Krasiejów
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Silinger, später Slawen.
Die große Zahl
Seit 1292 gehörte Krasiejów zu 5 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 13 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Preuße gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0385668
Auch bekannt alsKrasiejow, Красеюв, Krascheow, Schönhorst
Heute: Gmina Ozimek, Polen
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Krasiejów (Gmina Ozimek). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Silinger, später Slawen. Dort leben rund 1.918 Menschen (Stand 2021). Dein Ort wurde 1292 erstmals urkundlich erwähnt und gehört heute zur Gemeinde Ozimek in Oberschlesien. Dein Ort ist für seine bedeutende Fossillagerstätte bekannt, die 1974 bei der Eröffnung einer Tongrube entdeckt wurde. Dein Ort beherbergt seit 2010 den JuraPark Krasiejów.
Lage
Lage: Gmina Ozimek, Polen · 50,668° N, 18,247° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 500 v. Chr.Lausitzer Kultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 500 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Lausitzer Kultur der Bronze- und frühen Eisenzeit.
2Beleg anzeigen
- 2 „Die Lausitzer Kultur wird von etwa 1300 v. Chr. (Bronzezeit) bis ca. 500 v. Chr. (Eisenzeit) datiert.“ – Wikipedia: Lausitzer Kultur
- bis ca. 500SilingerungefährBis zum Abzug oder Untergang der Silinger im 5. Jahrhundert lebten in Schlesien wahrscheinlich Silinger.
3Beleg anzeigen
- 3 „Nach dem Abzug oder Untergang der Silinger im Zuge der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert besiedelten nach 500 westslawische Stämme aus dem Osten Schlesien erneut, von denen die Namen der Golensizen, Opolanen, Slensanen, Dedosizen, Trebowanen und Boboranen überliefert sind.“ – Wikipedia: Schlesien
- ab ca. 500Westslawische Stämme (Slensanen, Opolanen u. a.)ungefährNach 500 besiedelten wahrscheinlich westslawische Stämme Schlesien erneut, von denen die Slensanen und Opolanen bekannt sind.
4Beleg anzeigen
- 4 „Nach dem Abzug oder Untergang der Silinger im Zuge der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert besiedelten nach 500 westslawische Stämme aus dem Osten Schlesien erneut, von denen die Namen der Golensizen, Opolanen, Slensanen, Dedosizen, Trebowanen und Boboranen überliefert sind.“ – Wikipedia: Schlesien
- ca. 880 – 906Mährerreich und PřemyslidenungefährUm 880 wurde Schlesien wahrscheinlich dem Mährerreich angeschlossen; nach 906 dehnten die Přemysliden ihre Macht aus.
5Beleg anzeigen
- 5 „Im Jahr 880 (nach manchen Quellen auch vor 879) wurde ganz Schlesien von Svatopluk I. dem Mährerreich angeschlossen, was unter anderem von Gerard Labuda und Idzi Panic bestritten wurde.“ – Wikipedia: Schlesien
- 5 „Mit dem Zerfall dieses Reiches nach 906 dehnten die Přemysliden ihre Macht auch über Schlesien aus.“ – Wikipedia: Schlesien
- ungefährOrtsname (slawisch)wahrscheinlichDer Ortsname ist wahrscheinlich slawischen Ursprungs. Der Name leitet sich von einem Personennamen ab.
6Beleg anzeigen
- 6 „Der Ort wurde 1292 erstmals urkundlich als Crasseow erwähnt. 1458 wird der Ort als Crasyeyow und 1532 als Krasizegow erwähnt.“ – Wikipedia: Krasiejów
Grenz-Zeitleiste
- 1292 – 1327Herzogtum OppelnHerzogtum Oppeln
Von 1292 bis 1327 gehörte Krasiejów zum Herzogtum Oppeln.
7Beleg anzeigen
- 7 „Das Herzogtum Oppeln (polnisch Księstwo opolskie; tschechisch Opolské knížectví; lateinisch Ducatus Opoliensis) bestand von 1180 bis 1201 als Teilfürstentum Silesia Opoliensis des Herzogs Jaroslaw, des ältesten Sohnes des Herzogs Boleslaw I. von Schlesien; ab 1202 war es mit dem Herzogtum Ratibor verbunden und nach dessen Teilung 1281 ein eigenständiges Herzogtum.“ – Wikipedia: Herzogtum Oppeln
- 7 „Es wurde bis 1532 vom Oppelner Zweig den Schlesischen Piasten regiert, die 1532 mit Herzog Johann II. erloschen.“ – Wikipedia: Herzogtum Oppeln
- 7 „Am 6. Januar 1327 übertrug der Breslauer Herzog Heinrich VI. sein Gebiet an Böhmen, im selben Jahr folgten die restlichen oberschlesischen Teilherzogtümer und 1329 die Herzöge von Liegnitz, Brieg, Oels, Sagan und Steinau.“ – Wikipedia: Schlesien
- 1292EreignisEreignis
Krasiejów wird 1292 erstmals erwähnt.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „Der Ort wurde 1292 erstmals urkundlich als Crasseow erwähnt.“ – Wikipedia: Krasiejów
- 1327 – 1742Königreich BöhmenKönigreich Böhmen
Von 1327 bis 1742 gehörte Krasiejów zur Krone Böhmen; ab 1526 regierten dort die Habsburger.
9Beleg anzeigen
- 9 „Am 6. Januar 1327 übertrug der Breslauer Herzog Heinrich VI. sein Gebiet an Böhmen, im selben Jahr folgten die restlichen oberschlesischen Teilherzogtümer und 1329 die Herzöge von Liegnitz, Brieg, Oels, Sagan und Steinau.“ – Wikipedia: Schlesien
- 9 „Von 1526 bis 1742 waren Habsburger als Könige von Böhmen zugleich Herzöge von Schlesien.“ – Wikipedia: Schlesien
- 1327EreignisEreignis
Im Jahr 1327 unterstellten sich die oberschlesischen Herzogtümer der Krone Böhmen. Von 1526 bis 1742 regierten die Habsburger als Könige von Böhmen auch als Herzöge von Schlesien.
10Beleg anzeigen
- 10 „Am 6. Januar 1327 übertrug der Breslauer Herzog Heinrich VI. sein Gebiet an Böhmen, im selben Jahr folgten die restlichen oberschlesischen Teilherzogtümer und 1329 die Herzöge von Liegnitz, Brieg, Oels, Sagan und Steinau.“ – Wikipedia: Schlesien
- 10 „Von 1526 bis 1742 waren Habsburger als Könige von Böhmen zugleich Herzöge von Schlesien.“ – Wikipedia: Schlesien
- 1742 – 1871PreußenPreußen
Von 1742 bis 1871 gehörte Krasiejów zu Preußen.
11Beleg anzeigen
- 11 „Nach dem Ersten Schlesischen Krieg wurde im Vorfrieden von Breslau (1742) vereinbart, dass Österreich Nieder- und Oberschlesien bis zur Oppa sowie die böhmische Grafschaft Glatz an Preußen abzutreten hatte.“ – Wikipedia: Schlesien
- 11 „Mit der Annexion Schlesiens begründete Friedrich II. die Großmachtstellung Preußens in Europa.“ – Wikipedia: Schlesien
- 11 „Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel das Herzogtum Oppeln 1742 wie der größte Teil Schlesiens an Preußen und gehörte verwaltungsmäßig ab 1815 zur Provinz Schlesien.“ – Wikipedia: Herzogtum Oppeln
- 1742EreignisEreignis
1742 trat Österreich nach dem Ersten Schlesischen Krieg den größten Teil Schlesiens an Preußen ab. Mit der Annexion Schlesiens begründete Friedrich II. die Großmachtstellung Preußens.
12Beleg anzeigen
- 12 „Nach dem Ersten Schlesischen Krieg wurde im Vorfrieden von Breslau (1742) vereinbart, dass Österreich Nieder- und Oberschlesien bis zur Oppa sowie die böhmische Grafschaft Glatz an Preußen abzutreten hatte.“ – Wikipedia: Schlesien
- 12 „Mit der Annexion Schlesiens begründete Friedrich II. die Großmachtstellung Preußens in Europa.“ – Wikipedia: Schlesien
- 12 „Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel das Herzogtum Oppeln 1742 wie der größte Teil Schlesiens an Preußen und gehörte verwaltungsmäßig ab 1815 zur Provinz Schlesien.“ – Wikipedia: Herzogtum Oppeln
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Krasiejów zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – heutePolenPolen
Seit 1945 gehört Krasiejów zu Polen.
13Beleg anzeigen
- 13 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 13 „Sie war eine Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Kriegsverbrechen in Ostmitteleuropa und Südosteuropa während der Zeit des Nationalsozialismus und der Gebietsverluste des Deutschen Reiches, die die Siegermächte (USA, Sowjetunion, Großbritannien) auf der Potsdamer Konferenz 1945 festlegten.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 13 „Sie betraf rund 12 bis 14 Millionen Deutsche in den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 13 „in den Jahren 1945 bis 1950 umfasste große Teile der dort ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 1945EreignisEreignis
Das Deutsche Reich hatte 1939 Polen überfallen; die Siegermächte legten 1945 auf der Potsdamer Konferenz seine Gebietsverluste im Osten fest. Es folgten Flucht und Vertreibung von rund 12 bis 14 Millionen Deutschen bis 1950; Krasiejów liegt seitdem in Polen.
14Beleg anzeigen
- 14 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 14 „Sie war eine Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Kriegsverbrechen in Ostmitteleuropa und Südosteuropa während der Zeit des Nationalsozialismus und der Gebietsverluste des Deutschen Reiches, die die Siegermächte (USA, Sowjetunion, Großbritannien) auf der Potsdamer Konferenz 1945 festlegten.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 14 „Sie betraf rund 12 bis 14 Millionen Deutsche in den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 14 „in den Jahren 1945 bis 1950 umfasste große Teile der dort ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 1974EreignisEreignis
Eine große Tongrube wurde 1974 in Krasiejów aufgefahren.
15Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 15 „wurde 1974 eine große Tongrube in Krasiejów aufgefahren, in der Ton als Rohstoff für die 2004 geschlossene Zementfabrik in Strzelce Opolskie gewonnen wurde.“ – Wikipedia: Krasiejów
- 1990EreignisEreignis
Am 14. November 1990 bestätigten Deutschland und Polen im Grenzvertrag die gemeinsame Grenze.
16Beleg anzeigen
- 16 „am 14. November 1990 zwischen Deutschland und Polen geschlossener völkerrechtlicher Vertrag, der die Unverletzlichkeit der Staatsgrenze garantiert“ – Wikipedia: Deutsch-polnischer Grenzvertrag
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Krasiejów liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Krasiejów (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Krasiejów (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Krasiejów (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
3 Objekte zu „Krasiejów“ laut DDB:
- Traditional knowledge and practice of the Triassic variegated clay from Silesia (Krasiejów), Poland, in human medicine (öffnet in neuem Tab) · Deutsche Nationalbibliothek
- Multi-taxic palaeohistological analyses of vertebrates originating from the Upper Triassic at Krasiejów (SW Poland) and an assessment of growth patterns in comparative taxa (öffnet in neuem Tab) · Deutsche Nationalbibliothek
- Meßtischblatt 5375 : Malapane, 1939 : Malapane. - Aufn. 1881, hrsg. 1883, bericht. 1939. - 1:25000. - [Berlin]: Reichsamt für Landesaufnahme, 1939. - 1 Kt. (öffnet in neuem Tab) · Druck · Deutsche Fotothek
Ortsname
Der Name leitet sich von einem Personennamen ab.
17Beleg anzeigen
- 17 „Der Ort wurde 1292 erstmals urkundlich als Crasseow erwähnt. 1458 wird der Ort als Crasyeyow und 1532 als Krasizegow erwähnt.“ – Wikipedia: Krasiejów
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1292 erwähnt.
18Beleg anzeigen
- 18 „Der Ort wurde 1292 erstmals urkundlich als Crasseow erwähnt.“ – Wikipedia: Krasiejów
Das nächste runde Jubiläum: 2042 (750 Jahre).
Quellen dieser Akte (13 Quellen aus 5 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
13 Quellen aus 5 Einrichtungen
Für Krasiejów ausgewertet: 13 Quellen · Ersterwähnung (1292) belegt in Wikipedia: Krasiejów.
Bibliotheken
- [5375] = 3144. Malapane (1904) (1904, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Krasiejów“: 1 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 1 Treffer bis 1950, älteste 1846 in „Österreichische Blätter für Literatur und Kunst, Geschichte, Geographie, Statistik und Naturkunde“ (1846, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Österreichische Blätter für Literatur und Kunst, Geschichte, Geographie, Statistik und Naturkunde“, 1846-02-12 (Bayerische Staatsbibliothek) (1846, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Krasiejów (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Krasiejów und 7 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Krasiejów (CC BY-SA 4.0).
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