Oelde
Auf einen Blick
Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Sachsen, später Franken.
Die große Zahl
Seit 962 gehörte Oelde zu 6 verschiedenen Herrschaften.
Belegt mit 21 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen
Zeitreise
Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Berg gewesen.
- Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Preuße
- Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
- Dein Großvater (1930): Deutscher
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Ortsakte · Nr. GA-0002752
Auch bekannt alsЁльде, Эльде (город), Эльде
Heute: Kreis Warendorf, Deutschland
Die Kurzfassung
Dein Ort ist Oelde (Kreis Warendorf). Dort leben rund 29.961 Menschen (Stand 2025). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Sachsen, später Franken. Dein Ort liegt im südöstlichen Münsterland und ist eine mittlere kreisangehörige Stadt. Um 900 besaß das Kloster Werden hier bereits Besitz.
Lage
Lage: Kreis Warendorf, Deutschland · 51,826° N, 8,144° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)
Vor der ersten Erwähnung – ungefähr
- ca. 285 – 804SachsenungefährWahrscheinlich siedelten hier Sachsen, die Karl der Große in den Sachsenkriegen (772–804) unterwarf; die früheste sichere Nennung stammt von 285.
1Beleg anzeigen
- 1 „Seit der Merowingerzeit standen zumindest Teile der Sachsen immer wieder in einer losen Abhängigkeit zum Frankenreich, bis sie von Karl dem Großen in den Sachsenkriegen (772–804) endgültig unterworfen wurden.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- 1 „Abgesehen von Ptolemäus werden Sachsen erstmals bei Eutrop für das Jahr 285 genannt, wobei Eutrops Text zwischen 364 und 380 n. Chr. entstand.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
- ca. 500 – 870Franken (Fränkisches Reich)ungefährSeit etwa 500 gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Fränkischen Reich, das Chlodwig I. schuf; 870 wurde das mittlere Reich zwischen Ost- und Westfranken geteilt.
2Beleg anzeigen
- 2 „Der merowingische König Chlodwig I. vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- 2 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
- ungefährOrtsname (germanisch)ungefährDer Ortsname ist nach einer Deutung germanischen Ursprungs.
3Beleg anzeigen
- 3 „Jh.), Ulithi (um 900), „parochia Olede“ (1188, 1277, 1313), „Ulede“ (1207), „Ulethe“ (1214), „Olethe“ (1276) „Olede“ (1277).“ – Wikipedia: Oelde
Grenz-Zeitleiste
- 890 – 961keine Angabe
Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.
- 890EreignisEreignis
Oelde wird 890 erstmals erwähnt.
4Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 4 „Die Stadt Oelde wurde um 890 erstmals urkundlich als „Ulithi im Dreingau“ im Urbar des Klosters Werden erwähnt.“ – Wikipedia: Oelde
- 962 – 1806Heiliges Römisches ReichHeiliges Römisches Reich
Von 962 bis 1806 gehörte Oelde zum Heiligen Römischen Reich.
5Beleg anzeigen
- 5 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 5 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 962EreignisEreignis
Otto I. ließ sich am 2. Februar 962 in Rom zum Kaiser krönen. Das Reich erlosch am 6. August 1806, als Kaiser Franz II. die Reichskrone niederlegte.
6Beleg anzeigen
- 6 „Mit seiner Kaiserkrönung am 2. Februar 962 in Rom knüpfte Otto I., wie 162 Jahre zuvor Karl der Große, an die Idee des erneuerten Römerreiches an.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 6 „Das Heilige Römische Reich erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II.“ – Wikipedia: Heiliges Römisches Reich
- 1349EreignisEreignis
Archivale zu Oelde: „Heinrich von den Wingarden resigniert vor dem Gerichte und den Schöppen zu Oelde, eine Zehntlöse im“.
7Beleg (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen) anzeigen
- 7 „Heinrich von den Wingarden resigniert vor dem Gerichte und den Schöppen zu Oelde, eine Zehntlöse im (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen), Laufzeit ab 1349“ – DDB: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- 1428EreignisEreignis
Archivale zu Oelde: „Cracht Buck, Gograf seines Herrn (des Bischofs und Landesherrn) von Münster zu Oelde bekundet, dass vor“.
8Beleg (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen) anzeigen
- 8 „Cracht Buck, Gograf seines Herrn (des Bischofs und Landesherrn) von Münster zu Oelde bekundet, dass vor (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen), Laufzeit ab 1428“ – DDB: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- 1520EreignisEreignis
Archivale zu Oelde: „Der Münstersche Offizial bezeugt, daß Pastor Menso Zegesinck zu Oelde dem Domvikar Franz Schroderken auf Lebenszeit“.
9Beleg (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen) anzeigen
- 9 „Der Münstersche Offizial bezeugt, daß Pastor Menso Zegesinck zu Oelde dem Domvikar Franz Schroderken auf Lebenszeit (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen), Laufzeit ab 1520“ – DDB: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- 1806EreignisEreignis
Auf Initiative Napoleons entstand 1806 der Rheinbund, eine Konföderation deutscher Staaten. Diese Staaten traten aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches aus. Der Rheinbund brach 1813 nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig zusammen.
10Beleg anzeigen
- 10 „war eine auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon 1806 in Paris gebildete Konföderation deutscher Staaten, die mit der Gründung dieses Bündnisses aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches austraten.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 10 „Er brach nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zusammen.“ – Wikipedia: Rheinbund
- 1806EreignisEreignis
Oelde gehörte 1806 bis 1811 zum Großherzogtum Berg.
11Beleg (Wikipedia) anzeigen
- 11 „1806-1811 Großherzogtum Berg, Ruhrdepartement, Arrondissement Hamm, Kanton Oelde“ – Wikipedia: Oelde
- 1807 – 1813BergBerg
Von 1807 bis 1813 gehörte Oelde zu Berg.
Quelle: GOV - 1813 – 1870PreußenPreußen
Von 1813 bis 1870 gehörte Oelde zu Preußen.
Quelle: GOV - 1814EreignisEreignis
Der Wiener Kongress dauerte vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815. Er ordnete nach der Niederlage Napoleons Europa neu und legte zahlreiche Grenzen neu fest.
12Beleg anzeigen
- 12 „Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 12 „legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
- 1871 – 1945Deutsches ReichDeutsches Reich
Von 1871 bis 1945 gehörte Oelde zum Deutschen Reich.
Quelle: GOV - 1945EreignisEreignis
Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt in Deutschland. Sie teilten Deutschland in Besatzungszonen. Oelde lag in der Britischen Besatzungszone.
13Beleg anzeigen
- 13 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
- 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 1946 – 1949Britische BesatzungszoneBritische Besatzungszone
Von 1946 bis 1949 gehörte Oelde zur Britischen Besatzungszone.
Quelle: GOV - 1949 – heuteBundesrepublik DeutschlandBundesrepublik Deutschland
Seit 1949 gehört Oelde zur Bundesrepublik Deutschland.
Quelle: GOV - 1949EreignisEreignis
Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.
14Beleg anzeigen
- 14 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
- 14 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
Findbuch · Verweise
Weiter forschen
Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Oelde liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Oelde (öffnet in neuem Tab)
- Archivportal-D: Oelde (öffnet in neuem Tab)
- Deutsches Zeitungsportal: Oelde (öffnet in neuem Tab)
Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek
22.498 Objekte zu „Oelde“ laut DDB, die ersten 5:
- Oelde (Oelde), Umlegung Oelde, Urkarten II Oelde Kspl. Flur 28 (öffnet in neuem Tab) · Karte / Plan · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Oelde (Oelde), Umlegung Oelde, Urkarten II Oelde Kspl. Flur 34 (öffnet in neuem Tab) · Karte / Plan · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Oelde (Oelde), Umlegung Oelde, Urkarten II Oelde Kspl. Flur 40 (öffnet in neuem Tab) · Karte / Plan · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Oelde (Oelde), Umlegung Oelde, Urkarten II Oelde Stadt Flur 7 (öffnet in neuem Tab) · Karte / Plan · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Oelde (Oelde), Umlegung Oelde, Urkarten II Oelde Kspl. Flur 41 (öffnet in neuem Tab) · Karte / Plan · Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
Ortsname
Der Name erscheint als Ulithi um 900, später als Ulede, Ulethe, Olethe und Olede. Eine sichere Deutung des Ursprungs wird nicht gegeben.
15Beleg anzeigen
- 15 „Jh.), Ulithi (um 900), „parochia Olede“ (1188, 1277, 1313), „Ulede“ (1207), „Ulethe“ (1214), „Olethe“ (1276) „Olede“ (1277).“ – Wikipedia: Oelde
Siedlung
- um 1954Gesichert
planlos gewachsene Siedlung mit länglichem Grundriss
16Beleg anzeigen
- 16 „Oelde war um 1954 eine planlos gewachsene Siedlung mit länglichem Grundriss und rippen- bzw. leiterförmigem Straßennetz und besaß eine gekrümmt verlaufende Hauptstraße, welche zu einem rechteckigen großen Kirchplatz (Baublock füllend) in Stadtmitte erweitert war.“ – Wikipedia: Oelde
Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.
Ersterwähnung
Der Ort wird erstmals im Jahr 890 erwähnt.
17Beleg anzeigen
- 17 „Die Stadt Oelde wurde um 890 erstmals urkundlich als „Ulithi im Dreingau“ im Urbar des Klosters Werden erwähnt.“ – Wikipedia: Oelde
Das nächste runde Jubiläum: 2040 (1.150 Jahre).
Quellen dieser Akte (21 Quellen aus 6 Einrichtungen)
Aktenvermerk
Quellen dieser Akte
21 Quellen aus 6 Einrichtungen
Für Oelde ausgewertet: 21 Quellen · 3 Archivfunde · Ersterwähnung (890) belegt in Wikipedia: Oelde.
Archive
- Heinrich von den Wingarden resigniert vor dem Gerichte und den Schöppen zu Oelde, eine Zehntlöse im (1349, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen, CC0)
- Cracht Buck, Gograf seines Herrn (des Bischofs und Landesherrn) von Münster zu Oelde bekundet, dass vor (1428, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen, CC0)
- Der Münstersche Offizial bezeugt, daß Pastor Menso Zegesinck zu Oelde dem Domvikar Franz Schroderken auf Lebenszeit (1520, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen, CC0)
Bibliotheken
- Der Wald in Japan / von Hefele (1903) (1903, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)„Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Schlagwort „Oelde“: 5 Katalogeinträge bis 1960; bei gleichnamigen Orten können Titel einem anderen Ort gelten.“
- [4114] = 2289. Ölde (1914) (1914, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [4114] = 2289. Ölde (1926) (1926, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- [Die Glocke <Oelde> / Heimatblätter] ; Die Glocke; Heimatblätter der Glocke (1949) (1949, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- 4114. Oelde (1953) (1953, Deutsche Nationalbibliothek, CC0)
- Erwähnungen in historischen Zeitungen: 248.729 Treffer bis 1950, älteste 1702 in „Historische Remarques über neuesten Sachen in Europa des ... Jahres“ (1702, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)„Volltextsuche im Zeitungsportal nach dem Ortsnamen (deutschsprachige Zeitungen); gleichnamige Orte und Texterkennungsfehler sind möglich.“
- „Historische Remarques über neuesten Sachen in Europa des ... Jahres“, 1702-10-24 (Bayerische Staatsbibliothek) (1702, Deutsches Zeitungsportal (Deutsche Digitale Bibliothek), CC0)
Normdaten
- Wikidata Q2752: Oelde (CC0)
Ortsverzeichnisse
- GOV, Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Oelde (CC BY-SA 4.0)
Lexika
- Wikipedia: Oelde und 8 weitere Artikel (CC BY-SA 4.0)
Hinweis: Der Wortlaut der Belegsätze wird nur intern gespeichert.
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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Oelde (CC BY-SA 4.0).
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