Hüngheim
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Franken.
Die große Zahl
Hüngheim gehörte zu 7 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 21 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 70 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Badener gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Badener
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-105272396
Auch bekannt alsHüngheim (Ravenstein), Hungheim
Heute: Ravenstein, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Hüngheim (Ravenstein). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Franken. Dort leben rund 398 Menschen (Stand 2020). Dein Ort Hüngheim liegt im fränkischen Reichskreis und wurde 1657 teilweise an die Berlichinger entlehnt. Dein Ort wurde 1971 zur Gemeinde Ravenstein zusammengeschlossen und erhielt 1974 Stadtrecht.
Lage
Lage: Ravenstein, Deutschland · 49,412° N, 9,519° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
4Beleg anzeigen
- 4 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 4 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 100 v. Chr. – 300Hermunduren (Elbgermanen)VermutungUm die Zeitenwende lebten in Thüringen vermutlich Hermunduren, ein elbgermanischer Stamm, der am Oberlauf der Elbe siedelte.
5Beleg anzeigen
- 5 „Die Hermunduren waren ein germanischer Volksstamm, der zur Gruppe der Elbgermanen (Herminonen) zählt und am Oberlauf der Elbe siedelte.“ – Wikipedia: Hermunduren
- 5 „In Thüringen wurden archäologische Funde elbgermanischer Provenienz, wie die von Fibeln, eisernen Waffen, Terrinen, Schalenurnen und rädchenverzierten Keramikteilen bislang zumeist als hermundurisch gedeutet.“ – Wikipedia: Hermunduren
- ca. 531 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährUm 531 eroberten die Franken das Thüringerreich; danach gehörte der Raum wahrscheinlich zu ihrem Reich.
6Beleg anzeigen
- 6 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- 6 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
Grenz-Zeitleiste
- 0 – 843Fränkisches ReichFränkisches Reich
Bis 843 gehörte Hüngheim zum Fränkischen Reich.
Quelle: Wikidata - 843 – 962OstfrankenreichOstfrankenreich
Von 843 bis 962 gehörte Hüngheim zum Ostfrankenreich.
Quelle: Wikidata - 962 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 962 bis 1806 gehörte Hüngheim zum Heiligen Römischen Reich.
Quelle: Wikidata - 1454EreignisEreignis
Hüngheim wird 1454 erstmals erwähnt.
Quelle: Wikidata P1249 - 1657EreignisEreignis
Die Würzburger Fürstbischöfe entlehnten Hüngheim teilweise an die Berlichinger.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „Die Herrschaft über Hüngheim und Merchingen hatten die Würzburger Fürstbischöfe inne, die ab 1657 mit dem Aussterben derer von Aschhausen im Mannesstamm das Heimfallrecht des Mannlehens nutzten, um Merchingen ganz und Hüngheim teilweise an die Berlichinger zu entlehnen.“ – Wikipedia: Ravenstein
- 1806 – 1870BadenBaden
Von 1806 bis 1870 gehörte Hüngheim zu Baden.
Quelle: GOV + Wikidata - 1806EreignisEreignis
Auf Initiative Napoleons entstand 1806 der Rheinbund, eine Konföderation deutscher Staaten. Diese Staaten traten aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches aus. Der Rheinbund brach 1813 nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig zusammen.
8Beleg anzeigen
- 8 „war eine auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon 1806 in Paris gebildete Konföderation deutscher Staaten, die mit der Gründung dieses Bündnisses aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches austraten.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 8 „Er brach nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zusammen.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 1814EreignisEreignis
Der Wiener Kongress dauerte vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815. Er ordnete nach der Niederlage Napoleons Europa neu und legte zahlreiche Grenzen neu fest.
9Beleg anzeigen
- 9 „Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 9 „legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Hüngheim zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949US-BesatzungszoneUS-Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Hüngheim zur US-Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Hüngheim lag in der US-Besatzungszone.
10Beleg anzeigen
- 10 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 10 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Hüngheim zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
11Beleg anzeigen
- 11 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 11 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1971EreignisEreignis
Hüngheim wurde in die Gemeinde Ravenstein eingegliedert.
12Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 12 „Im Rahmen der Kommunalen Gebietsreform wurde zunächst eine Gemeinde Ravenstein zum 1. Dezember 1971 aus der zuvor selbständigen Stadt Ballenberg und der Marktgemeinde Merchingen sowie den Gemeinden Erlenbach, Hüngheim, Oberwittstadt und Unterwittstadt gebildet.“ – Wikipedia: Ravenstein
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Hüngheim liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Hüngheim (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Hüngheim (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Hüngheim (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
721 Objekte zu „Hüngheim“ laut DDB, die ersten 5:
- Schulhausbau in Hüngheim (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Landesarchiv Baden-Württemberg
- Neubauer, Johann, Hüngheim (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Landesarchiv Baden-Württemberg
- Hüngheim, Wasserversorgung (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Landesarchiv Baden-Württemberg
- Hüngheim, Allgemeines (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Landesarchiv Baden-Württemberg
- Hüngheim, Wasserversorgung (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Landesarchiv Baden-Württemberg
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1454 erwähnt.
Das nächste runde Jubiläum: 2054 (600 Jahre).
Quellen dieser Akte (21 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
21 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Hüngheim ausgewertet: 21 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung (1454) belegt in Wikidata.
Archive
- Hüngheim: Imploration dasiger Gemeinde eine ihre Lehensherrschaft in Betreff eines der Frau von Aicholzheim schuldigen Capitals (1100, Landesarchiv Baden-Württemberg, CC0)
- Hüngheim, katholische Gemeinde: Standesbuch 1810-1839 (1810, Landesarchiv Baden-Württemberg, CC0)
- Hüngheim, israelitische Gemeinde: Standesbuch 1816-1859 (1816, Landesarchiv Baden-Württemberg, CC0)
Bibliotheken
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 1.204 Treffer bis 1950, älteste 1809 in „Großherzoglich badisches niederrheinisches Provinzialblatt“ (1809, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Großherzoglich badisches niederrheinisches Provinzialblatt“, 1809-09-20 (Badische Landesbibliothek) (1809, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q105272396: Hüngheim (CC0)
- GND 7823491-8: Hüngheim (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Ravenstein-Hüngheim, Hungen“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Hüngheim (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Ravenstein und 12 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Ravenstein (CC BY-SA 4.0).
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