Liebschütz
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken.
Die große Zahl
Seit 1258 gehörte Liebschütz zu 7 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 24 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 71 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-1537891
Heute: Saale-Orla-Kreis, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Liebschütz (Saale-Orla-Kreis). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken. Dort leben rund 1.019 Menschen (Stand 1946). Dein Ort wurde 1258 erstmals urkundlich genannt und war lange Zeit von der Familie von Obernitz begütert. Dein Ort gehörte bis 1815 zu Sachsen und kam dann an Preußen.
Lage
Lage: Saale-Orla-Kreis, Deutschland · 50,572° N, 11,646° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
3Beleg anzeigen
- 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 100 v. Chr. – 300Hermunduren (Elbgermanen)VermutungUm die Zeitenwende lebten in Thüringen vermutlich Hermunduren, ein elbgermanischer Stamm, der am Oberlauf der Elbe siedelte.
4Beleg anzeigen
- 4 „Die Hermunduren waren ein germanischer Volksstamm, der zur Gruppe der Elbgermanen (Herminonen) zählt und am Oberlauf der Elbe siedelte.“ – Wikipedia: Hermunduren
- 4 „In Thüringen wurden archäologische Funde elbgermanischer Provenienz, wie die von Fibeln, eisernen Waffen, Terrinen, Schalenurnen und rädchenverzierten Keramikteilen bislang zumeist als hermundurisch gedeutet.“ – Wikipedia: Hermunduren
- ca. 400 – 531ThüringerungefährVon etwa 400 bis um 531 lag die Gegend wahrscheinlich im Thüringerreich, das die Franken dann eroberten.
5Beleg anzeigen
- 5 „Die Thüringer werden erstmals als Toringi um 400 im Werk Mulomedicina („Maultier-Heilkunde“) des spätantiken Autors Flavius Vegetius Renatus erwähnt, der die Kriegstauglichkeit ihrer Pferde rühmt.“ – Wikipedia: Thüringer
- 5 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- ca. 531 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährUm 531 eroberten die Franken das Thüringerreich; danach gehörte der Raum wahrscheinlich zu ihrem Reich.
6Beleg anzeigen
- 6 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- 6 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
Grenz-Zeitleiste
- 1258 – 1485Landgrafschaft ThüringenLandgrafschaft Thüringen
Von 1258 bis 1485 gehörte Liebschütz zur Landgrafschaft Thüringen.
7Beleg anzeigen
- 7 „Eine unverdächtige Königsurkunde Lothars III. vom 29. März 1131 betitelt Ludwig als lantgravius de Thuringia.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 7 „Der Macht und Besitzzuwachs der Wettiner durch die Verleihung der Kurwürde mit dem Herzogtum Sachsen 1423 führte schließlich zur Leipziger Teilung 1485, mit der die Landgrafschaft Thüringen letztlich zerschlagen wurde.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 1258EreignisEreignis
Liebschütz wird 1258 erstmals erwähnt.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „Liebschütz wurde als „Lobesiz“ am 19. Juni 1258 erstmals urkundlich genannt.“ – Wikipedia: Liebschütz
- 1485 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1485 bis 1806 gehörte Liebschütz zum Heiligen Römischen Reich.
9Beleg anzeigen
- 9 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 9 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1616EreignisEreignis
Archivale zu Liebschütz: „21/7,1b Nr. 10;1-8: Wiederholte Bitten des stud. Johann Lestwitz (MUT 19429 [1616]) aus Liebschütz (Schlesien), nach“.
10Beleg (Eberhard Karls Universität Tübingen, UB - Universitätsarchiv) anzeigen
- 10 „21/7,1b Nr. 10;1-8: Wiederholte Bitten des stud. Johann Lestwitz (MUT 19429 [1616]) aus Liebschütz (Schlesien), nach (Eberhard Karls Universität Tübingen, UB - Universitätsarchiv), Laufzeit ab 1616“ – DDB: Eberhard Karls Universität Tübingen, UB - Universitätsarchiv
- 1794EreignisEreignis
Archivale zu Liebschütz: „Anzeige gegen Christoph Gemeinhardt aus Liebschütz [w. Schleiz] wegen eines von dem Floßboten Johann Heinrich Lutz“.
11Beleg (Sächsisches Staatsarchiv) anzeigen
- 11 „Anzeige gegen Christoph Gemeinhardt aus Liebschütz [w. Schleiz] wegen eines von dem Floßboten Johann Heinrich Lutz (Sächsisches Staatsarchiv), Laufzeit ab 1794“ – DDB: Sächsisches Staatsarchiv
- 1807 – 1815keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1815EreignisEreignis
Preußen annektierte Liebschütz nach dem Wiener Kongress.
12Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 12 „Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Ziegenrück und kam nach dessen auf dem Wiener Kongress beschlossenen Abtretung an den preußischen Landkreis Ziegenrück, zu dem der Ort bis 1945 gehörte.“ – Wikipedia: Liebschütz
- 1816 – 1870PreußenPreußen
Von 1816 bis 1870 gehörte Liebschütz zu Preußen.
Quelle: GOV - 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Liebschütz zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Liebschütz zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Liebschütz lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
13Beleg anzeigen
- 13 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1990DDRDDR
Von 1949 bis 1990 gehörte Liebschütz zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
14Beleg anzeigen
- 14 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 14 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1990 – 2000Bundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Von 1990 bis 2000 gehörte Liebschütz zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 2001 – heutekeine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Liebschütz liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Liebschütz (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Liebschütz (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Liebschütz (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
397 Objekte zu „Liebschütz“ laut DDB, die ersten 5:
- Liebschütz, Hilda (öffnet in neuem Tab) · Akte · Brandenburgisches Landeshauptarchiv
- Liebschützberg-Liebschütz. Bockmühle (öffnet in neuem Tab) · Mühle · Deutsche Fotothek
- Liebschützberg-Liebschütz. Bockmühle (öffnet in neuem Tab) · Mühle · Deutsche Fotothek
- Liebschützberg-Liebschütz. Bockmühle (öffnet in neuem Tab) · Mühle · Deutsche Fotothek
- Liebschützberg-Liebschütz. Bockmühle (öffnet in neuem Tab) · Mühle · Deutsche Fotothek
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1258 erwähnt.
15Beleg anzeigen
- 15 „Liebschütz wurde als „Lobesiz“ am 19. Juni 1258 erstmals urkundlich genannt.“ – Wikipedia: Liebschütz
Das nächste runde Jubiläum: 2058 (800 Jahre).
Historische Ansichten
(Bildseite öffnet in neuem Tab)
Liebschütz, Hilda · Brandenburg Main State Archive · gemeinfrei (Bildseite öffnet in neuem Tab)
Liebschütz, Miriam · Brandenburg Main State Archive · gemeinfrei
Quellen dieser Akte (24 Quellen aus 9 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
24 Quellen aus 9 Einrichtungen
Für Liebschütz ausgewertet: 24 Quellen · 2 Archivfunde · 2 historische Ansichten · Ersterwähnung (1258) belegt in Wikipedia: Liebschütz.
Archive
- 21/7,1b Nr. 10;1-8: Wiederholte Bitten des stud. Johann Lestwitz (MUT 19429 [1616]) aus Liebschütz (Schlesien), nach (1616, Eberhard Karls Universität Tübingen, UB - Universitätsarchiv, CC0)
- Anzeige gegen Christoph Gemeinhardt aus Liebschütz [w. Schleiz] wegen eines von dem Floßboten Johann Heinrich Lutz (1794, Sächsisches Staatsarchiv, CC0)
Bibliotheken
- [4644] = 15. Section Wellerswalde (1880) (1880, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Liebschütz“: 2 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [4644] = 15. Section Wellerswalde (1880) (1880, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 2.082 Treffer bis 1950, älteste 1755 in „Hochfürstlich-Bambergische wochentliche Frag- und Anzeigenachrichten“ (1755, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Hochfürstlich-Bambergische wochentliche Frag- und Anzeigenachrichten“, 1755-09-30 (Bayerische Staatsbibliothek) (1755, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
- Digressiuncula inauguralis de iure leviratus apud Hebraeos : ad illustrem et generosissimum dominum Dn. Joh. Heinricum ab Obernütz in Liebschütz ... (1691) (1691, Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie, gemeinfrei)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Liebschütz (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Liebschütz und 12 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
Historische Ansichten
- Liebschütz, Hilda (europeana.eu, CC0)„Quelle: Europeana“
- Liebschütz, Miriam (europeana.eu, CC0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Liebschütz (CC BY-SA 4.0).
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