Nohra
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken.
Die große Zahl
Seit 1217 gehörte Nohra zu 7 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 23 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Mehr als 68 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren: (nicht belegt).
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Sachsen-Weimar-Eisenach
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen
Ortsakte · Nr. GA-0652519
Auch bekannt alsNohra (Grammetal), Grammetal-Nohra, Нора
Heute: Grammetal, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Nohra (Grammetal). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Thüringer, später Franken. Dort leben rund 1.673 Menschen (Stand 2014). Dein Ort liegt im Westen des Landkreises Weimarer Land und ist namensgebend für eine Anschlussstelle der A 4. Hier betrat Martin Luther 1521 erstmals ein Territorium außerhalb des Kurfürstentums. Im Ort entstand 1933 das erste Konzentrationslager in der Zeit des Nationalsozialismus.
Lage
Lage: Grammetal, Deutschland · 50,965° N, 11,234° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
1Beleg anzeigen
- 1 „Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- 1 „um 5100 bis 4900 v. Chr.: jüngste LBK (Überschneidungen mit jüngerer LBK).“ – Wikipedia: Linearbandkeramische Kultur
- ca. 2200 – 800 v. Chr.BronzezeitbelegtEin bronzezeitliches Gräberfeld mit Nachbestattungen belegt die frühe Besiedlung des Umlandes.
2Beleg anzeigen
- 2 „Die frühe Besiedlung des Umlandes von Nohra wird durch ein bronzezeitliches Gräberfeld mit Nachbestattungen belegt.“ – Wikipedia: Nohra (Grammetal)
- ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
3Beleg anzeigen
- 3 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- 3 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
- ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
4Beleg anzeigen
- 4 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- 4 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
- ca. 100 v. Chr. – 300Hermunduren (Elbgermanen)VermutungUm die Zeitenwende lebten in Thüringen vermutlich Hermunduren, ein elbgermanischer Stamm, der am Oberlauf der Elbe siedelte.
5Beleg anzeigen
- 5 „Die Hermunduren waren ein germanischer Volksstamm, der zur Gruppe der Elbgermanen (Herminonen) zählt und am Oberlauf der Elbe siedelte.“ – Wikipedia: Hermunduren
- 5 „In Thüringen wurden archäologische Funde elbgermanischer Provenienz, wie die von Fibeln, eisernen Waffen, Terrinen, Schalenurnen und rädchenverzierten Keramikteilen bislang zumeist als hermundurisch gedeutet.“ – Wikipedia: Hermunduren
- ca. 400 – 531ThüringerungefährVon etwa 400 bis um 531 lag die Gegend wahrscheinlich im Thüringerreich, das die Franken dann eroberten.
6Beleg anzeigen
- 6 „Die Thüringer werden erstmals als Toringi um 400 im Werk Mulomedicina („Maultier-Heilkunde“) des spätantiken Autors Flavius Vegetius Renatus erwähnt, der die Kriegstauglichkeit ihrer Pferde rühmt.“ – Wikipedia: Thüringer
- 6 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- ca. 531 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährUm 531 eroberten die Franken das Thüringerreich; danach gehörte der Raum wahrscheinlich zu ihrem Reich.
7Beleg anzeigen
- 7 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- 7 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
Grenz-Zeitleiste
- 1217 – 1485Landgrafschaft ThüringenLandgrafschaft Thüringen
Von 1217 bis 1485 gehörte Nohra zur Landgrafschaft Thüringen.
8Beleg anzeigen
- 8 „Eine unverdächtige Königsurkunde Lothars III. vom 29. März 1131 betitelt Ludwig als lantgravius de Thuringia.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 8 „Der Macht und Besitzzuwachs der Wettiner durch die Verleihung der Kurwürde mit dem Herzogtum Sachsen 1423 führte schließlich zur Leipziger Teilung 1485, mit der die Landgrafschaft Thüringen letztlich zerschlagen wurde.“ – Wikipedia: Landgrafschaft Thüringen
- 1217EreignisEreignis
Nohra wird 1217 erstmals erwähnt.
9Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 9 „Erstmals wurde Nohra in einer Urkunde vom 30. November 1217 genannt.“ – Wikipedia: Nohra (Grammetal)
- 1343EreignisEreignis
Die Stadt Erfurt erhielt Nohra nach dem Thüringer Grafenkrieg.
10Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 10 „Infolge des Thüringer Grafenkrieges kam Nohra 1343 zur Stadt Erfurt.“ – Wikipedia: Nohra (Grammetal)
- 1485 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 1485 bis 1806 gehörte Nohra zum Heiligen Römischen Reich.
11Beleg anzeigen
- 11 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 11 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1521EreignisEreignis
Martin Luther betrat in Nohra erstmals ein Territorium außerhalb des Kurfürstentums.
12Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 12 „Als Martin Luther zum Reichstag nach Worms reiste, betrat er am 5. April 1521 in Nohra erstmals ein Territorium außerhalb des Kurfürstentums.“ – Wikipedia: Nohra (Grammetal)
- 1613EreignisEreignis
Die Thüringer Sintflut wütete 1613 auch in Nohra.
13Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 13 „1613 wütete die Thüringer Sintflut auch in Nohra.“ – Wikipedia: Nohra (Grammetal)
- 1622EreignisEreignis
Im Dreißigjährigen Krieg stahlen Plünderer 1622 in Nohra Kirchenschätze.
14Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 14 „1622 wurden in Nohra die Leuchter vom Altar, der Krankenkelch und das Taufbecken gestohlen.“ – Wikipedia: Nohra (Grammetal)
- 1802EreignisEreignis
Preußen erhielt Nohra 1802 mit dem Erfurter Gebiet.
15Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 15 „1802 kam Nohra mit dem Erfurter Gebiet zu Preußen und zwischen 1807 und 1813 zum französischen Fürstentum Erfurt.“ – Wikipedia: Nohra (Grammetal)
- 1807 – 1814keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 1815 – 1870Sachsen-Weimar-EisenachSachsen-Weimar-Eisenach
Von 1815 bis 1870 gehörte Nohra zu Sachsen-Weimar-Eisenach.
Quelle: GOV - 1815EreignisEreignis
Der Wiener Kongress ordnete Nohra 1815 dem Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach zu.
16Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 16 „Mit dem Wiener Kongress kam der Ort 1815 mit dem Amt Tonndorf zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, zu dessen Verwaltungsbezirk Weimar er ab 1850 gehörte.“ – Wikipedia: Nohra (Grammetal)
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Nohra zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945 – 1949Sowjetische BesatzungszoneSowjetische Besatzungszone
Von 1945 bis 1949 gehörte Nohra zur Sowjetischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Nohra lag in der Sowjetischen Besatzungszone.
17Beleg anzeigen
- 17 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 17 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1949 – 1990DDRDDR
Von 1949 bis 1990 gehörte Nohra zu DDR.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
18Beleg anzeigen
- 18 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 18 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
- 1990 – 2019Bundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Von 1990 bis 2019 gehörte Nohra zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 2020 – heutekeine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Nohra liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
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Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
231 Objekte zu „Nohra“ laut DDB, die ersten 5:
- Nohra (öffnet in neuem Tab) · Fotografie · Deutsche Fotothek
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Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 1217 erwähnt.
19Beleg anzeigen
- 19 „Erstmals wurde Nohra in einer Urkunde vom 30. November 1217 genannt.“ – Wikipedia: Nohra (Grammetal)
Das nächste runde Jubiläum: 2067 (850 Jahre).
Quellen dieser Akte (23 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
23 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Nohra ausgewertet: 23 Quellen · Ersterwähnung (1217) belegt in Wikipedia: Nohra (Grammetal).
Bibliotheken
- 2598 : [Lfg. 3]. Nordhausen-Süd : [alt] 276 Hayn / geognost. aufgenommen durch H. Eck (1900) (1900, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Nohra“: 12 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- 2934 : [Lfg. 4]. Weimar : [alt] 358 / geognostisch aufgenommen durch E. E. Schmid (1900) (1900, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [5033] = 2934. Weimar (1905) (1905, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [4530] = 2598. Nordhausen (Süd) (1909) (1909, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [4530] = 2598. Nordhausen (Süd) (1909) (1909, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 2.263 Treffer bis 1950, älteste 1746 in „Staats- und gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten“ (1746, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Staats- und gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten“, 1746-02-09 (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky) (1746, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q652519: Nohra (CC0)
- GND 4685781-3: Grammetal-Nohra (Gemeinsame Normdatei (DNB), CC0)„Namensvarianten: Nohra (bei Weimar), Nohra (Weimar), Nohra (Landkreis Weimarer Land) · Gründung/Errichtung laut GND: 31.12.2019“
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Nohra (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Nohra (Grammetal) und 12 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Nohra_(Grammetal) (CC BY-SA 4.0).
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