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GrenzArchiv
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Hofgeismar

Auf einen Blick

Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Chatten, später Franken.

Die große Zahl

Seit 1082 gehörte Hofgeismar zu 6 verschiedenen Herrschaften.

Belegt mit 23 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen

Zeitreise

Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).

  • Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Hessen
  • Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
  • Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen

Ortsakte · Nr. GA-0490449

Auch bekannt alsХофгайсмар

Heute: Landkreis Kassel, Deutschland

Die Kurzfassung

Dein Ort ist Hofgeismar (Landkreis Kassel). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Chatten, später Franken. Dort leben rund 14.324 Menschen (Stand 2025). Dein Hofgeismar liegt an der Deutschen Märchenstraße und beherbergt den historischen Tierpark Sababurg. Seit dem 13. Jahrhundert prägen Stadtbefestigung, Wehrturm und gotische Bauten dein Stadtbild. Hugenotten und Waldenser fanden hier in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts eine neue Heimat.

Lage

Lage: Landkreis Kassel, Deutschland · 51,496° N, 9,387° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)

Vor der ersten Erwähnung – ungefähr

  1. ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
    1Beleg anzeigen
  2. ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
    2Beleg anzeigen
    • 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
    • 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
  3. ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
    3Beleg anzeigen
    • 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
    • 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
  4. ca. 10 v. Chr. – 498ChattenungefährUm 10 v. Chr. wanderten wahrscheinlich die Chatten an die obere und mittlere Lahn ein; aus ihrem Namen entstand später der Name Hessen.
    4Beleg anzeigen
    • 4 „Der Ursprung des Stammes liegt bis heute weitestgehend im Dunkeln, nach neuestem Forschungs- und Kenntnisstand wanderten die Chatten als unbedeutender Kleinstamm um 10 v. Chr. in das Gebiet an der oberen und mittleren Lahn ein, wo sie zu Nachbarn der Sueben wurden, die die niederhessische Senke dominierten.“ – Wikipedia: Chatten
    • 4 „Unter Oberherrschaft der bereits ab 498 zum Christentum übergetretenen Franken kamen von Westen her in das Stammesgebiet der Chatten schon früh irische Missionare, die mit der Christianisierung begannen und erste Stützpunkte aufbauten.“ – Wikipedia: Chatten
    • 4 „Die linguistische Herleitung der Namenswandlung von Chatten zu Hessen verlief in mehreren Zwischenschritten: Chatti (ca. 100 n.“ – Wikipedia: Chatten
  5. ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
    5Beleg anzeigen
    • 5 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
    • 5 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
  6. ungefährOrtsname (germanisch)belegtDer Ortsname ist germanischen Ursprungs. Der Name leitet sich von einem fränkischen Königshof namens 'Geismar' ab.
    6Beleg anzeigen
    • 6 „Seit dem 9. Jahrhundert gehörte der 'Hof Geismar' zum Fränkischen Reich und nach einer Schenkung zum Erzbistum Mainz.“ – Wikipedia: Hofgeismar

Grenz-Zeitleiste

  1. 1082 – 1806
    Heiliges Römisches Reich

    Von 1082 bis 1806 gehörte Hofgeismar zum Heiligen Römischen Reich.

    7Beleg anzeigen
    • 7 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
    • 7 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
  2. 1082
    Ereignis

    Hofgeismar wird 1082 erstmals erwähnt.

    8Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 8 „In einer Urkunde des Mainzer Erzbischofs Siegfrid I. wird Hofgeismar im Jahre 1082 als Hovegeismari erwähnt.“ – Wikipedia: Hofgeismar
  3. 1223
    Ereignis

    Erzbischof Sigfried II. verlieh der Siedlung Stadtrechte.

    9Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 9 „Stadtrechte erhielt die Siedlung 'Hove Geismari' 1223 durch den Mainzer Erzbischof Sigfried II., nachdem sie sich bereits zum Mittelpunkt eines Kirchsprengels entwickelt hatte.“ – Wikipedia: Hofgeismar
  4. 1462
    Ereignis

    Hofgeismar musste eine mehrwöchige Belagerung durch Landgraf Ludwig II. von Hessen erdulden.

    10Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 10 „Während der Mainzer Stiftsfehde (1461–1463) musste Hofgeismar wegen seiner Loyalität zum vom Papst abgesetzten Erzbischof Diether von Isenburg 1462 eine mehrwöchige Belagerung durch den mit dem neuen Erzbischof Adolf von Nassau verbündeten Landgrafen Ludwig II. von Hessen erdulden“ – Wikipedia: Hofgeismar
  5. 1582
    Ereignis

    Der Merlauer Vertrag brachte Hofgeismar endgültig zur Landgrafschaft Hessen-Kassel.

    11Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 11 „Nach dem Merlauer Vertrag von 1582 zwischen Wilhelm IV. und dem neuen Mainzer Erzbischof Wolfgang von Dalberg gehörte Hofgeismar dann endgültig zur Landgrafschaft Hessen-Kassel.“ – Wikipedia: Hofgeismar
  6. 1635
    Ereignis

    Schwedische Truppen brandschatzten Hofgeismar.

    12Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 12 „Im Jahre 1635 brandschatzten schwedische Truppen Hofgeismar.“ – Wikipedia: Hofgeismar
  7. 1686
    Ereignis

    In Hofgeismar wurde eine französisch-reformierte Gemeinde gegründet.

    13Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 13 „In Hofgeismar wurde am 22. Februar 1686 eine französisch-reformierte Gemeinde gegründet.“ – Wikipedia: Hofgeismar
  8. 1807 – 1821

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  9. 1822 – 1866
    Hessen

    Von 1822 bis 1866 gehörte Hofgeismar zu Hessen.

    Quelle: GOV
  10. 1867 – 1870
    Preußen

    Von 1867 bis 1870 gehörte Hofgeismar zu Preußen.

    Quelle: GOV
  11. 1871 – 1945
    Deutsches Reich

    Von 1871 bis 1945 gehörte Hofgeismar zum Deutschen Reich.

    Quelle: GOV
  12. 1945 – 1949
    US-Besatzungszone

    Von 1945 bis 1949 gehörte Hofgeismar zur US-Besatzungszone.

    Quelle: GOV
  13. 1945
    Ereignis

    Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Hofgeismar lag in der US-Besatzungszone.

    14Beleg anzeigen
    • 14 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
    • 14 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
  14. 1949 – heute
    Bundesrepublik Deutschland

    Seit 1949 gehört Hofgeismar zur Bundesrepublik Deutschland.

    Quelle: GOV
  15. 1949
    Ereignis

    Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.

    15Beleg anzeigen
    • 15 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
    • 15 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik

Findbuch · Verweise

Weiter forschen

Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Hofgeismar liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.

Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek

5.030 Objekte zu „Hofgeismar“ laut DDB, die ersten 5:

Ortsname

GesichertSprachschicht: germanisch

Der Name leitet sich von einem fränkischen Königshof namens 'Geismar' ab.

16Beleg anzeigen
  • 16 „Seit dem 9. Jahrhundert gehörte der 'Hof Geismar' zum Fränkischen Reich und nach einer Schenkung zum Erzbistum Mainz.“ – Wikipedia: Hofgeismar

Siedlung

  • zweite Hälfte des 17. JahrhundertsGesichert

    Französische Glaubensflüchtlinge (Hugenotten und Waldenser)

    17Beleg anzeigen
    • 17 „Landgraf Karl siedelte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts auch in Hofgeismar französische Glaubensflüchtlinge (Hugenotten und Waldenser) an, die nach dem Edikt von Fontainebleau und der Aufhebung der Religionsfreiheit in Frankreich im Jahre 1685 ihre Heimat verlassen hatten.“ – Wikipedia: Hofgeismar

Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.

Ersterwähnung

Der Ort wird erstmals im Jahr 1082 erwähnt.

18Beleg anzeigen
  • 18 „In einer Urkunde des Mainzer Erzbischofs Siegfrid I. wird Hofgeismar im Jahre 1082 als Hovegeismari erwähnt.“ – Wikipedia: Hofgeismar

Das nächste runde Jubiläum: 2032 (950 Jahre).

Quellen dieser Akte (23 Quellen aus 8 Einrichtungen)

Aktenvermerk

Quellen dieser Akte

23 Quellen aus 8 Einrichtungen

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Für Hofgeismar ausgewertet: 23 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung (1082) belegt in Wikipedia: Hofgeismar.

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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Hofgeismar (CC BY-SA 4.0).

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Vorschau des Kartenblatts von Hofgeismar: oben der Stadtplan, unten Ortsname, Koordinaten und die Herrschaften des Ortes
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Der Stadtplan von Hofgeismar mit Gebäuden, Straßen und Gewässern aus echten OpenStreetMap-Daten. Darunter stehen Ortsname, Koordinaten und die Herrschaften aus der Ortsakte. Nichts davon ist KI-gezeichnet.

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