Garmisch-Partenkirchen
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer und Bajuwaren.
Die große Zahl
Seit 962 gehörte Garmisch-Partenkirchen zu 7 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 25 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 68 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Bayer gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Bayer
- Dein Urgroßvater (1890): (nicht belegt)
- Dein Großvater (1930): (nicht belegt)
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0127043
Auch bekannt alsPartenkirchen, Garmisch, Garmisch Partenkirchen, Ga-Pa, GaPa, Гармиш-Партенкирхен, Garmiš Partenkirchenas, Garmišas-Partenkirchenas
Heute: Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Garmisch-Partenkirchen (Landkreis Garmisch-Partenkirchen). Dort leben rund 28.088 Menschen (Stand 2025). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer und Bajuwaren. Dein Ort entstand 1935 aus den Marktgemeinden Garmisch und Partenkirchen und ist heute Oberzentrum in Bayern. Partenkirchen war schon in römischer Zeit eine Reisestation an einer wichtigen Alpenstraße. Seit dem 19. Jahrhundert zieht der Ort Kurgäste und Wintersportler an.
Lage
Lage: Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Deutschland · 47,50° N, 11,083° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
1Beleg anzeigen
- 1 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 1 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 15 v. Chr. – 470Römer (Provinz Raetien)ungefährSeit 15 v. Chr. gehörte der Raum südlich der Donau wahrscheinlich zur römischen Provinz Raetien; um 470 räumten die Römer die letzten Lager.
2Beleg anzeigen
- 2 „Der römische Feldherr Drusus (Stiefsohn des Augustus) zog 15 v. Chr. mit einem Heer über den Brennerpass sowie flankierend über den Reschenpass in das Gebiet nördlich der Alpen.“ – Wikipedia: Raetia
- 2 „Ihr zufolge wurden zuletzt gegen 470 die noch römisch geprägten Militärlager Quintanis (Künzing) und Batavis (Castra Batava, Passau) der Raetia secunda geräumt, in der Tat unter dem Eindruck ständiger Überfälle durch plündernde Alamannen; archäologisch wird dies mit Abstrichen bestätigt.“ – Wikipedia: Raetia
- ab ca. 530BajuwarenungefährSeit etwa 530 siedelten hier wahrscheinlich die Bajuwaren; um 700 bestand ein bajuwarisches Herzogtum mit Bistümern.
3Beleg anzeigen
- 3 „Etwa nach 530 änderte sich die Tradition der Grabbeigaben in bairischen Reihengräbern.“ – Wikipedia: Bajuwaren
- 3 „Um das Jahr 700 wurden katholische Bistümer im bajuwarischen Herzogtum eingerichtet, das älteste davon Salzburg (696), später Regensburg (um 700), Freising (716), Passau (739) und Eichstätt (Mitte/2.“ – Wikipedia: Bajuwaren
Grenz-Zeitleiste
- 802 – 961keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 962 – 1180Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 962 bis 1180 gehörte Garmisch-Partenkirchen zum Heiligen Römischen Reich.
4Beleg anzeigen
- 4 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 4 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 962EreignisEreignis
Otto I. ließ sich am 2. Februar 962 in Rom zum Kaiser krönen. Das Reich erlosch am 6. August 1806, als Kaiser Franz II. die Reichskrone niederlegte.
5Beleg anzeigen
- 5 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 5 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1180 – 1623Herzogtum BayernHerzogtum Bayern
Von 1180 bis 1623 gehörte Garmisch-Partenkirchen zum Herzogtum Bayern.
6Beleg anzeigen
- 6 „Von 1180 bis 1918 stellten die Wittelsbacher die Herrscher Bayerns, zunächst als Herzöge, später als Kurfürsten und Könige.“ – Wikipedia: Herzogtum Bayern
- 6 „1623 erfolgte der Aufstieg Bayerns zum Kurfürstentum.“ – Wikipedia: Herzogtum Bayern
- 1180EreignisEreignis
Seit 1180 stellten die Wittelsbacher die Herrscher Bayerns. 1623 stieg das Herzogtum Bayern zum Kurfürstentum auf.
7Beleg anzeigen
- 7 „Von 1180 bis 1918 stellten die Wittelsbacher die Herrscher Bayerns, zunächst als Herzöge, später als Kurfürsten und Könige.“ – Wikipedia: Herzogtum Bayern
- 7 „1623 erfolgte der Aufstieg Bayerns zum Kurfürstentum.“ – Wikipedia: Herzogtum Bayern
- 1623 – 1806Kurfürstentum BayernKurfürstentum Bayern
Von 1623 bis 1806 gehörte Garmisch-Partenkirchen zum Kurfürstentum Bayern.
8Beleg anzeigen
- 8 „Kurfürstentum Bayern bezeichnet das Herzogtum Bayern seit der Erlangung der Kurwürde für die Herzöge von Bayern im Jahr 1623 bis zum Erlöschen der bayerischen Kurwürde 1806.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Bayern
- 8 „Als Dank erhielt Herzog Maximilian I. von Bayern 1623 die persönliche Kurfürstenwürde und 1628 die erbliche Kurwürde sowie die ihm zunächst verpfändeten kurpfälzischen Teile der Oberpfalz als Kriegsentschädigung.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Bayern
- 1623EreignisEreignis
Herzog Maximilian I. von Bayern erhielt 1623 die persönliche Kurfürstenwürde. Die bayerische Kurwürde erlosch 1806.
9Beleg anzeigen
- 9 „Kurfürstentum Bayern bezeichnet das Herzogtum Bayern seit der Erlangung der Kurwürde für die Herzöge von Bayern im Jahr 1623 bis zum Erlöschen der bayerischen Kurwürde 1806.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Bayern
- 9 „Als Dank erhielt Herzog Maximilian I. von Bayern 1623 die persönliche Kurfürstenwürde und 1628 die erbliche Kurwürde sowie die ihm zunächst verpfändeten kurpfälzischen Teile der Oberpfalz als Kriegsentschädigung.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Bayern
- 1806 – 1870BayernBayern
Von 1806 bis 1870 gehörte Garmisch-Partenkirchen zu Bayern.
10Beleg anzeigen
- 10 „Am 1. Januar 1806 erfolgte in München die Proklamation von Kurfürst Maximilian IV. zu König Maximilian I.“ – Wikipedia: Königreich Bayern
- 10 „Das Königreich existierte bis in das Jahr 1918, als sein letzter König Ludwig III. aufgrund der Novemberrevolution am Ende des Ersten Weltkrieges das Land verließ und ins Exil flüchtete.“ – Wikipedia: Königreich Bayern
- 1806EreignisEreignis
Bayern proklamierte am 1. Januar 1806 in München seinen Kurfürsten zum König. Das Königreich bestand bis 1918.
11Beleg anzeigen
- 11 „Am 1. Januar 1806 erfolgte in München die Proklamation von Kurfürst Maximilian IV. zu König Maximilian I.“ – Wikipedia: Königreich Bayern
- 11 „Das Königreich existierte bis in das Jahr 1918, als sein letzter König Ludwig III. aufgrund der Novemberrevolution am Ende des Ersten Weltkrieges das Land verließ und ins Exil flüchtete.“ – Wikipedia: Königreich Bayern
- 1871 – 1934keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1935 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1935 bis 1945 gehörte Garmisch-Partenkirchen zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1935EreignisEreignis
Die Marktgemeinden Garmisch und Partenkirchen schlossen sich unter Druck der NSDAP zusammen.
12Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 12 „Am 1. Januar 1935 schlossen sich die Marktgemeinden Garmisch und Partenkirchen wegen der im nachfolgenden Jahr stattfindenden IV. Olympischen Winterspiele (1936) unter massivem Druck der NSDAP zum Markt Garmisch-Partenkirchen zusammen.“ – Wikipedia: Garmisch-Partenkirchen
- 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt in Deutschland. Sie teilten Deutschland in Besatzungszonen. Garmisch-Partenkirchen lag in der US-Besatzungszone.
13Beleg anzeigen
- 13 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1945EreignisEreignis
Garmisch-Partenkirchen wurde kampflos an die US-Armee übergeben.
14Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 14 „Am 29. April 1945 wurde das unzerstört gebliebene Garmisch-Partenkirchen kampflos an die US-Armee übergeben.“ – Wikipedia: Garmisch-Partenkirchen
- 1946 – 1949US-BesatzungszoneUS-Besatzungszone
Von 1946 bis 1949 gehörte Garmisch-Partenkirchen zur US-Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Garmisch-Partenkirchen zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
15Beleg anzeigen
- 15 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 15 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Garmisch-Partenkirchen liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Garmisch-Partenkirchen (öffnet in neuem Tab)
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Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
8.704 Objekte zu „Garmisch-Partenkirchen“ laut DDB, die ersten 5:
- Garmisch-Partenkirchen (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Stiftung Deutsches Historisches Museum
- Garmisch-Partenkirchen (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Stiftung Deutsches Historisches Museum
- Garmisch-Partenkirchen, Bahnhof (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Stiftung Deutsches Historisches Museum
- Garmisch-Partenkirchen, Marktplatz (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Stiftung Deutsches Historisches Museum
- Garmisch-Partenkirchen, Zugspitze (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Stiftung Deutsches Historisches Museum
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 802 erwähnt.
16Beleg anzeigen
- 16 „Die älteste erhaltene Urkunde, die Garmisch als Siedlung urkundlich erwähnt, trägt die Jahreszahl 802.“ – Wikipedia: Garmisch-Partenkirchen
Das nächste runde Jubiläum: 2052 (1.250 Jahre).
Quellen dieser Akte (25 Quellen aus 8 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
25 Quellen aus 8 Einrichtungen
Für Garmisch-Partenkirchen ausgewertet: 25 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung (802) belegt in Wikipedia: Garmisch-Partenkirchen.
Archive
- Bürgerrechtsverleihung an den Händler Lorenz Gröbel aus Partenkirchen (heute Garmisch-Partenkirchen), Annahme als Krämer, Genehmigung des Zitronenhandels (1803, Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg, CC0)
- Vorstellung des Aigner Joseph, ehem. Marktschreibers zu Garmisch(-Partenkirchen) -s. Zt. im Landgericht Werdenfels-, wegen Rückvergütung seiner (1811, Staatsarchiv München, CC0)
- Garmisch-Partenkirchen, Werdenfels-Gymnasium (1965). Oberrealschule und humanistisches Gymnasium . Realschule mit Progymnasium, Jahrgänge: 1926/27, 1927/28, 1928/29, 1929/30 (1926, Staatsarchiv München, CC0)
Bibliotheken
- 879. Partenkirchen - Garmisch / Bearbeitet im Topographischen Bureau des b. Generalstabes. (1891) (1891, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Garmisch-Partenkirchen“: 18 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- 836. Eschenlohe / Bearbeitet im Topographischen Bureau des b. Generalstabes. (1896) (1896, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 672. Mittenwald; [Ausg. D] (1908) (1908, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 663. Murnau; [Ausg. D] (1914) (1914, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 672. Mittenwald; [Ausg. D] (1914) (1914, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 31.554 Treffer bis 1950, älteste 1832 in „Münchener politische Zeitung : mit allerhöchstem Privilegium“ (1832, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Münchener politische Zeitung : mit allerhöchstem Privilegium“, 1832-04-12 (Bayerische Staatsbibliothek) (1832, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
- Der Kanizer Brunnen bei Partenkirchen : nebst seinen Umgebungen (1834) (1834, German National Library of Medicine, gemeinfrei)
- Der klimatische Alpenkur- und Badeort Kainzenbad bei Partenkirchen in Oberbayern (1884) (1884, German National Library of Medicine, gemeinfrei)
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