Gefrees
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Bajuwaren.
Die große Zahl
Seit 1366 gehörte Gefrees zu 5 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 19 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Pfalz-Baiern gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Pfalz-Baiern
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0504562
Auch bekannt alsBad Feilnbach, Гефрес
Heute: Landkreis Bayreuth, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Gefrees (Landkreis Bayreuth). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Bajuwaren. Dort leben rund 4.173 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt an einer bedeutenden Straßenkreuzung von europäischer Dimension und war schon früh ein Rastplatz. Dein Ort erlebte 1809 eine Schlacht, bei der 6000 Österreicher der Einkesselung durch 7500 Franzosen entgehen konnten.
Lage
Lage: Landkreis Bayreuth, Deutschland · 50,095° N, 11,74° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
4Beleg anzeigen
- 4 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 4 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ab ca. 530BajuwarenungefährSeit etwa 530 siedelten hier wahrscheinlich die Bajuwaren; um 700 bestand ein bajuwarisches Herzogtum mit Bistümern.
5Beleg anzeigen
- 5 „Etwa nach 530 änderte sich die Tradition der Grabbeigaben in bairischen Reihengräbern.“ – Wikipedia: Bajuwaren
- 5 „Um das Jahr 700 wurden katholische Bistümer im bajuwarischen Herzogtum eingerichtet, das älteste davon Salzburg (696), später Regensburg (um 700), Freising (716), Passau (739) und Eichstätt (Mitte/2.“ – Wikipedia: Bajuwaren
- ungefährOrtsname (germanisch)belegtDer Ortsname ist germanischen Ursprungs. Der Name leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort Gevreatze her, was "Fressen" oder "Schlemmerei" bedeutet.
6Beleg anzeigen
- 6 „Der Ortsname leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort Gevreatze her, was "Fressen" oder "Schlemmerei" bedeutet.“ – Wikipedia: Gefrees
Grenz-Zeitleiste
- 1336EreignisEreignis
Gefrees gehörte zur Herrschaft der zollernschen Burggrafschaft Nürnberg.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „Seit 1336 gehörte Gefrees zur Herrschaft der zollernschen Burggrafschaft Nürnberg, der späteren Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth.“ – Wikipedia: Gefrees
- 1366 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1366 bis 1806 gehörte Gefrees zum Heiligen Römischen Reich.
8Beleg anzeigen
- 8 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 8 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1366EreignisEreignis
Gefrees wird 1366 erstmals erwähnt.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „1366 wurde der Ort in einem Schiedsspruch, der einen Streit zwischen den Pfarreien Marktschorgast und Münchberg um die Zuständigkeit für Gefrees beendete, erstmals schriftlich erwähnt.“ – Wikipedia: Gefrees
- 1403EreignisEreignis
Gefrees wurde in Urkunden Stadt genannt.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „In Urkunden aus den Jahren 1403 und 1444 wird Gefrees Stadt genannt.“ – Wikipedia: Gefrees
- 1500EreignisEreignis
Gefrees lag im Fränkischen Reichskreis.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Ab 1500 lag die Stadt im Fränkischen Reichskreis.“ – Wikipedia: Gefrees
- 1632EreignisEreignis
Kroaten fielen in Gefrees ein und schädigten den Ort.
12Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 12 „Im Verlauf des Dreißigjährigen Kriegs wurde Gefrees mehrmals geschädigt, so z. B. 1632 von 200 einfallenden Kroaten.“ – Wikipedia: Gefrees
- 1693EreignisEreignis
Archivale zu Gefrees: „Gefrees - Zehntstadel 1693“.
13Beleg (Staatsarchiv Bamberg) anzeigen
- 13 „Gefrees - Zehntstadel 1693 (Staatsarchiv Bamberg), Laufzeit ab 1693“ – DDB: Staatsarchiv Bamberg
- 1806EreignisEreignis
Auf Initiative Napoleons entstand 1806 der Rheinbund, eine Konföderation deutscher Staaten. Diese Staaten traten aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches aus. Der Rheinbund brach 1813 nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig zusammen.
14Beleg anzeigen
- 14 „war eine auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon 1806 in Paris gebildete Konföderation deutscher Staaten, die mit der Gründung dieses Bündnisses aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches austraten.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 14 „Er brach nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zusammen.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 1808 – 1870Pfalz-BaiernPfalz-Baiern
Von 1808 bis 1870 gehörte Gefrees zu Pfalz-Baiern.
Quelle: GOV - 1809EreignisEreignis
In der Schlacht bei Gefrees entkamen 6000 Österreicher der Einkesselung durch 7500 Franzosen.
15Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 15 „1809 fand die Schlacht bei Gefrees statt, in deren Verlauf 6000 Österreicher der Einkesselung durch 7500 Franzosen entgehen konnten.“ – Wikipedia: Gefrees
- 1812EreignisEreignis
Der Steuerdistrikt Gefrees wurde gebildet.
16Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 16 „Mit dem Gemeindeedikt wurde 1812 der Steuerdistrikt Gefrees gebildet.“ – Wikipedia: Gefrees
- 1814EreignisEreignis
Der Wiener Kongress dauerte vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815. Er ordnete nach der Niederlage Napoleons Europa neu und legte zahlreiche Grenzen neu fest.
17Beleg anzeigen
- 17 „Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 17 „legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Gefrees zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Gefrees lag in der US-Besatzungszone.
18Beleg anzeigen
- 18 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 18 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1946 – 1949US-BesatzungszoneUS-Besatzungszone
Von 1946 bis 1949 gehörte Gefrees zur US-Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Gefrees zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
19Beleg anzeigen
- 19 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 19 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Gefrees liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Gefrees (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Gefrees (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Gefrees (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
6.026 Objekte zu „Gefrees“ laut DDB, die ersten 5:
- Grenzdifferenzen in Gefrees (öffnet in neuem Tab) · Amtsbuch / Akte · Staatsarchiv Bamberg
- Mühlenwasserleitungsprozeß zu Gefrees (öffnet in neuem Tab) · Amtsbuch / Akte · Staatsarchiv Bamberg
- Mühlenwasserleitungsdifferenzen zu Gefrees (öffnet in neuem Tab) · Amtsbuch / Akte · Staatsarchiv Bamberg
- Fahrtrechtsdifferenzen zu Gefrees (öffnet in neuem Tab) · Amtsbuch / Akte · Staatsarchiv Bamberg
- Grenzberichtigung in Gefrees (öffnet in neuem Tab) · Amtsbuch / Akte · Staatsarchiv Bamberg
Ortsname
Der Name leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort Gevreatze her, was "Fressen" oder "Schlemmerei" bedeutet.
20Beleg anzeigen
- 20 „Der Ortsname leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort Gevreatze her, was "Fressen" oder "Schlemmerei" bedeutet.“ – Wikipedia: Gefrees
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1366 erwähnt.
21Beleg anzeigen
- 21 „1366 wurde der Ort in einem Schiedsspruch, der einen Streit zwischen den Pfarreien Marktschorgast und Münchberg um die Zuständigkeit für Gefrees beendete, erstmals schriftlich erwähnt.“ – Wikipedia: Gefrees
Das nächste runde Jubiläum: 2066 (700 Jahre).
Historische Ansichten
(Bildseite öffnet in neuem Tab)
Heinrich Christian Funck an Jacob Sturm · City Museum Berlin · gemeinfrei
Quellen dieser Akte (19 Quellen aus 7 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
19 Quellen aus 7 Einrichtungen
Für Gefrees ausgewertet: 19 Quellen · 1 Archivfund · 1 historische Ansicht · Ersterwähnung (1366) belegt in Wikipedia: Gefrees.
Archive
- Gefrees - Zehntstadel 1693 (1693, Staatsarchiv Bamberg, CC0)
Bibliotheken
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 5.475 Treffer bis 1950, älteste 1748 in „Hamburger Relations-Courier“ (1748, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Hamburger Relations-Courier“, 1748-08-19 (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky) (1748, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q504562: Gefrees (CC0)
- GND 4086684-1: Gefrees (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Gefrees (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Gefrees und 11 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
Historische Ansichten
- Heinrich Christian Funck an Jacob Sturm (europeana.eu, gemeinfrei)„Quelle: Europeana“
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Gefrees (CC BY-SA 4.0).
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