Leichlingen
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Sachsen, später Franken.
Die große Zahl
Seit 973 gehörte Leichlingen zu 6 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 19 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Berg gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
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Ortsakte · Nr. GA-0245495
Auch bekannt alsLeichlingen (Rheinland), Лайхлинген
Heute: Rheinisch-Bergischer Kreis, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Leichlingen (Rheinisch-Bergischer Kreis). Dort leben rund 28.205 Menschen (Stand 2025). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Sachsen, später Franken. Dein Ort liegt im Tal der Wupper und war jahrhundertelang vom Kloster Deutz geprägt. Dein Ort trägt seit 2013 den offiziellen Namenszusatz Blütenstadt. Dein Ort entwickelte sich durch die Industrieansiedlung im 19. Jahrhundert zu einer Stadt.
Lage
Lage: Rheinisch-Bergischer Kreis, Deutschland · 51,117° N, 7,017° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 285 – 804SachsenungefährWahrscheinlich siedelten hier Sachsen, die Karl der Große in den Sachsenkriegen (772–804) unterwarf; die früheste sichere Nennung stammt von 285.
1Beleg anzeigen
- 1 „Seit der Merowingerzeit standen zumindest Teile der Sachsen immer wieder in einer losen Abhängigkeit zum Frankenreich, bis sie von Karl dem Großen in den Sachsenkriegen (772–804) endgültig unterworfen wurden.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- 1 „Abgesehen von Ptolemäus werden Sachsen erstmals bei Eutrop für das Jahr 285 genannt, wobei Eutrops Text zwischen 364 und 380 n. Chr. entstand.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
2Beleg anzeigen
- 2 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 2 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ungefährOrtsname (germanisch)ungefährDer Ortsname ist nach einer Deutung germanischen Ursprungs. Der Name wird als niedrig gelegener schmaler Landstrich gedeutet, was zur Lage im Wuppertal passt.
3Beleg anzeigen
- 3 „Insgesamt handelt es sich also um rein sprachwissenschaftliche Vermutungen und Anschauungen. J. Bernhardt hat es daher 1931 vorgezogen, auf eine Deutung zu verzichten, als eine falsche Erklärung abzugeben.“ – Wikipedia: Leichlingen (Rheinland)
Grenz-Zeitleiste
- 973 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 973 bis 1806 gehörte Leichlingen zum Heiligen Römischen Reich.
4Beleg anzeigen
- 4 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 4 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1019EreignisEreignis
Erzbischof Heribert von Köln schenkte Kirche und Hof zu Leichlingen dem Kloster Deutz.
5Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 5 „Der Ort taucht 1019 als "Leichlingin" wieder in einer Urkunde auf, als Erzbischof Heribert von Köln Kirche und einen Hof zu Leichlingen dem Kloster Deutz schenkte.“ – Wikipedia: Leichlingen (Rheinland)
- 1376EreignisEreignis
Graf Wilhelm von Berg genehmigte der Abtei Deutz den Kauf des Hofes zu dem Busche.
6Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 6 „Beispielsweise genehmigte 1376 Graf Wilhelm von Berg der Abtei Deutz den "Hof zu dem Busche" im Kirchspiel Leichlingen von dem Eigentümer "Franken van me Rine" zu kaufen.“ – Wikipedia: Leichlingen (Rheinland)
- 1806EreignisEreignis
Auf Initiative Napoleons entstand 1806 der Rheinbund, eine Konföderation deutscher Staaten. Diese Staaten traten aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches aus. Der Rheinbund brach 1813 nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig zusammen.
7Beleg anzeigen
- 7 „war eine auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon 1806 in Paris gebildete Konföderation deutscher Staaten, die mit der Gründung dieses Bündnisses aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches austraten.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 7 „Er brach nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zusammen.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 1808 – 1813BergBerg
Von 1808 bis 1813 gehörte Leichlingen zu Berg.
Quelle: GOV - 1814 – 1815keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1814EreignisEreignis
Der Wiener Kongress dauerte vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815. Er ordnete nach der Niederlage Napoleons Europa neu und legte zahlreiche Grenzen neu fest.
8Beleg anzeigen
- 8 „Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 8 „legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 1816 – 1870PreußenPreußen
Von 1816 bis 1870 gehörte Leichlingen zu Preußen.
Quelle: GOV - 1856EreignisEreignis
Leichlingen erhielt Stadtrechte.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Die Stadtrechte wurden Leichlingen im Jahr 1856 verliehen und die eigentliche Entwicklung Leichlingens zu der Stadt, wie sie heute bekannt ist, begann.“ – Wikipedia: Leichlingen (Rheinland)
- 1865EreignisEreignis
Die Türkischrot-Färberei A. Weyermann-Söhne zog von Elberfeld nach Leichlingen um.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Diese war unter der Firma A. Weyermann-Söhne 1865 von Elberfeld (heute zu Wuppertal) nach Leichlingen verlegt worden.“ – Wikipedia: Leichlingen (Rheinland)
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Leichlingen zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1909EreignisEreignis
Die Rheinisch-Westfälische Motorluftschiff-Gesellschaft errichtete eine Luftschiffhalle in Balken.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Die "Rheinisch-Westfälische Motorluftschiff-Gesellschaft e. V. Elberfeld" hatte 1909 im Ortsteil Balken eine Luftschiffhalle errichtet, von der aus der Elberfelder Luftfahrtpionier Oskar Erbslöh mit seinem Lenkballon Probefahrten über Leichlingen und die nähere Umgebung unternahm.“ – Wikipedia: Leichlingen (Rheinland)
- 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt in Deutschland. Sie teilten Deutschland in Besatzungszonen. Leichlingen lag in der Britischen Besatzungszone.
12Beleg anzeigen
- 12 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 12 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1946 – 1949Britische BesatzungszoneBritische Besatzungszone
Von 1946 bis 1949 gehörte Leichlingen zur Britischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Leichlingen zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
13Beleg anzeigen
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 13 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1975EreignisEreignis
Leichlingen gliederte den Großteil der Gemeinde Witzhelden ein.
14Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 14 „Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform wurden zum 1. Januar 1975 der Großteil der Gemeinde Witzhelden sowie kleine Gebietsteile von Langenfeld und Opladen eingegliedert.“ – Wikipedia: Leichlingen (Rheinland)
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Leichlingen liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Leichlingen (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Leichlingen (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Leichlingen (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
5.673 Objekte zu „Leichlingen“ laut DDB, die ersten 5:
- Leichlingen.: Leichlingen, Akten. (öffnet in neuem Tab) · Sachakte · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Büstenstein aus Leichlingen (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Universitätsbibliothek
- Leichlingen (Bürgermeisterei): Gemeinde Leichlingen (öffnet in neuem Tab) · Karte / Plan · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Wupperbrücke Leichlingen (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Archiv des Landschaftsverbands Rheinland
- Leichlingen (öffnet in neuem Tab) · Archivale · Kreisarchiv des Rheinisch-Bergischen-Kreises
Ortsname
Der Name wird als niedrig gelegener schmaler Landstrich gedeutet, was zur Lage im Wuppertal passt. Andere Deutungen vermuten Fischeier in Flussschlingen oder eine Siedlung am Bächlein.
15Beleg anzeigen
- 15 „Insgesamt handelt es sich also um rein sprachwissenschaftliche Vermutungen und Anschauungen. J. Bernhardt hat es daher 1931 vorgezogen, auf eine Deutung zu verzichten, als eine falsche Erklärung abzugeben.“ – Wikipedia: Leichlingen (Rheinland)
Historische Ansichten
(Bildseite öffnet in neuem Tab)
Bergisch-Märkische Eisenbahn. Stationsgebäude Leichlingen: Ansicht · Museum of Architecture at Berlin Institute of Technology · gemeinfrei (Bildseite öffnet in neuem Tab)
Brief des Bürgermeisters der Stadt Leichlingen an den ADF · Archive of the German Women’s Movement · gemeinfrei
Quellen dieser Akte (19 Quellen aus 10 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
19 Quellen aus 10 Einrichtungen
Für Leichlingen ausgewertet: 19 Quellen · 3 Archivfunde · 2 historische Ansichten · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
Archive
- Lage und Höhenplan über die Mühlenanlage des Peter Schäfer in Büscherhöfen bei Leichlingen (Hauptmaßstab 1:1250 (1250, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland, CC0)
- Bestellung von Kupferplatten vom Rotkupferhammer des Geheimen Rats von Haack zu Leichlingen im Bergischen (bei Mühlheim) (1763, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe, CC0)
- Prediger Johann Friedrich Heinrich Franz Wille (1763-1810), in Leichlingen (1783-1810) (1763, Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland, CC0)
Bibliotheken
- Nr. 7366. Höhscheid (1914) (1914, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Leichlingen“: 1 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 102.150 Treffer bis 1950, älteste 1774 in „Gülich und bergische wöchentliche Nachrichten“ (1774, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Gülich und bergische wöchentliche Nachrichten“, 1774-09-06 (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf) (1774, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Leichlingen (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Leichlingen (Rheinland) und 8 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
Historische Ansichten
- Bergisch-Märkische Eisenbahn. Stationsgebäude Leichlingen: Ansicht (CC0)„Quelle: Europeana“
- Brief des Bürgermeisters der Stadt Leichlingen an den ADF (europeana.eu, gemeinfrei)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Leichlingen_(Rheinland) (CC BY-SA 4.0).
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