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GrenzArchiv
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Ottendorf-Okrilla

Auf einen Blick

Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen.

Die große Zahl

Seit 1346 gehörte Ottendorf-Okrilla zu 6 verschiedenen Herrschaften.

Belegt mit 21 Quellen aus Archiven, Bibliotheken, Normdaten und Ortsverzeichnissen

Zeitreise

Wärst du 1810 hier geboren, wärst du Sachse gewesen.

  • Dein Ururgroßvater (geb. 1850): Sachse
  • Dein Urgroßvater (1890): (nicht belegt)
  • Dein Großvater (1930): Deutscher
Mit dem Ort eines Freundes vergleichen

Ortsakte · Nr. GA-0093276

Auch bekannt alsОттендорф-Окрилла

Heute: Landkreis Bautzen, Deutschland

Die Kurzfassung

Dein Ort ist Ottendorf-Okrilla (Landkreis Bautzen). Lange vor der ersten Erwähnung lebten hier wahrscheinlich Elbgermanen, später Slawen. Dort leben rund 9.880 Menschen (Stand 2025). Dein Ort liegt an einer alten Handelsstraße, über die Glas und Salz transportiert wurden. Dein Ort wuchs durch Glasherstellung und Möbeltischlerei zu einem Industriestandort. Dein Ort entstand aus mehreren Dörfern, die im 20. Jahrhundert zusammengeführt wurden.

Lage

Lage: Landkreis Bautzen, Deutschland · 51,179° N, 13,826° O · Karte bei OpenStreetMap (öffnet in neuem Tab)

Vor der ersten Erwähnung – ungefähr

  1. ca. 600 v. Chr. – 0Jastorf-Kultur (Vorläufer der Elbgermanen)ungefährVon etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende gehörte die Gegend wahrscheinlich zum Gebiet der Jastorf-Kultur, der Vorgängerin der Elbgermanen.
    1Beleg anzeigen
    • 1 „Die Jastorf-Kultur ist eine nordmitteleuropäische archäologische Kulturgruppe aus der Zeit von etwa 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende (vorrömische Eisenzeit), die als Vorgängerkultur der Elbgermanen angesehen wird.“ – Wikipedia: Jastorf-Kultur
  2. ca. 100 – 300Semnonen (Elbgermanen)ungefährUm 100 n. Chr. siedelten zwischen Elbe und Oder wahrscheinlich die Semnonen; im dritten Jahrhundert verließen sie bis auf Restgruppen ihre Heimat und gingen in den Alamannen auf.
    2Beleg anzeigen
    • 2 „Um 100 n. Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und Oder sowie von den Westsudeten bis an die Havel, zeitweise auch jenseits von Oder und Warthe.“ – Wikipedia: Semnonen
    • 2 „Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und Spree in Richtung Oberrhein und gingen in den Alamannen auf.“ – Wikipedia: Semnonen
  3. ca. 700 – 1150Slawen (östlich von Elbe und Saale)ungefährAb etwa 700 siedelten östlich von Elbe und Saale wahrscheinlich slawische Gruppen; bis etwa 1150 erfolgte die Eroberung dieses Landes.
    3Beleg anzeigen
    • 3 „Da nur vereinzelte dendrochronologische Daten bis in die Zeit vor 700 zurückreichen, ist von einem eher zurückhaltenden Beginn der slawischen Landnahme am Ende des 7.“ – Wikipedia: Obotriten
    • 3 „Entsprechend formulierte Fritze 1980: Als Germania Slavica bezeichnen wir „den Bereich der mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung in den slawisch besiedelten Gebieten östlich von Elbe und Saale, soweit er sprachlich germanisiert worden ist“.“ – Wikipedia: Germania Slavica
    • 3 „In den Regionen zwischen Elbe und Oder sowie im Baltikum trug der Prozess gerade zu Anfang bis etwa 1150 Züge einer Eroberung und gewaltsamen Missionierung; andernorts zeichnete sich durch die Initiative einheimischer Grundherren eine eher friedliche Besiedlung ab.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
  4. ab ca. 1124OstsiedlungungefährSeit 1124 siedelten Flamen und Niederländer im Norden; um 1159/60 durften niederländische Siedler ehemals slawische Dörfer besetzen (Ostsiedlung).
    4Beleg anzeigen
    • 4 „Seit 1124 kam es zu ersten Ansiedlungen von Flamen und Niederländern in Norddeutschland bis zur Eider.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
    • 4 „So gewährte Albrecht der Bär im Jahr 1159/60 niederländischen Siedlern das Recht, ehemalige Siedlungen der Slawen in Besitz zu nehmen.“ – Wikipedia: Deutsche Ostsiedlung
  5. ungefährOrtsname (slawisch)belegtDer Ortsname ist slawischen Ursprungs. Okrilla leitet sich vom altsorbischen *Okrugła (von okrugły, „rund“) ab und bezieht sich entweder auf die Lage an einer Rundung oder auf die Form des Dorfes.
    5Beleg anzeigen
    • 5 „Okrilla leitet sich vom altsorbischen *Okrugła (von okrugły, „rund“) ab und bezieht sich entweder auf die Lage an einer Rundung oder auf die Form des Dorfes.“ – Wikipedia: Ottendorf-Okrilla

Grenz-Zeitleiste

  1. 1346 – 1635
    Königreich Böhmen

    Von 1346 bis 1635 gehörte Ottendorf-Okrilla zum Königreich Böhmen.

    6Beleg anzeigen
    • 6 „Jedenfalls wurde der König von Böhmen 1319 von Kaiser Ludwig IV. mit dem Land Bautzen belehnt; die östliche Landeshälfte fiel dagegen als Heiratsgut an Heinrich I., Herzog von Jauer, der das Land Görlitz (mit Ausnahme der Gegend um Lauban) 1329 an den böhmischen König abtrat.“ – Wikipedia: Oberlausitz
    • 6 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
  2. 1635 – 1870
    Sachsen

    Von 1635 bis 1870 gehörte Ottendorf-Okrilla zu Sachsen.

    7Beleg anzeigen
    • 7 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
    • 7 „Als Nebenabsprache auf dem Wiener Kongress (1815) musste der sächsische König die Teilung des Königreiches Sachsen und somit große Gebietsverluste zu Gunsten Preußens hinnehmen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
    • 7 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 7 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 7 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
  3. 1635
    Ereignis

    Der Prager Frieden band 1635 die Ober- und die Niederlausitz an das Kurfürstentum Sachsen. 1815 musste der sächsische König auf dem Wiener Kongress große Gebietsverluste zugunsten Preußens hinnehmen.

    8Beleg anzeigen
    • 8 „Der Prager Frieden von 1635 band die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) an das Kurfürstentum Sachsen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
    • 8 „Als Nebenabsprache auf dem Wiener Kongress (1815) musste der sächsische König die Teilung des Königreiches Sachsen und somit große Gebietsverluste zu Gunsten Preußens hinnehmen.“ – Wikipedia: Oberlausitz
    • 8 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
  4. 1806
    Ereignis

    1806 erlangte der sächsische Kurfürst durch ein Bündnis mit Napoleon die Königswürde. Das Königreich Sachsen bestand bis 1918.

    9Beleg anzeigen
    • 9 „Die Albertiner blieben Kurfürsten bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 und erlangten danach durch ein Bündnis mit Napoleon die sächsische Königswürde.“ – Wikipedia: Kurfürstentum Sachsen
    • 9 „Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918.“ – Wikipedia: Königreich Sachsen
  5. 1846
    Ereignis

    Preußen baute die Radeberger Straße als feste Chaussee aus.

    10Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 10 „Im Jahr 1846 wurde die heutige Radeberger Straße in Ottendorf-Okrilla als feste Chaussee ausgebaut.“ – Wikipedia: Ottendorf-Okrilla
  6. 1871 – 1920

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  7. 1884
    Ereignis

    Die Eisenbahngesellschaft schloss den Ort an das Schmalspurnetz an.

    11Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 11 „Seit Oktober 1884 war der Ort an das Eisenbahnnetz angeschlossen.“ – Wikipedia: Ottendorf-Okrilla
  8. 1921 – 1945
    Deutsches Reich

    Von 1921 bis 1945 gehörte Ottendorf-Okrilla zum Deutschen Reich.

    Quelle: GOV
  9. 1922
    Ereignis

    Archivale zu Ottendorf-Okrilla: „Zwei Verträge mit a) dem Fabrikdirektor Max Walther in Ottendorf-Okrilla und b) der Siedlungsgesellschaft mbH Dresden“.

    12Beleg (Sächsisches Staatsarchiv) anzeigen
    • 12 „Zwei Verträge mit a) dem Fabrikdirektor Max Walther in Ottendorf-Okrilla und b) der Siedlungsgesellschaft mbH Dresden (Sächsisches Staatsarchiv), Laufzeit ab 1922“ – DDB: Sächsisches Staatsarchiv
  10. 1945
    Sowjetische Besatzungszone

    Von 1945 bis 1945 gehörte Ottendorf-Okrilla zur Sowjetischen Besatzungszone.

    Quelle: GOV
  11. 1945
    Ereignis

    Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 übernahmen die Siegermächte die Regierungsgewalt und teilten Deutschland in Besatzungszonen. Ottendorf-Okrilla lag in der Sowjetischen Besatzungszone.

    13Beleg anzeigen
    • 13 „Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 und der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung am 23. Mai hatten die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Deklaration und der Feststellung der Besatzungszonen sowie der Einsetzung eines alliierten Kontrollrates offiziell die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen.“ – Wikipedia: Potsdamer Konferenz
    • 13 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
  12. 1946 – 1951

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  13. 1949
    Ereignis

    Aus den westlichen Besatzungszonen entstand am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand am 7. Oktober 1949 die DDR.

    14Beleg anzeigen
    • 14 „Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat mit Westbindung am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 als ostdeutscher Teilstaat unter sowjetischer Hegemonie.“ – Wikipedia: Deutschland
    • 14 „Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war.“ – Wikipedia: Deutsche Demokratische Republik
  14. 1952 – 1990
    DDR

    Von 1952 bis 1990 gehörte Ottendorf-Okrilla zu DDR.

    Quelle: GOV
  15. 1990 – 1995
    Bundesrepublik Deutschland

    Von 1990 bis 1995 gehörte Ottendorf-Okrilla zur Bundesrepublik Deutschland.

    Quelle: GOV
  16. 1991
    Ereignis

    Die Gemeinde erschloss ein Gewerbegebiet und veränderte das Ortsbild wesentlich.

    15Beleg (Wikipedia) anzeigen
    • 15 „1991 wurde das Gewerbegebiet Ottendorf-Okrilla gebaut, womit sich das Ortsbild der Gemeinde wesentlich veränderte.“ – Wikipedia: Ottendorf-Okrilla
  17. 1996 – 2007

    Für diese Zeit liegen uns keine gesicherten Angaben zur Herrschaft vor.

  18. 2008 – heute
    Bundesrepublik Deutschland

    Seit 2008 gehört Ottendorf-Okrilla zur Bundesrepublik Deutschland.

    Quelle: GOV

Findbuch · Verweise

Weiter forschen

Originale Akten, Karten und Zeitungen zu Ottendorf-Okrilla liegen in deutschen Archiven. Diese Suchen führen direkt dorthin.

Archivalien in der Deutschen Digitalen Bibliothek

1.347 Objekte zu „Ottendorf-Okrilla“ laut DDB, die ersten 5:

Ortsname

GesichertSprachschicht: slawisch

Okrilla leitet sich vom altsorbischen *Okrugła (von okrugły, „rund“) ab und bezieht sich entweder auf die Lage an einer Rundung oder auf die Form des Dorfes. Ottendorf ist eine Zusammensetzung des Personennamens Otto und Dorf.

16Beleg anzeigen
  • 16 „Okrilla leitet sich vom altsorbischen *Okrugła (von okrugły, „rund“) ab und bezieht sich entweder auf die Lage an einer Rundung oder auf die Form des Dorfes.“ – Wikipedia: Ottendorf-Okrilla

Siedlung

  • vor 1200Gesichert

    slawische Siedler

    17Beleg anzeigen
    • 17 „Okrilla ist damit wesentlich älter als das erst nach 1200 gegründete Ottendorf.“ – Wikipedia: Ottendorf-Okrilla

Volk ist nicht gleich Gene ist nicht gleich Sprache.

Ersterwähnung

Der Ort wird erstmals im Jahr 1346 erwähnt.

18Beleg anzeigen
  • 18 „Ottendorf wurde 1346 in einem Bistumsartikel unter dem Markgrafen Friedrich II. (der Ernsthafte) erstmals erwähnt.“ – Wikipedia: Ottendorf-Okrilla

Das nächste runde Jubiläum: 2046 (700 Jahre).

Quellen dieser Akte (21 Quellen aus 6 Einrichtungen)

Aktenvermerk

Quellen dieser Akte

21 Quellen aus 6 Einrichtungen

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Für Ottendorf-Okrilla ausgewertet: 21 Quellen · 1 Archivfund · Ersterwähnung (1346) belegt in Wikipedia: Ottendorf-Okrilla.

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Daten: GOV – Geschichtliches Orts-Verzeichnis (CC BY-SA 4.0), Wikidata (CC0), Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Ottendorf-Okrilla (CC BY-SA 4.0).

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Das Kartenblatt

Vorschau des Kartenblatts von Ottendorf-Okrilla: oben der Stadtplan, unten Ortsname, Koordinaten und die Herrschaften des Ortes
Vorschau, 50 × 70 cm

Der Stadtplan von Ottendorf-Okrilla mit Gebäuden, Straßen und Gewässern aus echten OpenStreetMap-Daten. Darunter stehen Ortsname, Koordinaten und die Herrschaften aus der Ortsakte. Nichts davon ist KI-gezeichnet.

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