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GrenzArchiv
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Großenlupnitz

Auf einen Blick

Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken.

Die große Zahl

Seit 962 gehörte Großenlupnitz zu 7 verschiedenen Herrschaften.

Belegt mit 18 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen

Mehr als 69 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.

Zeitreise

Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).

  • Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Sachsen-Weimar-Eisenach
  • Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
  • Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen

Ortsakte · Nr. GA-1548568

Heute: Hörselberg-Hainich, Deutschland

Die Kurzfassung

Dein Ort ist Großenlupnitz (Hörselberg-Hainich). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken. Dort leben rund 1.076 Menschen (Stand 1946). Dein Ort Großenlupnitz liegt am Westrand des Thüringer Beckens und war bereits in ur- und frühgeschichtlicher Zeit besiedelt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 779, als hier bereits eine dem Hersfelder Kloster zugerechnete Kirche bestand. Über Jahrhunderte wechselten die Herrscher, bis die Kartäusermönche ab 1414 das gesamte Dorf erwarben.

Lage

Lage: Hörselberg-Hainich, Deutschland · 50,994° N, 10,408° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)

Vor der ersten Erwähnung – ungefähr

  1. ca. 7000 – 2001 v. Chr.JungsteinzeitbelegtArchäologische Funde belegen eine kontinuierliche Besiedlung der Flur seit der Jungsteinzeit.
    1Beleg anzeigen
    • 1 „Archäologische Funde dokumentieren eine kontinuierliche Besiedlung seit der Jungsteinzeit.“ – Wikipedia: Großenlupnitz
  2. ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
    2Beleg anzeigen
  3. ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
    3Beleg anzeigen
    • 3 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
    • 3 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
  4. ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
    4Beleg anzeigen
    • 4 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
    • 4 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
  5. ca. 100 v. Chr. – 300Hermunduren (Elbgermanen)VermutungUm die Zeitenwende lebten in Thüringen vermutlich Hermunduren, ein elbgermanischer Stamm, der am Oberlauf der Elbe siedelte.
    5Beleg anzeigen
    • 5 „Die Hermunduren waren ein germanischer Volksstamm, der zur Gruppe der Elbgermanen (Herminonen) zählt und am Oberlauf der Elbe siedelte.“ – Wikipedia: Hermunduren
    • 5 „In Thüringen wurden archäologische Funde elbgermanischer Provenienz, wie die von Fibeln, eisernen Waffen, Terrinen, Schalenurnen und rädchenverzierten Keramikteilen bislang zumeist als hermundurisch gedeutet.“ – Wikipedia: Hermunduren
  6. ca. 400 – 531ThüringerungefährVon etwa 400 bis um 531 lag die Gegend wahrscheinlich im Thüringerreich, das die Franken dann eroberten.
    6Beleg anzeigen
    • 6 „Die Thüringer werden erstmals als Toringi um 400 im Werk Mulomedicina („Maultier-Heilkunde“) des spätantiken Autors Flavius Vegetius Renatus erwähnt, der die Kriegstauglichkeit ihrer Pferde rühmt.“ – Wikipedia: Thüringer
    • 6 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
  7. ca. 531 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährUm 531 eroberten die Franken das Thüringerreich; danach gehörte der Raum wahrscheinlich zu ihrem Reich.
    7Beleg anzeigen
    • 7 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
    • 7 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)

Grenz-Zeitleiste

  1. 779 – 961

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  2. 779
    Ereignis

    Großenlupnitz wird 779 erstmals erwähnt.

    8Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 8 „Die erste urkundliche Erwähnung von Großenlupnitz erfolgte als Lupence am 13. März 779.“ – Wikipedia: Großenlupnitz
  3. 962 – 1131
    Heiliges Römisches Reich

    Von 962 bis 1131 gehörte Großenlupnitz zum Heiligen Römischen Reich.

    9Beleg anzeigen
    • 9 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
    • 9 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
  4. 962
    Ereignis

    Otto I. ließ sich am 2. Februar 962 in Rom zum Kaiser krönen. Das Reich erlosch am 6. August 1806, als Kaiser Franz II. die Reichskrone niederlegte.

    10Beleg anzeigen
    • 10 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
    • 10 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
  5. 1075
    Ereignis

    Im Sachsenkrieg versammelten sich bei Großenlupnitz Aufständische gegen König Heinrich IV. und erlitten am 9. Juni 1075 bei Homburg an der Unstrut eine Niederlage.

    11Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 11 „Im sogenannten Sachsenkrieg versammelten sich im Jahr 1075 auf einem Platz oberhalb des Ortes Großenlupnitz die Aufständischen aus Thüringen und Sachsen, um dem Reichsheer des Königs Heinrich IV. entgegenzuziehen.“ – Wikipedia: Großenlupnitz
  6. 1131 – 1485
    Landgrafschaft Thüringen

    Von 1131 bis 1485 gehörte Großenlupnitz zur Landgrafschaft Thüringen.

    12Beleg anzeigen
    • 12 „Eine unverdächtige Königsurkunde Lothars III. vom 29. März 1131 betitelt Ludwig als lantgravius de Thuringia.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
    • 12 „Der Macht und Besitzzuwachs der Wettiner durch die Verleihung der Kurwürde mit dem Herzogtum Sachsen 1423 führte schließlich zur Leipziger Teilung 1485, mit der die Landgrafschaft Thüringen letztlich zerschlagen wurde.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
  7. 1131
    Ereignis

    Eine Urkunde König Lothars III. nannte Ludwig 1131 Landgraf von Thüringen. Mit der Leipziger Teilung zerschlugen die Wettiner 1485 die Landgrafschaft Thüringen.

    13Beleg anzeigen
    • 13 „Eine unverdächtige Königsurkunde Lothars III. vom 29. März 1131 betitelt Ludwig als lantgravius de Thuringia.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
    • 13 „Der Macht und Besitzzuwachs der Wettiner durch die Verleihung der Kurwürde mit dem Herzogtum Sachsen 1423 führte schließlich zur Leipziger Teilung 1485, mit der die Landgrafschaft Thüringen letztlich zerschlagen wurde.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
  8. 1485 – 1806
    Heiliges Römisches Reich

    Von 1485 bis 1806 gehörte Großenlupnitz zum Heiligen Römischen Reich.

    14Beleg anzeigen
    • 14 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
    • 14 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
  9. 1807 – 1849

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  10. 1850 – 1870
    Sachsen-Weimar-Eisenach

    Von 1850 bis 1870 gehörte Großenlupnitz zu Sachsen-Weimar-Eisenach.

    Quelle: GOV
  11. 1871 – 1945
    Deutsches Reich

    Von 1871 bis 1945 gehörte Großenlupnitz zum Deutschen Reich.

    Quelle: GOV
  12. 1945 – 1949
    Sowjetische Besatzungszone

    Von 1945 bis 1949 gehörte Großenlupnitz zur Sowjetischen Besatzungszone.

    Quelle: GOV
  13. 1945
    Ereignis

    Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Großenlupnitz lag in der Sowjetischen Besatzungszone.

    15Beleg anzeigen
    • 15 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
    • 15 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
  14. 1949 – 1990
    DDR

    Von 1949 bis 1990 gehörte Großenlupnitz zu DDR.

    Quelle: GOV
  15. 1949
    Ereignis

    Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.

    16Beleg anzeigen
    • 16 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
    • 16 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
  16. 1990 – 1995
    Bundesrepublik Deutschland

    Von 1990 bis 1995 gehörte Großenlupnitz zur Bundesrepublik Deutschland.

    Quelle: GOV
  17. 1996 – heute

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

Findbuch · Verweise

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Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Großenlupnitz liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.

Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek

68 Objekte zu „Großenlupnitz“ laut DDB, die ersten 5:

Siedlung

  • JungsteinzeitGesichert

    Menschen in ur- und frühgeschichtlicher Zeit

    17Beleg anzeigen
    • 17 „Archäologische Funde dokumentieren eine kontinuierliche Besiedlung seit der Jungsteinzeit.“ – Wikipedia: Großenlupnitz

Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.

Ersterwähnung

Der Ort wird erstmals im Jahr 779 erwähnt.

18Beleg anzeigen
  • 18 „Die erste urkundliche Erwähnung von Großenlupnitz erfolgte als Lupence am 13. März 779.“ – Wikipedia: Großenlupnitz

Das nächste runde Jubiläum: 2029 (1.250 Jahre).

Quellen dieser Akte (18 Quellen aus 5 Einrichtungen)

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18 Quellen aus 5 Einrichtungen

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Für Großenlupnitz ausgewertet: 18 Quellen · Ersterwähnung (779) belegt in Wikipedia: Großenlupnitz.

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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Großenlupnitz (CC BY-SA 4.0).

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