Geilenkirchen
Das Überraschende
Geilenkirchen war 1798 ein Kanton im französischen Département de la Roer.
Die große Zahl
Seit 1170 gehörte Geilenkirchen zu 6 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 18 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Franzose gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0205050
Auch bekannt alsГайленкирхен, Geilenkirchenas
Heute: Kreis Heinsberg, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Geilenkirchen (Kreis Heinsberg). Dort leben rund 28.605 Menschen (Stand 2025). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer und Franken. Dein Ort entstand am linken Ufer der seinerzeit mäandernden Wurm bei einer schon in der Römerzeit benutzten Furt. Dein Ort verlor 1971 den Status der Kreisstadt.
Lage
Lage: Kreis Heinsberg, Deutschland · 50,965° N, 6,119° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
1Beleg anzeigen
- 1 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 1 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 50 v. Chr. – 500RömerbelegtDie Römer benutzten schon eine Furt bei Geilenkirchen.
2Beleg anzeigen
- 2 „Geilenkirchen entstand am linken Ufer der seinerzeit mäandernden Wurm bei einer schon in der Römerzeit benutzten Furt.“ – Wikipedia: Geilenkirchen
- ca. 500 – 800FrankenbelegtGrabfunde aus dem 6. und 7. Jahrhundert sowie frühmittelalterliche Scherben bezeugen die Anfänge des Ortes im frühen Mittelalter.
3Beleg anzeigen
- 3 „Grabfunde aus dem 6. und 7. Jahrhundert – gefunden in den 1930er Jahren in der Flur "Kniepbusch" – sowie einzelne frühmittelalterliche Scherben aus einer Grabung am heutigen Marktplatz bezeugen die Anfänge des Ortes noch im frühen Mittelalter.“ – Wikipedia: Geilenkirchen
- ungefährOrtsname (germanisch)wahrscheinlichDer Ortsname ist wahrscheinlich germanischen Ursprungs. Der Name bezieht sich auf eine Holzkirche, die ein Franke namens Gelo oder Geilo errichtet hat, also im Sinne von "Geilos Kirche".
4Beleg anzeigen
- 4 „Der Name Geilenkirchen bezieht sich ursprünglich auf eine Holzkirche, die ein Franke namens Gelo oder Geilo errichtet hat, also im Sinne von "Geilos Kirche".“ – Wikipedia: Geilenkirchen
Grenz-Zeitleiste
- 1170 – 1798Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1170 bis 1798 gehörte Geilenkirchen zum Heiligen Römischen Reich.
5Beleg anzeigen
- 5 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 5 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1170EreignisEreignis
Geilenkirchen wird 1170 erstmals erwähnt.
Quelle: Wikidata P1249 - 1430EreignisEreignis
Archivale zu Geilenkirchen: „Vor den Schöffen zu Geilenkirchen (Dietr. Vlocop, Johann Freeden Sohn van Thevern, Johann Pritzwegge, Heyn Duvels)“.
6Beleg (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland) anzeigen
- 6 „Vor den Schöffen zu Geilenkirchen (Dietr. Vlocop, Johann Freeden Sohn van Thevern, Johann Pritzwegge, Heyn Duvels) (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland), Laufzeit ab 1430“ – DDB: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- 1500EreignisEreignis
Archivale zu Geilenkirchen: „Spezifikation und Information der Lehen der Freiherrn von Harff zu Geilenkirchen (M. 17, Jh.); Verzeichnis der“.
7Beleg (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland) anzeigen
- 7 „Spezifikation und Information der Lehen der Freiherrn von Harff zu Geilenkirchen (M. 17, Jh.); Verzeichnis der (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland), Laufzeit ab 1500“ – DDB: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- 1505EreignisEreignis
Archivale zu Geilenkirchen: „Heiratsvertrag zwischen Johann von Harff, Drost zu Geilenkirchen, und der Agnes v.d. Broych, Tochter des Clas“.
8Beleg (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland) anzeigen
- 8 „Heiratsvertrag zwischen Johann von Harff, Drost zu Geilenkirchen, und der Agnes v.d. Broych, Tochter des Clas (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland), Laufzeit ab 1505“ – DDB: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- 1798 – 1814FrankreichFrankreich
Von 1798 bis 1814 gehörte Geilenkirchen zu Frankreich.
Quelle: GOV - 1798EreignisEreignis
Frankreich annektierte das Gebiet; Geilenkirchen war ein Kanton im Département de la Roer.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Später annektierte Frankreich das Gebiet; Geilenkirchen war von 1798 bis 1814 ein Kanton im Département de la Roer, im Arrondissement d'Aix-la-Chapelle.“ – Wikipedia: Geilenkirchen
- 1815EreignisEreignis
Unter preußischer Herrschaft entstand der Kreis Geilenkirchen.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „1815, unter preußischer Herrschaft, entstand der Kreis Geilenkirchen.“ – Wikipedia: Geilenkirchen
- 1816 – 1870PreußenPreußen
Von 1816 bis 1870 gehörte Geilenkirchen zu Preußen.
Quelle: GOV - 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Geilenkirchen zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1932EreignisEreignis
Der Kreis Geilenkirchen wurde mit dem Landkreis Heinsberg zum Selfkantkreis Geilenkirchen-Heinsberg vereinigt.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „1932 wurde der Kreis Geilenkirchen mit dem Landkreis Heinsberg zusammengelegt und es entstand der Selfkantkreis Geilenkirchen-Heinsberg mit der Stadt Geilenkirchen als Kreisstadt.“ – Wikipedia: Geilenkirchen
- 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt in Deutschland. Sie teilten Deutschland in Besatzungszonen. Geilenkirchen lag in der Britischen Besatzungszone.
12Beleg anzeigen
- 12 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 12 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1946 – 1949Britische BesatzungszoneBritische Besatzungszone
Von 1946 bis 1949 gehörte Geilenkirchen zur Britischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Geilenkirchen zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
13Beleg anzeigen
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 13 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1971EreignisEreignis
Geilenkirchen verlor bei der kommunalen Gebietsreform den Status der Kreisstadt.
14Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 14 „1971, bei der kommunalen Gebietsreform durch das Aachen-Gesetz, verlor Geilenkirchen den Status der Kreisstadt, da der Kreis Geilenkirchen-Heinsberg und der Kreis Erkelenz zum neuen Kreis Heinsberg zusammengefügt wurden.“ – Wikipedia: Geilenkirchen
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Geilenkirchen liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Geilenkirchen (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Geilenkirchen (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Geilenkirchen (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
12.876 Objekte zu „Geilenkirchen“ laut DDB, die ersten 5:
- Geilenkirchen (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Stiftung Deutsches Historisches Museum
- Geilenkirchen, Ortsansicht (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Stiftung Deutsches Historisches Museum
- Parteistatistische Erhebung Kreis Geilenkirchen: Geilenkirchen (öffnet in neuem Tab) · Sachakte · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Parteistatistische Erhebung Kreis Geilenkirchen: Geilenkirchen (öffnet in neuem Tab) · Sachakte · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Geilenkirchen, Bahnmeisterei Geilenkirchen (öffnet in neuem Tab) · Sachakte · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
Ortsname
Der Name bezieht sich auf eine Holzkirche, die ein Franke namens Gelo oder Geilo errichtet hat, also im Sinne von "Geilos Kirche".
15Beleg anzeigen
- 15 „Der Name Geilenkirchen bezieht sich ursprünglich auf eine Holzkirche, die ein Franke namens Gelo oder Geilo errichtet hat, also im Sinne von "Geilos Kirche".“ – Wikipedia: Geilenkirchen
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1170 erwähnt.
Das nächste runde Jubiläum: 2070 (900 Jahre).
Quellen dieser Akte (18 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
18 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Geilenkirchen ausgewertet: 18 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung (1170) belegt in Wikidata.
Archive
- Vor den Schöffen zu Geilenkirchen (Dietr. Vlocop, Johann Freeden Sohn van Thevern, Johann Pritzwegge, Heyn Duvels) (1430, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland, CC0)
- Spezifikation und Information der Lehen der Freiherrn von Harff zu Geilenkirchen (M. 17, Jh.); Verzeichnis der (1500, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland, CC0)
- Heiratsvertrag zwischen Johann von Harff, Drost zu Geilenkirchen, und der Agnes v.d. Broych, Tochter des Clas (1505, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland, CC0)
Bibliotheken
- [5002] = 2903. Geilenkirchen (1895) (1895, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Geilenkirchen“: 21 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Aachen (um 1905) (1905, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5002] = 2903. Geilenkirchen (1910) (1910, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [2903] : Lfg. 166. Geilenkirchen / geologisch und agronomisch bearb. durch A. Quaas (1914) (1914, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [2904] : Lfg. 166. Linnich / geologisch und agronomisch bearb. durch A. Quaas (1914) (1914, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 79.095 Treffer bis 1950, älteste 1773 in „Gülich und bergische wöchentliche Nachrichten“ (1773, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Gülich und bergische wöchentliche Nachrichten“, 1773-02-16 (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf) (1773, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Geilenkirchen (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Geilenkirchen und 5 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Geilenkirchen (CC BY-SA 4.0).
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