Kelberg
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer und Franken.
Die große Zahl
Seit 1195 gehörte Kelberg zu 5 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 21 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
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Ortsakte · Nr. GA-0552009
Auch bekannt alsHünerbach, Кельберг
Heute: Landkreis Vulkaneifel, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Kelberg (Landkreis Vulkaneifel). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer und Franken. Dort leben rund 1.891 Menschen (Stand 2025). Dein Ort Kelberg liegt in der Vulkaneifel und ist staatlich anerkannter Luftkurort. Der Hochkelberg, einer der höchsten Berge der Eifel, barg römische Siedlungsspuren. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten alliierte Jagdbomber am 16. Januar 1945 zwei Drittel des Ortskerns.
Lage
Lage: Landkreis Vulkaneifel, Deutschland · 50,288° N, 6,921° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 58 – 50 v. Chr.Treverer (Kelten)ungefährIm Moselraum lebten wahrscheinlich die keltischen Treverer, die Caesar 58 v. Chr. erstmals nennt.
4Beleg anzeigen
- 4 „Erstmals werden die Treverer in historischen literarischen Quellen von Gaius Iulius Caesar für das Jahr 58 v. Chr. erwähnt.“ – Wikipedia: Treverer
- 4 „Zu ersten Begegnungen zwischen römischen Truppen und gallischen beziehungsweise germanischen Stämmen im Gebiet der späteren Provinz kam es um 50 v. Chr. während des Gallienfeldzuges von Gaius Iulius Caesar.“ – Wikipedia: Germania inferior
- ca. 50 v. Chr. – 455RömerbelegtRömer besiedelten das Gebiet um Kelberg, was Funde auf dem Hochkelberg belegen.
5Beleg anzeigen
- 5 „Doch schon vorher war das Gebiet um Kelberg von Römern besiedelt, was Funde auf dem Hochkelberg, einem der höchsten Berge der Eifel, belegen.“ – Wikipedia: Kelberg
- 5 „Mit den augusteischen Feldzügen ab 13/12 v. Chr. gelangten die linksrheinischen Gebiete unter römische Kontrolle.“ – Wikipedia: Germania superior
- 5 „Nach etwa 455 traten dann Alamannen und schließlich die merowingischen Franken die Nachfolge der römischen Herrschaft am Rhein an: Als Chlodwig I. um 482 seinem Vater als rex nachfolgte, wurde er formal zugleich administrator der Provinz Germania Prima, die sich dann schrittweise in fränkisches Kronland verwandeln sollte.“ – Wikipedia: Germania superior
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
6Beleg anzeigen
- 6 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 6 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
Grenz-Zeitleiste
- 1195 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1195 bis 1806 gehörte Kelberg zum Heiligen Römischen Reich.
7Beleg anzeigen
- 7 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 7 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1195EreignisEreignis
Der Trierer Erzbischof Johann I. erwarb das Allod zu Kelberg von Graf Theoderich von Hoyenstaeden.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde Kelberg im Jahr 1195, als der Trierer Erzbischof Johann I. von dem Grafen Theoderich von Hoyenstaeden dessen Allod zu Kelberg erwarb.“ – Wikipedia: Kelberg
- 1195EreignisEreignis
Kelberg wird 1195 erstmals erwähnt.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde Kelberg im Jahr 1195, als der Trierer Erzbischof Johann I. von dem Grafen Theoderich von Hoyenstaeden dessen Allod zu Kelberg erwarb.“ – Wikipedia: Kelberg
- 1215EreignisEreignis
Eberhard von Aremberg und Adelheid von Freusburg schenkten Güter zu Kelberg zur Gründung des Klosters Marienstatt.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Am 25. Juni 1215 wurden Güter zu Kelberg von den Eheleuten Eberhard von Aremberg und Adelheid von Freusburg an den Abt Heinrich von Heisterbach zur Gründung des Klosters Marienstatt geschenkt.“ – Wikipedia: Kelberg
- 1798EreignisEreignis
Französische Revolutionstruppen nahmen das Linke Rheinufer in Besitz; Kelberg wurde Sitz des Maire der Mairie Kelberg.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Nach der Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen war Kelberg von 1798 bis 1814 Sitz des Maire (Bürgermeister) der Mairie Kelberg im Kanton Ulmen im Rhein-Mosel-Departement des Arrondissement Bonn.“ – Wikipedia: Kelberg
- 1807 – 1815keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1816 – 1870PreußenPreußen
Von 1816 bis 1870 gehörte Kelberg zu Preußen.
Quelle: GOV - 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Kelberg zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1927EreignisEreignis
Die Bürgermeisterei Kelberg wurde in Amt Kelberg umbenannt.
12Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 12 „1927 wurde die Bürgermeisterei Kelberg in Amt Kelberg umbenannt.“ – Wikipedia: Kelberg
- 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Kelberg lag in der Französischen Besatzungszone.
13Beleg anzeigen
- 13 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1946 – 1949Französische BesatzungszoneFranzösische Besatzungszone
Von 1946 bis 1949 gehörte Kelberg zur Französischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Kelberg zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
14Beleg anzeigen
- 14 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 14 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1970EreignisEreignis
Die Gemeinden Hünerbach, Köttelbach, Rothenbach und Zermüllen wurden nach Kelberg eingemeindet.
15Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 15 „Am 1. Januar 1970 wurden die vier bis dahin selbständigen Gemeinden Hünerbach (82 Einwohner), Köttelbach (146 E.), Rothenbach (127 E.) und Zermüllen (182 E.) nach Kelberg eingemeindet.“ – Wikipedia: Kelberg
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Kelberg liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Kelberg (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Kelberg (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Kelberg (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
173 Objekte zu „Kelberg“ laut DDB, die ersten 5:
- Geschichten rund um Kelberg : 100 Jahre Eifelverein Ortsgruppe Kelberg ; 1888 - 1988 (öffnet in neuem Tab) · Deutsche Nationalbibliothek
- Meßtischblatt 3316 : Kelberg, 1895 : Kelberg. - Aufn. 1893. - 1:25000. - [Berlin]: Kgl. Preuss. Landesaufnahme, 1895. - 1 Kt. (öffnet in neuem Tab) · Druck · Deutsche Fotothek
- Aufnahme der Straße Cochem - Kelberg unter die Bezirksstraßen (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Archiv des Landschaftsverbands Rheinland
- 144 Kelberg (öffnet in neuem Tab) · Karte / Plan · Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland
- 5707 Kelberg (öffnet in neuem Tab) · Karte / Plan · Bundesarchiv
Siedlung
- RömerzeitGesichert
Römer
16Beleg anzeigen
- 16 „Doch schon vorher war das Gebiet um Kelberg von Römern besiedelt, was Funde auf dem Hochkelberg, einem der höchsten Berge der Eifel, belegen.“ – Wikipedia: Kelberg
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1195 erwähnt.
17Beleg anzeigen
- 17 „Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde Kelberg im Jahr 1195, als der Trierer Erzbischof Johann I. von dem Grafen Theoderich von Hoyenstaeden dessen Allod zu Kelberg erwarb.“ – Wikipedia: Kelberg
Das nächste runde Jubiläum: 2045 (850 Jahre).
Quellen dieser Akte (21 Quellen aus 5 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
21 Quellen aus 5 Einrichtungen
Für Kelberg ausgewertet: 21 Quellen · Ersterwähnung (1195) belegt in Wikipedia: Kelberg.
Bibliotheken
- [5707] = 3316. Kelberg (1895) (1895, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Kelberg“: 5 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [5707] = 3316. Kelberg (1910) (1910, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5707] = 3316. Kelberg (1910) (1910, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Nr. 8903. Kelberg (1914) (1914, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 5707. Kelberg (1953) (1953, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 11.101 Treffer bis 1950, älteste 1750 in „Hamburger Relations-Courier“ (1750, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Hamburger Relations-Courier“, 1750-05-07 (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky) (1750, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Kelberg (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Kelberg und 11 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Kelberg (CC BY-SA 4.0).
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