Nechern
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen.
Die große Zahl
Seit 1389 gehörte Nechern zu 6 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 21 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Sachse gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Sachse
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0160290
Auch bekannt alsNjechorń, Нехорнь, Нехерн
Heute: Weißenberg, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Nechern (Weißenberg). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dort leben rund 107 Menschen (Stand 2022). Dein Ort Nechern liegt im sorbischen Siedlungsgebiet der Oberlausitz und ist seit 1994 Teil von Weißenberg. Der Schriftsteller Martin Nowak-Neumann verband seinen sorbischen Namen Měrćin Nowak-Njechorński mit seinem Heimatort.
Lage
Lage: Weißenberg, Deutschland · 51,194° N, 14,60° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 1300 – 500 v. Chr.Lausitzer Kultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 500 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Lausitzer Kultur der Bronze- und frühen Eisenzeit.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Lausitzer Kultur wird von etwa 1300 v. Chr. (Bronzezeit) bis ca. 500 v. Chr. (Eisenzeit) datiert.“ – Wikipedia: Lausitzer Kultur
- ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
2Beleg anzeigen
- 2 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
- 2 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
- ca. 700 – 1031Milzener (Sorben)ungefährSpätestens im frühen 8. Jahrhundert wanderten wahrscheinlich die Milzener, Vorfahren der Sorben, in die Oberlausitz ein; 1031 fiel ihr Land wieder an die Mark Meißen.
3Beleg anzeigen
- 3 „Spätestens im frühen 8. Jahrhundert dürften die Milzener aus dem heutigen Polen in das beschriebenen Gebiet eingewandert sein.“ – Wikipedia: Milzener
- 3 „Sie waren die Vorfahren der bis heute in der Oberlausitz ansässigen Sorben.“ – Wikipedia: Milzener
- 3 „Dieser Beschluss wurde wohl 1018 im Frieden von Bautzen erneuert, bis das Milzenerland 1031 wieder an die Mark Meißen und 1076 an Herzog Vratislav II. von Böhmen fiel.“ – Wikipedia: Milzener
- ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
4Beleg anzeigen
- 4 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- 4 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
- ungefährOrtsname (germanisch)ungefährDer Ortsname ist nach einer Deutung germanischen Ursprungs. Möglicherweise geht der Name auf einen deutschen Kolonialisten Necher zurück, der während der deutschen Ostsiedlung das Dorf übernahm.
5Beleg anzeigen
- 5 „Möglicherweise geht der Ortsname auf einen deutschen Kolonialisten Necher zurück, der während der deutschen Ostsiedlung das Dorf übernahm.“ – Wikipedia: Nechern
Grenz-Zeitleiste
- 1389 – 1635Königreich BöhmenKönigreich Böhmen
Von 1389 bis 1635 gehörte Nechern zum Königreich Böhmen.
6Beleg anzeigen
- 6 „Jedenfalls wurde der König von Böhmen 1319 von Kaiser Ludwig IV. mit dem Land Bautzen belehnt; die östliche Landeshälfte fiel dagegen als Heiratsgut an Heinrich I., Herzog von Jauer, der das Land Görlitz (mit Ausnahme der Gegend um Lauban) 1329 an den böhmischen König abtrat.“ – Wikipedia: Oberlausitz
- 6 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
- 1635 – 1870SachsenSachsen
Von 1635 bis 1870 gehörte Nechern zu Sachsen.
7Beleg anzeigen
- 7 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
- 7 „Als Nebenabsprache auf dem Wiener Kongress (1815) musste der sächsische König die Teilung des Königreiches Sachsen und somit große Gebietsverluste zu Gunsten Preußens hinnehmen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
- 7 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 7 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 7 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
- 1635EreignisEreignis
Der Prager Frieden band 1635 die Ober- und die Niederlausitz an das Kurfürstentum Sachsen. 1815 musste der sächsische König auf dem Wiener Kongress große Gebietsverluste zugunsten Preußens hinnehmen.
8Beleg anzeigen
- 8 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
- 8 „Als Nebenabsprache auf dem Wiener Kongress (1815) musste der sächsische König die Teilung des Königreiches Sachsen und somit große Gebietsverluste zu Gunsten Preußens hinnehmen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
- 8 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 1706EreignisEreignis
Im Großen Nordischen Krieg hielt sich 1706 der schwedische König Karl XII. kurzzeitig bei Nechern auf.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Im Großen Nordischen Krieg hielt sich 1706 der schwedische König Karl XII. kurzzeitig bei Nechern auf, woran seit 1810 ein Gedenkstein, der Schwedenstein, erinnert.“ – Wikipedia: Nechern
- 1806EreignisEreignis
1806 erlangte der sächsische Kurfürst durch ein Bündnis mit Napoleon die Königswürde. Das Königreich Sachsen bestand bis 1918.
10Beleg anzeigen
- 10 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
- 10 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
- 1810EreignisEreignis
Seit 1810 erinnert der Schwedenstein an den Aufenthalt von Karl XII. bei Nechern.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „Im Großen Nordischen Krieg hielt sich 1706 der schwedische König Karl XII. kurzzeitig bei Nechern auf, woran seit 1810 ein Gedenkstein, der Schwedenstein, erinnert.“ – Wikipedia: Nechern
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Nechern zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1936EreignisEreignis
1936 wurde der Nachbarort Wurschen nach Nechern eingemeindet.
12Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 12 „Der etwas größere Nachbarort Wurschen wurde 1936 nach Nechern eingemeindet.“ – Wikipedia: Nechern
- 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Nechern zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Nechern lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
13Beleg anzeigen
- 13 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1990DDRDDR
Von 1949 bis 1990 gehörte Nechern zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
14Beleg anzeigen
- 14 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 14 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1957EreignisEreignis
1957 wurde die Gemeinde Nechern in Wurschen umbenannt.
15Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 15 „Die Gemeinde wurde 1957 in Wurschen umbenannt und am 1. März 1994 nach Weißenberg eingegliedert.“ – Wikipedia: Nechern
- 1990 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1990 gehört Nechern zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1994EreignisEreignis
Am 1. März 1994 wurde Nechern nach Weißenberg eingegliedert.
16Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 16 „Die Gemeinde wurde 1957 in Wurschen umbenannt und am 1. März 1994 nach Weißenberg eingegliedert.“ – Wikipedia: Nechern
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Nechern liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Nechern (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Nechern (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Nechern (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
280 Objekte zu „Nechern“ laut DDB, die ersten 5:
- Weißenberg-Nechern. Riegelmühle (öffnet in neuem Tab) · Mühle · Deutsche Fotothek
- Weißenberg-Nechern. Riegelmühle (öffnet in neuem Tab) · Mühle · Deutsche Fotothek
- Weißenberg-Nechern. Riegelmühle, unterschlächtige Wassermühle (öffnet in neuem Tab) · Mühle · Deutsche Fotothek
- Nechern (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
- Nechern (öffnet in neuem Tab) · Abschnitt (Publikation) · Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Ortsname
Möglicherweise geht der Name auf einen deutschen Kolonialisten Necher zurück, der während der deutschen Ostsiedlung das Dorf übernahm.
17Beleg anzeigen
- 17 „Möglicherweise geht der Ortsname auf einen deutschen Kolonialisten Necher zurück, der während der deutschen Ostsiedlung das Dorf übernahm.“ – Wikipedia: Nechern
Siedlung
- deutsche OstsiedlungWahrscheinlich
deutsche Kolonisten
18Beleg anzeigen
- 18 „Möglicherweise geht der Ortsname auf einen deutschen Kolonialisten Necher zurück, der während der deutschen Ostsiedlung das Dorf übernahm.“ – Wikipedia: Nechern
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1389 erwähnt.
19Beleg anzeigen
- 19 „1389: als Sifrid de Nechrin erstmalig erwähnt“ – HOV Sachsen: Nechern
Das nächste runde Jubiläum: 2039 (650 Jahre).
Quellen dieser Akte (21 Quellen aus 7 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
21 Quellen aus 7 Einrichtungen
Für Nechern ausgewertet: 21 Quellen · 1 Archivfund · Ersterwähnung (1389) belegt in HOV Sachsen: Nechern.
Archive
- Verpachtung der Riegel-Mühle in Nechern an Christoph Stephan (1753), an Joh. Jenkon (1754) mit Inventar, an (1753, Sächsisches Staatsarchiv, CC0)
Bibliotheken
- Summerkalb'ls Wedterflug : Kinderreime aus d. Oberlausitz / gesammelt u. hrsg. Kurt Müller-Löbau. Mit [farb. eingedr.] Bildern von Martin Neumann-Nechern (1922) (1922, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Nechern“: 23 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- Ruske Byliny / Přełoził, zawod napisal a šěsé prěnjotnych drjeworězow pridal Měrćin Nowak-Njechorński (1927) (1927, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- W caŕstwje Dušana Sylneho : Pućowańske wobrazki Južneje Serbskeje / Měrćin Nowak-Njechorński (1936) (1936, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Po serbskich pǔćach : Z rysowanakami spisaćela / Měrćin Nowak-Njechorński. Zawod napisał Pawoł Nedo (1937) (1937, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Po serbskich Pućach : Z rysowankami spisaćela / Měrćin Nowak-Njechorński. Zawod napisał Pawol Nedo (1937) (1937, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
Normdaten
- Wikidata Q160290: Nechern (CC0)
- GND 1149411317: Weißenberg-Nechern (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Wóspork-Njechorń · Gründung/Errichtung laut GND: 01.03.1994“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Nechern (CC BY-SA 4.0)
- Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen: Nechern (HOV Sachsen)„1389: als Sifrid de Nechrin erstmalig erwähnt“
Lexika
- Wikipedia: Nechern und 10 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Nechern (CC BY-SA 4.0).
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