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GrenzArchiv
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Königsbrück

Auf einen Blick

Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen.

Die große Zahl

Seit 1248 gehörte Königsbrück zu 7 verschiedenen Herrschaften.

Belegt mit 33 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen

Mehr als 69 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.

Zeitreise

Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Sachse gewesen.

  • Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Sachse
  • Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
  • Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen

Ortsakte · Nr. GA-0081739

Auch bekannt alsKunsperg, Königsburg, Kinspork, Königsbrück (Germany), Königspruck, Кёнигсбрюк

Heute: Landkreis Bautzen, Deutschland

Die Kurzfassung

Dein Ort ist Königsbrück (Landkreis Bautzen). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dort leben rund 4.642 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt am westlichen Rand der Oberlausitz und ist das Tor zur Westlausitz. Dein Ort verdankt seine Entstehung einer mittelalterlichen Handelsstraße und einem königlichen Zoll. Dein Ort war über Jahrhunderte eine strategisch wichtige Grenzfeste zwischen verschiedenen Herrschaften.

Lage

Lage: Landkreis Bautzen, Deutschland · 51,265° N, 13,905° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)

Vor der ersten Erwähnung – ungefähr

  1. ca. 1300 – 500 v. Chr.Lausitzer Kultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 500 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Lausitzer Kultur der Bronze- und frühen Eisenzeit.
    1Beleg anzeigen
    • 1 „Die Lausitzer Kultur wird von etwa 1300 v. Chr. (Bronzezeit) bis ca. 500 v. Chr. (Eisenzeit) datiert.“ – Wikipedia: Lausitzer Kultur
  2. ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
    2Beleg anzeigen
    • 2 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
    • 2 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
  3. ca. 700 – 1031Milzener (Sorben)ungefährSpätestens im frühen 8. Jahrhundert wanderten wahrscheinlich die Milzener, Vorfahren der Sorben, in die Oberlausitz ein; 1031 fiel ihr Land wieder an die Mark Meißen.
    3Beleg anzeigen
    • 3 „Spätestens im frühen 8. Jahrhundert dürften die Milzener aus dem heutigen Polen in das beschriebenen Gebiet eingewandert sein.“ – Wikipedia: Milzener
    • 3 „Sie waren die Vorfahren der bis heute in der Oberlausitz ansässigen Sorben.“ – Wikipedia: Milzener
    • 3 „Dieser Beschluss wurde wohl 1018 im Frieden von Bautzen erneuert, bis das Milzenerland 1031 wieder an die Mark Meißen und 1076 an Herzog Vratislav II. von Böhmen fiel.“ – Wikipedia: Milzener
  4. ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
    4Beleg anzeigen
    • 4 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
    • 4 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung

Grenz-Zeitleiste

  1. 1100
    Ereignis

    Archivale zu Königsbrück: „Hermann Nagell zu Königsbrück (Koninckbrugen) und seine Brüder Mathias, Adolff und Lueke Nagell bekunden: Nachdem Lambert“.

    5Beleg (Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e.V.) anzeigen
    • 5 „Hermann Nagell zu Königsbrück (Koninckbrugen) und seine Brüder Mathias, Adolff und Lueke Nagell bekunden: Nachdem Lambert (Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e.V.), Laufzeit ab 1100“ – DDB: Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e.V.
  2. 1200
    Ereignis

    Archivale zu Königsbrück: „Ludeken Nagell zur Königsbrück (Konnyngesbruggen) bekundet für sich und seine Frau Chrystyna vam Loe: Nachdem zwischen“.

    6Beleg (Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e.V.) anzeigen
    • 6 „Ludeken Nagell zur Königsbrück (Konnyngesbruggen) bekundet für sich und seine Frau Chrystyna vam Loe: Nachdem zwischen (Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e.V.), Laufzeit ab 1200“ – DDB: Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e.V.
  3. 1248 – 1329
    Heiliges Römisches Reich

    Von 1248 bis 1329 gehörte Königsbrück zum Heiligen Römischen Reich.

    7Beleg anzeigen
    • 7 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
    • 7 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
  4. 1248
    Ereignis

    Königsbrück wird 1248 erstmals erwähnt.

    8Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 8 „Königsbrück wurde erstmals 1248 urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Königsbrück
  5. 1319
    Ereignis

    1319 belehnte Kaiser Ludwig IV. den König von Böhmen mit dem Land Bautzen. 1329 trat Herzog Heinrich I. von Jauer das Land Görlitz an den böhmischen König ab.

    9Beleg anzeigen
    • 9 „Jedenfalls wurde der König von Böhmen 1319 von Kaiser Ludwig IV. mit dem Land Bautzen belehnt; die östliche Landeshälfte fiel dagegen als Heiratsgut an Heinrich I., Herzog von Jauer, der das Land Görlitz (mit Ausnahme der Gegend um Lauban) 1329 an den böhmischen König abtrat.“ – Wikipedia: Oberlausitz
    • 9 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
  6. 1329 – 1635
    Königreich Böhmen

    Von 1329 bis 1635 gehörte Königsbrück zum Königreich Böhmen.

    10Beleg anzeigen
    • 10 „Jedenfalls wurde der König von Böhmen 1319 von Kaiser Ludwig IV. mit dem Land Bautzen belehnt; die östliche Landeshälfte fiel dagegen als Heiratsgut an Heinrich I., Herzog von Jauer, der das Land Görlitz (mit Ausnahme der Gegend um Lauban) 1329 an den böhmischen König abtrat.“ – Wikipedia: Oberlausitz
    • 10 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
  7. 1350
    Ereignis

    Die Bautzener verhinderten 1350 mit Gewalt den Verkauf an Meißen und brachten die Stadt unter die böhmische Krone zurück.

    11Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 11 „Als z. B. die Herren von Schönfeld als meißnische Vasallen 1350 die Stadt Königsbrück dem Meißner Markgrafen verkaufen wollten, verhinderten dies die Bautzener mit Gewalt und brachten die Stadt unter die böhmische Krone zurück.“ – Wikipedia: Königsbrück
  8. 1500
    Ereignis

    Archivale zu Königsbrück: „Originalrevers und Mortifikation Johanns, Burggraf von Dohna (Dhone) und zu Königsbrück (Königsparg) und Christophs von Haugwitz“.

    12Beleg (Sächsisches Staatsarchiv) anzeigen
    • 12 „Originalrevers und Mortifikation Johanns, Burggraf von Dohna (Dhone) und zu Königsbrück (Königsparg) und Christophs von Haugwitz (Sächsisches Staatsarchiv), Laufzeit ab 1500“ – DDB: Sächsisches Staatsarchiv
  9. 1635 – 1870
    Sachsen

    Von 1635 bis 1870 gehörte Königsbrück zu Sachsen.

    13Beleg anzeigen
    • 13 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
    • 13 „Als Nebenabsprache auf dem Wiener Kongress (1815) musste der sächsische König die Teilung des Königreiches Sachsen und somit große Gebietsverluste zu Gunsten Preußens hinnehmen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
    • 13 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 13 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 13 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
  10. 1635
    Ereignis

    Der Prager Frieden band 1635 die Ober- und die Niederlausitz an das Kurfürstentum Sachsen. 1815 musste der sächsische König auf dem Wiener Kongress große Gebietsverluste zugunsten Preußens hinnehmen.

    14Beleg anzeigen
    • 14 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
    • 14 „Als Nebenabsprache auf dem Wiener Kongress (1815) musste der sächsische König die Teilung des Königreiches Sachsen und somit große Gebietsverluste zu Gunsten Preußens hinnehmen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
    • 14 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
  11. 1806
    Ereignis

    1806 erlangte der sächsische Kurfürst durch ein Bündnis mit Napoleon die Königswürde. Das Königreich Sachsen bestand bis 1918.

    15Beleg anzeigen
    • 15 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 15 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
  12. 1819
    Ereignis

    1819 gründeten Bürger in Königsbrück die erste sächsische Sparkasse.

    16Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 16 „1819 wurde in Königsbrück die erste sächsische Sparkasse gegründet.“ – Wikipedia: Königsbrück
  13. 1871 – 1873

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  14. 1874 – 1945
    Deutsches Reich

    Von 1874 bis 1945 gehörte Königsbrück zum Deutschen Reich.

    Quelle: GOV
  15. 1884
    Ereignis

    1884 erhielt Königsbrück einen Eisenbahnanschluss mit der Schmalspurbahn nach Klotzsche.

    17Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 17 „Am 16. Oktober 1884 erfolgte der Anschluss Königsbrücks an das Eisenbahnnetz mit der Inbetriebnahme der Bahnstrecke Klotzsche–Königsbrück.“ – Wikipedia: Königsbrück
  16. 1893
    Ereignis

    1893 wurde Königsbrück zur königlichen Garnisonsstadt und Militärgebiet.

    18Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 18 „Im Oktober 1893 wurde die Stadt zur königlichen Garnisonsstadt.“ – Wikipedia: Königsbrück
  17. 1945 – 1949
    Sowjetische Besatzungszone

    Von 1945 bis 1949 gehörte Königsbrück zur Sowjetischen Besatzungszone.

    Quelle: GOV
  18. 1945
    Ereignis

    Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Königsbrück lag in der Sowjetischen Besatzungszone.

    19Beleg anzeigen
    • 19 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
    • 19 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
  19. 1949 – 1990
    DDR

    Von 1949 bis 1990 gehörte Königsbrück zu DDR.

    Quelle: GOV
  20. 1949
    Ereignis

    Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.

    20Beleg anzeigen
    • 20 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
    • 20 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
  21. 1990 – 1994
    Bundesrepublik Deutschland

    Von 1990 bis 1994 gehörte Königsbrück zur Bundesrepublik Deutschland.

    Quelle: GOV
  22. 1995 – 2007

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  23. 2007
    Ereignis

    2007 ging der erste Solarpark in Königsbrück ans Netz.

    21Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 21 „2007 wurde der erste Solarpark in Königsbrück mit einer Leistung von 4,4 MW in Betrieb genommen.“ – Wikipedia: Königsbrück
  24. 2008 – heute
    Bundesrepublik Deutschland

    Seit 2008 gehört Königsbrück zur Bundesrepublik Deutschland.

    Quelle: GOV

Findbuch · Verweise

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7.655 Objekte zu „Königsbrück“ laut DDB, die ersten 5:

Ersterwähnung

Der Ort wird erstmals im Jahr 1248 erwähnt.

22Beleg anzeigen
  • 22 „Königsbrück wurde erstmals 1248 urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Königsbrück

Das nächste runde Jubiläum: 2048 (800 Jahre).

Historische Ansichten

Quellen dieser Akte (33 Quellen aus 12 Einrichtungen)

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Für Königsbrück ausgewertet: 33 Quellen · 3 Archivfunde · 6 historische Ansichten · Ersterwähnung (1248) belegt in Wikipedia: Königsbrück.

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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Königsbrück (CC BY-SA 4.0).

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