Ebendörfel
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen.
Die große Zahl
Seit 1365 gehörte Ebendörfel zu 6 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 15 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Sachse gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Sachse
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
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Ortsakte · Nr. GA-18672392
Auch bekannt alsBělšecy, Belschwitz, Ebendörfel/Bělšecy, Бельшецы, Эбендёрфель, Belšecy
Heute: Großpostwitz, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Ebendörfel (Großpostwitz). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dort leben rund 218 Menschen (Stand 2022). Dein Ort Ebendörfel wurde 1365 erstmals als Belczewicz erwähnt.
Lage
Lage: Großpostwitz, Deutschland · 51,14° N, 14,441° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 1300 – 500 v. Chr.Lausitzer Kultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 500 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Lausitzer Kultur der Bronze- und frühen Eisenzeit.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Lausitzer Kultur wird von etwa 1300 v. Chr. (Bronzezeit) bis ca. 500 v. Chr. (Eisenzeit) datiert.“ – Wikipedia: Lausitzer Kultur
- ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
2Beleg anzeigen
- 2 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
- 2 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
- ca. 700 – 1031Milzener (Sorben)ungefährSpätestens im frühen 8. Jahrhundert wanderten wahrscheinlich die Milzener, Vorfahren der Sorben, in die Oberlausitz ein; 1031 fiel ihr Land wieder an die Mark Meißen.
3Beleg anzeigen
- 3 „Spätestens im frühen 8. Jahrhundert dürften die Milzener aus dem heutigen Polen in das beschriebenen Gebiet eingewandert sein.“ – Wikipedia: Milzener
- 3 „Sie waren die Vorfahren der bis heute in der Oberlausitz ansässigen Sorben.“ – Wikipedia: Milzener
- 3 „Dieser Beschluss wurde wohl 1018 im Frieden von Bautzen erneuert, bis das Milzenerland 1031 wieder an die Mark Meißen und 1076 an Herzog Vratislav II. von Böhmen fiel.“ – Wikipedia: Milzener
- ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
4Beleg anzeigen
- 4 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- 4 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
Grenz-Zeitleiste
- 1365 – 1423Markgrafschaft MeißenMarkgrafschaft Meißen
Von 1365 bis 1423 gehörte Ebendörfel zur Markgrafschaft Meißen.
5Beleg anzeigen
- 5 „Die Mark wurde im 10. Jahrhundert gegründet, stand ab 1089 unter der wettinischen Herrschaft, und ging 1423 (durch kaiserliche Belehnung Friedrichs des Streitbaren für seinen Einsatz gegen die Hussiten) im Kurfürstentum Sachsen auf.“ – Wikipedia: Markgrafschaft Meißen
- 1423 – 1870SachsenSachsen
Von 1423 bis 1870 gehörte Ebendörfel zu Sachsen.
6Beleg anzeigen
- 6 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 6 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 6 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 6 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
- 1423EreignisEreignis
1423 verlieh König Sigismund den Wettiner Markgrafen von Meißen das Kurfürstentum Sachsen. Die Albertiner blieben bis zur Auflösung des Reiches 1806 Kurfürsten.
7Beleg anzeigen
- 7 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 7 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 1806EreignisEreignis
1806 erlangte der sächsische Kurfürst durch ein Bündnis mit Napoleon die Königswürde. Das Königreich Sachsen bestand bis 1918.
8Beleg anzeigen
- 8 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 8 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Ebendörfel zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Ebendörfel zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Ebendörfel lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
9Beleg anzeigen
- 9 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 9 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1990DDRDDR
Von 1949 bis 1990 gehörte Ebendörfel zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
10Beleg anzeigen
- 10 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 10 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1990 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1990 gehört Ebendörfel zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Ebendörfel liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Ebendörfel (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Ebendörfel (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Ebendörfel (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
162 Objekte zu „Ebendörfel“ laut DDB, die ersten 5:
- Großpostwitz-Ebendörfel : Ebendörfel, Umgebindehaus (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Schmiedehandwerk in Ebendörfel : Handwerkstechniken - Schmiedehandwerk. Ort: Bělšecy / Ebendörfel. Eisentor (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Sorbisches Institut - Serbski Institut / Sorbisches Kulturarchiv - Serbski kulturny archiw
- Hexenbrennen in Ebendörfel : Gesellschaftliche Volkskultur - Frühling. Ort: Bělšecy / Ebendörfel. Hexenbrennen (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Sorbisches Institut - Serbski Institut / Sorbisches Kulturarchiv - Serbski kulturny archiw
- Dachfahne in Ebendörfel : Bildende Volkskunst - Metall. Ort: Bělšecy / Ebendörfel. Dachfähnchen. (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Sorbisches Institut - Serbski Institut / Sorbisches Kulturarchiv - Serbski kulturny archiw
- Wohngebäude in Ebendörfel : Bauwesen - Wohnung, Exterieur. Ort: Bělšecy / Ebendörfel. Haus Nr. 5 (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Sorbisches Institut - Serbski Institut / Sorbisches Kulturarchiv - Serbski kulturny archiw
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1365 erwähnt.
11Beleg anzeigen
- 11 „1365: als Belczewicz, Belcschewicz erstmalig erwähnt“ – HOV Sachsen: Ebendörfel
Das nächste runde Jubiläum: 2065 (700 Jahre).
Quellen dieser Akte (15 Quellen aus 5 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
15 Quellen aus 5 Einrichtungen
Für Ebendörfel ausgewertet: 15 Quellen · Ersterwähnung (1365) belegt in HOV Sachsen: Ebendörfel.
Bibliotheken
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 1.453 Treffer bis 1950, älteste 1813 in „Regensburger Zeitung“ (1813, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Regensburger Zeitung“, 1813-06-12 (Bayerische Staatsbibliothek) (1813, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Ebendörfel (CC BY-SA 4.0)
- Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen: Ebendörfel (HOV Sachsen)„1365: als Belczewicz, Belcschewicz erstmalig erwähnt“
Lexika
- Wikipedia: Markgrafschaft Meißen (Pflicht-Ereignis) und 9 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0).
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