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GrenzArchiv
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Ohrdruf

Auf einen Blick

Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Thüringer und Franken.

Die große Zahl

Ohrdruf gehörte zu 9 verschiedenen Herrschaften.

Belegt mit 30 Quellen aus Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen

Mehr als 94 % der Orte in unserer Sammlung hatten weniger Herrschaften.

Zeitreise

Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Untertan von Sachsen-Gotha gewesen.

  • Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Untertan von Sachsen-Coburg
  • Dein Urgroßvater (1890): Deutscher
  • Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen

Ortsakte · Nr. GA-0502714

Auch bekannt alsОрдруф

Heute: Landkreis Gotha, Deutschland

Die Kurzfassung

Dein Ort ist Ohrdruf (Landkreis Gotha). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Thüringer und Franken. Dort leben rund 9.903 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt im thüringischen Landkreis Gotha und war zeitweiliger Wohnort Johann Sebastian Bachs. Bei der Stadt liegt der größte Truppenübungsplatz Thüringens. Historische Gebäude der Altstadt und das Schloss Ehrenstein prägen das Stadtbild.

Lage

Lage: Landkreis Gotha, Deutschland · 50,828° N, 10,733° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)

Vor der ersten Erwähnung – ungefähr

  1. ca. 5500 – 4900 v. Chr.Bandkeramik-Kultur (Jungsteinzeit)VermutungUm 5500 v. Chr. erreichte die Bandkeramik vermutlich auch diese Gegend; ihre jüngste Phase reichte bis etwa 4900 v. Chr.
    1Beleg anzeigen
  2. ca. 1300 – 800 v. Chr.Urnenfelderkultur (Bronzezeit)VermutungVon etwa 1300 bis 800 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zum Einflussbereich der Urnenfelderkultur.
    2Beleg anzeigen
    • 2 „Sie bestand etwa von 1300 bis 800 v. Chr. (in der Urnenfelderzeit).“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
    • 2 „Die Grenzen zwischen ihrem Verbreitungsgebiet im engeren Sinne und Regionen, die lediglich unter mehr oder weniger starkem Einfluss der Urnenfelderkultur standen, sind dabei nicht immer deutlich zu ziehen, zumal sie sich im Verlauf der Spätbronzezeit mehrfach verschieben.“ – Wikipedia: Urnenfelderkultur
  3. ca. 800 – 450 v. Chr.Hallstattkultur (ältere Eisenzeit)VermutungVon etwa 800 bis 450 v. Chr. gehörte die Gegend vermutlich zur Hallstattkultur, der älteren Eisenzeit.
    3Beleg anzeigen
    • 3 „Als Hallstattzeit, Ältere Eisenzeit oder Hallstattkultur wird die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas ab etwa 800 v. Chr. bezeichnet.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
    • 3 „Die Grenze zur nachfolgenden Latènezeit wird mit 450 v. Chr. angegeben, wobei sich der Übergang fließend über mehrere Jahrzehnte erstreckte.“ – Wikipedia: Hallstattkultur
  4. ca. 100 v. Chr. – 300HermundurenbelegtNahe dem heutigen Schloss gab es um die Zeit von Christi Geburt eine Siedlung der elbgermanischen Hermunduren.
    4Beleg anzeigen
    • 4 „Um die Zeit von Christi Geburt gab es nahe dem heutigen Schloss eine Siedlung der elbgermanischen Hermunduren.“ – Wikipedia: Ohrdruf
    • 4 „Die Hermunduren waren ein germanischer Volksstamm, der zur Gruppe der Elbgermanen (Herminonen) zählt und am Oberlauf der Elbe siedelte.“ – Wikipedia: Hermunduren
    • 4 „In Thüringen wurden archäologische Funde elbgermanischer Provenienz, wie die von Fibeln, eisernen Waffen, Terrinen, Schalenurnen und rädchenverzierten Keramikteilen bislang zumeist als hermundurisch gedeutet.“ – Wikipedia: Hermunduren
  5. ca. 400 – 531ThüringerungefährVon etwa 400 bis um 531 lag die Gegend wahrscheinlich im Thüringerreich, das die Franken dann eroberten.
    5Beleg anzeigen
    • 5 „Die Thüringer werden erstmals als Toringi um 400 im Werk Mulomedicina („Maultier-Heilkunde“) des spätantiken Autors Flavius Vegetius Renatus erwähnt, der die Kriegstauglichkeit ihrer Pferde rühmt.“ – Wikipedia: Thüringer
    • 5 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
  6. ca. 530 – 870FrankenbelegtNach 530 n. Chr. wurde eine fränkische Wasserburg im Bereich des späteren Schlosses gebaut.
    6Beleg anzeigen
    • 6 „Nach 530 n. Chr. wurde eine fränkische Wasserburg im Bereich des späteren Schlosses gebaut.“ – Wikipedia: Ohrdruf
    • 6 „Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt.“ – Wikipedia: Sachsen (Volk)
    • 6 „Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt.“ – Wikipedia: Franken (Volk)
  7. ungefährOrtsname (germanisch)belegtDer Ortsname ist germanischen Ursprungs. Der Ortsname erinnert an den Ursprung als Einsiedelei St.
    7Beleg anzeigen
    • 7 „Das Wappenbild erinnert an den Ursprung des Ortes als Einsiedelei St. Michael.“ – Wikipedia: Ohrdruf

Grenz-Zeitleiste

  1. 0 – 1511
    Gleichen und Tonna

    Bis 1511 gehörte Ohrdruf zu Gleichen und Tonna.

    Quelle: GOV
  2. 0 – 1511
    Sachsen-Gotha

    Bis 1511 gehörte Ohrdruf zu Sachsen-Gotha.

    Quelle: GOV
  3. 723
    Ereignis

    Bonifatius begann mit der Gründung der Zelle St. Michael seine Mission in Thüringen.

    8Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 8 „723 und 724 begann in Ohrdruf Bonifatius mit der Gründung der Zelle St. Michael seine Mission in Thüringen.“ – Wikipedia: Ohrdruf
  4. 1342
    Ereignis

    Ohrdruf gelangte von den Grafen von Käfernburg-Schwarzburg an die Grafen von Gleichen.

    9Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 9 „Aus dem Besitz der Grafen von Käfernburg-Schwarzburg gelangte Ohrdruf 1342 an die Grafen von Gleichen, stand seit dem Spätmittelalter aber unter der Lehns- und Landesherrschaft der Wettiner.“ – Wikipedia: Ohrdruf
  5. 1348
    Ereignis

    Ohrdruf erhielt die Stadtrechte.

    10Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 10 „1348 wurden Ohrdruf die Stadtrechte verliehen.“ – Wikipedia: Ohrdruf
  6. 1482
    Ereignis

    Der Tobiashammer wurde als Kupferhammer gebaut.

    11Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 11 „Der Tobiashammer bei Ohrdruf wurde 1482 als Kupferhammer gebaut.“ – Wikipedia: Ohrdruf
  7. 1512 – 1806
    Heiliges Römisches Reich deutscher Nation

    Von 1512 bis 1806 gehörte Ohrdruf zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.

    Quelle: GOV
  8. 1599
    Ereignis

    Die Grafen von Gleichen verlegten ihren Wohnsitz nach Ohrdruf in das neu erbaute Schloss Ehrenstein.

    12Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 12 „1599 verlegten die Grafen von Gleichen ihren Wohnsitz nach Ohrdruf in das neu erbaute Schloss Ehrenstein.“ – Wikipedia: Ohrdruf
  9. 1631
    Ereignis

    Als das Geschlecht von Gleichen ausstarb, fielen Stadt und sechs Dörfer an die Fürsten von Hohenlohe.

    13Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 13 „Als das Geschlecht von Gleichen 1631 ausstarb, fielen die Stadt und sechs Dörfer, die meisten in der Umgebung, als Obergrafschaft Gleichen infolge eines Erbvertrags an die Linie Neuenstein der Fürsten von Hohenlohe.“ – Wikipedia: Ohrdruf
  10. 1663 – 1807
    Hohenlohe

    Von 1663 bis 1807 gehörte Ohrdruf zu Hohenlohe.

    Quelle: GOV
  11. 1806
    Ereignis

    Auf Initiative Napoleons entstand 1806 der Rheinbund, eine Konföderation deutscher Staaten. Diese Staaten traten aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches aus. Der Rheinbund brach 1813 nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig zusammen.

    14Beleg anzeigen
    • 14 „war eine auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon 1806 in Paris gebildete Konföderation deutscher Staaten, die mit der Gründung dieses Bündnisses aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches austraten.“ – Wikipedia: Rheinbund
    • 14 „Er brach nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zusammen.“ – Wikipedia: Rheinbund
  12. 1807 – 1825
    Sachsen-Gotha

    Von 1807 bis 1825 gehörte Ohrdruf zu Sachsen-Gotha.

    Quelle: GOV
  13. 1814
    Ereignis

    Der Wiener Kongress dauerte vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815. Er ordnete nach der Niederlage Napoleons Europa neu und legte zahlreiche Grenzen neu fest.

    15Beleg anzeigen
    • 15 „Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
    • 15 „legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.“ – Wikipedia: Wiener Kongress
  14. 1826 – 1870
    Sachsen-Coburg

    Von 1826 bis 1870 gehörte Ohrdruf zu Sachsen-Coburg.

    Quelle: GOV
  15. 1871 – 1945
    Deutsches Reich

    Von 1871 bis 1945 gehörte Ohrdruf zum Deutschen Reich.

    Quelle: GOV
  16. 1876
    Ereignis

    Eine Bahnlinie verband die Stadt mit Gotha.

    16Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 16 „Seit 1876 verband eine Bahnlinie die Stadt mit Gotha und seit 1892 auch mit Gräfenroda.“ – Wikipedia: Ohrdruf
  17. 1945 – 1949
    Sowjetische Besatzungszone

    Von 1945 bis 1949 gehörte Ohrdruf zur Sowjetischen Besatzungszone.

    Quelle: GOV
  18. 1945
    Ereignis

    Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Ohrdruf lag in der Sowjetischen Besatzungszone.

    17Beleg anzeigen
    • 17 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
    • 17 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
  19. 1949 – 1990
    DDR

    Von 1949 bis 1990 gehörte Ohrdruf zu DDR.

    Quelle: GOV
  20. 1949
    Ereignis

    Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.

    18Beleg anzeigen
    • 18 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
    • 18 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
  21. 1990 – heute
    Bundesrepublik Deutschland

    Seit 1990 gehört Ohrdruf zur Bundesrepublik Deutschland.

    Quelle: GOV

Findbuch · Verweise

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Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Ohrdruf liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.

Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek

6.415 Objekte zu „Ohrdruf“ laut DDB, die ersten 5:

Ortsname

GesichertSprachschicht: germanisch

Der Ortsname erinnert an den Ursprung als Einsiedelei St. Michael.

19Beleg anzeigen
  • 19 „Das Wappenbild erinnert an den Ursprung des Ortes als Einsiedelei St. Michael.“ – Wikipedia: Ohrdruf

Siedlung

  • RömerzeitGesichert

    elbgermanische Hermunduren

    20Beleg anzeigen
    • 20 „Um die Zeit von Christi Geburt gab es nahe dem heutigen Schloss eine Siedlung der elbgermanischen Hermunduren.“ – Wikipedia: Ohrdruf

Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.

Historische Ansichten

Quellen dieser Akte (30 Quellen aus 10 Einrichtungen)

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30 Quellen aus 10 Einrichtungen

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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Ohrdruf (CC BY-SA 4.0).

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