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GrenzArchiv
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Eiselfing

Das Überraschende

Eiselfing diente 1907 dem russischen Maler Alexej von Jawlensky als Motiv für sein Gemälde Dorf in Bayern.

Die große Zahl

Seit 962 gehörte Eiselfing zu 2 verschiedenen Herrschaften.

Belegt mit 17 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen

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Ortsakte · Nr. GA-0545191

Auch bekannt alsYsolvingone, Kircheiselfing, Айзельфинг

Heute: Landkreis Rosenheim, Deutschland

Die Kurzfassung

Dein Ort ist Eiselfing (Landkreis Rosenheim). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer und Bajuwaren. Dort leben rund 3.314 Menschen (Stand 2025). Dein Ort Eiselfing liegt im oberbayerischen Landkreis Rosenheim und entstand 1971 aus mehreren Gemeinden. Römische Besiedelung ist durch einen Grabaltar aus dem 3. Jahrhundert belegt, prähistorische Funde reichen noch weiter zurück. Der Name Eiselfing geht auf den Personennamen Eisolf zurück und wurde im 9. Jahrhundert als Ysolvingone erwähnt.

Lage

Lage: Landkreis Rosenheim, Deutschland · 48,041° N, 12,242° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)

Vor der ersten Erwähnung – ungefähr

  1. ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
    1Beleg anzeigen
  2. ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
    2Beleg anzeigen
    • 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
    • 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
  3. ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
    3Beleg anzeigen
    • 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
    • 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
  4. ca. 500 – 1 v. Chr.KeltenbelegtFunde aus der La-Tène-Zeit belegen keltische Präsenz im Gemeindegebiet.
    4Beleg anzeigen
    • 4 „Funde aus der La-Tène-Zeit (Torfstich des Madlbauern)“ – Wikipedia: Eiselfing
    • 4 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
    • 4 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
  5. ca. 50 v. Chr. – 470RömerbelegtEin Grabaltar aus der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts belegt römische Besiedelung.
    5Beleg anzeigen
    • 5 „Ein 1969 bei Renovierungsarbeiten in der Eiselfinger Kirche gefundener Grabaltar aus der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts belegt eine römische Besiedelung des Gemeindegebiets.“ – Wikipedia: Eiselfing
    • 5 „Der römische Feldherr Drusus (Stiefsohn des Augustus) zog 15 v. Chr. mit einem Heer über den Brennerpass sowie flankierend über den Reschenpass in das Gebiet nördlich der Alpen.“ – Wikipedia: Raetia
    • 5 „Ihr zufolge wurden zuletzt gegen 470 die noch römisch geprägten Militärlager Quintanis (Künzing) und Batavis (Castra Batava, Passau) der Raetia secunda geräumt, in der Tat unter dem Eindruck ständiger Überfälle durch plündernde Alamannen; archäologisch wird dies mit Abstrichen bestätigt.“ – Wikipedia: Raetia
  6. ca. 500 – 900AlemannenwahrscheinlichDie Endsilbe -ing deutet vermutlich auf eine alemannische Niederlassung hin.
    6Beleg anzeigen
    • 6 „Die Endsilbe -ing des Namens deutet auf die Niederlassung eines Alemannen (Sueven, im Gegensatz zum fränkischen Endsilbengebrauch: -heim und -ham oder zur bojarischen Art: -stett, -hausen, -ach, -berg, -moos, -ried) hin.“ – Wikipedia: Eiselfing
  7. ab ca. 530BajuwarenungefährSeit etwa 530 siedelten hier wahrscheinlich die Bajuwaren; um 700 bestand ein bajuwarisches Herzogtum mit Bistümern.
    7Beleg anzeigen
    • 7 „Etwa nach 530 änderte sich die Tradition der Grabbeigaben in bairischen Reihengräbern.“ – Wikipedia: Bajuwaren
    • 7 „Um das Jahr 700 wurden katholische Bistümer im bajuwarischen Herzogtum eingerichtet, das älteste davon Salzburg (696), später Regensburg (um 700), Freising (716), Passau (739) und Eichstätt (Mitte/2.“ – Wikipedia: Bajuwaren
  8. ungefährOrtsname (germanisch)belegtDer Ortsname ist germanischen Ursprungs. Der Name leitet sich vom Personennamen Eisolf/Eiswolf ab.
    8Beleg anzeigen
    • 8 „Der Name leitet sich vom Personennamen Eiswolf/Eisolf ab.“ – Wikipedia: Eiselfing

Grenz-Zeitleiste

  1. 927 – 961

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  2. 927
    Ereignis

    Erzbischof Odalbert von Salzburg tauschte Eiselfing mit Grundbesitz, Gebäuden und Zehnt an Rihina.

    9Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 9 „Eine Tauschurkunde vom Jahre 927 sagt, dass u. a. Eiselfing (Isolvinga) mit dem Nachbarort Durrhausen (Turinhuja) mit allem Grundbesitz, Gebäuden und Zehnt von Erzbischof Odalbert (Adalbert) von Salzburg an die hochedle Dame (nobilissima femina) Rihina übergegangen ist.“ – Wikipedia: Eiselfing
  3. 927
    Ereignis

    Eiselfing wird 927 erstmals erwähnt.

    10Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 10 „Eine Tauschurkunde vom Jahre 927 sagt, dass u. a. Eiselfing (Isolvinga) mit dem Nachbarort Durrhausen (Turinhuja) mit allem Grundbesitz, Gebäuden und Zehnt von Erzbischof Odalbert (Adalbert) von Salzburg an die hochedle Dame (nobilissima femina) Rihina übergegangen ist.“ – Wikipedia: Eiselfing
  4. 962 – 1806
    Heiliges Römisches Reich

    Von 962 bis 1806 gehörte Eiselfing zum Heiligen Römischen Reich.

    11Beleg anzeigen
    • 11 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
    • 11 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
  5. 962
    Ereignis

    Otto I. ließ sich am 2. Februar 962 in Rom zum Kaiser krönen. Das Reich erlosch am 6. August 1806, als Kaiser Franz II. die Reichskrone niederlegte.

    12Beleg anzeigen
    • 12 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
    • 12 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
  6. 1152
    Ereignis

    Zu Zeiten Friedrich Barbarossas kam Eiselfing wieder unter den Bischofshut von Salzburg.

    13Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 13 „Zu Zeiten Friedrich Barbarossas kam Eiselfing wieder unter den Bischofshut von Salzburg (1152 bis 1190), wie und wann ist unbekannt.“ – Wikipedia: Eiselfing
  7. 1807 – 1970

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  8. 1971 – heute
    Bundesrepublik Deutschland

    Seit 1971 gehört Eiselfing zur Bundesrepublik Deutschland.

    Quelle: GOV
  9. 1971
    Ereignis

    Die Gemeinde Eiselfing entstand durch Zusammenlegung der Gemeinden Aham, Bachmehring, Freiham und Schönberg.

    14Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 14 „Die Gemeinde Eiselfing entstand im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. April 1971 durch die Zusammenlegung der Gemeinden Aham, Bachmehring, Freiham und Schönberg.“ – Wikipedia: Eiselfing

Findbuch · Verweise

Weiter forschen

Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Eiselfing liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.

Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek

249 Objekte zu „Eiselfing“ laut DDB, die ersten 5:

Ortsname

GesichertSprachschicht: germanisch

Der Name leitet sich vom Personennamen Eisolf/Eiswolf ab. Die Endsilbe -ing deutet auf die Niederlassung eines Alemannen hin.

15Beleg anzeigen
  • 15 „Der Name leitet sich vom Personennamen Eiswolf/Eisolf ab.“ – Wikipedia: Eiselfing

Siedlung

  • RömerzeitGesichert

    Römer

    16Beleg anzeigen
    • 16 „Ein 1969 bei Renovierungsarbeiten in der Eiselfinger Kirche gefundener Grabaltar aus der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts belegt eine römische Besiedelung des Gemeindegebiets.“ – Wikipedia: Eiselfing
  • FrühmittelalterWahrscheinlich

    Alemannen

    17Beleg anzeigen
    • 17 „Die Endsilbe -ing des Namens deutet auf die Niederlassung eines Alemannen (Sueven, im Gegensatz zum fränkischen Endsilbengebrauch: -heim und -ham oder zur bojarischen Art: -stett, -hausen, -ach, -berg, -moos, -ried) hin.“ – Wikipedia: Eiselfing

Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.

Ersterwähnung

Der Ort wird erstmals im Jahr 927 erwähnt.

18Beleg anzeigen
  • 18 „Eine Tauschurkunde vom Jahre 927 sagt, dass u. a. Eiselfing (Isolvinga) mit dem Nachbarort Durrhausen (Turinhuja) mit allem Grundbesitz, Gebäuden und Zehnt von Erzbischof Odalbert (Adalbert) von Salzburg an die hochedle Dame (nobilissima femina) Rihina übergegangen ist.“ – Wikipedia: Eiselfing

Das nächste runde Jubiläum: 2027 (1.100 Jahre).

Quellen dieser Akte (17 Quellen aus 8 Einrichtungen)

Aktenvermerk

Quellen dieser Akte

17 Quellen aus 8 Einrichtungen

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Für Eiselfing ausgewertet: 17 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung (927) belegt in Wikipedia: Eiselfing.

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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Eiselfing (CC BY-SA 4.0).

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