Krummhörn
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Friesen, später Römer, Sachsen und Franken.
Die große Zahl
Seit 1727 gehörte Krummhörn zu 2 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 15 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
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Ortsakte · Nr. GA-0559432
Auch bekannt alsKrummhoern, Krummhorn, Крумхерн, Крумхёрн
Heute: Landkreis Aurich, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Krummhörn (Landkreis Aurich). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Friesen, später Römer, Sachsen und Franken. Dort leben rund 11.354 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt an der äußersten Südwestspitze der ostfriesischen Halbinsel und wird umgangssprachlich mit Artikel die Krummhörn genannt. Die Häuptlingsfamilie Cirksena stellte von Greetsiel aus über drei Jahrhunderte die Grafen und Fürsten von Ostfriesland. In fast jedem deiner 19 Dörfer steht eine historische Kirche, deren älteste aus dem 13. Jahrhundert stammen.
Lage
Lage: Landkreis Aurich, Deutschland · 53,433° N, 7,083° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 8000 – 2001 v. Chr.SteinzeitbelegtFunde aus der Steinzeit belegen frühe Besiedlungsspuren.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Geschichte der Besiedelung der Region reicht weit zurück. Davon zeugen Funde aus der Steinzeit und der römischen Kaiserzeit.“ – Wikipedia: Krummhörn
- ca. 1800 – 530 v. Chr.Nordischer Kreis (Bronzezeit)VermutungVon 1800 bis 530 v. Chr. gehörte der Norden vermutlich zum Nordischen Kreis der Bronzezeit, dessen Fundplätze bis Norddeutschland reichen.
2Beleg anzeigen
- 2 „Die Nordische Bronzezeit (1800 v. Chr. – 530 v. Chr.), auch „Nordischer Kreis“, ist nach Oscar Montelius (1843–1921) eine Epoche der Bronzezeit im südlichen Skandinavien, deren Fundplätze von Dänemark und Norddeutschland bis Estland reichen.“ – Wikipedia: Nordische Bronzezeit
- ab ca. 300 v. Chr.FriesenungefährSeit frühestens 300 v. Chr. entstanden an der Küste Wurten; um 12 bis 8 v. Chr. werden die Friesen erstmals bei den Römern genannt.
3Beleg anzeigen
- 3 „Frühestens 300 v. Chr. entstanden an der friesischen Küste die Warften oder Wurten.“ – Wikipedia: Friesen
- 3 „Die erste Erwähnung der Frisii (traditionell oft als „Friesen“ übersetzt) stammt von Plinius dem Älteren und steht in Zusammenhang mit den Drusus-Feldzügen (12 bis 8 v. Chr.).“ – Wikipedia: Friesen
- ca. 27 v. Chr. – 395RömerbelegtFunde aus der römischen Kaiserzeit zeugen von früher Besiedlung.
4Beleg anzeigen
- 4 „Die Geschichte der Besiedelung der Region reicht weit zurück. Davon zeugen Funde aus der Steinzeit und der römischen Kaiserzeit.“ – Wikipedia: Krummhörn
- ca. 285 – 804SachsenungefährWahrscheinlich siedelten hier Sachsen, die Karl der Große in den Sachsenkriegen (772–804) unterwarf; die früheste sichere Nennung stammt von 285.
5Beleg anzeigen
- 5 „Seit der Merowingerzeit standen zumindest Teile der Sachsen immer wieder in einer losen Abhängigkeit zum Frankenreich, bis sie von Karl dem Großen in den Sachsenkriegen (772–804) endgültig unterworfen wurden.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- 5 „Abgesehen von Ptolemäus werden Sachsen erstmals bei Eutrop für das Jahr 285 genannt, wobei Eutrops Text zwischen 364 und 380 n. Chr. entstand.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
6Beleg anzeigen
- 6 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 6 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ab ca. 793Wikinger (Wikingerzeit)VermutungIn der Wikingerzeit, die 793 mit dem Überfall auf Lindisfarne begann, könnten Wikinger auch diese Küste erreicht haben; friesische Kaufmannsquartiere gab es seit dem 8. Jahrhundert rund um die Nordsee.
7Beleg anzeigen
- 7 „Jedoch wird in der Regel erst der Überfall auf Lindisfarne 793 als Beginn der Wikingerzeit gesehen.“ – Wikipedia: Wikingerzeit
- 7 „Friesische Kaufmannsquartiere fand man seit dem 8. Jahrhundert rund um die Nordsee von Nordfrankreich und Ostengland bis Skandinavien und dem Mittelrheingebiet.“ – Wikipedia: Friesen
- ungefährOrtsname (germanisch)belegtDer Ortsname ist germanischen Ursprungs. Die Bezeichnung stammt aus dem Niederdeutschen und bedeutet krumme Ecke; verwinkelte Landstriche entstanden durch tief ins Land eindringende Buchten.
8Beleg anzeigen
- 8 „Die Bezeichnung stammt aus dem Niederdeutschen und bedeutet so viel wie krumme Ecke – ein Blick auf die Landkarte verdeutlicht das: Der südwestliche Zipfel der ostfriesischen Halbinsel ragt einer Nase ähnlich nach Südwesten in die Außenems hinein.“ – Wikipedia: Krummhörn
Grenz-Zeitleiste
- 1374EreignisEreignis
Nach den Sturmfluten von 1374 und 1376 erreichte die Leybucht ihre größte Ausdehnung.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Nach den Sturmfluten von 1374 und 1376 erreichte die Bucht mit einer Fläche von gut 129 Quadratkilometern ihre größte Ausdehnung und reichte von Greetsiel im Westen bis Marienhafe im Osten und vom Rand der Stadt Norden bis nach Canhusen im Süden.“ – Wikipedia: Krummhörn
- 1727 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1727 bis 1806 gehörte Krummhörn zum Heiligen Römischen Reich.
10Beleg anzeigen
- 10 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 10 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1807 – 1971keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1899EreignisEreignis
Die Krummhörn erhielt Anschluss an das Bahnnetz durch die Kreisbahn Emden–Pewsum–Greetsiel.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „1899 erfolgte der Anschluss der Krummhörn an das Bahnnetz durch den Bau der schmalspurigen Kreisbahn Emden–Pewsum–Greetsiel.“ – Wikipedia: Krummhörn
- 1972 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1972 gehört Krummhörn zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Krummhörn liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Krummhörn (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Krummhörn (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Krummhörn (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
182 Objekte zu „Krummhörn“ laut DDB, die ersten 5:
- Krummhörn-Führer (öffnet in neuem Tab) · Führer · Deutsche Nationalbibliothek
- Gemeinde Krummhörn (Bestand) (öffnet in neuem Tab) · Bestand · Niedersächsisches Landesarchiv
- Die Krummhörn : Ostfrieslands Charakterkopf (öffnet in neuem Tab) · Bildband · Deutsche Nationalbibliothek
- Krummhörn. Besonders. Eine Landschaft, die Menschen herausfordert (öffnet in neuem Tab) · Aufsatzsammlung · Deutsche Nationalbibliothek
- Sehenswürdigkeiten Krummhörn und Emden (öffnet in neuem Tab) · Deutsche Nationalbibliothek
Ortsname
Die Bezeichnung stammt aus dem Niederdeutschen und bedeutet krumme Ecke; verwinkelte Landstriche entstanden durch tief ins Land eindringende Buchten.
12Beleg anzeigen
- 12 „Die Bezeichnung stammt aus dem Niederdeutschen und bedeutet so viel wie krumme Ecke – ein Blick auf die Landkarte verdeutlicht das: Der südwestliche Zipfel der ostfriesischen Halbinsel ragt einer Nase ähnlich nach Südwesten in die Außenems hinein.“ – Wikipedia: Krummhörn
Siedlung
- 8. JahrhundertGesichert
Friesen
13Beleg anzeigen
- 13 „Erst ab dem 8. Jahrhundert schließlich wurde die Region durch Friesen besiedelt, wovon zahlreiche Funde zeugen.“ – Wikipedia: Krummhörn
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Quellen dieser Akte (15 Quellen aus 5 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
15 Quellen aus 5 Einrichtungen
Für Krummhörn ausgewertet: 15 Quellen · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
Bibliotheken
- [2608] = 1195. Loquard (1893) (1893, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Krummhörn“: 8 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [2608] = 1195. Loquard (1893) (1893, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [2408] = 1012. Westermarsch (1907) (1907, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 1012 : Lfg. 260. Westermarsch / geologisch und agronomisch bearb. von D. Wildvang (1926) (1926, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erl.; Westermarsch : Lfg. 260 = 1012 (1926) (1926, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
Normdaten
- Wikidata Q559432: Krummhörn (CC0)
- GND 4033304-8: Krummhörn (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Krummhörn (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Krummhörn und 6 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Krummhörn (CC BY-SA 4.0).
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