Kriefkohl
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Rugier und Goten, später Slawen.
Die große Zahl
Seit 1818 gehörte Kriefkohl zu 4 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 23 Quellen aus Bibliotheken und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Untertan von Danzig, Freie Stadt
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-X430379
Auch bekannt alsKreuzburg, Krzywe Koło
Heute: Województwo pomorskie, Polen
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Kriefkohl (Województwo pomorskie). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Rugier und Goten, später Slawen. Dort leben rund 422 Menschen (Stand 1905). Dein Ort liegt in der Woiwodschaft Pommern und hat eine Fläche von 85 km². Die Deutschordensburg in Herrengrebin entstand hier in den Jahren 1404 bis 1406.
Lage
Lage: Województwo pomorskie, Polen · 54,181° N, 18,779° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 1800 – 530 v. Chr.Nordischer Kreis (Bronzezeit)VermutungVon 1800 bis 530 v. Chr. gehörte der Norden vermutlich zum Nordischen Kreis der Bronzezeit, dessen Fundplätze bis Norddeutschland reichen.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Nordische Bronzezeit (1800 v. Chr. – 530 v. Chr.), auch „Nordischer Kreis“, ist nach Oscar Montelius (1843–1921) eine Epoche der Bronzezeit im südlichen Skandinavien, deren Fundplätze von Dänemark und Norddeutschland bis Estland reichen.“ – Wikipedia: Nordische Bronzezeit
- ab ca. 600 v. Chr.Rugier und GotenungefährVor der Völkerwanderung siedelten hier wahrscheinlich Rugier (seit dem 6. Jahrhundert v. Chr.) im Westen und Goten (seit etwa 100 v. Chr.) im Osten.
2Beleg anzeigen
- 2 „Vor der Völkerwanderung war das spätere Pommern von den ostgermanischen Stämmen der Rugier (seit dem 6. Jahrhundert vor Chr.) im Westen und der Goten (seit etwa 100 vor Chr.) im Osten besiedelt.“ – Wikipedia: Pommern
- ab ca. 600Pomoranen (Slawen)ungefährDanach siedelten hier wahrscheinlich slawische Pomoranen; 997 wird ihr Land (Pomorie) erstmals erwähnt.
3Beleg anzeigen
- 3 „Pommern ist ursprünglich das Land des slawischen Stammes der Pomoranen.“ – Wikipedia: Pommern
- 3 „997 wird erstmals die Bezeichnung Pomorie erwähnt, für einen „Dux Pomorie“ Herzog von Pomorie.“ – Wikipedia: Pomoranen
- ab ca. 1000Wikinger (Wolin)VermutungUm das Jahr 1000 gründeten Wikinger auf der Insel Wolin Handelsniederlassungen; sie könnten auch weiter an dieser Küste gelandet sein.
4Beleg anzeigen
- 4 „Um das Jahr 1000 unternahmen die Wikinger wiederholt Kriegszüge gegen die Insel und gründeten hier Handelsniederlassungen, zu deren Schutz sie Burgen errichteten.“ – Wikipedia: Wolin
- ca. 1100 – 1300OstsiedlungungefährEtwa im 12. und 13. Jahrhundert siedelten Deutsche und Flamen im Zuge der Ostsiedlung in Pommern.
5Beleg anzeigen
- 5 „Im 12. und 13. Jahrhundert erfuhr das Reichslehen Pommern im Zuge der Eingliederung in die kirchlichen und weltlichen Strukturen des Reiches und die massive Ansiedlung von Deutschen und Flamen im Zuge der Ostsiedlung eine sowohl demographische als auch eine wirtschaftliche und kulturelle Zäsur.“ – Wikipedia: Pommern
Grenz-Zeitleiste
- 1818 – 1870PreußenPreußen
Von 1818 bis 1870 gehörte Kriefkohl zu Preußen.
Quelle: GOV - 1871 – 1920Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1920 gehörte Kriefkohl zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1919EreignisEreignis
Das Deutsche Reich musste den größten Teil der Provinz Posen 1919 an Polen abtreten. Auch Teile Westpreußens kamen an Polen.
6Beleg anzeigen
- 6 „Nach dem erfolgreichen polnischen Posener Aufstand und dem Versailler Vertrag gelangte der größte Teil der Provinz Posen 1919 an die wiedererrichtete Republik Polen.“ – Wikipedia: Provinz Posen
- 6 „Der Verlust Posens und Westpreußens verringerte die landwirtschaftliche Nutzfläche um 15 %, die Getreideernte um 17 % und den Viehbestand um 12 %.“ – Wikipedia: Friedensvertrag von Versailles
- 6 „Die Provinz Posen (1848–1920), vorher das autonome Großherzogtum Posen (1815–1848), war eine von 1815 bis 1919“ – Wikipedia: Provinz Posen
- 1920 – 1939Danzig, Freie StadtDanzig, Freie Stadt
Von 1920 bis 1939 gehörte Kriefkohl zu Danzig, Freie Stadt.
Quelle: GOV - 1939EreignisEreignis
Das Deutsche Reich überfiel am 1. September 1939 Polen; damit begann der Zweite Weltkrieg in Europa. Am 8. Oktober 1939 gliederte das Deutsche Reich Teile des besetzten Gebiets in sein Gebiet ein.
7Beleg anzeigen
- 7 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 7 „Mit einem Erlass vom 8. Oktober 1939 trennte Hitler einen Teil der deutsch besetzten Gebiete, darunter auch rein polnische, als „eingegliederte Ostgebiete“ (Wartheland und Danzig-Westpreußen) vom sogenannten polnischen Reststaat ab.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 1940 – 1944keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1945 – heutePolenPolen
Seit 1945 gehört Kriefkohl zu Polen.
8Beleg anzeigen
- 8 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 8 „Sie war eine Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Kriegsverbrechen in Ostmitteleuropa und Südosteuropa während der Zeit des Nationalsozialismus und der Gebietsverluste des Deutschen Reiches, die die Siegermächte (USA, Sowjetunion, Großbritannien) auf der Potsdamer Konferenz 1945 festlegten.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 8 „Sie betraf rund 12 bis 14 Millionen Deutsche in den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 8 „in den Jahren 1945 bis 1950 umfasste große Teile der dort ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 1945EreignisEreignis
Das Deutsche Reich hatte 1939 Polen überfallen; die Siegermächte legten 1945 auf der Potsdamer Konferenz seine Gebietsverluste im Osten fest. Es folgten Flucht und Vertreibung von rund 12 bis 14 Millionen Deutschen bis 1950; Kriefkohl liegt seitdem in Polen.
9Beleg anzeigen
- 9 „Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann.“ – Wikipedia: Überfall auf Polen
- 9 „Sie war eine Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Kriegsverbrechen in Ostmitteleuropa und Südosteuropa während der Zeit des Nationalsozialismus und der Gebietsverluste des Deutschen Reiches, die die Siegermächte (USA, Sowjetunion, Großbritannien) auf der Potsdamer Konferenz 1945 festlegten.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 9 „Sie betraf rund 12 bis 14 Millionen Deutsche in den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
- 9 „in den Jahren 1945 bis 1950 umfasste große Teile der dort ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen.“ – Wikipedia: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Kriefkohl liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Kriefkohl (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Kriefkohl (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Kriefkohl (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
5 Objekte zu „Kriefkohl“ laut DDB:
- Gemeindevermisstenliste: Kreis Danzig -Land; Herren-Mönchengrebin -Kriefkohl (öffnet in neuem Tab) · Akte · Bundesarchiv
- Hofbesitzer Noetzel in Kriefkohl ./. Magistrat der Stadt Danzig: Rückständige Abgaben (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
- Postbauten und Postgrundstücke im OPD/RPD-Bezirk Danzig.- Einzelfälle: Bd. 10 (öffnet in neuem Tab) · Akte · Bundesarchiv
- SS-Personal: Bd. 24 (öffnet in neuem Tab) · Akte · Bundesarchiv
- Geschäftszeichen: 51 - 75 (öffnet in neuem Tab) · Verzeichnungseinheit · Landesarchiv Schleswig-Holstein
Historische Ansichten
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Karte des Deutschen Reiches 1:100 000 - 452. Kreuzburg O.S. · Library of the Wroclaw University · gemeinfrei
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Oberförsterei Kreuzburg im Regierungsbezirk Oppeln Bl. 1 · Library of the Wroclaw University · gemeinfrei
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Mapa taktyczna Polski : pas 45, słup 26 : Kreuzburg (Kluczbork) · Jagiellonian Library · gemeinfrei
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Exhibition table sheet 1588 = [337]: Kreuzburg in East Prussia, 1940 · Deutsche Fotothek · gemeinfrei (Bildseite öffnet in neuem Tab)
Rein-Karte von der Feldmark Kreuzburg · Brandenburg Main State Archive · gemeinfrei
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Lehmann · Library of the Wroclaw University · gemeinfrei
Quellen dieser Akte (23 Quellen aus 11 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
23 Quellen aus 11 Einrichtungen
Für Kriefkohl ausgewertet: 23 Quellen · 6 historische Ansichten · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
Bibliotheken
- [1878] = 540. Mühlbanz (1916) (1916, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Kriefkohl“: 2 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [1878] = 540. Mühlbanz (1925) (1925, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 223 Treffer bis 1950, älteste 1830 in „Berlinische Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen“ (1830, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Berlinische Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen“, 1830-03-23 (Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz) (1830, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
- Reglement für das Armen und Arbeits Haus zu Kreuzburg, und welchergestalt es mit der Aufnahme und Reception der muthwilligen Bettler gehalten werben soll, Bresl (1779) (1779, Lower Silesian Digital Library, gemeinfrei)
- Heimatskunde: der Kreis Kreuzburg und das Wichtigste von der Provinz Schlesien: Hilfsmittel für Schüler unter Benutzung amtl. Quellen (1895) (1895, The National Library of Poland, gemeinfrei)
- 1896: Adreßbuch der Stadt und des Kreises Kreuzburg, O.-S. (1896) (1896, Martin-Opitz-Bibliothek Herne, gemeinfrei)
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Kriefkohl (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Gmina Suchy Dąb und 8 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
Historische Ansichten
- Karte des Deutschen Reiches 1:100 000 - 452. Kreuzburg O.S. (europeana.eu, gemeinfrei)„Datum laut Europeana: 1930“
- Oberförsterei Kreuzburg im Regierungsbezirk Oppeln Bl. 1 (europeana.eu, gemeinfrei)„Datum laut Europeana: 1931“
- Mapa taktyczna Polski : pas 45, słup 26 : Kreuzburg (Kluczbork) (gemeinfrei)„Datum laut Europeana: 1932“
- Exhibition table sheet 1588 = [337]: Kreuzburg in East Prussia, 1940 (gemeinfrei)„Quelle: Europeana“
- Rein-Karte von der Feldmark Kreuzburg (europeana.eu, CC0)
- Lehmann (gemeinfrei)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Gmina_Suchy_Dąb (CC BY-SA 4.0).
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