CC0)„Quelle: Europeana“
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Durmersheim (CC BY-SA 4.0).
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