Karpacz
Das Überraschende
Krummhübel hatte um 1840 eine Gilde der Laboranten mit 18 Mitgliedern und 27 im Gebirge.
Die große Zahl
Seit 1599 gehörte Karpacz zu 4 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 16 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Preuße gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0606126
Auch bekannt alsKrummhübel, Krummahiebel, Karpač, Круммхюбель, Карпач, Karpacai
Heute: Powiat Karkonosze, Polen
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Karpacz (Powiat Karkonosze). Dort leben rund 4.457 Menschen (Stand 2021). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Silinger, später Slawen. Dein Ort war vor dem Ende des 19. Jahrhunderts ein Hauptsitz professioneller Sammler von Heilpflanzen. Dein Ort gewann nach 1989 als internationales Touristikzentrum an Bedeutung.
Lage
Lage: Powiat Karkonosze, Polen · 50,767° N, 15,75° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- bis ca. 500SilingerungefährBis zum Abzug oder Untergang der Silinger im 5. Jahrhundert lebten in Schlesien wahrscheinlich Silinger.
1Beleg anzeigen
- 1 „Nach dem Abzug oder Untergang der Silinger im Zuge der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert besiedelten nach 500 westslawische Stämme aus dem Osten Schlesien erneut, von denen die Namen der Golensizen, Opolanen, Slensanen, Dedosizen, Trebowanen und Boboranen überliefert sind.“ – Wikipedia: Schlesien
- ab ca. 500Westslawische Stämme (Slensanen, Opolanen u. a.)ungefährNach 500 besiedelten wahrscheinlich westslawische Stämme Schlesien erneut, von denen die Slensanen und Opolanen bekannt sind.
2Beleg anzeigen
- 2 „Nach dem Abzug oder Untergang der Silinger im Zuge der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert besiedelten nach 500 westslawische Stämme aus dem Osten Schlesien erneut, von denen die Namen der Golensizen, Opolanen, Slensanen, Dedosizen, Trebowanen und Boboranen überliefert sind.“ – Wikipedia: Schlesien
- ca. 880 – 906Mährerreich und PřemyslidenungefährUm 880 wurde Schlesien wahrscheinlich dem Mährerreich angeschlossen; nach 906 dehnten die Přemysliden ihre Macht aus.
3Beleg anzeigen
- 3 „Im Jahr 880 (nach manchen Quellen auch vor 879) wurde ganz Schlesien von Svatopluk I. dem Mährerreich angeschlossen, was unter anderem von Gerard Labuda und Idzi Panic bestritten wurde.“ – Wikipedia: Schlesien
- 3 „Mit dem Zerfall dieses Reiches nach 906 dehnten die Přemysliden ihre Macht auch über Schlesien aus.“ – Wikipedia: Schlesien
Grenz-Zeitleiste
- 1599 – 1742Königreich BöhmenKönigreich Böhmen
Von 1599 bis 1742 gehörte Karpacz zur Krone Böhmen; ab 1526 regierten dort die Habsburger.
4Beleg anzeigen
- 4 „Am 6. Januar 1327 übertrug der Breslauer Herzog Heinrich VI. sein Gebiet an Böhmen, im selben Jahr folgten die restlichen oberschlesischen Teilherzogtümer und 1329 die Herzöge von Liegnitz, Brieg, Oels, Sagan und Steinau.“ – Wikipedia: Schlesien
- 4 „Von 1526 bis 1742 waren Habsburger als Könige von Böhmen zugleich Herzöge von Schlesien.“ – Wikipedia: Schlesien
- 1599EreignisEreignis
Karpacz wird 1599 erstmals erwähnt.
5Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 5 „Karpacz (deutsch Krummhübel) wurde erstmals 1599 als Blei- und Eisenmine für den Bergbau erwähnt.“ – Wikipedia: Karpacz
- 1742 – 1870PreußenPreußen
Von 1742 bis 1870 gehörte Karpacz zu Preußen.
6Beleg anzeigen
- 6 „Nach dem Ersten Schlesischen Krieg wurde im Vorfrieden von Breslau (1742) vereinbart, dass Österreich Nieder- und Oberschlesien bis zur Oppa sowie die böhmische Grafschaft Glatz an Preußen abzutreten hatte.“ – Wikipedia: Schlesien
- 6 „Mit der Annexion Schlesiens begründete Friedrich II. die Großmachtstellung Preußens in Europa.“ – Wikipedia: Schlesien
- 6 „Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel das Herzogtum Oppeln 1742 wie der größte Teil Schlesiens an Preußen und gehörte verwaltungsmäßig ab 1815 zur Provinz Schlesien.“ – Wikipedia: Herzogtum Oppeln
- 1742EreignisEreignis
1742 trat Österreich nach dem Ersten Schlesischen Krieg den größten Teil Schlesiens an Preußen ab. Mit der Annexion Schlesiens begründete Friedrich II. die Großmachtstellung Preußens.
7Beleg anzeigen
- 7 „Nach dem Ersten Schlesischen Krieg wurde im Vorfrieden von Breslau (1742) vereinbart, dass Österreich Nieder- und Oberschlesien bis zur Oppa sowie die böhmische Grafschaft Glatz an Preußen abzutreten hatte.“ – Wikipedia: Schlesien
- 7 „Mit der Annexion Schlesiens begründete Friedrich II. die Großmachtstellung Preußens in Europa.“ – Wikipedia: Schlesien
- 7 „Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel das Herzogtum Oppeln 1742 wie der größte Teil Schlesiens an Preußen und gehörte verwaltungsmäßig ab 1815 zur Provinz Schlesien.“ – Wikipedia: Herzogtum Oppeln
- 1871 – 1941Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1941 gehörte Karpacz zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1942 – 1944keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1945 – heutePolenPolen
Seit 1945 gehört Karpacz zu Polen.
8Beleg anzeigen
- 8 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 8 „Sie war eine Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Kriegsverbrechen in Ostmitteleuropa und Südosteuropa während der Zeit des Nationalsozialismus und der Gebietsverluste des Deutschen Reiches, die die Siegermächte (USA, Sowjetunion, Großbritannien) auf der Potsdamer Konferenz 1945 festlegten.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 8 „Sie betraf rund 12 bis 14 Millionen Deutsche in den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 8 „in den Jahren 1945 bis 1950 umfasste große Teile der dort ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 1945EreignisEreignis
Das Deutsche Reich hatte 1939 den Zweiten Weltkrieg begonnen. Die Siegermächte legten 1945 auf der Potsdamer Konferenz die Gebietsverluste des Deutschen Reiches im Osten fest. Es folgten Flucht und Vertreibung von rund 12 bis 14 Millionen Deutschen bis 1950. Karpacz liegt seitdem in Polen.
9Beleg anzeigen
- 9 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 9 „Sie war eine Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Kriegsverbrechen in Ostmitteleuropa und Südosteuropa während der Zeit des Nationalsozialismus und der Gebietsverluste des Deutschen Reiches, die die Siegermächte (USA, Sowjetunion, Großbritannien) auf der Potsdamer Konferenz 1945 festlegten.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 9 „Sie betraf rund 12 bis 14 Millionen Deutsche in den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 9 „in den Jahren 1945 bis 1950 umfasste große Teile der dort ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 1990EreignisEreignis
Am 14. November 1990 bestätigten Deutschland und Polen im Grenzvertrag die gemeinsame Grenze.
10Beleg anzeigen
- 10 „am 14. November 1990 zwischen Deutschland und Polen geschlossener völkerrechtlicher Vertrag, der die Unverletzlichkeit der Staatsgrenze garantiert“ – Wikipedia: Deutsch-polnischer Grenzvertrag
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Karpacz liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Karpacz (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Karpacz (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Karpacz (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
225 Objekte zu „Karpacz“ laut DDB, die ersten 5:
- Karpacz. Stadtteilansicht mit Erholungsheimen (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Karpacz für Aktive (öffnet in neuem Tab) · Deutsche Nationalbibliothek
- Krummhübel (heute Karpacz / Polen). Talsperre (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Karpacz. Stabkirche Wang mit Friedhof (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Empfangsgebäude : Krumhübel/Karpacz (PL), Bahnhof, Empfang (öffnet in neuem Tab) · Bilddokument · Deutsche Fotothek
Siedlung
- Mitte 16. JahrhundertGesichert
Holzarbeiter
11Beleg anzeigen
- 11 „Um die Mitte des 16. Jahrhunderts entstand um das Bergwerk eine Holzarbeitersiedlung, für die 1599 „25 Possessionen, worunter 2 Handwerker und 1 Barbier“ belegt sind.“ – Wikipedia: Karpacz
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1599 erwähnt.
12Beleg anzeigen
- 12 „Karpacz (deutsch Krummhübel) wurde erstmals 1599 als Blei- und Eisenmine für den Bergbau erwähnt.“ – Wikipedia: Karpacz
Das nächste runde Jubiläum: 2049 (450 Jahre).
Quellen dieser Akte (16 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
16 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Karpacz ausgewertet: 16 Quellen · Ersterwähnung (1599) belegt in Wikipedia: Karpacz.
Bibliotheken
- 447. Hirschberg in Schl.; [Ausg. D] (1906) (1906, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Karpacz“: 16 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- 447. Hirschberg in Schl.; [Ausg. D] (1911) (1911, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5260] = 3070. Krummhübel (1911) (1911, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5260] = 3070. Krummhübel (1911) (1911, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- T. 2. Schneekoppengebiet (1919) (1919, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 7 Treffer bis 1950, älteste 1949 in „Badische Neueste Nachrichten“ (1949, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Badische Neueste Nachrichten“, 1949-01-11 (Badische Landesbibliothek) (1949, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
- Führer für Krummhübel und Umgegend (1899) (1899, The National Library of Poland, gemeinfrei)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Karpacz (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Karpacz und 5 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Karpacz (CC BY-SA 4.0).
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