Moßbach
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen.
Die große Zahl
Seit 1326 gehörte Moßbach zu 7 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 21 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 68 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Sachsen-Weimar-Eisenach
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
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Ortsakte · Nr. GA-0571622
Auch bekannt alsМоссбах
Heute: Saale-Orla-Kreis, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Moßbach (Saale-Orla-Kreis). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dort leben rund 371 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt im thüringischen Saale-Orla-Kreis und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Seenplatte. Der Name geht auf einen moosbewachsenen Bach zurück, und der Anger deutet auf eine slawische Ansiedlung hin.
Lage
Lage: Saale-Orla-Kreis, Deutschland · 50,683° N, 11,819° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 600 v. Chr. – 0Jastorf-Kultur (Vorläufer der Elbgermanen)ungefährVon etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Gebiet der Jastorf-Kultur, der Vorgängerin der Elbgermanen.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Jastorf-Kultur ist eine nordmitteleuropäische archäologische Kulturgruppe aus der Zeit von etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende (vorrömische Eisenzeit), die als Vorgängerkultur der Elbgermanen angesehen wird.“ – Wikipedia: Jastorf-Kultur
- ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
2Beleg anzeigen
- 2 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
- 2 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
- ca. 700 – 1150Slawen (östlich von Elbe und Saale)ungefährAb etwa 700 siedelten östlich von Elbe und Saale wahrscheinlich slawische Gruppen; bis etwa 1150 erfolgte die Eroberung dieses Landes.
3Beleg anzeigen
- 3 „Da nur vereinzelte dendrochronologische Daten bis in die Zeit vor 700 zurückreichen, ist von einem eher zurückhaltenden Beginn der slawischen Landnahme am Ende des 7.“ – Wikipedia: Obotriten
- 3 „Entsprechend formulierte Fritze 1980: Als Germania Slavica bezeichnen wir „den Bereich der mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung in den slawisch besiedelten Gebieten östlich von Elbe und Saale, soweit er sprachlich germanisiert worden ist“.“ – Wikipedia: Germania Slavica
- 3 „In den Regionen zwischen Elbe und Oder sowie im Baltikum trug der Prozess gerade zu Anfang bis etwa 1150 Züge einer Eroberung und gewaltsamen Missionierung; andernorts zeichnete sich durch die Initiative einheimischer Grundherren eine eher friedliche Besiedlung ab.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
4Beleg anzeigen
- 4 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- 4 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- ungefährOrtsname (germanisch)belegtDer Ortsname ist germanischen Ursprungs. Der Name stammt von dem durch den Ort fließenden Bach, der auffällig mit Moos bewachsen war.
5Beleg anzeigen
- 5 „Der Name stammt von dem durch Moßbach hindurchfließenden Bach, der auffällig mit Moos bewachsen war.“ – Wikipedia: Moßbach
Grenz-Zeitleiste
- 1326 – 1485Landgrafschaft ThüringenLandgrafschaft Thüringen
Von 1326 bis 1485 gehörte Moßbach zur Landgrafschaft Thüringen.
6Beleg anzeigen
- 6 „Eine unverdächtige Königsurkunde Lothars III. vom 29. März 1131 betitelt Ludwig als lantgravius de Thuringia.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 6 „Der Macht und Besitzzuwachs der Wettiner durch die Verleihung der Kurwürde mit dem Herzogtum Sachsen 1423 führte schließlich zur Leipziger Teilung 1485, mit der die Landgrafschaft Thüringen letztlich zerschlagen wurde.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 1326EreignisEreignis
Moßbach wurde als Mosebach erstmals urkundlich erwähnt.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „Moßbach wurde 1326 erstmals als Mosebach urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Moßbach
- 1326EreignisEreignis
Moßbach wird 1326 erstmals erwähnt.
8Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 8 „Moßbach wurde 1326 erstmals als Mosebach urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Moßbach
- 1485 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1485 bis 1806 gehörte Moßbach zum Heiligen Römischen Reich.
9Beleg anzeigen
- 9 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 9 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1699EreignisEreignis
Das Adelsgeschlecht von Schütz gründete das größere der beiden Rittergüter.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „In Moßbach gab es zwei Rittergüter, das größere der beiden wurde 1699 von dem Adelsgeschlecht von Schütz gegründet.“ – Wikipedia: Moßbach
- 1807 – 1849keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1850 – 1870Sachsen-Weimar-EisenachSachsen-Weimar-Eisenach
Von 1850 bis 1870 gehörte Moßbach zu Sachsen-Weimar-Eisenach.
Quelle: GOV - 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Moßbach zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Moßbach zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Moßbach lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
11Beleg anzeigen
- 11 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 11 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1990DDRDDR
Von 1949 bis 1990 gehörte Moßbach zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
12Beleg anzeigen
- 12 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 12 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1990 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1990 gehört Moßbach zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Moßbach liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
Ortsname
Der Name stammt von dem durch den Ort fließenden Bach, der auffällig mit Moos bewachsen war.
13Beleg anzeigen
- 13 „Der Name stammt von dem durch Moßbach hindurchfließenden Bach, der auffällig mit Moos bewachsen war.“ – Wikipedia: Moßbach
Siedlung
- FrühmittelalterWahrscheinlich
Slawen
14Beleg anzeigen
- 14 „Der Anger im Ortszentrum deutet darauf hin, dass es sich um eine typische slawische Ansiedlung gehandelt hat.“ – Wikipedia: Moßbach
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1326 erwähnt.
15Beleg anzeigen
- 15 „Moßbach wurde 1326 erstmals als Mosebach urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Moßbach
Das nächste runde Jubiläum: 2076 (750 Jahre).
Quellen dieser Akte (21 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
21 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Moßbach ausgewertet: 21 Quellen · Ersterwähnung (1326) belegt in Wikipedia: Moßbach.
Bibliotheken
- Christliche Gastpredigt/ Von drey unterschiedlichen Tempeln oder Kirchhäusern/ auß dem Evangelio/ Vom Phariseer und Zölner/ die in den Tempel hinauff gegangen zu beten/ Luc. 18. : Am XI. Sontage Trini (1633) (1633, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Moßbach“: 8 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Leich-Predigt. Uber das Sprüchlein S. Pauli aus der 1. zum Timoth. am 2. Cap. Das Weib aber wird selig werden durch Kinder zeugen/ [et]c. : Bey Christlicher Leich-Bestattung Der ... Marien/ Des ... Lu (1636) (1636, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Kinderzeit / Sophie Reuschle. [Buchausstattung v. Käthe Moßbach] (1921) (1921, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Marienlieder / Sophie Reuschle. Scherenschnitte u. Verse, geschr. von Käthe Moßbach (1921) (1921, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Das Mädchen mit dem goldenen Herzen u.a. : Märchen für große und kleine Leute / Sophie Reuschle. [Eingedr.] Zeichn. von Käthe Moßbach (1923) (1923, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 2.238 Treffer bis 1950, älteste 1689 in „Ordentliche wochentliche Post-Zeitungen : dises ... Jahrs“ (1689, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Ordentliche wochentliche Post-Zeitungen : dises ... Jahrs“, 1689-01-08 (Bayerische Staatsbibliothek) (1689, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q571622: Moßbach (CC0)
- GND 7743641-6: Moßbach (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Mosebach“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Moßbach (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Moßbach und 10 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Moßbach (CC BY-SA 4.0).
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