Lehesten
Das Überraschende
Im Fröhlichen Tal bei Lehesten bauten 1227 Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg Triebwerke für die V2-Rakete.
Die große Zahl
Seit 1071 gehörte Lehesten zu 7 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 23 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 71 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Sachsen-Meiningen
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0559802
Auch bekannt alsЛеэстен
Heute: Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Lehesten (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken. Dort leben rund 1.467 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt direkt an der Grenze zu Bayern und war somit zur ehemaligen innerdeutschen Grenze. Dein Ort ist eine Berg- und Schieferstadt mit geschlossenem Stadtbild aus schieferverkleideten Häusern. Dein Ort wurde 1071 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte im Mittelalter zur Benediktinerabtei Saalfeld.
Lage
Lage: Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Deutschland · 50,467° N, 11,45° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 100 v. Chr. – 300Hermunduren (Elbgermanen)VermutungUm die Zeitenwende lebten in Thüringen vermutlich Hermunduren, ein elbgermanischer Stamm, der am Oberlauf der Elbe siedelte.
4Beleg anzeigen
- 4 „Die Hermunduren waren ein germanischer Volksstamm, der zur Gruppe der Elbgermanen (Herminonen) zählt und am Oberlauf der Elbe siedelte.“ – Wikipedia: Hermunduren
- 4 „In Thüringen wurden archäologische Funde elbgermanischer Provenienz, wie die von Fibeln, eisernen Waffen, Terrinen, Schalenurnen und rädchenverzierten Keramikteilen bislang zumeist als hermundurisch gedeutet.“ – Wikipedia: Hermunduren
- ca. 400 – 531ThüringerungefährVon etwa 400 bis um 531 lag die Gegend wahrscheinlich im Thüringerreich, das die Franken dann eroberten.
5Beleg anzeigen
- 5 „Die Thüringer werden erstmals als Toringi um 400 im Werk Mulomedicina („Maultier-Heilkunde“) des spätantiken Autors Flavius Vegetius Renatus erwähnt, der die Kriegstauglichkeit ihrer Pferde rühmt.“ – Wikipedia: Thüringer
- 5 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- ca. 531 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährUm 531 eroberten die Franken das Thüringerreich; danach gehörte der Raum wahrscheinlich zu ihrem Reich.
6Beleg anzeigen
- 6 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- 6 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
Grenz-Zeitleiste
- 1071 – 1131Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1071 bis 1131 gehörte Lehesten zum Heiligen Römischen Reich.
7Beleg anzeigen
- 7 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 7 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1071EreignisEreignis
Lehesten wird 1071 erstmals erwähnt.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „Erstmals wurde Lehesten 1071 urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Lehesten (Thüringer Wald)
- 1131 – 1485Landgrafschaft ThüringenLandgrafschaft Thüringen
Von 1131 bis 1485 gehörte Lehesten zur Landgrafschaft Thüringen.
9Beleg anzeigen
- 9 „Eine unverdächtige Königsurkunde Lothars III. vom 29. März 1131 betitelt Ludwig als lantgravius de Thuringia.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 9 „Der Macht und Besitzzuwachs der Wettiner durch die Verleihung der Kurwürde mit dem Herzogtum Sachsen 1423 führte schließlich zur Leipziger Teilung 1485, mit der die Landgrafschaft Thüringen letztlich zerschlagen wurde.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 1131EreignisEreignis
Eine Urkunde König Lothars III. nannte Ludwig 1131 Landgraf von Thüringen. Mit der Leipziger Teilung zerschlugen die Wettiner 1485 die Landgrafschaft Thüringen.
10Beleg anzeigen
- 10 „Eine unverdächtige Königsurkunde Lothars III. vom 29. März 1131 betitelt Ludwig als lantgravius de Thuringia.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 10 „Der Macht und Besitzzuwachs der Wettiner durch die Verleihung der Kurwürde mit dem Herzogtum Sachsen 1423 führte schließlich zur Leipziger Teilung 1485, mit der die Landgrafschaft Thüringen letztlich zerschlagen wurde.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 1485 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1485 bis 1806 gehörte Lehesten zum Heiligen Römischen Reich.
11Beleg anzeigen
- 11 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 11 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1807 – 1814keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1815 – 1870Sachsen-MeiningenSachsen-Meiningen
Von 1815 bis 1870 gehörte Lehesten zu Sachsen-Meiningen.
Quelle: GOV - 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Lehesten zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1911EreignisEreignis
Im Jahr 1911 gründete man in Lehesten im Friedrichsbruch die Deutsche Fachschule für das Dachdeckerhandwerk.
12Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 12 „Im Jahr 1911 wurde in Lehesten im Friedrichsbruch die Deutsche Fachschule für das Dachdeckerhandwerk gegründet.“ – Wikipedia: Lehesten (Thüringer Wald)
- 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Lehesten zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Lehesten lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
13Beleg anzeigen
- 13 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1990DDRDDR
Von 1949 bis 1990 gehörte Lehesten zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
14Beleg anzeigen
- 14 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 14 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1990 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1990 gehört Lehesten zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1992EreignisEreignis
Am 1. Mai 1992 benannte sich die Stadt von Lehesten/Thür. Wald in Lehesten um.
15Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 15 „Zu einer Namensänderung kam es am 1. Mai 1992, als sich die Stadt von Lehesten/Thür. Wald in Lehesten umbenannte.“ – Wikipedia: Lehesten (Thüringer Wald)
- 1994EreignisEreignis
Zum 22. Januar 1994 wurde die Gemeinde Brennersgrün eingemeindet.
16Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 16 „Zum 22. Januar 1994 wurde die Gemeinde Brennersgrün eingemeindet.“ – Wikipedia: Lehesten (Thüringer Wald)
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Lehesten liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
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Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
621 Objekte zu „Lehesten“ laut DDB, die ersten 5:
- Lehesten (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
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Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1071 erwähnt.
17Beleg anzeigen
- 17 „Erstmals wurde Lehesten 1071 urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Lehesten (Thüringer Wald)
Das nächste runde Jubiläum: 2071 (1.000 Jahre).
Quellen dieser Akte (23 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
23 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Lehesten ausgewertet: 23 Quellen · Ersterwähnung (1071) belegt in Wikipedia: Lehesten (Thüringer Wald).
Bibliotheken
- [3238] : Lfg. 114. Lehesten / geognostisch bearb. von E. Zimmermann (1910) (1910, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Lehesten“: 14 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Erl.; Lehesten : Lfg. 114 = No. 31 (1910) (1910, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5534] = 3238/3290. Lehesten (1917) (1917, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 491. Lobenstein; [Ausg. D] (1918) (1918, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Blatt 1. Südlicher Teil : Frankenwald (1925) (1925, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 5.486 Treffer bis 1950, älteste 1747 in „Göttingische Zeitungen von gelehrten Sachen : auf das Jahr ...“ (1747, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Göttingische Zeitungen von gelehrten Sachen : auf das Jahr ...“, 1747-08-28 (Bayerische Staatsbibliothek) (1747, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q559802: Lehesten (CC0)
- Gemeinsame Normdatei (DNB): Lehesten (Thür. Wald) (CC0)„Stadt im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Thüringen; direkt an der Grenze zu Bayern und somit zur ehemaligen innerdeutschen Grenze;“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Lehesten (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Lehesten (Thüringer Wald) und 12 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Lehesten_(Thüringer_Wald) (CC BY-SA 4.0).
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