Gierstädt
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken.
Die große Zahl
Gierstädt gehörte zu 7 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 19 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 68 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Sachsen-Gotha gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Sachsen-Coburg
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
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Ortsakte · Nr. GA-0567950
Auch bekannt alsGierstaedt, Гирштедт
Heute: Landkreis Gotha, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Gierstädt (Landkreis Gotha). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken. Dort leben rund 816 Menschen (Stand 2025). Dein Ort lag an der Südgrenze des Altgaues Kaiser Karls des Großen. Die Fahner Höhe wurde der Obstgarten Thüringens. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts nutzte man deinen Ort für Erholung.
Lage
Lage: Landkreis Gotha, Deutschland · 51,043° N, 10,827° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 100 v. Chr. – 300Hermunduren (Elbgermanen)VermutungUm die Zeitenwende lebten in Thüringen vermutlich Hermunduren, ein elbgermanischer Stamm, der am Oberlauf der Elbe siedelte.
4Beleg anzeigen
- 4 „Die Hermunduren waren ein germanischer Volksstamm, der zur Gruppe der Elbgermanen (Herminonen) zählt und am Oberlauf der Elbe siedelte.“ – Wikipedia: Hermunduren
- 4 „In Thüringen wurden archäologische Funde elbgermanischer Provenienz, wie die von Fibeln, eisernen Waffen, Terrinen, Schalenurnen und rädchenverzierten Keramikteilen bislang zumeist als hermundurisch gedeutet.“ – Wikipedia: Hermunduren
- ca. 400 – 531ThüringerungefährVon etwa 400 bis um 531 lag die Gegend wahrscheinlich im Thüringerreich, das die Franken dann eroberten.
5Beleg anzeigen
- 5 „Die Thüringer werden erstmals als Toringi um 400 im Werk Mulomedicina („Maultier-Heilkunde“) des spätantiken Autors Flavius Vegetius Renatus erwähnt, der die Kriegstauglichkeit ihrer Pferde rühmt.“ – Wikipedia: Thüringer
- 5 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- ca. 531 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährUm 531 eroberten die Franken das Thüringerreich; danach gehörte der Raum wahrscheinlich zu ihrem Reich.
6Beleg anzeigen
- 6 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- 6 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
Grenz-Zeitleiste
- 0 – 1511Sachsen-GothaSachsen-Gotha
Bis 1511 gehörte Gierstädt zu Sachsen-Gotha.
Quelle: GOV - 962EreignisEreignis
Otto I. ließ sich am 2. Februar 962 in Rom zum Kaiser krönen. Das Reich erlosch am 6. August 1806, als Kaiser Franz II. die Reichskrone niederlegte.
7Beleg anzeigen
- 7 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 7 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1412EreignisEreignis
Die Herren von Seebach erhielten das Mitlehen an den Fahner Dörfern und Gierstädt.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „1412 wurde den Herren von Seebach das Mitlehen an den beiden Fahner Dörfern und Gierstädt gegeben“ – Wikipedia: Gierstädt
- 1512 – 1806Heiliges Römisches Reich deutscher NationHeiliges Römisches Reich deutscher Nation
Von 1512 bis 1806 gehörte Gierstädt zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.
Quelle: GOV - 1640EreignisEreignis
Gierstädt stand als Teil der Herrschaft Fahner unter der Oberhoheit des Herzogtums Sachsen-Gotha.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Ab 1640 war der Ort als Teil der Herrschaft Fahner unter der Landesoberhoheit des Herzogtums Sachsen-Gotha bzw. Sachsen-Gotha-Altenburg“ – Wikipedia: Gierstädt
- 1666EreignisEreignis
Im Ort entstand das älteste noch heute bewohnte Fachwerkhaus.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „In der anschließenden Wiederaufbauphase wurde das älteste noch heute bewohnte Fachwerkhaus in Gierstädt errichtet (1666)“ – Wikipedia: Gierstädt
- 1806EreignisEreignis
Auf Initiative Napoleons entstand 1806 der Rheinbund, eine Konföderation deutscher Staaten. Diese Staaten traten aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches aus. Der Rheinbund brach 1813 nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig zusammen.
11Beleg anzeigen
- 11 „war eine auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon 1806 in Paris gebildete Konföderation deutscher Staaten, die mit der Gründung dieses Bündnisses aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches austraten.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 11 „Er brach nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zusammen.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 1807 – 1825Sachsen-GothaSachsen-Gotha
Von 1807 bis 1825 gehörte Gierstädt zu Sachsen-Gotha.
Quelle: GOV - 1814EreignisEreignis
Der Wiener Kongress dauerte vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815. Er ordnete nach der Niederlage Napoleons Europa neu und legte zahlreiche Grenzen neu fest.
12Beleg anzeigen
- 12 „Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 12 „legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 1826 – 1870Sachsen-CoburgSachsen-Coburg
Von 1826 bis 1870 gehörte Gierstädt zu Sachsen-Coburg.
Quelle: GOV - 1871 – 1921Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1921 gehörte Gierstädt zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1921 – 1922Sachsen-GothaSachsen-Gotha
Von 1921 bis 1922 gehörte Gierstädt zu Sachsen-Gotha.
Quelle: GOV - 1922 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1922 bis 1945 gehörte Gierstädt zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Gierstädt zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Gierstädt lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
13Beleg anzeigen
- 13 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1973DDRDDR
Von 1949 bis 1973 gehörte Gierstädt zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
14Beleg anzeigen
- 14 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 14 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1974 – 1983keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1984 – 1990DDRDDR
Von 1984 bis 1990 gehörte Gierstädt zu DDR.
Quelle: GOV - 1986EreignisEreignis
Erich Honecker besuchte Gierstädt und pflanzte einen Apfelbaum.
15Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 15 „1986 besuchte Erich Honecker Gierstädt und pflanzte einen Apfelbaum, der allerdings in der Zeit der Wende entfernt wurde“ – Wikipedia: Gierstädt
- 1990 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1990 gehört Gierstädt zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Gierstädt liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Gierstädt (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Gierstädt (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Gierstädt (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
52 Objekte zu „Gierstädt“ laut DDB, die ersten 5:
- Gierstädt (öffnet in neuem Tab) · Kapitel · Bauhaus-Universität Weimar. Universitätsbibliothek
- Gierstädt (öffnet in neuem Tab) · Bild · Sächsisches Staatsarchiv
- Kindererholungsheim Gierstädt (öffnet in neuem Tab) · Akten · Landesarchiv Thüringen – Hauptstaatsarchiv Weimar
- Gierstädt-Kleinfahner. Fahner Mühle (Bockwindmühle, Erwähnung 1728, Wiederaufbau 1893) (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Gierstädt-Kleinfahner. Fahner Mühle (Bockwindmühle, Erwähnung 1728, Wiederaufbau 1893) (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 775 erwähnt.
16Beleg anzeigen
- 16 „Eine Urkunde vom 3. August 775 berichtet, wie der Ackerbau auf kleinen Feldern betrieben wurde und dafür zuvor der Wald gerodet werden musste.“ – Wikipedia: Gierstädt
Das nächste runde Jubiläum: 2075 (1.300 Jahre).
Quellen dieser Akte (19 Quellen aus 5 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
19 Quellen aus 5 Einrichtungen
Für Gierstädt ausgewertet: 19 Quellen · Ersterwähnung (775) belegt in Wikipedia: Gierstädt.
Bibliotheken
- Die Schutzmassnahmen gegen die in Deutschland wesentlichsten Pflanzenkrankheiten und die Merkmale und Erscheinungsformen der letzteren / H. von Rathlef (1928) (1928, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Gierstädt“: 1 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 287 Treffer bis 1950, älteste 1789 in „Handlungszeitung oder wöchentliche Nachrichten von Handel, Manufakturwesen, Künsten und neuen Erfindungen“ (1789, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Handlungszeitung oder wöchentliche Nachrichten von Handel, Manufakturwesen, Künsten und neuen Erfindungen“, 1789-10-24 (Bayerische Staatsbibliothek) (1789, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Gierstädt (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Gierstädt und 13 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Gierstädt (CC BY-SA 4.0).
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