Naitschau
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen.
Die große Zahl
Naitschau gehörte zu 7 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 21 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 69 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Reuß-Greiz gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Reuß-Greiz
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-1963873
Heute: Langenwetzendorf, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Naitschau (Langenwetzendorf). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dort leben rund 716 Menschen (Stand 1946). Dein Ort Naitschau wurde 1444 erstmals urkundlich erwähnt. Dein Ort war lange von drei Mühlen geprägt.
Lage
Lage: Langenwetzendorf, Deutschland · 50,656° N, 12,102° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 600 v. Chr. – 0Jastorf-Kultur (Vorläufer der Elbgermanen)ungefährVon etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Gebiet der Jastorf-Kultur, der Vorgängerin der Elbgermanen.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Jastorf-Kultur ist eine nordmitteleuropäische archäologische Kulturgruppe aus der Zeit von etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende (vorrömische Eisenzeit), die als Vorgängerkultur der Elbgermanen angesehen wird.“ – Wikipedia: Jastorf-Kultur
- ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
2Beleg anzeigen
- 2 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
- 2 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
- ca. 700 – 1150Slawen (östlich von Elbe und Saale)ungefährAb etwa 700 siedelten östlich von Elbe und Saale wahrscheinlich slawische Gruppen; bis etwa 1150 erfolgte die Eroberung dieses Landes.
3Beleg anzeigen
- 3 „Da nur vereinzelte dendrochronologische Daten bis in die Zeit vor 700 zurückreichen, ist von einem eher zurückhaltenden Beginn der slawischen Landnahme am Ende des 7.“ – Wikipedia: Obotriten
- 3 „Entsprechend formulierte Fritze 1980: Als Germania Slavica bezeichnen wir „den Bereich der mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung in den slawisch besiedelten Gebieten östlich von Elbe und Saale, soweit er sprachlich germanisiert worden ist“.“ – Wikipedia: Germania Slavica
- 3 „In den Regionen zwischen Elbe und Oder sowie im Baltikum trug der Prozess gerade zu Anfang bis etwa 1150 Züge einer Eroberung und gewaltsamen Missionierung; andernorts zeichnete sich durch die Initiative einheimischer Grundherren eine eher friedliche Besiedlung ab.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
4Beleg anzeigen
- 4 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- 4 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
Grenz-Zeitleiste
- 0 – 1511Reuß-GreizReuß-Greiz
Bis 1511 gehörte Naitschau zu Reuß-Greiz.
Quelle: GOV - 1512 – 1806Heiliges Römisches Reich deutscher NationHeiliges Römisches Reich deutscher Nation
Von 1512 bis 1806 gehörte Naitschau zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.
Quelle: GOV - 1530EreignisEreignis
Die Perthelsmühle war ab 1530 eine Schneidemühle.
5Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 5 „Die Perthelsmühle bei Naitschau war ab 1530 nur eine Schneidemühle, die dann auch auf eine Mahlmühle erweitert wurde.“ – Wikipedia: Naitschau
- 1603EreignisEreignis
Die Stöckelsmühle wurde erstmals urkundlich erwähnt.
6Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 6 „Die Stöckelsmühle zu Naitschau, erstmals 1603 urkundlich erwähnt, beendete 1930 die Arbeiten in der Mahl- und Schneidemühle.“ – Wikipedia: Naitschau
- 1722EreignisEreignis
Die Leubamühle begann ihren Betrieb.
7Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 7 „Die Leubamühle in Naitschau begann 1722 ihren Betrieb.“ – Wikipedia: Naitschau
- 1806EreignisEreignis
Auf Initiative Napoleons entstand 1806 der Rheinbund, eine Konföderation deutscher Staaten. Diese Staaten traten aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches aus. Der Rheinbund brach 1813 nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig zusammen.
8Beleg anzeigen
- 8 „war eine auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon 1806 in Paris gebildete Konföderation deutscher Staaten, die mit der Gründung dieses Bündnisses aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches austraten.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 8 „Er brach nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zusammen.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 1807 – 1870Reuß-GreizReuß-Greiz
Von 1807 bis 1870 gehörte Naitschau zu Reuß-Greiz.
Quelle: GOV - 1814EreignisEreignis
Der Wiener Kongress dauerte vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815. Er ordnete nach der Niederlage Napoleons Europa neu und legte zahlreiche Grenzen neu fest.
9Beleg anzeigen
- 9 „Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 9 „legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 1871 – 1921Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1921 gehörte Naitschau zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1921 – 1922ReußReuß
Von 1921 bis 1922 gehörte Naitschau zu Reuß.
Quelle: GOV - 1922 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1922 bis 1945 gehörte Naitschau zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Naitschau zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Naitschau lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
10Beleg anzeigen
- 10 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 10 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1990DDRDDR
Von 1949 bis 1990 gehörte Naitschau zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
11Beleg anzeigen
- 11 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 11 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1990 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1990 gehört Naitschau zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Naitschau liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Naitschau (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Naitschau (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Naitschau (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
60 Objekte zu „Naitschau“ laut DDB, die ersten 5:
- Naitschau bei Langenwetzendorf (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Naitschau bei Langenwetzendorf (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Naitschau bei Langenwetzendorf (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Naitschau bei Langenwetzendorf (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
- Naitschau bei Langenwetzendorf (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1444 erwähnt.
12Beleg anzeigen
- 12 „Am 25. August 1444 wurde der Ortsteil erstmals urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Naitschau
Das nächste runde Jubiläum: 2044 (600 Jahre).
Quellen dieser Akte (21 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
21 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Naitschau ausgewertet: 21 Quellen · Ersterwähnung (1444) belegt in Wikipedia: Naitschau.
Bibliotheken
- [5338] = 122. Section Elsterberg (1878) (1878, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Naitschau“: 7 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Erl.; Naitschau (Elstergebirge) : Lfg. 57 = No. 23 (1893) (1893, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5338] = 122 = (3127). Elsterberg (Sächs.) - Triebes (Preuß.) (1909) (1909, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5338] = 3127. Triebes (1913) (1913, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5338] = 3127 = [122]. Triebes (1919) (1919, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 407 Treffer bis 1950, älteste 1802 in „Altonaischer Mercurius“ (1802, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Altonaischer Mercurius“, 1802-03-08 (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky) (1802, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q1963873: Naitschau (CC0)
- GND 4358456-1: Naitschau (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Gemeinde Naitschau, Netschaw“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Naitschau (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Naitschau und 10 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Naitschau (CC BY-SA 4.0).
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