Mörfelden-Walldorf
Das Überraschende
Die Stadt hieß nach dem Zusammenschluss 1977 zunächst ein Jahr lang Waldfelden.
Die große Zahl
Seit 962 gehörte Mörfelden-Walldorf zu 2 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 16 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
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Ortsakte · Nr. GA-0016007
Auch bekannt alsМёрфельден-Вальдорф, Merfeldenas- Valdorfas, Waldfelden
Heute: Landkreis Groß-Gerau, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Mörfelden-Walldorf (Landkreis Groß-Gerau). Dort leben rund 31.441 Menschen (Stand 2025). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Römer, Alamannen und Franken. Dein Ort liegt am Frankfurter Flughafen und entstand 1977 aus zwei Städten. Walldorf war ursprünglich eine Kolonie französischer Flüchtlinge. Mörfelden war im Mittelalter ein wichtiger Handelsplatz mit eigener Zollstelle.
Lage
Lage: Landkreis Groß-Gerau, Deutschland · 49,99° N, 8,566° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 450 – 40 v. Chr.Kelten (Latène-Kultur)ungefährZwischen etwa 450 und 40 v. Chr. gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Verbreitungsgebiet der Latène-Kultur, die man den Kelten zuschreibt.
1Beleg anzeigen
- 1 „Diese war zwischen 450 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- 1 „Träger der Latènekultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.“ – Wikipedia: La-Tène-Kultur
- ca. 100 – 260Römer (Obergermanisch-Raetischer Limes)ungefährIm 2. Jahrhundert lag die Gegend wahrscheinlich im römischen Dekumatland hinter dem Obergermanisch-Raetischen Limes; um 260 räumten die Römer das Land (Limesfall).
2Beleg anzeigen
- 2 „The Upper German-Raetian Limes covers a length of 550 km and runs between Rheinbrohl on the Rhine and Eining on the Danube, built in stages during the 2nd century.“ – UNESCO-Welterbezentrum: Frontiers of the Roman Empire
- 2 „Vor allem im 2. Jahrhundert kam es durch rechtsrheinische Gebietserweiterungen und ein Vorschieben des Limes zu bedeutenden Vergrößerungen der Provinz (Dekumatland), die mit einer Fläche von insgesamt 93.500 km² zu den mittelgroßen Provinzen des römischen Imperiums gehörte.“ – Wikipedia: Germania superior
- 2 „Zwischen 260 und 280 wurde das Dekumatland von den römischen Truppen geräumt (Limesfall) und die militärische Grenze an Rhenus (Rhein) und Danubius (Donau) zurückverlegt.“ – Wikipedia: Germania superior
- ca. 260 – 500AlamannenungefährNach dem Limesfall um 260 siedelten hier wahrscheinlich Alamannen; seit 297 heißt der Raum Alamannia. Um 500 begann die fränkische Herrschaft.
3Beleg anzeigen
- 3 „Zwischen 260 und 280 wurde das Dekumatland von den römischen Truppen geräumt (Limesfall) und die militärische Grenze an Rhenus (Rhein) und Danubius (Donau) zurückverlegt.“ – Wikipedia: Germania superior
- 3 „Der geographische Begriff Alamannia kommt zum ersten Mal in einem lateinischen Panegyricus auf Constantius Chlorus aus dem Jahre 297 vor.“ – Wikipedia: Alamannen
- 3 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
4Beleg anzeigen
- 4 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 4 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
Grenz-Zeitleiste
- 830 – 961keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 962 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 962 bis 1806 gehörte Mörfelden-Walldorf zum Heiligen Römischen Reich.
5Beleg anzeigen
- 5 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 5 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 962EreignisEreignis
Otto I. ließ sich am 2. Februar 962 in Rom zum Kaiser krönen. Das Reich erlosch am 6. August 1806, als Kaiser Franz II. die Reichskrone niederlegte.
6Beleg anzeigen
- 6 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 6 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1807 – 1976keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1977 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1977 gehört Mörfelden-Walldorf zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1977EreignisEreignis
Mörfelden und Walldorf schlossen sich zur Stadt Mörfelden-Walldorf zusammen.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „Die Stadt Mörfelden-Walldorf entstand am 1. Januar 1977 im Zuge der Gebietsreform in Hessen durch einen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Städte Mörfelden und Walldorf“ – Wikipedia: Mörfelden-Walldorf
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Mörfelden-Walldorf liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Mörfelden-Walldorf (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Mörfelden-Walldorf (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Mörfelden-Walldorf (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
209 Objekte zu „Mörfelden-Walldorf“ laut DDB, die ersten 5:
- 25. Skulpturenpark Mörfelden-Walldorf : 1998-2023 (öffnet in neuem Tab) · Ausstellungskatalog · Deutsche Nationalbibliothek
- Bemerkenswerte Pflanzenfunde im Stadtgebiet Mörfelden-Walldorf (öffnet in neuem Tab) · Deutsche Nationalbibliothek
- Einblicke : ein "Stadtatlas" für Mörfelden-Walldorf (öffnet in neuem Tab) · Text · Deutsche Nationalbibliothek
- Veranstaltungsplakat mit Programmhinweisen für ein Seminarwochenende in Mörfelden-Walldorf (öffnet in neuem Tab) · Politisches Plakat · Stiftung Deutsches Historisches Museum
- Mörfelden-Walldorf, Frankfurter Sozietäts-Druckerei, Luftaufnahme (öffnet in neuem Tab) · Bild/Foto · Hessisches Staatsarchiv Darmstadt
Siedlung
- 1699Gesichert
Waldenser
8Beleg anzeigen
- 8 „Walldorf wurde 1699 als "Waldenserkolonie am Gundhof" von 14 Familien gegründet“ – Wikipedia: Mörfelden-Walldorf
- 19. JahrhundertGesichert
Arbeiter
9Beleg anzeigen
- 9 „Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einer Arbeitersiedlung, in den 1920er Jahren gar zu einer Hochburg der Arbeiterbewegung“ – Wikipedia: Mörfelden-Walldorf
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 830 erwähnt.
10Beleg anzeigen
- 10 „Mörfelden wurde im Codex Laureshamensis von 830 bis 850 unter der Bezeichnung Mersenualt erstmals erwähnt und gehört zum fränkischen Reichsgutbesitz“ – Wikipedia: Mörfelden-Walldorf
Das nächste runde Jubiläum: 2030 (1.200 Jahre).
Quellen dieser Akte (16 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
16 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Mörfelden-Walldorf ausgewertet: 16 Quellen · Ersterwähnung (830) belegt in Wikipedia: Mörfelden-Walldorf.
Bibliotheken
- [5917] = [Pr. No. 3409] = Hess. No. 41. Kelsterbach (1908) (1908, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Mörfelden-Walldorf“: 5 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [5917] = [Pr. No. 3409] = Hess. No. 41. Kelsterbach (1927) (1927, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5917] = Preuß. (3409) = Hess. No. 41. Kelsterbach (Niederrad) (1934) (1934, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 5917 = (3409) = 41. Kelsterbach (Niederrad) (1937) (1937, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 5917. Kelsterbach (1954) (1954, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 6 Treffer bis 1950, älteste 1813 in „Großherzoglich-Badische Staatszeitung“ (1813, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Großherzoglich-Badische Staatszeitung“, 1813-11-26 (Badische Landesbibliothek) (1813, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Mörfelden-Walldorf (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- UNESCO-Welterbezentrum: Frontiers of the Roman Empire (Quelle)
- Wikipedia: Mörfelden-Walldorf und 5 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Mörfelden-Walldorf (CC BY-SA 4.0).
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