Laubendorf
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Franken.
Die große Zahl
Seit 1237 gehörte Laubendorf zu 5 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 23 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Pfalz-Baiern gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Pfalz-Baiern
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-57237645
Auch bekannt alsLaubendorf (Langenzenn)
Heute: Langenzenn, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Laubendorf (Langenzenn). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Franken. Dort leben rund 442 Menschen (Stand 1987). Dein Ort Laubendorf wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt und ist heute ein Gemeindeteil von Langenzenn. Die Bedeutung seines Namens bleibt ungeklärt.
Lage
Lage: Langenzenn, Deutschland · 49,496° N, 10,755° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
4Beleg anzeigen
- 4 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 4 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 100 v. Chr. – 300Hermunduren (Elbgermanen)VermutungUm die Zeitenwende lebten in Thüringen vermutlich Hermunduren, ein elbgermanischer Stamm, der am Oberlauf der Elbe siedelte.
5Beleg anzeigen
- 5 „Die Hermunduren waren ein germanischer Volksstamm, der zur Gruppe der Elbgermanen (Herminonen) zählt und am Oberlauf der Elbe siedelte.“ – Wikipedia: Hermunduren
- 5 „In Thüringen wurden archäologische Funde elbgermanischer Provenienz, wie die von Fibeln, eisernen Waffen, Terrinen, Schalenurnen und rädchenverzierten Keramikteilen bislang zumeist als hermundurisch gedeutet.“ – Wikipedia: Hermunduren
- ca. 531 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährUm 531 eroberten die Franken das Thüringerreich; danach gehörte der Raum wahrscheinlich zu ihrem Reich.
6Beleg anzeigen
- 6 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- 6 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
Grenz-Zeitleiste
- 1237 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1237 bis 1806 gehörte Laubendorf zum Heiligen Römischen Reich.
7Beleg anzeigen
- 7 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 7 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1237EreignisEreignis
Laubendorf wird 1237 erstmals erwähnt.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „Der Ort wurde 1237 als „Lubendorff“ erstmals urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Laubendorf (Langenzenn)
- 1414EreignisEreignis
Im Salbuch des Amtes Cadolzburg von 1414 zählte man 20 Anwesen in Laubendorf.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Im Salbuch des Amtes Cadolzburg von 1414 wurden für den Ort 20 Anwesen verzeichnet, von denen zwölf den Markgrafen und acht der Reichsstadt Nürnberg unterstanden.“ – Wikipedia: Laubendorf (Langenzenn)
- 1525EreignisEreignis
1525 wurde Johann Bauereisen Pfarrer in Laubendorf und führte die Reformation ein.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Die dem Augustiner-Chorherren-Stift von Langenzenn unterstehende Gemeinde hatte den Stiftskanoniker Johann Bauereisen („Pawerweisen“) 1525 zum Pfarrer, welcher nach wohl längerem Zögern die neue Kirchenordnung der Reformation angenommen hat und dann als evangelischer Pfarrer in Laubendorf gestorben ist und dort auch begraben wurde.“ – Wikipedia: Laubendorf (Langenzenn)
- 1806EreignisEreignis
Auf Initiative Napoleons entstand 1806 der Rheinbund, eine Konföderation deutscher Staaten. Diese Staaten traten aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches aus. Der Rheinbund brach 1813 nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig zusammen.
11Beleg anzeigen
- 11 „war eine auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon 1806 in Paris gebildete Konföderation deutscher Staaten, die mit der Gründung dieses Bündnisses aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches austraten.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 11 „Er brach nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zusammen.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 1808 – 1870Pfalz-BaiernPfalz-Baiern
Von 1808 bis 1870 gehörte Laubendorf zu Pfalz-Baiern.
Quelle: GOV - 1808EreignisEreignis
1808 bildete man den Steuerdistrikt Laubendorf und die Ruralgemeinde Laubendorf.
12Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 12 „Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt Laubendorf gebildet, zu dem Erlachskirchen, Hardhof, Heinersdorf, Heinersdorfer Mühle und Lohe gehörten.“ – Wikipedia: Laubendorf (Langenzenn)
- 1814EreignisEreignis
Der Wiener Kongress dauerte vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815. Er ordnete nach der Niederlage Napoleons Europa neu und legte zahlreiche Grenzen neu fest.
13Beleg anzeigen
- 13 „Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 13 „legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Laubendorf zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Laubendorf lag in der US-Besatzungszone.
14Beleg anzeigen
- 14 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 14 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1946 – 1949US-BesatzungszoneUS-Besatzungszone
Von 1946 bis 1949 gehörte Laubendorf zur US-Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Laubendorf zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
15Beleg anzeigen
- 15 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 15 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1972EreignisEreignis
Am 1. Juli 1972 gliederte man Laubendorf im Rahmen der Gebietsreform in die Stadt Langenzenn ein.
16Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 16 „Mit der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Laubendorf am 1. Juli 1972 in die Stadt Langenzenn eingegliedert.“ – Wikipedia: Laubendorf (Langenzenn)
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Laubendorf liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Laubendorf (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Laubendorf (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Laubendorf (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
136 Objekte zu „Laubendorf“ laut DDB, die ersten 5:
- Laubendorf (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Stadtarchiv Fürth
- Laubendorf (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Stadtarchiv Fürth
- Laubendorf (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Stadtarchiv Fürth
- Laubendorf (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Stadtarchiv Fürth
- Pfarramt Laubendorf (Bestand) (öffnet in neuem Tab) · Bestand · Landeskirchliches Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1237 erwähnt.
17Beleg anzeigen
- 17 „Der Ort wurde 1237 als „Lubendorff“ erstmals urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Laubendorf (Langenzenn)
Das nächste runde Jubiläum: 2037 (800 Jahre).
Quellen dieser Akte (23 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
23 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Laubendorf ausgewertet: 23 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung (1237) belegt in Wikipedia: Laubendorf (Langenzenn).
Archive
- Der Zehnt zu Lohe 1529: Abschrift des Markungsbriefes; Zehnt des Pfarrers zu Laubendorf 1759 (1529, Staatsarchiv Bamberg, CC0)
- Laubendorf (evgl.); Bez.Amt Fürth.; Gebreg. 1738, Gebreg. 1800, Traureg. 1800, Gesamtreg. 1806, 1817, 1821, 1825, 1826 (1738, Staatsarchiv Nürnberg, CC0)
- Laubendorf (evgl.); Bez.Amt Neustadt a.d.Aisch; Gebreg. Dürrnbuch 1839-1858, Traureg. Dürrnbuch 1839-1875, Sterbereg. Dürrnbuch 1839-1875 (1839, Staatsarchiv Nürnberg, CC0)
Bibliotheken
- [4470] = 2565. Gr. Tschunkawe (1917) (1917, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Laubendorf“: 4 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Hausblätter für die Pfarrgemeinden Laubendorf, Schönbrunn, Dittersbach und Blumenau : Familienzeitschrift für Belehrung u. Unterhaltung (1926) (1926, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [4470] = 2565. Gr. Tschunkawe (1926) (1926, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [4470] = 2565. Gr. Tschunkawe (1928) (1928, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Laubendorf (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Laubendorf (Langenzenn) und 13 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Laubendorf_(Langenzenn) (CC BY-SA 4.0).
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