Eibenberg
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen.
Die große Zahl
Seit 1539 gehörte Eibenberg zu 5 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 20 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Sachse gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Sachse
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
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Ortsakte · Nr. GA-1301120
Heute: Burkhardtsdorf, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Eibenberg (Burkhardtsdorf). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dein Ort Eibenberg liegt in sehr bergiger und waldiger Gegend im Erzgebirge. Dein Ort war jahrhundertelang für Strumpffabrikation bekannt, bevor sich ab den 1880er Jahren Fabrikindustrie durchsetzte. Dein Ort erhielt 1905 einen Eisenbahnanschluss an der Strecke Chemnitz–Adorf.
Lage
Lage: Burkhardtsdorf, Deutschland · 50,753° N, 12,952° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 600 v. Chr. – 0Jastorf-Kultur (Vorläufer der Elbgermanen)ungefährVon etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Gebiet der Jastorf-Kultur, der Vorgängerin der Elbgermanen.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Jastorf-Kultur ist eine nordmitteleuropäische archäologische Kulturgruppe aus der Zeit von etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende (vorrömische Eisenzeit), die als Vorgängerkultur der Elbgermanen angesehen wird.“ – Wikipedia: Jastorf-Kultur
- ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
2Beleg anzeigen
- 2 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
- 2 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
- ca. 700 – 1150Slawen (östlich von Elbe und Saale)ungefährAb etwa 700 siedelten östlich von Elbe und Saale wahrscheinlich slawische Gruppen; bis etwa 1150 erfolgte die Eroberung dieses Landes.
3Beleg anzeigen
- 3 „Da nur vereinzelte dendrochronologische Daten bis in die Zeit vor 700 zurückreichen, ist von einem eher zurückhaltenden Beginn der slawischen Landnahme am Ende des 7.“ – Wikipedia: Obotriten
- 3 „Entsprechend formulierte Fritze 1980: Als Germania Slavica bezeichnen wir „den Bereich der mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung in den slawisch besiedelten Gebieten östlich von Elbe und Saale, soweit er sprachlich germanisiert worden ist“.“ – Wikipedia: Germania Slavica
- 3 „In den Regionen zwischen Elbe und Oder sowie im Baltikum trug der Prozess gerade zu Anfang bis etwa 1150 Züge einer Eroberung und gewaltsamen Missionierung; andernorts zeichnete sich durch die Initiative einheimischer Grundherren eine eher friedliche Besiedlung ab.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
4Beleg anzeigen
- 4 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- 4 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- ungefährOrtsname (germanisch)ungefährDer Ortsname ist nach einer Deutung germanischen Ursprungs.
5Beleg anzeigen
- 5 „Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert von 1539/40 als Meidenbergk.“ – Wikipedia: Eibenberg (Burkhardtsdorf)
Grenz-Zeitleiste
- 1539 – 1870SachsenSachsen
Von 1539 bis 1870 gehörte Eibenberg zu Sachsen.
6Beleg anzeigen
- 6 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 6 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 6 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 6 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
- 1806EreignisEreignis
1806 erlangte der sächsische Kurfürst durch ein Bündnis mit Napoleon die Königswürde. Das Königreich Sachsen bestand bis 1918.
7Beleg anzeigen
- 7 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 7 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
- 1840EreignisEreignis
Der Siedlungsteil Neueibenberg entstand als Anbau zu Eibenberg.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „1840 entstand der Siedlungsteil Neueibenberg, der "Anbau" zu Eibenberg.“ – Wikipedia: Eibenberg (Burkhardtsdorf)
- 1856EreignisEreignis
Nach dem Ende der sächsischen Ämterverfassung lagen Eibenberg und Neu-Eibenberg im Zuständigkeitsbereich des Gerichtsamts Chemnitz.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Nach dem Ende der sächsischen Ämterverfassung 1856 lagen Eibenberg und Neu-Eibenberg im Zuständigkeitsbereich des Gerichtsamts Chemnitz und ab 1875 der Amtshauptmannschaft Chemnitz.“ – Wikipedia: Eibenberg (Burkhardtsdorf)
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Eibenberg zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1945 gehörte Eibenberg zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Eibenberg lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
10Beleg anzeigen
- 10 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 10 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1946 – 1951keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
11Beleg anzeigen
- 11 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 11 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1952 – 1990DDRDDR
Von 1952 bis 1990 gehörte Eibenberg zu DDR.
Quelle: GOV - 1990 – 2012Bundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Von 1990 bis 2012 gehörte Eibenberg zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 2013 – heutekeine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Eibenberg liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Eibenberg (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Eibenberg (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Eibenberg (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
255 Objekte zu „Eibenberg“ laut DDB, die ersten 5:
- Eibenberg (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
- Eibenberg (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
- Eibenberg (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
- Gehöft : Gehöft von Eibenberg. Rechts im Bild die Strasse zwischen Eibenberg und Nové Hamry. (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Gerichtshandelsbuch von Eibenberg, Bd. 1 (öffnet in neuem Tab) · Akte · Sächsisches Staatsarchiv
Ortsname
Der Name Eibenberg geht möglicherweise auf eine frühere Form "Meidenbergk" zurück, die 1539/40 urkundlich erscheint.
12Beleg anzeigen
- 12 „Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert von 1539/40 als Meidenbergk.“ – Wikipedia: Eibenberg (Burkhardtsdorf)
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1539 erwähnt.
13Beleg anzeigen
- 13 „Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert von 1539/40 als Meidenbergk.“ – Wikipedia: Eibenberg (Burkhardtsdorf)
Das nächste runde Jubiläum: 2039 (500 Jahre).
Quellen dieser Akte (20 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
20 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Eibenberg ausgewertet: 20 Quellen · Ersterwähnung (1539) belegt in Wikipedia: Eibenberg (Burkhardtsdorf).
Bibliotheken
- Kirchliches Gemeindeblatt für die Parochie Harthau mit Filialen Eibenberg und Berbisdorf (1907-1924) (1907, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Eibenberg“: 4 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Kirchgemeindeblatt für die Luthergemeinde Harthau mit Filialen Berbisdorf und Eibenberg (1924-1933) (1924, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- H. 2. Harthau mit Berbisdorf u. Eibenberg, Einsiedel mit Erfenschlag u. Dittersdorf, Weissbach, Kemtau, Burkhardtsdorf (1931) (1931, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Führer durch das religiöse Leben der Pfarrgemeinde Neudeck (Bernau, Eibenberg, Gibacht, Hohenstollen, Mühlberg, Oedt, Thierbach und Ullersloh) (1940-1940) (1940, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 1.914 Treffer bis 1950, älteste 1810 in „Dresdner Anzeigen“ (1810, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Dresdner Anzeigen“, 1810-06-20 (Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) (1810, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q1301120: Eibenberg (CC0)
- GND 10118717-8: Burkhardtsdorf-Eibenberg (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Eibenberg (Burkhardtsdorf-Eibenberg) · Gründung/Errichtung laut GND: 01.01.1999“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Eibenberg (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Eibenberg (Burkhardtsdorf) und 10 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Eibenberg_(Burkhardtsdorf) (CC BY-SA 4.0).
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