Hüttersdorf
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer und Franken.
Die große Zahl
Seit 1798 gehörte Hüttersdorf zu 7 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 22 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 68 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Franzose gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Untertan des Saargebiets
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Ortsakte · Nr. GA-15115432
Auch bekannt alsHüttersdorf-Buprich
Heute: Schmelz, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Hüttersdorf (Schmelz). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer und Franken. Dort leben rund 4.131 Menschen (Stand 1939). Dein Ort Hüttersdorf entstand aus den zusammengewachsenen Dörfern Buprich und Hüttersdorf. Der Heimatforscher Lorenz Schmitt erforschte die ganze Geschichte deines Ortes.
Lage
Lage: Schmelz, Deutschland · 49,419° N, 6,843° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 58 – 50 v. Chr.Treverer (Kelten)ungefährIm Moselraum lebten wahrscheinlich die keltischen Treverer, die Caesar 58 v. Chr. erstmals nennt.
4Beleg anzeigen
- 4 „Erstmals werden die Treverer in historischen literarischen Quellen von Gaius Iulius Caesar für das Jahr 58 v. Chr. erwähnt.“ – Wikipedia: Treverer
- 4 „Zu ersten Begegnungen zwischen römischen Truppen und gallischen beziehungsweise germanischen Stämmen im Gebiet der späteren Provinz kam es um 50 v. Chr. während des Gallienfeldzuges von Gaius Iulius Caesar.“ – Wikipedia: Germania inferior
- ca. 13 v. Chr. – 455RömerungefährSeit etwa 13 v. Chr. stand das linke Rheinufer wahrscheinlich unter römischer Kontrolle; nach etwa 455 folgten Alamannen und Franken.
5Beleg anzeigen
- 5 „Mit den augusteischen Feldzügen ab 13/12 v. Chr. gelangten die linksrheinischen Gebiete unter römische Kontrolle.“ – Wikipedia: Germania superior
- 5 „Nach etwa 455 traten dann Alamannen und schließlich die merowingischen Franken die Nachfolge der römischen Herrschaft am Rhein an: Als Chlodwig I. um 482 seinem Vater als rex nachfolgte, wurde er formal zugleich administrator der Provinz Germania Prima, die sich dann schrittweise in fränkisches Kronland verwandeln sollte.“ – Wikipedia: Germania superior
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
6Beleg anzeigen
- 6 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 6 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
Grenz-Zeitleiste
- 1798 – 1814FrankreichFrankreich
Von 1798 bis 1814 gehörte Hüttersdorf zu Frankreich.
Quelle: GOV - 1816 – 1870PreußenPreußen
Von 1816 bis 1870 gehörte Hüttersdorf zu Preußen.
Quelle: GOV - 1871 – 1920Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1920 gehörte Hüttersdorf zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1920 – 1935SaargebietSaargebiet
Von 1920 bis 1935 gehörte Hüttersdorf zum Saargebiet.
7Beleg anzeigen
- 7 „bezeichnet das von 1920 bis 1935 vom Deutschen Reich abgetrennte Industriegebiet an der mittleren Saar.“ – Wikipedia: Saargebiet
- 7 „Die Volksabstimmung im Saargebiet fand am 13. Januar 1935 statt.“ – Wikipedia: Volksabstimmung im Saargebiet 1935
- 7 „Eine sehr deutliche Mehrheit von 90,7 % sprach sich für einen Anschluss an Deutschland aus“ – Wikipedia: Volksabstimmung im Saargebiet 1935
- 1920EreignisEreignis
Das Saargebiet war von 1920 bis 1935 vom Deutschen Reich abgetrennt. Am 13. Januar 1935 stimmten 90,7 Prozent für den Anschluss an Deutschland.
8Beleg anzeigen
- 8 „bezeichnet das von 1920 bis 1935 vom Deutschen Reich abgetrennte Industriegebiet an der mittleren Saar.“ – Wikipedia: Saargebiet
- 8 „Die Volksabstimmung im Saargebiet fand am 13. Januar 1935 statt.“ – Wikipedia: Volksabstimmung im Saargebiet 1935
- 8 „Eine sehr deutliche Mehrheit von 90,7 % sprach sich für einen Anschluss an Deutschland aus“ – Wikipedia: Volksabstimmung im Saargebiet 1935
- 1935 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1935 bis 1945 gehörte Hüttersdorf zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1946Französische BesatzungszoneFranzösische Besatzungszone
Von 1945 bis 1946 gehörte Hüttersdorf zur Französischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Hüttersdorf lag in der Französischen Besatzungszone.
9Beleg anzeigen
- 9 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 9 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1947 – 1956SaarlandSaarland
Von 1947 bis 1956 gehörte Hüttersdorf zum Saarland, einem französischen Protektorat.
10Beleg anzeigen
- 10 „Am 17. Dezember 1947 trennte es sich offiziell von Deutschland und wurde französisches Protektorat, was jedoch von den alliierten Besatzungsbehörden in Deutschland nicht anerkannt wurde; völkerrechtlich blieb das Saarland weiterhin Teil Deutschlands (in den Grenzen von 1937).“ – Wikipedia: Saarland 1947 bis 1956
- 10 „Von 1947 bis Ende 1956 war es im Rahmen der französischen Militärregierung des besetzten Deutschlands einer eigenen Behörde unterstellt“ – Wikipedia: Saarland 1947 bis 1956
- 10 „Nach dem Scheitern des Saarstatuts in der Volksabstimmung am 23. Oktober 1955 schlossen die Bundesrepublik Deutschland und Frankreich am 27. Oktober 1956 das Saarabkommen, demzufolge das Saarland zum 1. Januar 1957 der Bundesrepublik beitrat.“ – Wikipedia: Saarland 1947 bis 1956
- 1947EreignisEreignis
Am 17. Dezember 1947 trennte sich das Saarland von Deutschland und wurde ein französisches Protektorat; völkerrechtlich blieb es Teil Deutschlands. Am 1. Januar 1957 trat das Saarland der Bundesrepublik Deutschland bei.
11Beleg anzeigen
- 11 „Am 17. Dezember 1947 trennte es sich offiziell von Deutschland und wurde französisches Protektorat, was jedoch von den alliierten Besatzungsbehörden in Deutschland nicht anerkannt wurde; völkerrechtlich blieb das Saarland weiterhin Teil Deutschlands (in den Grenzen von 1937).“ – Wikipedia: Saarland 1947 bis 1956
- 11 „Von 1947 bis Ende 1956 war es im Rahmen der französischen Militärregierung des besetzten Deutschlands einer eigenen Behörde unterstellt“ – Wikipedia: Saarland 1947 bis 1956
- 11 „Nach dem Scheitern des Saarstatuts in der Volksabstimmung am 23. Oktober 1955 schlossen die Bundesrepublik Deutschland und Frankreich am 27. Oktober 1956 das Saarabkommen, demzufolge das Saarland zum 1. Januar 1957 der Bundesrepublik beitrat.“ – Wikipedia: Saarland 1947 bis 1956
- 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
12Beleg anzeigen
- 12 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 12 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1957 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1957 gehört Hüttersdorf zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1974EreignisEreignis
Am 1. Januar 1974 eingemeindete man Hüttersdorf in die Gemeinde Schmelz.
13Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 13 „Am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde Hüttersdorf in die Gemeinde Schmelz eingemeindet.“ – Wikipedia: Hüttersdorf
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Hüttersdorf liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Hüttersdorf (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Hüttersdorf (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Hüttersdorf (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
53 Objekte zu „Hüttersdorf“ laut DDB, die ersten 5:
- Kreis Saarlouis 10. Hüttersdorf - Buprich (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Archiv des Landschaftsverbands Rheinland
- Das Moselfränkische von Hüttersdorf (öffnet in neuem Tab) · Hochschulschrift · Deutsche Nationalbibliothek
- Zusammenlegung Hüttersdorf-Rupprich, Kreis Saarlouis (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Archiv des Landschaftsverbands Rheinland
- Hüttersdorf-Buprich (Kr. Saarlouis) (öffnet in neuem Tab) · Schrägluftaufnahme · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Hüttersdorf-Buprich (Kr. Saarlouis) (öffnet in neuem Tab) · Schrägluftaufnahme · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
Quellen dieser Akte (22 Quellen aus 5 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
22 Quellen aus 5 Einrichtungen
Für Hüttersdorf ausgewertet: 22 Quellen · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
Bibliotheken
- [6507] = 3528. Lebach (1907) (1907, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Hüttersdorf“: 4 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [6507] = 3528. Lebach (1929) (1929, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [6507] = 3528. Lebach (1933) (1933, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [6507] = 3528. Lebach (1936) (1936, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 770 Treffer bis 1950, älteste 1794 in „Regensburgisches Diarium oder wöchentliche Frag- und Anzeige-Nachrichten“ (1794, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Regensburgisches Diarium oder wöchentliche Frag- und Anzeige-Nachrichten“, 1794-03-18 (Bayerische Staatsbibliothek) (1794, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Hüttersdorf (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Hüttersdorf und 13 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Hüttersdorf (CC BY-SA 4.0).
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