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GrenzArchiv
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Kodersdorf

Auf einen Blick

Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen.

Die große Zahl

Seit 1402 gehörte Kodersdorf zu 7 verschiedenen Herrschaften.

Belegt mit 16 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen

Mehr als 69 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.

Zeitreise

Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).

  • Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
  • Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
  • Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen

Ortsakte · Nr. GA-0506108

Auch bekannt alsKodrecy, Кодерсдорф

Heute: Verwaltungsverband Weißer Schöps/Neiße, Deutschland

Die Kurzfassung

Dein Ort ist Kodersdorf (Verwaltungsverband Weißer Schöps/Neiße). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dort leben rund 2.237 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt im sächsischen Landkreis Görlitz und gehört dem Verwaltungsverband Weißer Schöps/Neiße an. Die Ortsform als Waldhufendorf zeigt, dass deutsche Siedler den Ort in der zweiten Phase der deutschen Ostsiedlung gründeten.

Lage

Lage: Verwaltungsverband Weißer Schöps/Neiße, Deutschland · 51,24° N, 14,89° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)

Vor der ersten Erwähnung – ungefähr

  1. ca. 1300 – 500 v. Chr.Lausitzer Kultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 500 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Lausitzer Kultur der Bronze- und frühen Eisenzeit.
    1Beleg anzeigen
    • 1 „Die Lausitzer Kultur wird von etwa 1300 v. Chr. (Bronzezeit) bis ca. 500 v. Chr. (Eisenzeit) datiert.“ – Wikipedia: Lausitzer Kultur
  2. ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
    2Beleg anzeigen
    • 2 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
    • 2 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
  3. ca. 700 – 1031Milzener (Sorben)ungefährSpätestens im frühen 8. Jahrhundert wanderten wahrscheinlich die Milzener, Vorfahren der Sorben, in die Oberlausitz ein; 1031 fiel ihr Land wieder an die Mark Meißen.
    3Beleg anzeigen
    • 3 „Spätestens im frühen 8. Jahrhundert dürften die Milzener aus dem heutigen Polen in das beschriebenen Gebiet eingewandert sein.“ – Wikipedia: Milzener
    • 3 „Sie waren die Vorfahren der bis heute in der Oberlausitz ansässigen Sorben.“ – Wikipedia: Milzener
    • 3 „Dieser Beschluss wurde wohl 1018 im Frieden von Bautzen erneuert, bis das Milzenerland 1031 wieder an die Mark Meißen und 1076 an Herzog Vratislav II. von Böhmen fiel.“ – Wikipedia: Milzener
  4. ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
    4Beleg anzeigen
    • 4 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
    • 4 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung

Grenz-Zeitleiste

  1. 1402 – 1635
    Königreich Böhmen

    Von 1402 bis 1635 gehörte Kodersdorf zum Königreich Böhmen.

    5Beleg anzeigen
    • 5 „Jedenfalls wurde der König von Böhmen 1319 von Kaiser Ludwig IV. mit dem Land Bautzen belehnt; die östliche Landeshälfte fiel dagegen als Heiratsgut an Heinrich I., Herzog von Jauer, der das Land Görlitz (mit Ausnahme der Gegend um Lauban) 1329 an den böhmischen König abtrat.“ – Wikipedia: Oberlausitz
    • 5 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
  2. 1635 – 1806
    Sachsen

    Von 1635 bis 1806 gehörte Kodersdorf zu Sachsen.

    6Beleg anzeigen
    • 6 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
    • 6 „Als Nebenabsprache auf dem Wiener Kongress (1815) musste der sächsische König die Teilung des Königreiches Sachsen und somit große Gebietsverluste zu Gunsten Preußens hinnehmen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
    • 6 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
  3. 1635
    Ereignis

    Der Prager Frieden band 1635 die Ober- und die Niederlausitz an das Kurfürstentum Sachsen. 1815 musste der sächsische König auf dem Wiener Kongress große Gebietsverluste zugunsten Preußens hinnehmen.

    7Beleg anzeigen
    • 7 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
    • 7 „Als Nebenabsprache auf dem Wiener Kongress (1815) musste der sächsische König die Teilung des Königreiches Sachsen und somit große Gebietsverluste zu Gunsten Preußens hinnehmen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
    • 7 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
  4. 1807 – 1814

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  5. 1815 – 1870
    Preußen

    Von 1815 bis 1870 gehörte Kodersdorf zu Preußen.

    Quelle: GOV
  6. 1815
    Ereignis

    Das Königreich Sachsen musste 1815 den größten Teil der Lausitz an Preußen abtreten.

    8Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 8 „Den größten Teil der Lausitz musste das inzwischen zum Königreich aufgestiegene Königreich Sachsen 1815 an Preußen abtreten, wodurch Kodersdorf und die umliegenden Orte an die Provinz Schlesien kamen und 1816 dem Landkreis Rothenburg (Ob. Laus.) eingegliedert wurden.“ – Wikipedia: Kodersdorf
  7. 1816
    Ereignis

    Kodersdorf wurde 1816 dem Landkreis Rothenburg (Ob. Laus.) eingegliedert.

    9Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 9 „Den größten Teil der Lausitz musste das inzwischen zum Königreich aufgestiegene Königreich Sachsen 1815 an Preußen abtreten, wodurch Kodersdorf und die umliegenden Orte an die Provinz Schlesien kamen und 1816 dem Landkreis Rothenburg (Ob. Laus.) eingegliedert wurden.“ – Wikipedia: Kodersdorf
  8. 1871 – 1941
    Deutsches Reich

    Von 1871 bis 1941 gehörte Kodersdorf zum Deutschen Reich.

    Quelle: GOV
  9. 1942 – 1944

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  10. 1945 – 1949
    Sowjetische Besatzungszone

    Von 1945 bis 1949 gehörte Kodersdorf zur Sowjetischen Besatzungszone.

    Quelle: GOV
  11. 1949 – 1990
    DDR

    Von 1949 bis 1990 gehörte Kodersdorf zu DDR.

    Quelle: GOV
  12. 1990 – heute
    Bundesrepublik Deutschland

    Seit 1990 gehört Kodersdorf zur Bundesrepublik Deutschland.

    Quelle: GOV
  13. 2007
    Ereignis

    Die Firma Klausner errichtete 2007 bei Kodersdorf ein Säge- und Hobelwerk auf rund 43 Hektar.

    10Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 10 „2007 errichtete die Firma Klausner bei Kodersdorf auf einem Areal von rund 43 ha ein Säge- und Hobelwerk, das 2015 an die Schweighofer-Gruppe verkauft wurde.“ – Wikipedia: Kodersdorf

Findbuch · Verweise

Weiter forschen

Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Kodersdorf liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.

Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek

338 Objekte zu „Kodersdorf“ laut DDB, die ersten 5:

Siedlung

  • zweite Phase der deutschen OstsiedlungGesichert

    deutsche Siedler

    11Beleg anzeigen
    • 11 „Die Ortsform als Waldhufendorf weist darauf hin, dass es sich um eine deutsche Siedlung in der zweiten Phase der deutschen Ostsiedlung handelt.“ – Wikipedia: Kodersdorf

Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.

Quellen dieser Akte (16 Quellen aus 5 Einrichtungen)

Aktenvermerk

Quellen dieser Akte

16 Quellen aus 5 Einrichtungen

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Für Kodersdorf ausgewertet: 16 Quellen · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.

Bibliotheken

Lexika

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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Kodersdorf (CC BY-SA 4.0).

Diese Akte wurde automatisch erstellt und mechanisch auf Jahreszahlen und Formulierungen geprüft. Ein Mensch hat sie noch nicht gelesen. Fehler melden wir gern: Kontakt. So entsteht eine Akte: Methodik.

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