Junkersdorf
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer und Franken.
Die große Zahl
Seit 962 gehörte Junkersdorf zu 6 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 18 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Franzose gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0766190
Auch bekannt alsKöln-Junkersdorf, K-306, Cologne-Junkersdorf
Heute: Lindenthal, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Junkersdorf (Lindenthal). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer und Franken. Dein Ort liegt im linksrheinischen Westen von Köln im Stadtbezirk Lindenthal. Dein Ort wurde bereits 898 erstmals urkundlich erwähnt, als König Zwentibold ein Gut hierher schenkte. Dein Ort war bis 1794 eine freie Herrschaft im Erzstift Köln und bewahrt noch heute Höfe aus dieser Zeit.
Lage
Lage: Lindenthal, Deutschland · 50,932° N, 6,857° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
1Beleg anzeigen
- 1 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 1 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 13 v. Chr. – 455RömerungefährSeit etwa 13 v. Chr. stand das linke Rheinufer wahrscheinlich unter römischer Kontrolle; nach etwa 455 folgten Alamannen und Franken.
2Beleg anzeigen
- 2 „Mit den augusteischen Feldzügen ab 13/12 v. Chr. gelangten die linksrheinischen Gebiete unter römische Kontrolle.“ – Wikipedia: Germania superior
- 2 „Nach etwa 455 traten dann Alamannen und schließlich die merowingischen Franken die Nachfolge der römischen Herrschaft am Rhein an: Als Chlodwig I. um 482 seinem Vater als rex nachfolgte, wurde er formal zugleich administrator der Provinz Germania Prima, die sich dann schrittweise in fränkisches Kronland verwandeln sollte.“ – Wikipedia: Germania superior
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
3Beleg anzeigen
- 3 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 3 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
Grenz-Zeitleiste
- 898 – 961keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 898EreignisEreignis
Junkersdorf wird 898 erstmals erwähnt.
4Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 4 „Die erste urkundliche Erwähnung von Junkersdorf kann auf 898 datiert werden.“ – Wikipedia: Junkersdorf (Köln)
- 962 – 1798Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 962 bis 1798 gehörte Junkersdorf zum Heiligen Römischen Reich.
5Beleg anzeigen
- 5 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 5 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 962EreignisEreignis
Otto I. ließ sich am 2. Februar 962 in Rom zum Kaiser krönen. Das Reich erlosch am 6. August 1806, als Kaiser Franz II. die Reichskrone niederlegte.
6Beleg anzeigen
- 6 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 6 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1586EreignisEreignis
Im Jahr 1586 kam es zum Massaker von Junkersdorf, das das ganze Reich erschütterte.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „Im Jahr 1586 kam es zum Massaker von Junkersdorf, das das ganze Reich erschütterte.“ – Wikipedia: Junkersdorf (Köln)
- 1636EreignisEreignis
Archivale zu Junkersdorf: „Heinr. v. d. Birgel (Bürgel) zum Balken, Bekl. gegen Kaspar v. Wyhe zu Junkersdorf, Kl. Streit“.
8Beleg (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen) anzeigen
- 8 „Heinr. v. d. Birgel (Bürgel) zum Balken, Bekl. gegen Kaspar v. Wyhe zu Junkersdorf, Kl. Streit (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen), Laufzeit ab 1636“ – DDB: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- 1794EreignisEreignis
Die französische Inbesitznahme beendete die freie Herrschaft Junkersdorf im Erzstift Köln.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war die durch ihre Höfe geprägte "Herrlichkeit Junkersdorf" eine freie Herrschaft im Erzstift Köln, die erst nach der französischen Inbesitznahme (1794) beendet wurde.“ – Wikipedia: Junkersdorf (Köln)
- 1798 – 1814FrankreichFrankreich
Von 1798 bis 1814 gehörte Junkersdorf zu Frankreich.
Quelle: GOV - 1815EreignisEreignis
Nach 1815 kam Junkersdorf zu Preußen und gehörte zur Gemeinde Lövenich im Landkreis Köln.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Nach 1815 kam Junkersdorf zu Preußen und gehörte zur Gemeinde Lövenich im Landkreis Köln.“ – Wikipedia: Junkersdorf (Köln)
- 1816 – 1870PreußenPreußen
Von 1816 bis 1870 gehörte Junkersdorf zu Preußen.
Quelle: GOV - 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Junkersdorf zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt in Deutschland. Sie teilten Deutschland in Besatzungszonen. Junkersdorf lag in der Britischen Besatzungszone.
11Beleg anzeigen
- 11 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 11 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1946 – 1949Britische BesatzungszoneBritische Besatzungszone
Von 1946 bis 1949 gehörte Junkersdorf zur Britischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Junkersdorf zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
12Beleg anzeigen
- 12 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 12 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1975EreignisEreignis
1975 wurde Junkersdorf in die Stadt Köln eingemeindet.
13Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 13 „1975 wurde Junkersdorf in die Stadt Köln eingemeindet.“ – Wikipedia: Junkersdorf (Köln)
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Junkersdorf liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Junkersdorf (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Junkersdorf (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Junkersdorf (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
695 Objekte zu „Junkersdorf“ laut DDB, die ersten 5:
- Eberhard Junkersdorf (öffnet in neuem Tab) · Porträt · DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum e.V.
- Eberhard Junkersdorf (öffnet in neuem Tab) · Porträt · DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum e.V.
- Eberhard Junkersdorf (öffnet in neuem Tab) · Porträt · DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum e.V.
- Eberhard Junkersdorf (öffnet in neuem Tab) · Porträt · DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum e.V.
- Eberhard Junkersdorf (öffnet in neuem Tab) · Porträt · DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum e.V.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 898 erwähnt.
14Beleg anzeigen
- 14 „Die erste urkundliche Erwähnung von Junkersdorf kann auf 898 datiert werden.“ – Wikipedia: Junkersdorf (Köln)
Das nächste runde Jubiläum: 2048 (1.150 Jahre).
Historische Ansichten
(Bildseite öffnet in neuem Tab)
Moord te Junkersdorf, 1586 · Rijksmuseum · gemeinfrei
Quellen dieser Akte (18 Quellen aus 7 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
18 Quellen aus 7 Einrichtungen
Für Junkersdorf ausgewertet: 18 Quellen · 1 Archivfund · 1 historische Ansicht · Ersterwähnung (898) belegt in Wikipedia: Junkersdorf (Köln).
Archive
- Heinr. v. d. Birgel (Bürgel) zum Balken, Bekl. gegen Kaspar v. Wyhe zu Junkersdorf, Kl. Streit (1636, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen, CC0)
Bibliotheken
- [2908] : Lfg. 209. Cöln / geologisch und agronomisch bearb. durch P. Assmann u. G. Fliegel (1916) (1916, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Junkersdorf“: 4 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Erl.; Cöln : Lfg. 209 = Nr. 4 (1917) (1917, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5007] = 2908. Köln (1920) (1920, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 2908 : Lfg. 283 = Lfg. 209 der 1. Aufl. Köln / überarb. durch G. Fliegel (1930) (1930, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 8.209 Treffer bis 1950, älteste 1762 in „Regensburgisches Diarium oder wöchentliche Frag- und Anzeige-Nachrichten“ (1762, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Regensburgisches Diarium oder wöchentliche Frag- und Anzeige-Nachrichten“, 1762-11-23 (Bayerische Staatsbibliothek) (1762, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Junkersdorf (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Junkersdorf (Köln) und 7 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
Historische Ansichten
- Moord te Junkersdorf, 1586 (europeana.eu, gemeinfrei)„Quelle: Europeana“
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Junkersdorf_(Köln) (CC BY-SA 4.0).
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