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GrenzArchiv
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Hennigsdorf

Auf einen Blick

Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen.

Die große Zahl

Hennigsdorf gehörte zu 6 verschiedenen Herrschaften.

Belegt mit 26 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen

Zeitreise

Wärst du 1810 hier geboren, wärst du DDR-Bürger gewesen.

  • Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
  • Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
  • Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen

Ortsakte · Nr. GA-0583462

Auch bekannt alsХеннигсдорф

Heute: Landkreis Oberhavel, Deutschland

Die Kurzfassung

Dein Ort ist Hennigsdorf (Landkreis Oberhavel). Dort leben rund 26.602 Menschen (Stand 2025). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dein Ort liegt nordwestlich von Berlin und ist eine amtsfreie Mittelstadt im Landkreis Oberhavel. Dein Ort war lange ein Fischer- und Kossätendorf, bevor die Industrie einzog. Dein Ort wurde durch den Flugzeug- und Lokomotivbau der AEG ab 1910 bekannt.

Lage

Lage: Landkreis Oberhavel, Deutschland · 52,638° N, 13,204° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)

Vor der ersten Erwähnung – ungefähr

  1. ca. 600 v. Chr. – 0Jastorf-Kultur (Vorläufer der Elbgermanen)ungefährVon etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Gebiet der Jastorf-Kultur, der Vorgängerin der Elbgermanen.
    1Beleg anzeigen
    • 1 „Die Jastorf-Kultur ist eine nordmitteleuropäische archäologische Kulturgruppe aus der Zeit von etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende (vorrömische Eisenzeit), die als Vorgängerkultur der Elbgermanen angesehen wird.“ – Wikipedia: Jastorf-Kultur
  2. ca. 700 – 1150Slawen (östlich von Elbe und Saale)ungefährAb etwa 700 siedelten östlich von Elbe und Saale wahrscheinlich slawische Gruppen; bis etwa 1150 erfolgte die Eroberung dieses Landes.
    2Beleg anzeigen
    • 2 „Da nur vereinzelte dendrochronologische Daten bis in die Zeit vor 700 zurückreichen, ist von einem eher zurückhaltenden Beginn der slawischen Landnahme am Ende des 7.“ – Wikipedia: Obotriten
    • 2 „Entsprechend formulierte Fritze 1980: Als Germania Slavica bezeichnen wir „den Bereich der mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung in den slawisch besiedelten Gebieten östlich von Elbe und Saale, soweit er sprachlich germanisiert worden ist“.“ – Wikipedia: Germania Slavica
    • 2 „In den Regionen zwischen Elbe und Oder sowie im Baltikum trug der Prozess gerade zu Anfang bis etwa 1150 Züge einer Eroberung und gewaltsamen Missionierung; andernorts zeichnete sich durch die Initiative einheimischer Grundherren eine eher friedliche Besiedlung ab.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
  3. ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
    3Beleg anzeigen
    • 3 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
    • 3 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
  4. ungefährOrtsname (germanisch)wahrscheinlichDer Ortsname ist wahrscheinlich germanischen Ursprungs. Hennigsdorf ist das Dorf des Henneke, Heineke, später vermischt mit Hening, Hennig.
    4Beleg anzeigen
    • 4 „Hennigsdorf ist demnach das „Dorf des Hen(n)eke“, ‚Heineke‘, später vermischt mit ‚Hening‘, ‚Hennig‘. Der Personenname ist eine Koseform mit ‚-k‘-Suffix zu Vollnamen wie Heinrich o. ä. Sollte ein Henning Ausgangspunkt gewesen sein (ein solcher ist in Hennigsdorf 1375 genannt), dann müsste nach Abschwächung des ‚-ing‘ zu ‚-ig‘ Vermischung mit dem ‚-k‘-Suffix eingetreten sein.“ – Wikipedia: Hennigsdorf

Grenz-Zeitleiste

  1. 0 – 1815
    Deutsche Demokratische Republik

    Bis 1815 gehörte Hennigsdorf zur Deutschen Demokratischen Republik.

    Quelle: Wikidata
  2. 1375
    Ereignis

    Hennigsdorf wird 1375 erstmals erwähnt.

    5Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 5 „Hennigsdorf wurde 1375 erstmals im Landbuch der Mark Branenburg als Heynekendorp und „Henekendorf“ urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Hennigsdorf
  3. 1749
    Ereignis

    Archivale zu Hennigsdorf: „Besetzung des Schulmeisterdienstes in Hennigsdorf mit dem Küster Schröder aus Buchholz, Anschlag der Schulhausreparaturen, Vergleich von“.

    6Beleg (Brandenburgisches Landeshauptarchiv) anzeigen
    • 6 „Besetzung des Schulmeisterdienstes in Hennigsdorf mit dem Küster Schröder aus Buchholz, Anschlag der Schulhausreparaturen, Vergleich von (Brandenburgisches Landeshauptarchiv), Laufzeit ab 1749“ – DDB: Brandenburgisches Landeshauptarchiv
  4. 1764
    Ereignis

    Archivale zu Hennigsdorf: „Übersichtsplan zum Verlauf der Hochspannungsleitungen von Staaken, Nauen und Wildau nach Hennigsdorf. Eingezeichnet in das Messtischblatt“.

    7Beleg (Brandenburgisches Landeshauptarchiv) anzeigen
    • 7 „Übersichtsplan zum Verlauf der Hochspannungsleitungen von Staaken, Nauen und Wildau nach Hennigsdorf. Eingezeichnet in das Messtischblatt (Brandenburgisches Landeshauptarchiv), Laufzeit ab 1764“ – DDB: Brandenburgisches Landeshauptarchiv
  5. 1764
    Ereignis

    Archivale zu Hennigsdorf: „Bestehende und projektierte Hochspannungsleitungen bei Hennigsdorf. Eingezeichnet in einen Ausschnitt des Messtischblattes Nr. 1764 (alt) /“.

    8Beleg (Brandenburgisches Landeshauptarchiv) anzeigen
    • 8 „Bestehende und projektierte Hochspannungsleitungen bei Hennigsdorf. Eingezeichnet in einen Ausschnitt des Messtischblattes Nr. 1764 (alt) / (Brandenburgisches Landeshauptarchiv), Laufzeit ab 1764“ – DDB: Brandenburgisches Landeshauptarchiv
  6. 1815 – 1870
    Preußen

    Von 1815 bis 1870 gehörte Hennigsdorf zu Preußen.

    Quelle: GOV
  7. 1817
    Ereignis

    Hennigsdorf gehörte seit 1817 zum Kreis Osthavelland in der preußischen Provinz Brandenburg.

    9Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 9 „Hennigsdorf gehörte seit 1817 zum Kreis Osthavelland in der preußischen Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Oranienburg im DDR-Bezirk Potsdam.“ – Wikipedia: Hennigsdorf
  8. 1871 – 1945
    Deutsches Reich

    Von 1871 bis 1945 gehörte Hennigsdorf zum Deutschen Reich.

    Quelle: GOV
  9. 1910
    Ereignis

    Die AEG eröffnete 1910 in Hennigsdorf eine Abteilung Flugzeugbau.

    10Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 10 „Für den Einstieg in den Flugzeugbau suchte Anfang des 20. Jahrhunderts die AEG (Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft) günstiges Bauland in der Umgebung von Berlin und eröffnete 1910 in Hennigsdorf die AEG, Abteilung Flugzeugbau.“ – Wikipedia: Hennigsdorf
  10. 1933
    Ereignis

    Im Frühjahr 1933 entstand nördlich von Hennigsdorf ein frühes Konzentrationslager im Gehöft Meissnershof.

    11Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 11 „Im Frühjahr 1933 entstand nördlich von Hennigsdorf ein frühes Konzentrationslager im Gehöft Meissnershof.“ – Wikipedia: Hennigsdorf
  11. 1945 – 1949
    Sowjetische Besatzungszone

    Von 1945 bis 1949 gehörte Hennigsdorf zur Sowjetischen Besatzungszone.

    Quelle: GOV
  12. 1945
    Ereignis

    Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt in Deutschland. Sie teilten Deutschland in Besatzungszonen. Hennigsdorf lag in der Sowjetischen Besatzungszone.

    12Beleg anzeigen
    • 12 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
    • 12 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
  13. 1949 – 1990
    DDR

    Von 1949 bis 1990 gehörte Hennigsdorf zu DDR.

    Quelle: GOV
  14. 1949
    Ereignis

    Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.

    13Beleg anzeigen
    • 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
    • 13 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
  15. 1962
    Ereignis

    Hennigsdorf erhielt 1962 die Bezeichnung Stadt.

    14Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 14 „Wegen der stark gewachsenen Bevölkerungszahl – Hennigsdorf war vorübergehend die einwohnerstärkste Gemeinde in der DDR ohne Stadtrecht – wurde Hennigsdorf 1962 die Bezeichnung Stadt verliehen.“ – Wikipedia: Hennigsdorf
  16. 1990 – heute
    Bundesrepublik Deutschland

    Seit 1990 gehört Hennigsdorf zur Bundesrepublik Deutschland.

    Quelle: GOV

Findbuch · Verweise

Weiter forschen

Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Hennigsdorf liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.

Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek

8.580 Objekte zu „Hennigsdorf“ laut DDB, die ersten 5:

Ortsname

WahrscheinlichSprachschicht: germanisch

Hennigsdorf ist das Dorf des Henneke, Heineke, später vermischt mit Hening, Hennig. Der Personenname ist eine Koseform mit -k-Suffix zu Vollnamen wie Heinrich.

15Beleg anzeigen
  • 15 „Hennigsdorf ist demnach das „Dorf des Hen(n)eke“, ‚Heineke‘, später vermischt mit ‚Hening‘, ‚Hennig‘. Der Personenname ist eine Koseform mit ‚-k‘-Suffix zu Vollnamen wie Heinrich o. ä. Sollte ein Henning Ausgangspunkt gewesen sein (ein solcher ist in Hennigsdorf 1375 genannt), dann müsste nach Abschwächung des ‚-ing‘ zu ‚-ig‘ Vermischung mit dem ‚-k‘-Suffix eingetreten sein.“ – Wikipedia: Hennigsdorf

Ersterwähnung

Der Ort wird erstmals im Jahr 1375 erwähnt.

16Beleg anzeigen
  • 16 „Hennigsdorf wurde 1375 erstmals im Landbuch der Mark Branenburg als Heynekendorp und „Henekendorf“ urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Hennigsdorf

Das nächste runde Jubiläum: 2075 (700 Jahre).

Historische Ansichten

Quellen dieser Akte (26 Quellen aus 8 Einrichtungen)

Aktenvermerk

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26 Quellen aus 8 Einrichtungen

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Für Hennigsdorf ausgewertet: 26 Quellen · 3 Archivfunde · 6 historische Ansichten · Ersterwähnung (1375) belegt in Wikipedia: Hennigsdorf.

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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Hennigsdorf (CC BY-SA 4.0).

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