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GrenzArchiv
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Nünchritz

Das Überraschende

Nünchritz besitzt erst seit 2003 einen eigenen Haltepunkt an der Bahnstrecke Leipzig–Dresden, die 1839 erbaut wurde.

Die große Zahl

Seit 1312 gehörte Nünchritz zu 6 verschiedenen Herrschaften.

Belegt mit 25 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen

Zeitreise

Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Sachse gewesen.

  • Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Sachse
  • Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
  • Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen

Ortsakte · Nr. GA-0008756

Auch bekannt alsНюнхриц

Heute: Landkreis Meißen, Deutschland

Die Kurzfassung

Dein Ort ist Nünchritz (Landkreis Meißen). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dort leben rund 5.285 Menschen (Stand 2025). Dein Ort Nünchritz liegt an der Elbe und war schon zur Steinzeit besiedelt. Seit 1839 prägte die Bahnstrecke Leipzig–Dresden die Entwicklung deines Ortes. Die Chemiefabrik am Friedrich-von-Heyden-Platz ist heute der größte industrielle Arbeitgeber im Landkreis Meißen.

Lage

Lage: Landkreis Meißen, Deutschland · 51,283° N, 13,417° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)

Vor der ersten Erwähnung – ungefähr

  1. ca. 4000 v. Chr.SteinzeitbelegtDie Gegend um Nünchritz war bereits um 4000 v. Chr. besiedelt, was Bodenfunde belegen.
    1Beleg anzeigen
    • 1 „Die Gegend war aber schon zur Steinzeit (um 4000 v. Chr.) besiedelt, was Bodenfunde belegen.“ – Wikipedia: Nünchritz
  2. ca. 600 v. Chr. – 0Jastorf-Kultur (Vorläufer der Elbgermanen)ungefährVon etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Gebiet der Jastorf-Kultur, der Vorgängerin der Elbgermanen.
    2Beleg anzeigen
    • 2 „Die Jastorf-Kultur ist eine nordmitteleuropäische archäologische Kulturgruppe aus der Zeit von etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende (vorrömische Eisenzeit), die als Vorgängerkultur der Elbgermanen angesehen wird.“ – Wikipedia: Jastorf-Kultur
  3. ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
    3Beleg anzeigen
    • 3 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
    • 3 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
  4. ca. 700 – 1150Slawen (östlich von Elbe und Saale)ungefährAb etwa 700 siedelten östlich von Elbe und Saale wahrscheinlich slawische Gruppen; bis etwa 1150 erfolgte die Eroberung dieses Landes.
    4Beleg anzeigen
    • 4 „Da nur vereinzelte dendrochronologische Daten bis in die Zeit vor 700 zurückreichen, ist von einem eher zurückhaltenden Beginn der slawischen Landnahme am Ende des 7.“ – Wikipedia: Obotriten
    • 4 „Entsprechend formulierte Fritze 1980: Als Germania Slavica bezeichnen wir „den Bereich der mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung in den slawisch besiedelten Gebieten östlich von Elbe und Saale, soweit er sprachlich germanisiert worden ist“.“ – Wikipedia: Germania Slavica
    • 4 „In den Regionen zwischen Elbe und Oder sowie im Baltikum trug der Prozess gerade zu Anfang bis etwa 1150 Züge einer Eroberung und gewaltsamen Missionierung; andernorts zeichnete sich durch die Initiative einheimischer Grundherren eine eher friedliche Besiedlung ab.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
  5. ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
    5Beleg anzeigen
    • 5 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
    • 5 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
  6. ungefährOrtsname (slawisch)belegtDer Ortsname ist slawischen Ursprungs. Der Name Nünchritz leitet sich vom slawischen Nemochor ab und bedeutet "Leute des Slawen Nemochor".
    6Beleg anzeigen
    • 6 „Nünchritz wurde erstmals im Jahr 1312 als Nucharicz (= "Leute des Slawen Nemochor") urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Nünchritz

Grenz-Zeitleiste

  1. 1312 – 1423
    Markgrafschaft Meißen

    Von 1312 bis 1423 gehörte Nünchritz zur Markgrafschaft Meißen.

    7Beleg anzeigen
    • 7 „Die Mark wurde im 10. Jahrhundert gegründet, stand ab 1089 unter der wettinischen Herrschaft, und ging 1423 (durch kaiserliche Belehnung Friedrichs des Streitbaren für seinen Einsatz gegen die Hussiten) im Kurfürstentum Sachsen auf.“ – Wikipedia: Markgrafschaft Meißen
  2. 1312
    Ereignis

    Nünchritz wird 1312 erstmals erwähnt.

    8Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 8 „Nünchritz wurde erstmals im Jahr 1312 als Nucharicz (= „Leute des Slawen Nemochor“) urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Nünchritz
  3. 1423 – 1870
    Sachsen

    Von 1423 bis 1870 gehörte Nünchritz zu Sachsen.

    9Beleg anzeigen
    • 9 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 9 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 9 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 9 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
  4. 1423
    Ereignis

    1423 verlieh König Sigismund den Wettiner Markgrafen von Meißen das Kurfürstentum Sachsen. Die Albertiner blieben bis zur Auflösung des Reiches 1806 Kurfürsten.

    10Beleg anzeigen
    • 10 „1423 sprach König Sigismund das politische Erbe Albrechts III. als erledigtes Reichslehen den wettinischen Markgrafen von Meißen zu und verlieh ihnen das Kurfürstentum Sachsen, womit auch die Kurwürde auf sie überging.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 10 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
  5. 1806
    Ereignis

    1806 erlangte der sächsische Kurfürst durch ein Bündnis mit Napoleon die Königswürde. Das Königreich Sachsen bestand bis 1918.

    11Beleg anzeigen
    • 11 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 11 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
  6. 1806
    Ereignis

    Archivale zu Nünchritz: „Untersuchung wegen des Brandes des Hauses von Johann Gottlieb Dürichen in Nünchritz am 18. April 1806“.

    12Beleg (Sächsisches Staatsarchiv) anzeigen
    • 12 „Untersuchung wegen des Brandes des Hauses von Johann Gottlieb Dürichen in Nünchritz am 18. April 1806 (Sächsisches Staatsarchiv), Laufzeit ab 1806“ – DDB: Sächsisches Staatsarchiv
  7. 1810
    Ereignis

    Archivale zu Nünchritz: „Aufstellung der beim Brand am 15. und 30. Juli 1810 in Nünchritz entstandenen Mobiliarschäden zur Erstattung“.

    13Beleg (Sächsisches Staatsarchiv) anzeigen
    • 13 „Aufstellung der beim Brand am 15. und 30. Juli 1810 in Nünchritz entstandenen Mobiliarschäden zur Erstattung (Sächsisches Staatsarchiv), Laufzeit ab 1810“ – DDB: Sächsisches Staatsarchiv
  8. 1839
    Ereignis

    Die Bahnstrecke Leipzig–Dresden wurde erbaut und prägte die Entwicklung der Gegend.

    14Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 14 „Ab 1839 wurde die Bahnstrecke Leipzig–Dresden erbaut und seit 2003 besitzt Nünchritz einen eigenen Haltepunkt mit stündlichen Verbindungen nach Riesa, Dresden und Leipzig.“ – Wikipedia: Nünchritz
  9. 1871 – 1873

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  10. 1874 – 1945
    Deutsches Reich

    Von 1874 bis 1945 gehörte Nünchritz zum Deutschen Reich.

    Quelle: GOV
  11. 1896
    Ereignis

    Archivale zu Nünchritz: „Winkler-Binda, Hugo Paul, Kanzleihilfsarbeiter, geb. am 4. August 1896 in Nünchritz“.

    15Beleg (Sächsisches Staatsarchiv) anzeigen
    • 15 „Winkler-Binda, Hugo Paul, Kanzleihilfsarbeiter, geb. am 4. August 1896 in Nünchritz (Sächsisches Staatsarchiv), Laufzeit ab 1896“ – DDB: Sächsisches Staatsarchiv
  12. 1945 – 1949
    Sowjetische Besatzungszone

    Von 1945 bis 1949 gehörte Nünchritz zur Sowjetischen Besatzungszone.

    Quelle: GOV
  13. 1945
    Ereignis

    Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Nünchritz lag in der Sowjetischen Besatzungszone.

    16Beleg anzeigen
    • 16 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
    • 16 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
  14. 1949 – 1990
    DDR

    Von 1949 bis 1990 gehörte Nünchritz zu DDR.

    Quelle: GOV
  15. 1949
    Ereignis

    Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.

    17Beleg anzeigen
    • 17 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
    • 17 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
  16. 1990 – heute
    Bundesrepublik Deutschland

    Seit 1990 gehört Nünchritz zur Bundesrepublik Deutschland.

    Quelle: GOV

Findbuch · Verweise

Weiter forschen

Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Nünchritz liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.

Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek

806 Objekte zu „Nünchritz“ laut DDB, die ersten 5:

Ortsname

GesichertSprachschicht: slawisch

Der Name Nünchritz leitet sich vom slawischen Nemochor ab und bedeutet "Leute des Slawen Nemochor".

18Beleg anzeigen
  • 18 „Nünchritz wurde erstmals im Jahr 1312 als Nucharicz (= "Leute des Slawen Nemochor") urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Nünchritz

Siedlung

  • SteinzeitGesichert

    slawische Siedler

    19Beleg anzeigen
    • 19 „Die Gegend war aber schon zur Steinzeit (um 4000 v. Chr.) besiedelt, was Bodenfunde belegen.“ – Wikipedia: Nünchritz

Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.

Ersterwähnung

Der Ort wird erstmals im Jahr 1312 erwähnt.

20Beleg anzeigen
  • 20 „Nünchritz wurde erstmals im Jahr 1312 als Nucharicz (= „Leute des Slawen Nemochor“) urkundlich erwähnt.“ – Wikipedia: Nünchritz

Das nächste runde Jubiläum: 2062 (750 Jahre).

Quellen dieser Akte (25 Quellen aus 7 Einrichtungen)

Aktenvermerk

Quellen dieser Akte

25 Quellen aus 7 Einrichtungen

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Für Nünchritz ausgewertet: 25 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung (1312) belegt in Wikipedia: Nünchritz.

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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Nünchritz (CC BY-SA 4.0).

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Der Stadtplan von Nünchritz mit Gebäuden, Straßen und Gewässern aus echten OpenStreetMap-Daten. Darunter stehen Ortsname, Koordinaten und die Herrschaften aus der Ortsakte. Nichts davon ist KI-gezeichnet.

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