Glückstadt
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Franken.
Die große Zahl
Seit 1474 gehörte Glückstadt zu 6 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 24 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Holstein gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Holstein
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0377277
Auch bekannt alsLykstad, Глюкштадт
Heute: Kreis Steinburg, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Glückstadt (Kreis Steinburg). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Franken. Dort leben rund 11.100 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt rechts der Unterelbe und ist überregional durch seine traditionsreiche Matjes-Produktion bekannt. Dein Ort wurde 1617 von Christian IV. als Festungs- und Hafenstadt gegen Hamburg gegründet.
Lage
Lage: Kreis Steinburg, Deutschland · 53,792° N, 9,422° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 4200 – 2800 v. Chr.Trichterbecherkultur (Jungsteinzeit)VermutungVon etwa 4200 bis 2800 v. Chr. gehörte der Norden vermutlich zur Trichterbecherkultur der Jungsteinzeit.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Trichterbecherkultur oder Trichterrandbecherkultur (Abkürzung: TBK, TRB; englisch Funnelbeaker culture oder Funnelneckbeaker culture, Abkürzung FBC) ist eine archäologische Kultur der Jungsteinzeit (etwa 4200–2800 v. Chr.).“ – Wikipedia: Trichterbecherkultur
- ca. 1800 – 530 v. Chr.Nordischer Kreis (Bronzezeit)VermutungVon 1800 bis 530 v. Chr. gehörte der Norden vermutlich zum Nordischen Kreis der Bronzezeit, dessen Fundplätze bis Norddeutschland reichen.
2Beleg anzeigen
- 2 „Die Nordische Bronzezeit (1800 v. Chr. – 530 v. Chr.), auch „Nordischer Kreis“, ist nach Oscar Montelius (1843–1921) eine Epoche der Bronzezeit im südlichen Skandinavien, deren Fundplätze von Dänemark und Norddeutschland bis Estland reichen.“ – Wikipedia: Nordische Bronzezeit
- ca. 600 v. Chr. – 0Jastorf-Kultur (Vorläufer der Elbgermanen)ungefährVon etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Gebiet der Jastorf-Kultur, der Vorgängerin der Elbgermanen.
3Beleg anzeigen
- 3 „Die Jastorf-Kultur ist eine nordmitteleuropäische archäologische Kulturgruppe aus der Zeit von etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende (vorrömische Eisenzeit), die als Vorgängerkultur der Elbgermanen angesehen wird.“ – Wikipedia: Jastorf-Kultur
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
4Beleg anzeigen
- 4 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 4 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ungefährOrtsname (germanisch)belegtDer Ortsname ist germanischen Ursprungs. Der Name und die Fortuna im Wappen standen sinnbildlich für den Plan, dass die Stadt glücken sollte.
5Beleg anzeigen
- 5 „Der Name Glückstadt und die Fortuna im Wappen standen sinnbildlich für diesen Plan: „Dat schall glücken und dat mutt glücken, und denn schall se ok Glückstadt heten!“ (Christian IV.).“ – Wikipedia: Glückstadt
Grenz-Zeitleiste
- 1474 – 1867HolsteinHolstein
Von 1474 bis 1867 gehörte Glückstadt zu Holstein.
Quelle: GOV - 1532Heiliges Römisches Reich deutscher NationHeiliges Römisches Reich deutscher Nation
Von 1532 bis 1532 gehörte Glückstadt zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.
Quelle: GOV - 1617EreignisEreignis
Christian IV. gründete Glückstadt als Festungs- und Hafenstadt gegen Hamburg.
6Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 6 „Glückstadt wurde 1617 von Christian IV. (Dänemark und Norwegen) gegründet, um dem wachsenden Hamburg einen Gegenpol zu bieten.“ – Wikipedia: Glückstadt
- 1649EreignisEreignis
Die Regierungskanzlei für Schleswig und Holstein zog von Flensburg nach Glückstadt.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „1649 wurde die Regierungskanzlei für die königlichen Landesteile von Schleswig und Holstein von Flensburg nach Glückstadt verlegt, so dass Glückstadt Verwaltungszentrum wurde.“ – Wikipedia: Glückstadt
- 1845EreignisEreignis
Glückstadt erhielt Anschluss an die Schleswig-Holsteinische Marschbahn.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „Als „Hauptstadt“ Holsteins wurde Glückstadt 1845 an die neu errichtete Stammstrecke der Schleswig-Holsteinischen Marschbahn-Gesellschaft angeschlossen.“ – Wikipedia: Glückstadt
- 1867 – 1870PreußenPreußen
Von 1867 bis 1870 gehörte Glückstadt zu Preußen.
Quelle: GOV - 1867EreignisEreignis
Preußen annektierte Glückstadt in den Kreis Steinburg.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Seit 1867 gehörte Glückstadt zum Kreis Steinburg.“ – Wikipedia: Glückstadt
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Glückstadt zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Glückstadt lag in der Britischen Besatzungszone.
10Beleg anzeigen
- 10 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 10 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1946 – 1949Britische BesatzungszoneBritische Besatzungszone
Von 1946 bis 1949 gehörte Glückstadt zur Britischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Glückstadt zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
11Beleg anzeigen
- 11 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 11 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1974EreignisEreignis
Glückstadt vergrößerte sein Gebiet durch Umgliederungen aus vier Nachbargemeinden.
12Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 12 „Das Gebiet der Stadt Glückstadt wurde am 1. Januar 1974 durch Umgliederungen aus den Nachbargemeinden Blomesche Wildnis, Borsfleth, Engelbrechtsche Wildnis und Herzhorn vergrößert.“ – Wikipedia: Glückstadt
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Glückstadt liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Glückstadt (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Glückstadt (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Glückstadt (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
23.534 Objekte zu „Glückstadt“ laut DDB, die ersten 5:
- Glückstadt (1959), Fährdienst Glückstadt-Wischhafen (öffnet in neuem Tab) · Negativ (Fotografie) · Peter Tamm Sen. Stiftung
- Glückstadt (1959), Fährdienst Glückstadt-Wischhafen (öffnet in neuem Tab) · Negativ (Fotografie) · Peter Tamm Sen. Stiftung
- Glückstadt (1959), Fährdienst Glückstadt-Wischhafen (öffnet in neuem Tab) · Negativ (Fotografie) · Peter Tamm Sen. Stiftung
- Glückstadt (1959), Fährdienst Glückstadt-Wischhafen (öffnet in neuem Tab) · Negativ (Fotografie) · Peter Tamm Sen. Stiftung
- Glückstadt, 50 Pfennig (öffnet in neuem Tab) · Notgeldschein · Stiftung Deutsches Historisches Museum
Ortsname
Der Name und die Fortuna im Wappen standen sinnbildlich für den Plan, dass die Stadt glücken sollte.
13Beleg anzeigen
- 13 „Der Name Glückstadt und die Fortuna im Wappen standen sinnbildlich für diesen Plan: „Dat schall glücken und dat mutt glücken, und denn schall se ok Glückstadt heten!“ (Christian IV.).“ – Wikipedia: Glückstadt
Siedlung
- 1617Gesichert
Niederländer (Reformierte, Remonstranten, Mennoniten)
14Beleg anzeigen
- 14 „Die ersten Einwohner übersiedelten aufgrund der kostenlos zur Verfügung gestellten Baugrundstücke und Steuerfreiheiten aus den Orten der näheren Umgebung in die neue Stadt.“ – Wikipedia: Glückstadt
- 17. JahrhundertGesichert
Deutsche Juden
15Beleg anzeigen
- 15 „Waren es in den ersten Jahrzehnten ausschließlich aus Portugal stammende sephardische Juden, siedelten sich später auch deutsche Juden in Glückstadt an.“ – Wikipedia: Glückstadt
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Quellen dieser Akte (24 Quellen aus 8 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
24 Quellen aus 8 Einrichtungen
Für Glückstadt ausgewertet: 24 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
Archive
- Köhn, Gerhard: "Die Entwicklung der Stadt Glückstadt von der Gründung 1616 bis zum Endausbau 1652 mit (1616, Landesarchiv Schleswig-Holstein, CC0)
- Kläger: Jacques Budier, Kaufmann zu Glückstadt, dann zu Altona, später seine Erben, Beklagte: Johann da Rocha (1651, Landesarchiv Schleswig-Holstein, CC0)
- Königliche Verordnung 1662 August 30: König Friedrich III. Neue Privilegien für die Stadt Glückstadt (1662, Landesarchiv Schleswig-Holstein, CC0)
Bibliotheken
- [2222] = 833. Glückstadt (1880) (1880, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Glückstadt“: 22 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [2222] = 833. Glückstadt (1904) (1904, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 112. Itzehoe; [Ausg. D] (1920) (1920, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 112. Itzehoe; [Ausg. D] (1925) (1925, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [2222] = 833. Glückstadt (1925) (1925, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 85.574 Treffer bis 1950, älteste 1702 in „Historische Remarques über neuesten Sachen in Europa des ... Jahres“ (1702, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Historische Remarques über neuesten Sachen in Europa des ... Jahres“, 1702-08-01 (Bayerische Staatsbibliothek) (1702, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
- EhrenGedicht Auff den Hochzeitlichen Tag Des ... Herrn Gothofredi Kiliani Pastorn in der Königl. Vestung Glückstadt ..., Als ihm die ... Jungfraw Christina Coll (1656) (1656, Kiel University Library, gemeinfrei)
- Klag- und Trost-Schrifften/ über Den frühzeitigen ... Abschied/ Des ... Herrn Martini Kupffers/ Dero zu Dennemarcken/ Norwegen Königl. Maytt. in ... Glückstadt (1659) (1659, Kiel University Library, gemeinfrei)
- Hochzeit-Schertz/ Bey Erfreulichem und liebreichem Vermählungs-Fest Deß ... Hn: Anthon Neüdorfs/ Fürnehmen Bürgern und Seidenkramers in Glückstadt/ als Bräutiga (1661) (1661, Kiel University Library, gemeinfrei)
Normdaten
- Wikidata Q377277: Glückstadt (CC0)
- GND 4021332-8: Glückstadt (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Lykstad, Tychopolis · Gründung/Errichtung laut GND: 1617“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Glückstadt (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Glückstadt und 7 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Glückstadt (CC BY-SA 4.0).
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