Moldava
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Markomannen und Slawen.
Die große Zahl
Seit 1854 gehörte Moldava zu 3 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 22 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): (nicht belegt)
- Dein Urgroßvater (1890): Untertan von Cisleithanien
- Dein Großvater (1930): Untertan von Tschecho-Slowakische Republik
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-1740707
Auch bekannt alsMoldau, Молдава
Heute: Okres Teplice, Tschechien
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Moldava (Okres Teplice). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Kelten, später Markomannen und Slawen. Dort leben rund 173 Menschen (Stand 2025). Dein Ort Moldava liegt im Ústecký kraj in Tschechien. Dein Ort entstand als Glasmachersiedlung mit einer Kirche. Dein Ort erhielt 1884 einen Grenzbahnhof an der Eisenbahnverbindung von Brüx nach Freiberg.
Lage
Lage: Okres Teplice, Tschechien · 50,721° N, 13,657° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
2Beleg anzeigen
- 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ab ca. 400 v. Chr.Boier (Kelten)ungefährEtwa im 4. Jahrhundert v. Chr. kamen keltische Boier nach Böhmen (Boiohaemum), das nach ihnen heißt.
3Beleg anzeigen
- 3 „Während der Abwanderung aus diesem Gebiet in der Latènezeit A im 4. Jahrhundert v. Chr. teilte sich der Stamm in zwei Gruppen, von denen eine nach Norditalien zog und die andere Gruppe nach Böhmen (Boiohaemum).“ – Wikipedia: Boier
- 3 „Der Name leitet sich von dem keltischen Stamm der Boier (Boiohaemum = Heim der Boier, spätlat.: Bohemia) ab.“ – Wikipedia: Böhmen
- ca. 9 v. Chr. – 180MarkomannenungefährZur Zeitenwende verdrängten oder assimilierten Markomannen die nördlichen Boier; Marbod weitete ab 3 v. Chr. seine Herrschaft aus, die Markomannenkriege endeten 180.
4Beleg anzeigen
- 4 „Die italischen Boier wurden nach 200 v. Chr. romanisiert und die nördlichen Boier zur Zeitenwende durch die Markomannen germanisiert.“ – Wikipedia: Boier
- 4 „Ab 3 v. Chr. weitete Marbod seine Herrschaft über benachbarte germanische Stämme wie die Hermunduren und Quaden, 5 n. Chr. die Semnonen und später auch die Langobarden aus, die er in einem Stammesbund zusammenführte.“ – Wikipedia: Markomannen
- 4 „Die Abhängigkeit von Rom, die nur durch Aufstände in den Jahren 89 und 92 n. Chr. unterbrochen wurde, hielt bis zu den Markomannenkriegen an, die mit Unterbrechungen von 166 bis 180 n. Chr. dauerten.“ – Wikipedia: Markomannen
- ab ca. 700SlawenungefährSlawen siedelten in Mähren wahrscheinlich schon im 8. Jahrhundert; schriftliche Zeugnisse beginnen erst 822.
5Beleg anzeigen
- 5 „Schriftliche Zeugnisse über die Slawen nördlich der Donau, in der historischen Region Mähren und der Slowakei, beginnen erst im Jahr 822, allerdings lässt sich deren Geschichte schon im 8. Jahrhundert anhand bedeutender archäologischer Quellen zurückverfolgen.“ – Wikipedia: Großmährisches Reich
Grenz-Zeitleiste
- 1402 – 1853keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1402EreignisEreignis
Moldava wird 1402 erstmals erwähnt.
Quelle: Wikidata P1249 - 1854 – 1910CisleithanienCisleithanien
Von 1854 bis 1910 gehörte Moldava zu Cisleithanien.
Quelle: GOV - 1884EreignisEreignis
In Moldau entstand der Grenzbahnhof Moldava v Krušných horách an der Eisenbahnverbindung von Brüx nach Freiberg.
6Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 6 „Im Jahr 1884 entstand in Moldau der Grenzbahnhof Moldava v Krušných horách an der Eisenbahnverbindung von Brüx nach Freiberg.“ – Wikipedia: Moldava
- 1911 – 1920keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1921 – 1930Tschecho-Slowakische RepublikTschecho-Slowakische Republik
Von 1921 bis 1930 gehörte Moldava zu Tschecho-Slowakische Republik.
Quelle: GOV - 1931 – 1949keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1950 – heuteKönigreich BöhmenKönigreich Böhmen
Seit 1950 gehört Moldava zum Königreich Böhmen.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Moldava liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Moldava (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Moldava (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Moldava (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
42 Objekte zu „Moldava“ laut DDB, die ersten 5:
- Anstecknadel zum Fluoritbergbau in Moldava (öffnet in neuem Tab) · Anstecknadel · Montanhistorisches Dokumentationszentrum
- Anstecknadel zum Fluoritbergbau in Moldava (öffnet in neuem Tab) · Anstecknadel · Montanhistorisches Dokumentationszentrum
- Zum Baryt-Fluoritbergbau bei Moldava / Moldau (öffnet in neuem Tab) · Buch · Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
- Pferdeschlitten, Holzabfuhr im Winter mit dem Schlitten beim Teichhaus bei Moldava (Moldau) (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Blatt M-33-40-C-d-1 Moldava (öffnet in neuem Tab) · Karte / Plan · Bundesarchiv
Siedlung
- 1346Gesichert
Glasmacher
7Beleg anzeigen
- 7 „Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1346 als Glasmachersiedlung mit einer Kirche.“ – Wikipedia: Moldava
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1402 erwähnt.
Das nächste runde Jubiläum: 2052 (650 Jahre).
Historische Ansichten
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Moldau. Grenzbahnhof Moldau · Deutsche Fotothek · gemeinfrei
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Moldova. View of Moldavia · Deutsche Fotothek · gemeinfrei
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Moldau. Blick auf Moldau · Deutsche Fotothek · gemeinfrei (Bildseite öffnet in neuem Tab)
Een steiger in de rivier de Moldau · Rijksmuseum · gemeinfrei
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Moldova. Railway station · Deutsche Fotothek · gemeinfrei
(Bildseite öffnet in neuem Tab)Moldau. Bahnhof · Deutsche Fotothek · gemeinfrei
Quellen dieser Akte (22 Quellen aus 10 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
22 Quellen aus 10 Einrichtungen
Für Moldava ausgewertet: 22 Quellen · 1 Archivfund · 6 historische Ansichten · Ersterwähnung (1402) belegt in Wikidata.
Archive
- Urkunde über Veräußerung einer Fläche des Forstreviers Rehefeld an den Stationsgehilfen Arno Lange in Moldau [heute (1904, Sächsisches Staatsarchiv, CC0)
Bibliotheken
- Kantemir und Fénelon (1958) (1958, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Moldava“: 1 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 1.440 Treffer bis 1950, älteste 1704 in „Historische Remarques über neuesten Sachen in Europa des ... Jahres“ (1704, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Historische Remarques über neuesten Sachen in Europa des ... Jahres“, 1704-04-01 (Bayerische Staatsbibliothek) (1704, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
- Reise von Constantinopel, durch Romanien, Bulgarien und die Moldau nach Lemberg in Pohlen, aus dem Französischen übersetzt und mit einigen Zusätzen begleitet, n (1779) (1779, The National Library of Poland, gemeinfrei)
- Beschreibung des Banats, der Walachey, Moldau und der Königreiche Servien und Bosnien : aus den besten Schriftstellern gezogen ; Ein Beitrag zur nähern Kenntniß (1789) (1789, Württemberg State Library, gemeinfrei)
- Des Abt Joseph Boscowich Reise von Constantinopel, durch Romanien, Bulgarien, und die Moldau nach Lemberg in Pohlen, Aus dem Französischen übersetzt und mit ein (1789) (1789, Jagiellonian Library, gemeinfrei)
Normdaten
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Moldava (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Moldava und 6 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
Historische Ansichten
- Moldau. Grenzbahnhof Moldau (europeana.eu, gemeinfrei)„Quelle: Europeana“
- Moldova. View of Moldavia (europeana.eu, gemeinfrei)
- Moldau. Blick auf Moldau (europeana.eu, gemeinfrei)
- Een steiger in de rivier de Moldau (europeana.eu, gemeinfrei)
- Moldova. Railway station (europeana.eu, gemeinfrei)
- Moldau. Bahnhof (europeana.eu, gemeinfrei)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Moldava (CC BY-SA 4.0).
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