Głogów
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Silinger, später Slawen.
Die große Zahl
Seit 1138 gehörte Głogów zu 6 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 19 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Preuße gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
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Ortsakte · Nr. GA-0066013
Auch bekannt alsGlogau, Groß-Glogau, Hlohov, Glogow, Głogow, Глогау, Глогув, Gloguvas
Heute: Powiat Głogowski, Polen
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Głogów (Powiat Głogowski). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Silinger, später Slawen. Dort leben rund 64.261 Menschen (Stand 2021). Dein Ort Głogów war ab 1251 Residenzstadt des Herzogtums Glogau und erhielt zwei Jahre später das Magdeburger Stadtrecht. Dein Ort war im Dreißigjährigen Krieg mehrfach umkämpft und galt 1642 als Hauptfestung Schlesiens. Dein Ort verlor 1945 über 90 Prozent seiner Bebauung und wird seither in Nachahmung der alten Bürgerhäuser wiederaufgebaut.
Lage
Lage: Powiat Głogowski, Polen · 51,659° N, 16,08° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 500 v. Chr.Lausitzer Kultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 500 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Lausitzer Kultur der Bronze- und frühen Eisenzeit.
2Beleg anzeigen
- 2 „Die Lausitzer Kultur wird von etwa 1300 v. Chr. (Bronzezeit) bis ca. 500 v. Chr. (Eisenzeit) datiert.“ – Wikipedia: Lausitzer Kultur
- bis ca. 500SilingerungefährBis zum Abzug oder Untergang der Silinger im 5. Jahrhundert lebten in Schlesien wahrscheinlich Silinger.
3Beleg anzeigen
- 3 „Nach dem Abzug oder Untergang der Silinger im Zuge der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert besiedelten nach 500 westslawische Stämme aus dem Osten Schlesien erneut, von denen die Namen der Golensizen, Opolanen, Slensanen, Dedosizen, Trebowanen und Boboranen überliefert sind.“ – Wikipedia: Schlesien
- ab ca. 500Westslawische Stämme (Slensanen, Opolanen u. a.)ungefährNach 500 besiedelten wahrscheinlich westslawische Stämme Schlesien erneut, von denen die Slensanen und Opolanen bekannt sind.
4Beleg anzeigen
- 4 „Nach dem Abzug oder Untergang der Silinger im Zuge der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert besiedelten nach 500 westslawische Stämme aus dem Osten Schlesien erneut, von denen die Namen der Golensizen, Opolanen, Slensanen, Dedosizen, Trebowanen und Boboranen überliefert sind.“ – Wikipedia: Schlesien
- ca. 880 – 906Mährerreich und PřemyslidenungefährUm 880 wurde Schlesien wahrscheinlich dem Mährerreich angeschlossen; nach 906 dehnten die Přemysliden ihre Macht aus.
5Beleg anzeigen
- 5 „Im Jahr 880 (nach manchen Quellen auch vor 879) wurde ganz Schlesien von Svatopluk I. dem Mährerreich angeschlossen, was unter anderem von Gerard Labuda und Idzi Panic bestritten wurde.“ – Wikipedia: Schlesien
- 5 „Mit dem Zerfall dieses Reiches nach 906 dehnten die Přemysliden ihre Macht auch über Schlesien aus.“ – Wikipedia: Schlesien
- ungefährOrtsname (slawisch)belegtDer Ortsname ist slawischen Ursprungs. Der Name leitet sich vom slawischen Wort für Weißdorn (głóg) ab.
6Beleg anzeigen
- 6 „Głogów , (deutsch Glogau, vormals auch Groß-Glogau, schlesisch Gruß-Gloge, im lokalen Dialekt Glauge) ist eine Stadt in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.“ – Wikipedia: Głogów
Grenz-Zeitleiste
- 1010 – 1137keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1138 – 1173Herzogtum SchlesienHerzogtum Schlesien
Von 1138 bis 1173 gehörte Głogów zum Herzogtum Schlesien.
Quelle: Wikidata - 1157EreignisEreignis
Herzog Bolesław IV. ließ die Stadt in Brand setzen.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „150 Jahre später (1157) ließ Herzog Bolesław IV. als Seniorherzog von Polen die Stadt in Brand setzen, weil er glaubte, sie nicht gegen Kaiser Friedrich I. Barbarossa verteidigen zu können.“ – Wikipedia: Głogów
- 1174 – 1176keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1177 – 1185Herzogtum GlogauHerzogtum Glogau
Von 1177 bis 1185 gehörte Głogów zum Herzogtum Glogau.
Quelle: Wikidata - 1186 – 1250keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1251 – 1506Herzogtum GlogauHerzogtum Glogau
Von 1251 bis 1506 gehörte Głogów zum Herzogtum Glogau.
Quelle: Wikidata - 1484EreignisEreignis
Der Saganer Herzog Johann II. ließ die Juden aus der Stadt verweisen.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „Im Jahr 1484 ließ der Saganer Herzog Johann II. die Juden aus der Stadt verweisen und 1488 sieben Ratsherren einkerkern und verhungern.“ – Wikipedia: Głogów
- 1506 – 1740Königreich BöhmenKönigreich Böhmen
Von 1506 bis 1740 gehörte Głogów zum Königreich Böhmen.
Quelle: Wikidata - 1740 – 1870PreußenPreußen
Von 1740 bis 1870 gehörte Głogów zu Preußen.
Quelle: GOV + Wikidata - 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Głogów zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV + Wikidata - 1945 – heutePolenPolen
Seit 1945 gehört Głogów zu Polen.
Quelle: GOV + Wikidata - 1945EreignisEreignis
Das Deutsche Reich hatte 1939 Polen überfallen; die Siegermächte legten 1945 auf der Potsdamer Konferenz seine Gebietsverluste im Osten fest. Es folgten Flucht und Vertreibung von rund 12 bis 14 Millionen Deutschen bis 1950; Głogów liegt seitdem in Polen.
9Beleg anzeigen
- 9 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 9 „Sie war eine Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Kriegsverbrechen in Ostmitteleuropa und Südosteuropa während der Zeit des Nationalsozialismus und der Gebietsverluste des Deutschen Reiches, die die Siegermächte (USA, Sowjetunion, Großbritannien) auf der Potsdamer Konferenz 1945 festlegten.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 9 „Sie betraf rund 12 bis 14 Millionen Deutsche in den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 9 „in den Jahren 1945 bis 1950 umfasste große Teile der dort ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 1990EreignisEreignis
Am 14. November 1990 bestätigten Deutschland und Polen im Grenzvertrag die gemeinsame Grenze.
10Beleg anzeigen
- 10 „am 14. November 1990 zwischen Deutschland und Polen geschlossener völkerrechtlicher Vertrag, der die Unverletzlichkeit der Staatsgrenze garantiert“ – Wikipedia: Deutsch-polnischer Grenzvertrag
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Głogów liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Głogów (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Głogów (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Głogów (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
583 Objekte zu „Głogów“ laut DDB, die ersten 5:
- H.M. GLOGÓW (öffnet in neuem Tab) · Kupferrelief · Montanhistorisches Dokumentationszentrum
- Glogow (öffnet in neuem Tab) · Abzeichen · Stiftung Deutsches Historisches Museum
- Stadt, Glogau Glogów (öffnet in neuem Tab) · Stadt · Deutsche Fotothek
- (Andreas Glogow zu Merzin) (öffnet in neuem Tab) · Urkunden · Landesarchiv Sachsen-Anhalt
- (Andreas Glogow zu Merzin) (öffnet in neuem Tab) · Urkunden · Landesarchiv Sachsen-Anhalt
Ortsname
Der Name leitet sich vom slawischen Wort für Weißdorn (głóg) ab.
11Beleg anzeigen
- 11 „Głogów , (deutsch Glogau, vormals auch Groß-Glogau, schlesisch Gruß-Gloge, im lokalen Dialekt Glauge) ist eine Stadt in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.“ – Wikipedia: Głogów
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1010 erwähnt.
12Beleg anzeigen
- 12 „Erstmals urkundlich erwähnt wurde „urbs Glogua“ von Thietmar von Merseburg im Jahre 1010.“ – Wikipedia: Głogów
Das nächste runde Jubiläum: 2060 (1.050 Jahre).
Quellen dieser Akte (19 Quellen aus 7 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
19 Quellen aus 7 Einrichtungen
Für Głogów ausgewertet: 19 Quellen · Ersterwähnung (1010) belegt in Wikipedia: Głogów.
Bibliotheken
- Jagdbilder und Geschichten aus Wald und Flur, aus Berg und Thal, von Guido Hammer. Glogau, Verlag von Flemming 1863. S. 160. Preis: 3 fl. 9 kr / von G. v. C. (1865) (1865, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Głogów“: 33 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [4362] = 2484. Glogau (1894) (1894, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 105. Glogau (1903) (1903, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [4362] = 2484. Glogau (1906) (1906, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [O 52]. Görlitz (1906) (1906, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 264 Treffer bis 1950, älteste 1725 in „Hamburger Relations-Courier“ (1725, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Hamburger Relations-Courier“, 1725-07-06 (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky) (1725, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
- Lobspruch auf Glogau : Chronik von Schlesien und Glogau (1611) (1611, University Library Freiburg, gemeinfrei)
- Geographische, naturhistorische und technologische Beschreibung des souverainen Herzogthums Schlesien. 5. Theil, Die Fürstenthümer Liegnitz, Wohlau und Glogau (1802) (1802, Silesian Digital Library, gemeinfrei)
- Mittheilungen aus den Verhandlungen und Arbeiten Schlesischer Okonomischer Vereine zu Brieg, Steinau, Glogau, Liegnitz, so wie anderer Schlesischer Oeconomen, 1 (1840) (1840, Silesian Digital Library, gemeinfrei)
Normdaten
- Wikidata Q66013: Głogów (CC0)
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Głogów (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Głogów und 6 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Głogów (CC BY-SA 4.0).
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