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GrenzArchiv
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Kemberg

Auf einen Blick

Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen.

Die große Zahl

Seit 1346 gehörte Kemberg zu 7 verschiedenen Herrschaften.

Belegt mit 25 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen

Mehr als 70 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.

Zeitreise

Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).

  • Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
  • Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
  • Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen

Ortsakte · Nr. GA-0534792

Auch bekannt alsКемберг

Heute: Landkreis Wittenberg, Deutschland

Die Kurzfassung

Dein Ort ist Kemberg (Landkreis Wittenberg). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dort leben rund 9.089 Menschen (Stand 2025). Dein Ort Kemberg liegt im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt. Dein Ort war Sitz einer Verwaltungsgemeinschaft.

Lage

Lage: Landkreis Wittenberg, Deutschland · 51,774° N, 12,636° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)

Vor der ersten Erwähnung – ungefähr

  1. ca. 600 v. Chr. – 0Jastorf-Kultur (Vorläufer der Elbgermanen)ungefährVon etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Gebiet der Jastorf-Kultur, der Vorgängerin der Elbgermanen.
    1Beleg anzeigen
    • 1 „Die Jastorf-Kultur ist eine nordmitteleuropäische archäologische Kulturgruppe aus der Zeit von etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende (vorrömische Eisenzeit), die als Vorgängerkultur der Elbgermanen angesehen wird.“ – Wikipedia: Jastorf-Kultur
  2. ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
    2Beleg anzeigen
    • 2 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
    • 2 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
  3. ca. 700 – 1150Slawen (östlich von Elbe und Saale)ungefährAb etwa 700 siedelten östlich von Elbe und Saale wahrscheinlich slawische Gruppen; bis etwa 1150 erfolgte die Eroberung dieses Landes.
    3Beleg anzeigen
    • 3 „Da nur vereinzelte dendrochronologische Daten bis in die Zeit vor 700 zurückreichen, ist von einem eher zurückhaltenden Beginn der slawischen Landnahme am Ende des 7.“ – Wikipedia: Obotriten
    • 3 „Entsprechend formulierte Fritze 1980: Als Germania Slavica bezeichnen wir „den Bereich der mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung in den slawisch besiedelten Gebieten östlich von Elbe und Saale, soweit er sprachlich germanisiert worden ist“.“ – Wikipedia: Germania Slavica
    • 3 „In den Regionen zwischen Elbe und Oder sowie im Baltikum trug der Prozess gerade zu Anfang bis etwa 1150 Züge einer Eroberung und gewaltsamen Missionierung; andernorts zeichnete sich durch die Initiative einheimischer Grundherren eine eher friedliche Besiedlung ab.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
  4. ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
    4Beleg anzeigen
    • 4 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
    • 4 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung

Grenz-Zeitleiste

  1. 1240
    Ereignis

    Archivale zu Kemberg: „Die 1240 fl., welche die Kirche zu Kemberg auf Trebitz stehen hat“.

    5Beleg (Archiv der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) anzeigen
    • 5 „Die 1240 fl., welche die Kirche zu Kemberg auf Trebitz stehen hat (Archiv der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Laufzeit ab 1240“ – DDB: Archiv der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  2. 1346 – 1423
    Markgrafschaft Meißen

    Von 1346 bis 1423 gehörte Kemberg zur Markgrafschaft Meißen.

    6Beleg anzeigen
    • 6 „Die Mark wurde im 10. Jahrhundert gegründet, stand ab 1089 unter der wettinischen Herrschaft, und ging 1423 (durch kaiserliche Belehnung Friedrichs des Streitbaren für seinen Einsatz gegen die Hussiten) im Kurfürstentum Sachsen auf.“ – Wikipedia: Markgrafschaft Meißen
  3. 1423 – 1806
    Sachsen

    Von 1423 bis 1806 gehörte Kemberg zu Sachsen.

    7Beleg anzeigen
    • 7 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 7 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
  4. 1423
    Ereignis

    1423 verlieh König Sigismund den Wettiner Markgrafen von Meißen das Kurfürstentum Sachsen. Die Albertiner blieben bis zur Auflösung des Reiches 1806 Kurfürsten.

    8Beleg anzeigen
    • 8 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 8 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
  5. 1429
    Ereignis

    Kemberg wurde im Zuge der Hussitenkriege gebrandschatzt.

    9Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 9 „Um 1429 wurde Kemberg im Zuge der Hussitenkriege gebrandschatzt.“ – Wikipedia: Kemberg
  6. 1482
    Ereignis

    Der Rat der Stadt erwarb die Niedergerichte.

    10Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 10 „Der Rat der Stadt erwarb 1482 die Niedergerichte, im Jahr 1703 die Obergerichte.“ – Wikipedia: Kemberg
  7. 1522
    Ereignis

    Kemberg schloss sich der Reformation an.

    11Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 11 „1522 schloss sich Kemberg der Reformation an, nachdem bereits 1518 mit Bartholomäus Bernhardi ein Freund von Martin Luther Pastor und Propst geworden war, der 1521 als erster evangelischer Geistlicher geheiratet hatte.“ – Wikipedia: Kemberg
  8. 1604
    Ereignis

    Archivale zu Kemberg: „Stammbucheintrag Jerem[ias] Spiegelius, Mag., Propst und Superintendent in Kemberg (neu S. 417). - Oberteil mit alter“.

    12Beleg (Niedersächsisches Landesarchiv) anzeigen
    • 12 „Stammbucheintrag Jerem[ias] Spiegelius, Mag., Propst und Superintendent in Kemberg (neu S. 417). - Oberteil mit alter (Niedersächsisches Landesarchiv), Laufzeit ab 1604“ – DDB: Niedersächsisches Landesarchiv
  9. 1627
    Ereignis

    Archivale zu Kemberg: „Stammbucheintrag Martinus Rittorf aus Kemberg Immatrikuliert Wittenberg 1627, später Kantor an der Fürstenschule Grimma lat. Wittenberg“.

    13Beleg (Niedersächsisches Landesarchiv) anzeigen
    • 13 „Stammbucheintrag Martinus Rittorf aus Kemberg Immatrikuliert Wittenberg 1627, später Kantor an der Fürstenschule Grimma lat. Wittenberg (Niedersächsisches Landesarchiv), Laufzeit ab 1627“ – DDB: Niedersächsisches Landesarchiv
  10. 1807 – 1815

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  11. 1815
    Ereignis

    Preußen erhielt Kemberg vom Königreich Sachsen.

    14Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 14 „1815 kam Kemberg vom Königreich Sachsen zu Preußen und gehört seitdem zum Landkreis Wittenberg (1945–1952 im Land Sachsen-Anhalt, 1952–1990 im DDR-Bezirk Halle und seitdem wieder im Land Sachsen-Anhalt).“ – Wikipedia: Kemberg
  12. 1816 – 1870
    Preußen

    Von 1816 bis 1870 gehörte Kemberg zu Preußen.

    Quelle: GOV
  13. 1871 – 1944
    Deutsches Reich

    Von 1871 bis 1944 gehörte Kemberg zum Deutschen Reich.

    Quelle: GOV
  14. 1945 – 1949
    Sowjetische Besatzungszone

    Von 1945 bis 1949 gehörte Kemberg zur Sowjetischen Besatzungszone.

    Quelle: GOV
  15. 1945
    Ereignis

    Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Kemberg lag in der Sowjetischen Besatzungszone.

    15Beleg anzeigen
    • 15 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
    • 15 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
  16. 1949 – 1990
    DDR

    Von 1949 bis 1990 gehörte Kemberg zu DDR.

    Quelle: GOV
  17. 1949
    Ereignis

    Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.

    16Beleg anzeigen
    • 16 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
    • 16 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
  18. 1990 – heute
    Bundesrepublik Deutschland

    Seit 1990 gehört Kemberg zur Bundesrepublik Deutschland.

    Quelle: GOV

Findbuch · Verweise

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Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek

8.392 Objekte zu „Kemberg“ laut DDB, die ersten 5:

Ersterwähnung

Der Ort wird erstmals im Jahr 1346 erwähnt.

17Beleg anzeigen
  • 17 „Aus dem Jahr 1346 stammt die älteste urkundliche Erwähnung als Stadt.“ – Wikipedia: Kemberg

Das nächste runde Jubiläum: 2046 (700 Jahre).

Quellen dieser Akte (25 Quellen aus 9 Einrichtungen)

Aktenvermerk

Quellen dieser Akte

25 Quellen aus 9 Einrichtungen

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Für Kemberg ausgewertet: 25 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung (1346) belegt in Wikipedia: Kemberg.

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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Kemberg (CC BY-SA 4.0).

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Der Stadtplan von Kemberg mit Gebäuden, Straßen und Gewässern aus echten OpenStreetMap-Daten. Darunter stehen Ortsname, Koordinaten und die Herrschaften aus der Ortsakte. Nichts davon ist KI-gezeichnet.

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