Königshuld
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Silinger, später Slawen.
Die große Zahl
Seit 1787 gehörte Königshuld zu 3 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 16 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Preuße gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-1796392
Königshuld, heute Osowiec in Polen
Auch bekannt alsOsowiec, Osowiec Śląski
Heute: Turawa, Polen
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Königshuld, heute Osowiec in Polen (Turawa). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Silinger, später Slawen. Dort leben rund 1.286 Menschen (Stand 2021). Dein Ort entstand als Industriesiedlung zwischen 1787 und 1789 im Zuge der Friderizianischen Kolonisation. Seit 2012 ist Königshuld offiziell zweisprachig.
Lage
Lage: Turawa, Polen · 50,75° N, 18,033° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 500 v. Chr.Lausitzer Kultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 500 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Lausitzer Kultur der Bronze- und frühen Eisenzeit.
2Beleg anzeigen
- 2 „Die Lausitzer Kultur wird von etwa 1300 v. Chr. (Bronzezeit) bis ca. 500 v. Chr. (Eisenzeit) datiert.“ – Wikipedia: Lausitzer Kultur
- bis ca. 500SilingerungefährBis zum Abzug oder Untergang der Silinger im 5. Jahrhundert lebten in Schlesien wahrscheinlich Silinger.
3Beleg anzeigen
- 3 „Nach dem Abzug oder Untergang der Silinger im Zuge der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert besiedelten nach 500 westslawische Stämme aus dem Osten Schlesien erneut, von denen die Namen der Golensizen, Opolanen, Slensanen, Dedosizen, Trebowanen und Boboranen überliefert sind.“ – Wikipedia: Schlesien
- ab ca. 500Westslawische Stämme (Slensanen, Opolanen u. a.)ungefährNach 500 besiedelten wahrscheinlich westslawische Stämme Schlesien erneut, von denen die Slensanen und Opolanen bekannt sind.
4Beleg anzeigen
- 4 „Nach dem Abzug oder Untergang der Silinger im Zuge der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert besiedelten nach 500 westslawische Stämme aus dem Osten Schlesien erneut, von denen die Namen der Golensizen, Opolanen, Slensanen, Dedosizen, Trebowanen und Boboranen überliefert sind.“ – Wikipedia: Schlesien
- ca. 880 – 906Mährerreich und PřemyslidenungefährUm 880 wurde Schlesien wahrscheinlich dem Mährerreich angeschlossen; nach 906 dehnten die Přemysliden ihre Macht aus.
5Beleg anzeigen
- 5 „Im Jahr 880 (nach manchen Quellen auch vor 879) wurde ganz Schlesien von Svatopluk I. dem Mährerreich angeschlossen, was unter anderem von Gerard Labuda und Idzi Panic bestritten wurde.“ – Wikipedia: Schlesien
- 5 „Mit dem Zerfall dieses Reiches nach 906 dehnten die Přemysliden ihre Macht auch über Schlesien aus.“ – Wikipedia: Schlesien
Grenz-Zeitleiste
- 1787 – 1871PreußenPreußen
Von 1787 bis 1871 gehörte Königshuld zu Preußen.
6Beleg anzeigen
- 6 „Nach dem Ersten Schlesischen Krieg wurde im Vorfrieden von Breslau (1742) vereinbart, dass Österreich Nieder- und Oberschlesien bis zur Oppa sowie die böhmische Grafschaft Glatz an Preußen abzutreten hatte.“ – Wikipedia: Schlesien
- 6 „Mit der Annexion Schlesiens begründete Friedrich II. die Großmachtstellung Preußens in Europa.“ – Wikipedia: Schlesien
- 6 „Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel das Herzogtum Oppeln 1742 wie der größte Teil Schlesiens an Preußen und gehörte verwaltungsmäßig ab 1815 zur Provinz Schlesien.“ – Wikipedia: Herzogtum Oppeln
- 1798EreignisEreignis
1798 gründete man die evangelische Pfarrei Königshuld.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „1798 wurde die evangelische Pfarrei Königshuld gegründet.“ – Wikipedia: Königshuld
- 1816EreignisEreignis
Ab 1816 gehörte die Landgemeinde Königshuld zum Landkreis Oppeln im Regierungsbezirk Oppeln.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Königshuld ab 1816 zum Landkreis Oppeln im Regierungsbezirk Oppeln.“ – Wikipedia: Königshuld
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Königshuld zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1874EreignisEreignis
1874 gründete man den Amtsbezirk Königshuld aus den Landgemeinden Königshuld, Kollanowitz und Wengern.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „1874 wurde der Amtsbezirk Königshuld gegründet, welcher aus den Landgemeinden Königshuld, Kollanowitz und Wengern bestand.“ – Wikipedia: Königshuld
- 1945 – heutePolenPolen
Seit 1945 gehört Königshuld zu Polen.
10Beleg anzeigen
- 10 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 10 „Sie war eine Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Kriegsverbrechen in Ostmitteleuropa und Südosteuropa während der Zeit des Nationalsozialismus und der Gebietsverluste des Deutschen Reiches, die die Siegermächte (USA, Sowjetunion, Großbritannien) auf der Potsdamer Konferenz 1945 festlegten.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 10 „Sie betraf rund 12 bis 14 Millionen Deutsche in den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 10 „in den Jahren 1945 bis 1950 umfasste große Teile der dort ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 1945EreignisEreignis
Das Deutsche Reich hatte 1939 Polen überfallen; die Siegermächte legten 1945 auf der Potsdamer Konferenz seine Gebietsverluste im Osten fest. Es folgten Flucht und Vertreibung von rund 12 bis 14 Millionen Deutschen bis 1950; Königshuld (heute Osowiec) liegt seitdem in Polen.
11Beleg anzeigen
- 11 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 11 „Sie war eine Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Kriegsverbrechen in Ostmitteleuropa und Südosteuropa während der Zeit des Nationalsozialismus und der Gebietsverluste des Deutschen Reiches, die die Siegermächte (USA, Sowjetunion, Großbritannien) auf der Potsdamer Konferenz 1945 festlegten.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 11 „Sie betraf rund 12 bis 14 Millionen Deutsche in den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 11 „in den Jahren 1945 bis 1950 umfasste große Teile der dort ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 1990EreignisEreignis
Am 14. November 1990 bestätigten Deutschland und Polen im Grenzvertrag die gemeinsame Grenze.
12Beleg anzeigen
- 12 „am 14. November 1990 zwischen Deutschland und Polen geschlossener völkerrechtlicher Vertrag, der die Unverletzlichkeit der Staatsgrenze garantiert“ – Wikipedia: Deutsch-polnischer Grenzvertrag
- 1999EreignisEreignis
1999 kam der Ort zum Powiat Opolski.
13Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 13 „1999 kam der Ort zum Powiat Opolski.“ – Wikipedia: Königshuld
- 2012EreignisEreignis
Am 8. März 2012 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Königshuld.
14Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 14 „Am 8. März 2012 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Königshuld.“ – Wikipedia: Königshuld
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Königshuld liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Königshuld (öffnet in neuem Tab)
- Deutsche Digitale Bibliothek: Osowiec (heutiger Name) (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Königshuld (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Königshuld (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
30 Objekte zu „Königshuld“ laut DDB, die ersten 5:
- Königs-Huld (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Landesarchiv Berlin
- 5274 (alte Nr.: 3084) Königshuld (öffnet in neuem Tab) · Landkarte · Universität Greifswald. Kartensammlung des Instituts für Geographie und Geologie
- 5274 (alte Nr.: 3084) Königshuld (öffnet in neuem Tab) · Landkarte · Universität Greifswald. Kartensammlung des Instituts für Geographie und Geologie
- Meßtischblatt 5274 : Königshuld, 1938 : Königshuld. - Hrsg. 1883, einz. Nachtr. 1929, red. Änd. [19]38. - 1:25000. - [Berlin]: Reichsamt für Landesaufnahme, 1938. - 1 Kt. (öffnet in neuem Tab) · Druck · Deutsche Fotothek
- Blatt 5274 Königshuld (öffnet in neuem Tab) · Karte / Plan · Bundesarchiv
Siedlung
- 1787 bis 1789Gesichert
deutsche Kolonisten
15Beleg anzeigen
- 15 „Die Siedlung wurde zwischen 1787 und 1789 im Zuge der Friderizianischen Kolonisation gegründet.“ – Wikipedia: Königshuld
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Historische Ansichten
(Bildseite öffnet in neuem Tab)
Hindenburg Osowieci juures. 62. leht albumist · Art Museum of Estonia · gemeinfrei
Quellen dieser Akte (16 Quellen aus 7 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
16 Quellen aus 7 Einrichtungen
Für Königshuld ausgewertet: 16 Quellen · 1 historische Ansicht · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
Bibliotheken
- [5274] = 3084. Königshuld (1896) (1896, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Königshuld“: 2 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [5274] = 3084. Königshuld (1929) (1929, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 691 Treffer bis 1950, älteste 1817 in „Großenhayner Unterhaltungs- und Intelligenz-Blatt“ (1817, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Großenhayner Unterhaltungs- und Intelligenz-Blatt“, 1817-06-21 (Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) (1817, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q1796392: Königshuld (CC0)
- GND 3065776-3: Osowiec (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Königshuld, Osowiec Śląski“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Königshuld (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Königshuld und 7 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
Historische Ansichten
- Hindenburg Osowieci juures. 62. leht albumist (europeana.eu, CC0)„Datum laut Europeana: 1915“
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Königshuld (CC BY-SA 4.0).
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