Esgrus
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Angeln, später Dänen.
Die große Zahl
Seit 1460 gehörte Esgrus zu 4 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 15 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Däne gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Däne
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
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Ortsakte · Nr. GA-0545747
Auch bekannt alsEskeris, Эсгрус
Heute: Kreis Schleswig-Flensburg, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Esgrus (Kreis Schleswig-Flensburg). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Angeln, später Dänen. Dort leben rund 809 Menschen (Stand 2025). Dein Ort Esgrus liegt im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. In ihrer heutigen Form besteht die Gemeinde seit 1973. Die St.-Marien-Kirche aus dem 12. Jahrhundert ist eine der ältesten Feldsteinkirchen in Angeln.
Lage
Lage: Kreis Schleswig-Flensburg, Deutschland · 54,723° N, 9,782° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 4200 – 2800 v. Chr.Trichterbecherkultur (Jungsteinzeit)VermutungVon etwa 4200 bis 2800 v. Chr. gehörte der Norden vermutlich zur Trichterbecherkultur der Jungsteinzeit.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Trichterbecherkultur oder Trichterrandbecherkultur (Abkürzung: TBK, TRB; englisch Funnelbeaker culture oder Funnelneckbeaker culture, Abkürzung FBC) ist eine archäologische Kultur der Jungsteinzeit (etwa 4200–2800 v. Chr.).“ – Wikipedia: Trichterbecherkultur
- ca. 1800 – 530 v. Chr.Nordischer Kreis (Bronzezeit)VermutungVon 1800 bis 530 v. Chr. gehörte der Norden vermutlich zum Nordischen Kreis der Bronzezeit, dessen Fundplätze bis Norddeutschland reichen.
2Beleg anzeigen
- 2 „Die Nordische Bronzezeit (1800 v. Chr. – 530 v. Chr.), auch „Nordischer Kreis“, ist nach Oscar Montelius (1843–1921) eine Epoche der Bronzezeit im südlichen Skandinavien, deren Fundplätze von Dänemark und Norddeutschland bis Estland reichen.“ – Wikipedia: Nordische Bronzezeit
- ca. 200 – 500AngelnungefährBis zur Völkerwanderung siedelten im Norden wahrscheinlich Angeln; zwischen dem 3. und dem 5. Jahrhundert wanderten sie nach Britannien aus.
3Beleg anzeigen
- 3 „Bis zur Völkerwanderung war das nördliche Schleswig-Holstein noch von den Angeln besiedelt.“ – Wikipedia: Schleswig-Holstein
- 3 „In der Zeit der Völkerwanderungen verließen zahlreiche der zu den Germanen zählenden Volksgruppen das Land, so wanderten zwischen dem 3. und dem 5. Jahrhundert die Angeln aus dem gleichnamigen Gebiet nördlich der Schlei nach Britannien aus, wo sie sich mit anderen Völkern zu den Angelsachsen vereinigten und namensgebend für das spätere England wurden.“ – Wikipedia: Schleswig-Holstein
- ab ca. 500Dänen und JütenungefährDanach drangen wahrscheinlich dänische und jütische Siedler ein; um 770 entstand Haithabu mit dem Danewerk gegen die Sachsen.
4Beleg anzeigen
- 4 „Nach der Auswanderungswelle der Angeln drangen dänische und jütische Siedler nordöstlich ins Land vor.“ – Wikipedia: Schleswig-Holstein
- 4 „Sie gründeten um 770 mit Haithabu einen der bedeutendsten Handelsplätze des frühen Mittelalters und errichteten mit dem Danewerk einen Schutzwall gegen die Sachsen.“ – Wikipedia: Schleswig-Holstein
- ungefährOrtsname (germanisch)wahrscheinlichDer Ortsname ist wahrscheinlich germanischen Ursprungs. Der Ortsname leitet sich vermutlich von Es-rus (Steinhaufen, wo Eschen wachsen, von altdän.
5Beleg anzeigen
- 5 „Der Ortsname leitet sich vermutlich von Es-rus (Steinhaufen, wo Eschen wachsen, von altdän. æski für Eschengehölz) ab.“ – Wikipedia: Esgrus
Grenz-Zeitleiste
- 1352 – 1459keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1460 – 1864DänemarkDänemark
Von 1460 bis 1864 gehörte Esgrus zu Dänemark.
6Beleg anzeigen
- 6 „Im Vertrag von Ripen (Ribe) 1460 – der Wahlkapitulation Christians I. – stand unter anderem, dass se bliwen tosamende up ewig ungedelt („dass sie auf ewig ungeteilt zusammen bleiben“).“ – Wikipedia: Herzogtum Schleswig
- 6 „Schleswig war vor 1864 zusammen mit dem Herzogtum Holstein Teil des multi-ethnischen dänischen Gesamtstaates.“ – Wikipedia: Herzogtum Schleswig
- 1460EreignisEreignis
Der Vertrag von Ripen legte 1460 fest, dass Schleswig und Holstein ewig ungeteilt zusammenbleiben. Bis 1864 gehörten beide Herzogtümer zum dänischen Gesamtstaat.
7Beleg anzeigen
- 7 „Im Vertrag von Ripen (Ribe) 1460 – der Wahlkapitulation Christians I. – stand unter anderem, dass se bliwen tosamende up ewig ungedelt („dass sie auf ewig ungeteilt zusammen bleiben“).“ – Wikipedia: Herzogtum Schleswig
- 7 „Schleswig war vor 1864 zusammen mit dem Herzogtum Holstein Teil des multi-ethnischen dänischen Gesamtstaates.“ – Wikipedia: Herzogtum Schleswig
- 1865 – 1888keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1889 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1889 bis 1945 gehörte Esgrus zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1920EreignisEreignis
Am 10. Februar und 14. März 1920 stimmten die Menschen in Schleswig in zwei Zonen über ihre Staatszugehörigkeit ab. Im Juni 1920 unterzeichnete die Reichsregierung unter Protest den Vertrag zur Abgabe Nordschleswigs an Dänemark.
8Beleg anzeigen
- 8 „fand am 10. Februar und 14. März 1920 in Folge des Versailler Vertrags nacheinander in zwei Abstimmungszonen statt.“ – Wikipedia: Volksabstimmung in Schleswig 1920
- 8 „Ein völkerrechtlicher Vertrag zwischen Deutschland, Dänemark und der Entente zur Abgabe Nordschleswigs wurde der Reichsregierung am 1. Juni vorgelegt, und von dieser schließlich am 15. Juni 1920 unter Protest unterzeichnet.“ – Wikipedia: Volksabstimmung in Schleswig 1920
- 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Esgrus lag in der Britischen Besatzungszone.
9Beleg anzeigen
- 9 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 9 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1946 – 1949Britische BesatzungszoneBritische Besatzungszone
Von 1946 bis 1949 gehörte Esgrus zur Britischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Esgrus zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
10Beleg anzeigen
- 10 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 10 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Esgrus liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Esgrus (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Esgrus (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Esgrus (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
238 Objekte zu „Esgrus“ laut DDB, die ersten 5:
- Esgrus - Marienkirche (öffnet in neuem Tab) · Zeichnung · Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung
- Bei Esgrus (öffnet in neuem Tab) · Zeichnung · Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung
- Esgrus in Angeln (öffnet in neuem Tab) · Zeichnung · Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung
- Wassermühle bei Esgrus (öffnet in neuem Tab) · Zeichnung · Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung
- Wassermühle bei Esgrus (öffnet in neuem Tab) · Zeichnung · Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung
Ortsname
Der Ortsname leitet sich vermutlich von Es-rus (Steinhaufen, wo Eschen wachsen, von altdän. æski für Eschengehölz) ab.
11Beleg anzeigen
- 11 „Der Ortsname leitet sich vermutlich von Es-rus (Steinhaufen, wo Eschen wachsen, von altdän. æski für Eschengehölz) ab.“ – Wikipedia: Esgrus
Quellen dieser Akte (15 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
15 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Esgrus ausgewertet: 15 Quellen · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
Bibliotheken
- [1224] = 167. Sterup (1902) (1902, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Esgrus“: 1 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 236 Treffer bis 1950, älteste 1771 in „Altonaischer Mercurius“ (1771, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Altonaischer Mercurius“, 1771-10-29 (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky) (1771, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q545747: Esgrus (CC0)
- GND 4249457-6: Esgrus (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Esgrus (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Esgrus und 8 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Esgrus (CC BY-SA 4.0).
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