Lingolsheim
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Alamannen und Franken.
Die große Zahl
Seit 1799 gehörte Lingolsheim zu 2 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 12 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Franzose gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Franzose
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Franzose
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0021388
Auch bekannt alsЛенгольсайм
Heute: Arrondissement Strasbourg, Frankreich
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Lingolsheim (Arrondissement Strasbourg). Dort leben rund 20.826 Menschen (Stand 2023). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Alamannen und Franken. Dein Ort wechselte zwischen deutscher und französischer Herrschaft.
Lage
Lage: Arrondissement Strasbourg, Frankreich · 48,558° N, 7,683° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 1300 – 800 v. Chr.UrnenfelderkulturbelegtEin Gräberfeld mit 21 Gräbern und 60 Urnen belegt die spätbronzezeitliche Besiedlung.
1Beleg anzeigen
- 1 „Aus der Späten Bronzezeit wurde ein Gräberfeld der Urnenfelderkultur (1300–800 v. Chr.) gefunden, das 21 Gräber und 60 Urnen umfasst.“ – Wikipedia: Lingolsheim
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
2Beleg anzeigen
- 2 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 2 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 13 v. Chr. – 455RömerungefährSeit den Feldzügen ab 13 v. Chr. gehörte das Elsass wahrscheinlich zum römischen Reich; es entstand eine gallorömische Bevölkerung; nach etwa 455 folgten Alamannen und Franken.
3Beleg anzeigen
- 3 „Mit den augusteischen Feldzügen ab 13/12 v. Chr. gelangten die linksrheinischen Gebiete unter römische Kontrolle.“ – Wikipedia: Germania superior
- 3 „Es entwickelte sich eine gallorömische Bevölkerung, die seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. auch erste germanische Gruppen assimilierte, ebenso wie die seit etwa 350 dauerhaft siedelnden Alamannen.“ – Wikipedia: Elsass
- 3 „Nach etwa 455 traten dann Alamannen und schließlich die merowingischen Franken die Nachfolge der römischen Herrschaft am Rhein an: Als Chlodwig I. um 482 seinem Vater als rex nachfolgte, wurde er formal zugleich administrator der Provinz Germania Prima, die sich dann schrittweise in fränkisches Kronland verwandeln sollte.“ – Wikipedia: Germania superior
- ca. 350 – 500AlamannenungefährSeit etwa 350 siedelten im Elsass dauerhaft Alamannen; um 500 begann die fränkische Herrschaft.
4Beleg anzeigen
- 4 „Es entwickelte sich eine gallorömische Bevölkerung, die seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. auch erste germanische Gruppen assimilierte, ebenso wie die seit etwa 350 dauerhaft siedelnden Alamannen.“ – Wikipedia: Elsass
- 4 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
5Beleg anzeigen
- 5 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 5 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ungefährOrtsname (germanisch)belegtDer Ortsname ist germanischen Ursprungs. Der Ortsname entstand aus dem germanischen Namen Lingolf und der fränkischen Ortsnamensendung „-heim“.
6Beleg anzeigen
- 6 „Der Ortsname entstand aus dem germanischen Namen Lingolf und der fränkischen Ortsnamensendung „-heim“.“ – Wikipedia: Lingolsheim
Grenz-Zeitleiste
- 1620 – 1798keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1799 – 1871FrankreichFrankreich
Von 1799 bis 1871 gehörte Lingolsheim zu Frankreich.
Quelle: GOV - 1871 – 1919Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1919 gehörte Lingolsheim zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1871EreignisEreignis
Lingolsheim gehörte als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Lingolsheim als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich“ – Wikipedia: Lingolsheim
- 1918EreignisEreignis
Die Kriegsziele der Alliierten sahen 1918 die Rückgliederung Elsass-Lothringens nach Frankreich vor. Der Versailler Vertrag von 1919 sprach das Gebiet wieder Frankreich zu.
8Beleg anzeigen
- 8 „Der Landtag unter Eugen Ricklin rief am 11. November 1918 die unabhängige Republik Elsaß-Lothringen aus, die international jedoch keine Anerkennung fand, da die Kriegsziele der Alliierten die Rückgliederung Elsaß-Lothringens nach Frankreich vorsahen.“ – Wikipedia: Reichsland Elsaß-Lothringen
- 8 „Die Stadt wurde danach gemäß dem Versailler Vertrag von 1919 wieder Frankreich zugesprochen.“ – Wikipedia: Straßburg
- 1919 – 1940FrankreichFrankreich
Von 1919 bis 1940 gehörte Lingolsheim zu Frankreich.
Quelle: GOV - 1940 – 1944Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1940 bis 1944 stand Lingolsheim unter der Herrschaft des Deutschen Reichs.
9Beleg anzeigen
- 9 „Nach dem kapitulationsähnlichen Waffenstillstand von Compiègne (22. Juni 1940) wurde das Elsass an das Deutsche Reich angeschlossen“ – Wikipedia: Straßburg
- 9 „Dieses Schicksal ereilte das Elsass noch einmal im 2. Weltkrieg von 1940 bis 1945.“ – Wikipedia: Elsass
- 9 „November 1944 wurde Straßburg von Einheiten des XV Corps der US-Armee unter Wade H. Haislip, darunter der französischen 2e division blindée, befreit.“ – Wikipedia: Straßburg
- 1940EreignisEreignis
Das Deutsche Reich besetzte das Elsass im Juni 1940 und gliederte es in sein Gebiet ein. Im November 1944 befreiten US-amerikanische und französische Truppen Straßburg.
10Beleg anzeigen
- 10 „Nach dem kapitulationsähnlichen Waffenstillstand von Compiègne (22. Juni 1940) wurde das Elsass an das Deutsche Reich angeschlossen“ – Wikipedia: Straßburg
- 10 „Dieses Schicksal ereilte das Elsass noch einmal im 2. Weltkrieg von 1940 bis 1945.“ – Wikipedia: Elsass
- 10 „November 1944 wurde Straßburg von Einheiten des XV Corps der US-Armee unter Wade H. Haislip, darunter der französischen 2e division blindée, befreit.“ – Wikipedia: Straßburg
- 1940EreignisEreignis
Die deutsche Besatzung deportierte die verbliebenen jüdischen Einwohner nach Südfrankreich.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Unter deutscher Besatzung wurden die in Lingolsheim verbliebenen jüdischen Einwohner 1940 nach Südfrankreich deportiert.“ – Wikipedia: Lingolsheim
- 1944 – 2014FrankreichFrankreich
Von 1944 bis 2014 gehörte Lingolsheim zu Frankreich.
Quelle: GOV - 2015 – heutekeine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Lingolsheim liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Lingolsheim (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Lingolsheim (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Lingolsheim (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
54 Objekte zu „Lingolsheim“ laut DDB, die ersten 5:
- Weil, Lucien, geb. in Lingolsheim (öffnet in neuem Tab) · Personenakten · Landesarchiv Baden-Württemberg
- Schäffer, Sofie; geb. Welz, geboren am 01.03.1914 in Lingolsheim, Werkschreiberin (öffnet in neuem Tab) · Akten · Landesarchiv Baden-Württemberg
- Kriegstagebuch der Ortskommandantur Lingolsheim und Eckbolsheim (öffnet in neuem Tab) · Akten · Bayerisches Hauptstaatsarchiv
- Bildmaterial zum neolithischen Gräberfeld in Lingolsheim (Elsass) (öffnet in neuem Tab) · Akten · Stadtarchiv Tübingen
- Doberer, Philipp geb. 13.06.1888 Lingolsheim Kreis Elsaß-Lothringen (öffnet in neuem Tab) · Verzeichnungseinheit · Landesarchiv Schleswig-Holstein
Ortsname
Der Ortsname entstand aus dem germanischen Namen Lingolf und der fränkischen Ortsnamensendung „-heim“.
12Beleg anzeigen
- 12 „Der Ortsname entstand aus dem germanischen Namen Lingolf und der fränkischen Ortsnamensendung „-heim“.“ – Wikipedia: Lingolsheim
Quellen dieser Akte (12 Quellen aus 5 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
12 Quellen aus 5 Einrichtungen
Für Lingolsheim ausgewertet: 12 Quellen · Ersterwähnung in diesen Quellen nicht belegt.
Bibliotheken
- Statuten der Adler & Oppenheimer-Wohlfahrts-Gesellschaft m. b. H. in Lingolsheim i. E. (1913) (1913, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Lingolsheim“: 1 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 3.525 Treffer bis 1950, älteste 1803 in „Augsburgische Ordinari Postzeitung von Staats-, gelehrten, historisch- u. ökonomischen Neuigkeiten“ (1803, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Augsburgische Ordinari Postzeitung von Staats-, gelehrten, historisch- u. ökonomischen Neuigkeiten“, 1803-01-20 (Bayerische Staatsbibliothek) (1803, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Lingolsheim (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Lingolsheim und 6 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Lingolsheim (CC BY-SA 4.0).
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